Was hat die Diensteverwaltung meines neuen Leap 15.1. mir zu sagen?

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  • Was hat die Diensteverwaltung meines neuen Leap 15.1. mir zu sagen?

    Neu

    Ich habe einmal in der Diensteverwaltung meines neuen Leap 15.1. gestöbert, nachdem mein Leap bei Ladevorgängen z. Bsp von Libre Office Präsentationen einfach stecken blieb.

    Da fand ich dann bei sehr vielen Prozessen Angaben wie:

    Diensteverwaltung schrieb:

    appstream sync-cache - Beim Systemstart - Inaktiv/Tot
    zu allen möglichen Diensten. hier ist ein Bildschirmfoto eines Teiles der Ausgabe

    Inaktiv schreckt mich nicht so aber Tot?!?

    Muss ich da irgend etwas unternehmen?

    Hartmut

    Für den Inhalt des Beitrages 134992 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: hgtschudi

  • Neu

    manuell und beim Systemstart usw.


    Schau doch einfach einmal nach (als root)

    Quellcode

    1. systemctl status xxx.yyy
    Benutze für xxx.yyy die bash-completion (TAB- bzw. TAB-TAB-Taste)
    Links in dieser Signatur bitte zum Lesen anklicken!

    Code-Tags <<<Klick mich
    zypper <<<Klick mich
    Netzwerkprobleme <<<Klick mich

    Für den Inhalt des Beitrages 134993 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Sauerland

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    und lass dich von "Tot" nicht schrecken. Im Gegensatz zu Lebewesen heißt das bei Diensten nämlich nicht "gestorben", sondern auch "nie gestartet", und das ist harmlos und heißt nur, dass der Dienst nicht benötigt wird. Also: die Masse der Tot-Meldungen ist völlig normal, sieht bei mir ähnlich aus.

    Dein Original-Problem mit dem Hängenbleiben muss an anderer Stelle zu suchen sein.

    Für den Inhalt des Beitrages 134994 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: letsfindaway

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    Dienste sind unter Linux schlicht Daemon Prozesse.
    Das sind in einem sehr weiten Sinne alles irgendwelche Serverprogramme.
    Das Wort "Daemon" stammt nicht, wie der Name vermuten lässt von Geistern her, was ja irgendwie einleuchtend wäre, da solche Prozesse geisterhaft im Hintergrund.
    Tatsächlich stammt der Name von einem der ersten Programme, die solche "Hintergrundserviceprozesse" völlig losgelöst von irgendwelchen Terminals im Hintergrund ausführten. Das war der DiskAndEventMONitor, der schlicht Festplatten überwachte und bestimmte Kernelmessages verarbeiten konnte.

    Es gibt sehr viele solche "Daemonen". Einer kümmert sich um die Hardwareuhr, ein anderer um die Temperatur und so weiter und so fort.
    Bei weitem nicht alle Services werden dir in YaST angezeigt.
    Die Prozesse, die du dort siehst, sind der Teil, bei dem der Usereingriff manchmal nötig und erwünscht, oder erfoderlich ist.
    (Das Abstellen der Uhr macht nicht wirklich Sinn - also kannst du die Hardwareclock dort nicht abschalten - du wirst dafür die Konsole selbst bemühen müssen, wenn du solchen Unsinn treiben möchtest)

    Die Meldungen "aktiv" oder "dead" beziehen sich auf den Zustand eines Prozesses.
    Da gibt es, bedingt durch den Zweck, verschiedene Herangehensweisen.
    Ein Watchdog (ein Wachhund) Prozess zum Beispiel könnte irgendein Hardwareteil überwachen wollen.
    Dazu startet er einen Hintergrundserver, der nichts anderes tut, als mit den einzelnen Hardwareüberwachern zu kommunizieren.
    Und er startet für jedes Hardwareteil, das überwacht werden soll, einen solchen Überwacherprozess.
    Er selbst ist nach getaner Arbeit nicht mehr nötig, also ist er "inaktiv" und "dead".
    Im Gegensatz zum Hintergrundserver, der zwar meist "inaktiv" ist, aber eben nicht "dead".
    Die einzelnen Überwacherprozesse hingegen sind die ganze Zeit über "aktiv".

