VM - Upgrade oder Neuinstallation?

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  • VM - Upgrade oder Neuinstallation?

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    Hallo Leute,

    ich habe bisher openSUSE 42.1 in einer virtuellen Umgebung am laufen. Da ich diese schon lange habe, also eigentlich seitdem 42.1 veröffentlicht wurde, frage ich mich nun, ob es vielleicht nicht besser wäre eine komplette Neuinstallation vorzunehmen anstatt von upgraden.

    Wirklich viel läuft in der virtuellen Maschine eigentlich nicht. Nur ein FTP, Web- und Datenbankserver. Ein Einrichtungsaufwand von geschätzt ein bis zwei Stunden. Muss auch nicht besonders sicher sein, da es sich nur um eine Entwicklungs-Box handelt, die maximal übers LAN mittels virtueller Netzwerkbrücke erreichbar ist.

    Was empfiehlt ihr mir da? Ich habe gesehen, dass die Support Zeit für 42.1 Ende Mai geendet hat, von daher ist es allerhöchste Zeit für ein Upgrade bzw. Neuinstallation. Die Anforderungen an die VM haben sich auch geändert: Ich entwickle jetzt selber nicht mehr in der VM, sondern außerhalb. Die VM dient jetzt lediglich noch als Serverdienst für die ganzen Entwicklungsserver. Von daher werde ich zukünftig auch keine grafische Oberfläche mehr brauchen. Dass jedoch KDE installiert ist, macht theoretisch auch nichts aus. Nur frage ich mich halt, ob dadurch und durch die lange Lebensdauer der VM nicht schon Datenmüll entstanden ist, den ich bei einer sauberen Neuinstallation vielleicht nicht hätte?

    PS: Empfehlungen für Textmode Enhancements wären in diesem Zuge auch wünschenswert. Vorallem wäre es praktisch Text in die VM kopieren zu können, sowie eine Konsolenansicht a la KDE 4 Terminal und nicht die rudimentäre Text Mode Ansicht.

    PS2: Ich benutze VirtualBox unter Windows 7 64 Bit. Das hinein kopieren hatte bisher im grafischen Zustand schon ganz gut geklappt. (Host-zu-Gast kopieren).


    Danke schonmal!


    MFG

    derwunner
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    Für den Inhalt des Beitrages 110853 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: derwunner

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    In Kürze gibt es Leap 42.3.
    Was, bitte, sind "Textmode Enhancements"?

    Ob unter Windows mit diesem veralteten Virtualisierer alles möglich ist, was unter Linux geht, weiß ich nicht.
    Ich verwende sowas nicht.

    Aber da nun eine VM nun mal eine eigene Maschine ist,
    gibt es nur zwei Wege für den Datenaustausch.
    Einmal via Netzwerk, oder eben über gemeinsam genutzen Speicher.
    Linux bietet Overlaydateisysteme ohne Ende. (bis hin zu gleichzeitig gemeinsam genutzen Partitionen)

    Für deine Zwecke reicht auch Docker völlig aus.
    Das kann selbst schon zwischen den Maschinen hin- und herkopieren.
    Braucht auch wesentlich weniger Ressourcen.
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 110855 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

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    Berichtigung schrieb:

    Was, bitte, sind "Textmode Enhancements"?
    Ich meine damit so Sachen wie TrueType Fonts in der Konsole, Maus in der Konsole. Ja eben all diese Features, die man in der KDE Bash auch hat. Und vorallem eine Vollbild-Konsole nicht nur dieses kleine VBox Teil, was in etwa 25% des Bildschirms sein dürfte. Aber ich denke letzteres müsste nur eine XRandR Einstellung sein.

    Und sorry, von Docker also dem Einprozess-Prinzip halte ich nicht viel, von Container Prozess-Virtualisierung jedoch schon. Für meine Zwecke täte es auch Vagrant, aber ich denke ich bin besser bedient, wenn ich nicht jedes Mal die Virtuelle Box zerstöre. Das wieder aufbauen, also das listen innerhalb von VirtualBox beansprucht ja auch jedes Mal Zeit.
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    Für den Inhalt des Beitrages 110888 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: derwunner

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    Es gibt keine KDE Bash.
    Da würfelst du munter Garage, Autos und Flughäfen durcheinander.

