Paritionen löschen - Bootloader

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  • su -c 'echo 'kernel.watchdog_thresh = 20' > /etc/sysctl.d/50-kernel.conf'
    Das Hochkomma nach der 20 ist falsch. Dort sollte nichts stehen.
    Hochkommata müssen immer paarweise auftreten (falls sie nicht korrekt "gequotet" sind)
    Bei der Schreibweise hier ist es impliziter Syntaxfehler, obwohl die Grammatik der Syntax korrekt ist.


    su -c meint: SubstituteUserkontext und führe das -commando .... aus.


    Die allgmeine From von Befehlen ist Befehl [Optionen] [Argumente]
    Die eckigen Klammern meinen "können da sein, oder auch nicht".


    Wenn du enter drückst, wird die Zeile erst von der Shell -meist der Bash- geparst. (Lateinisch: pars, der Teil),
    also in syntaktische Einheiten zerlegt. Syntaktische Teile werden durch Whitespacezeichen (Leerzeichen, Tabulator, npch NonPrintableCHaracres) begrenzt.
    Wenn die Shell alle Expansions (Ersetzungen zumeist) vorgenommen hat und die Zeile in "EInzelteile" zerlegt hat, bleibt eine oft stark modifizierte Befehlszeile übrig, die dann letztlich ausgeführt wird. Es werden dabei diverse Ersetzungen vorgenommen. $HOME wir z.B. zu /home/einuser


    Mit einfachen und doppelten Hochkommata kann man (und muss man) den Prozess des Parsen korrekt steuern.
    Die Regeln sind einfach: Innerhalb von einfachen Hochkommata wird überhaupt nichts ersetzt.
    Innerhalb von doppelten Hochkommatas werden alle $ Expansions ersetzt.


    Bei dir führt das Parsen von
    su -c 'echo 'kernel.watchdog_thresh = 20' > /etc/sysctl.d/50-kernel.conf'
    im ersten Schritt zu
    su -cecho kernel.watchdog_tresh = 2020 > /etc/sysctl.d/50-kernel.conf
    Das ist die Befehlszeile, die die Shell nach dem Parsen ausführen möchte.
    Beachte, dass dein 'echo 'kernel.watchdog_tresh zu echo kernel.watchdog_tresh wurde.
    Innerhalb von einfach Hochkommata wird überhaupt nichts geändert. Und dieser String, der ein Leerzeichen enthält wird direkt -weil nicht durch Whitespacezeichen getrennt- zusammengebacken mit dem nachfolgenden String bis zum nächsten Leerzeichen.
    Analog dazu am Schluss wir die 20 und der Rest zusammengebacken.


    Nicht das, was du meintest.
    Das Quoting ist so elementar. dass man sich unbedingt das Quotingtutorial reinziehen sollte.


    Die allgemeine Form: su [Optionen] [Username] sagt, dass man su alleine verwenden kann. (Eckige Klammern meinen: kann sein, kann auch nicht sein)
    Wird kein Username agebeben, so wird "root" angenommen. Deshalb wir man mit einem schlichten su einfach root.
    Eine Option von su ist -c, was selbst ein Argument braucht, nämlich das auszuführende Kommando.
    Dem dann ein Username folgen kann.
    Du möchtest also den Befehl echo kernel.watchdog_fresh als User = ausführen lassen.
    Was zwangsläufig und völlig korrekt mit NoSuchUser- Fehler endet.


    Das Kommando selbst ist schlicht:
    echo "kernel.watchdog_thresh = 20" > /etc/sysctl.d/50-kernel.conf
    Die Ausgabe von echo "kernel.watchdog_thresh = 20" wird umgeleitet > in die Datei /etc/sysctl.d/50-kernel.conf.
    Der echo- Befehl gibt nur aus, was danach steht.
    Existiert die angegebene Datei nach der Umleitung nicht, wird sie damit erzeugt.
    Falls sie existiert, wird sie überschrieben. (mit >> kann man die Ausgabe am Ende anfügen)

    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 114611 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Sauerland: Also wie gesagt, ich hab mir dann über su -root-Rechte geholt und dann deinen Befehl ausgeführt. Jetzt habe ich in /etc/sysctl.d/
    eine entsprechende Datei mit dem Inhalt kernel.watchdog_thresh = 20, also im Grunde das was passieren sollte, sehe ich das richtig?


    Berichtigung: Vielen Dank für deinen ausführlichen Post.

    Für den Inhalt des Beitrages 114615 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Susetime

  • Eigentlich hätte mein Post deine Nachfrage überflüssig machen sollen.

    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 114617 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Also ich muss gestehen, dass mir in deinem Post etwas zu viel an Informationen steckt um das auf die Schnelle aufnehmen zu können.
    Ich werde mir das die nächsten Tage mal in aller Ruhe zur Gemüte führen, aber momentan verstehe ich nicht wirklich viel (was nicht an dir liegt, ohne entsprechende Grundkenntnisse wird man da förmlich erschlagen ;) )

    Für den Inhalt des Beitrages 114618 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Susetime

  • Also bei mir sind es ca. 7 Sekunden vom Grub bis zum Anmeldebildschirm und nach der PW-Eingabe noch mal ca. 4-5 Sek. bis das System einsatzbereit ist. (Opensuse mit Plasma)
    Habe gerade die Firmware aktualisiert, ging schneller und einfacher als gedacht.
    Hab mir dazu extra ein spezielles Programm vom Hersteller runtergeladen. Diese sagte mir auch, dass die SSD komplett in Ordnung sei und erst 5% der Lebenszeit verbraucht seien.

    Na also!
    5% von den zugesicherten 72 TBW sind in 3 Jahren gut 3 GB pro Tag. Hast du wirklich schon so viele Daten geschrieben?


    Nochwas zum TRIM:
    Was zeigen bei dir diese Kommandos (als root)
    systemctl status fstrim.service und
    systemctl status fstrim.timer



    Bei mir mit Festplatte ist "fstrim.timer" auf active (waiting), was ist nicht verstehe.
    Aber das können mir die Profis hier im Forum bestimmt sagen.

    Für den Inhalt des Beitrages 114626 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Agnes

  • Ja. Flashzellen lassen sich nämlich nur etwa 1000 Mal wiederbeschreiben, heißt es.


    1000 Mal?
    Eher 10 000 bis 100 000.
    1000 Mal dürften selbst alle SSDs der ersten Generation übertreffen.
    iirc


    Ich habe da nochmal nachgelesen und das hier gefunden:

    Es gibt Single Level Cell (SLC), Multi-Level Cell (MLC) und Triple Level Cell (TLC) als NAND-Flash Arten. SLC ist die schnellste Option, mit der längsten Lebensdauer von bis zu 50.000 Schreib/Lösch-Zyklen, hat aber den Nachteil, zugleich die teuerste mit kleineren Kapazitäten zu sein. MLC ist weniger teuer, bietet aber eine bessere Leistung und Zuverlässigkeit als TLC mit bis zu 3.000 Schreib/Lösch-Zyklen und ist für die tägliche Verwendung am PC oder Gaming besonders passend. Die günstigste Variante TLC verfügt über 1.500 Schreib/Lösch-Zyklen und eignet sich somit gut für Verbraucheranwendungen. (P/E Zyklen: Schreib-/Lösch-Zyklen)


    @Sauerland
    Danke für den Link.
    fstrim wird in Leap 42.3 immer ausgeführt, auch wenn keine SSD vorhanden ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Agnes ()

    Für den Inhalt des Beitrages 116250 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Agnes