    KDE kennt die Konsole.
    Das ist ein GUI Skelett, in dem ein ordinäres Xterm läuft.
    (Du kannst also in den Configs für das Xterm all den Kram machen.)
    Und dieses Xterm lässt dann eine Bash als Shell laufen.

    Wozu man Truetype Fonts in einem Terminal haben will, werd ich nie verstehen.
    Es reicht ein Monospace Font.
    Mehr is eh nich.

    Und die Mouse muss man nur durchreichen.
    Das kann auch jedes Xterm. Schon seit zig Jahren.

    Dieser ganze Krempel lässt sich in den zugehörigen .x* Dateien regeln.
    (Da werden dann sogar die Fenster automatisch größer; muss man meist gar nicht in anderen Konfigs rumfuhrwerken)

    Was du von Docker erzählst, habe ich noch nie gehört.
    Es laufen bei mir zahlreiche Dockerprozesse.
    Und die Container schaufeln munter gleichzeitig.
    Rumkopieren kann ich zwischen Containern, und auch zwischen Host und Containern.
    Nach Belieben.

    Ich denke, du wärst besser bedient, diese Dinge mal sorgfältig anzugucken.
    Deinen Mutmaßungen sind jedenfalls ziemlich daneben.
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 110890 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

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    Berichtigung schrieb:

    Was du von Docker erzählst, habe ich noch nie gehört.

    Es laufen bei mir zahlreiche Dockerprozesse.
    Und die Container schaufeln munter gleichzeitig.
    Rumkopieren kann ich zwischen Containern, und auch zwischen Host und Containern.
    Nach Belieben.

    Nein, ich meinte damit, dass in einem Docker Container jeweils immer nur ein Prozess laufen kann. Was meiner Ansicht nach broken by Design ist. Du wirst sicherlich auch für jeden Server Dienst einen eigenen Docker Container haben, eben aus dem genannten Grund, weil mehr einfach nicht möglich ist. Ich weiß ebenfalls nicht, ob das bei anderen Container Lösungen, wie LXC oder wie das hieß, besser ist. Denke aber mal schon.


    Sauerland schrieb:

    Wenn du nur die offiziellen Repos eingebunden hast, mach einfach nur ein Upgrade.
    Joa schon klar, die Frage ist doch, ob es nicht besser ist eine Neuinstallation durchzuführen, eben weil ich keinen X-Server mehr brauche usw..
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    Für den Inhalt des Beitrages 110893 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: derwunner

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    So ein Käse.

    Ich habe einen Container gebastelt, der als Entrypoint Prozess einen Server laufen lässt.
    Es werden aber insgesamt 3 verschiedene Server in diesem Container gestartet.
    Und oft logge ich mich zusätzlich mit einer interaktiven Konsole via docker exec -it ein und spiele dort auch mit.

    Ein Server ist der SSHd. Ich kann also auch via SSH auf diesen Server connecten.
    Wie üblich, wenn ich über SSH auf eine Kiste gehe, starte ich dann screen, in dem wieder ein paar Fenster offen sind, mit jeweils einer Instanz von Bash.

    Das sind dann -wenn nur ein Fenster in screen läuft, schon mindestens 5 völlig verschiedene Prozesse.
    Du hast offensichtlich noch nie einen Docker Container gesehen, sondern erzählst irgendein falsch verstandenes Hörensagen.

    Die Anzahl der Prozesse ist lediglich durch die Ressourcen begrenzt, die ich dem Container erlaube.
    Es ist eine vollwertige Instanz eines Servers.
    Aber eben wesentlich sparsamer im Ressourcenverbrauch, als ein vollständige Virtualisierung via Hypervisor, oder dergleichen.

    Und es laufen einige solcher Container.
    Auf einem kleinen Server.
    Der nebenbei noch 7 Webserver, samt uwsgi, postgres ('mit ca 10 Datenbanken), mariadb ( auch mit ca. 10 DBs), Mumbleserver, SSH, MOSH, postfix, dovecot, openDKIM, ...... es langweilt, alles aufzuzählen.

    Zwei Container laufen als Backup- Gespann für die Webserver.
    Alle Server -egal ob direkt auf dem Host, oder in einem Container- teilen sich dabei einen memcached Server.

    Jetzt bin ich dabei, alle Container in einem Schwarm zusammenzuflicken.
    Damit habe ich dann einen Containercluster mit Auto-Takeover und Loadbalancer.
    Und dieser Cluster läuft auf EINER Bare-metal Kiste.

    Du hast echt keinen Peil davon, was Docker kann.
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

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    Für den Inhalt des Beitrages 110894 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Neu

    Berichtigung schrieb:

    So ein Käse.

    [...]

    Und es laufen einige solcher Container.
    Auf einem kleinen Server.
    Der nebenbei noch 7 Webserver, samt uwsgi, postgres ('mit ca 10 Datenbanken), mariadb ( auch mit ca. 10 DBs), Mumbleserver, SSH, MOSH, postfix, dovecot, openDKIM, ...... es langweilt, alles aufzuzählen.

    Zwei Container laufen als Backup- Gespann für die Webserver.
    Alle Server -egal ob direkt auf dem Host, oder in einem Container- teilen sich dabei einen memcached Server.

    Jetzt bin ich dabei, alle Container in einem Schwarm zusammenzuflicken.
    Damit habe ich dann einen Containercluster mit Auto-Takeover und Loadbalancer.
    Und dieser Cluster läuft auf EINER Bare-metal Kiste.

    Du hast echt keinen Peil davon, was Docker kann.
    Respekt! :)
    Ja, stimmt, dass Docker nur einen Prozess pro Container kann habe ich wirklich nur vom Hören-Sagen aufgeschnappt. Seitdem ich das wusste war Docker für mich auch gestorben.
    Aber Dein Setup hört sich spannend an, ich denke ich werde wohl doch besser zu Docker wechseln, zumal ich eh bloß auf meinen Desktop-PC 8 GB RAM zur Verfügung habe. Hin und wieder wurde schonmal die VM pausiert, weil mitsamt meinen Entwicklungstools zu wenig Speicher da war...

    Eine Frage dazu noch: Hast Du auch NodeJS in Docker laufen? Also geht npm install mit den Symlinks ohne Probleme, wenn ich als Host System Windows habe?
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    Für den Inhalt des Beitrages 110909 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: derwunner

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    Es läuft ein Etherpad als Dockercontainer.
    Mit eingebautem Videochat.
    Hinter einem nginx Proxy.
    Also ein Node.js Server mit Websockets.

    Warum sollte Node nicht laufen?
    Es ist eine vollwertige Maschine.

    Ich bin seit weit über 10 Jahren radikal winfreie Zone.
    Nimm was anständiges als Host.
    Dann geht es in jedem Fall.
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 110910 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

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    Berichtigung schrieb:

    Ich bin seit weit über 10 Jahren radikal winfreie Zone.

    Nimm was anständiges als Host.
    Würde ich gerne, geht nur leider nicht. Also was heißt, würde schon gehen, ist aber sehr riskant. Ich habe ein UEFI BIOS und einen Software RAID 0 am laufen mit 4 Hybrid Festplatten + einer SSD fürs System. Auf dem RAID ist leider schon Windows installiert. Da geht soviel ich weiß nur ein Betriebssystem. Linux kann sich zwar da unterordnen und sich im Dual Boot einrichten, das ist aber wieder eine "kann funktionieren"-Funktion und keine, die mit Sicherheit geht. Deswegen lasse ich lieber die Finger davon und bleibe weiterhin bei einem Hypervisor oder einer Container-Virtualisierung. Bisher hatte ich auch kaum Unterschiede gemerkt. Als ich jedoch mit dem Hardcore Programmieren mit allen Tools angefangen hatte, erst dann ging plötzlich die Performance gewaltig in den Keller.
    Ich weiß noch nicht mal, ob Linux überhaupt mit Hybrid Festplatten umgehen kann. Das ist ja eher selten und alles was selten ist, bedeutet viel Bastelarbeit unter Linux. Selbst danach ist nicht garantiert, dass es voll umfänglich funktioniert, bestes Beispiel die Laptop Sondertasten. Oder in meinen Fall Hybrid Festplatten. Ich würde mal schätzen, der SSD Cache wird nur teilweise erkannt und der mechanische Festplattenteil komplett. Du verstehst, was ich meine?
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    Für den Inhalt des Beitrages 110912 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: derwunner

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