    Das ist das Resultat der prinzipiellen Prozessstruktur von Linux.
    Es darf keinen Prozess im Hauptspeicher geben, der keinen Parentprozess hat, der ihn aufgerufen hat (und meist auch wieder beenden kann).
    Ein Prozess, der von keinem Vaterprozess aus mehr erreichbar ist, ist ein Zombie- Prozess. Die liegen tatsächlich unerreichbar tot im Hauptspeicher bis zum Herunterfahren.
    Alle anderen Hintergrundprozesse können noch irgendwie erreicht und damit gesteuert werden.
    Sie werden auch alle wieder weggeräumt, wenn alle Kindprozesse beendet sind, und sie selbst enden.
    Im Gegensatz zu echten Zombies.

    Dieser Architektur sieht man auch schön bei systemd, dessen wilde Prozesssteuerung aller möglichen Programme, mit systemctl verwaltet wird. Auch dort findest du "inactive/dead" Prozesse, die ihrerseits nur andere Prozesse starteten.

    Die Hintergrundprozesse, die du mit YaST Services verwalten kannst, sind größtenteils alle althergebrachten Linuxdienste, von denen man viele heute gar nicht mehr einsetzt, die aber natürlich schon aus Kompatibilitätsgründen immer noch verfügbar sein müssen.
    Ganz nützlich ist heute noch der "Super Inet Server". Das ist ein Dienst, der auf vielen, genau konfigurierten Netzwerkports lauscht, um bei einer eingehenden Clientanfrage letztlich den tatsächlichen Serverprozess zu starten. Man programmierte das damals, um möglichst wenig Serverprogramme im Speicher haben zu müssen. Heute nimmt man das noch für Dienste, die sehr wenig Traffic haben. Das Ding nennt sich inetd (oder neuer xinetd )

    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 135001 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

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    letsfindaway schrieb:

    und lass dich von "Tot" nicht schrecken. Im Gegensatz zu Lebewesen heißt das bei Diensten nämlich nicht "gestorben", sondern auch "nie gestartet", und das ist harmlos und heißt nur, dass der Dienst nicht benötigt wird. Also: die Masse der Tot-Meldungen ist völlig normal, sieht bei mir ähnlich aus.

    Dein Original-Problem mit dem Hängenbleiben muss an anderer Stelle zu suchen sein.

    Berichtigung schrieb:

    Dienste sind unter Linux schlicht Daemon Prozesse.
    Das sind in einem sehr weiten Sinne alles irgendwelche Serverprogramme.
    --------------------------------------------->schnipp<----------------------------------------------------------Die Hintergrundprozesse, die du mit YaST Services verwalten kannst, sind größtenteils alle althergebrachten Linuxdienste, von denen man viele heute gar nicht mehr einsetzt, die aber natürlich schon aus Kompatibilitätsgründen immer noch verfügbar sein müssen.
    Ganz nützlich ist heute noch der "Super Inet Server". Das ist ein Dienst, der auf vielen, genau konfigurierten Netzwerkports lauscht, um bei einer eingehenden Clientanfrage letztlich den tatsächlichen Serverprozess zu starten. Man programmierte das damals, um möglichst wenig Serverprogramme im Speicher haben zu müssen. Heute nimmt man das noch für Dienste, die sehr wenig Traffic haben. Das Ding nennt sich inetd (oder neuer xinetd )

    Sauerland schrieb:

    manuell und beim Systemstart usw.


    Schau doch einfach einmal nach (als root)

    Quellcode

    1. systemctl status xxx.yyy
    Benutze für xxx.yyy die bash-completion (TAB- bzw. TAB-TAB-Taste)
    Danke für eure klärenden Antworten. Ich brauche keine Dämonen einzufangen und auch keine Toten zu begraben und kann heute beruhigt ins Bett gehen. Das Thema kann ich abhaken.

    herzlichen Dank und Gruß
    Hartmut

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hgtschudi ()

    Für den Inhalt des Beitrages 135003 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: hgtschudi

  • Neu

    Am nächsten Morgen sind mir doch noch Fragen dazu gekommen:
    Mein Kernel startet also dieses Daemonen? Ich habe mit deren Einstellungen nichts weiter zu tun? Sie brauchen aber sicher auch Arbeitsspeicher.
    Kann es sein das da auch noch Daemonenprozesse von meinem alten Leap mitlaufen, die für den neuen Kernel von Leap 15.1. nicht gebraucht werden und somit evt. unnötig Speicherplatz verbrauchen? Ich meine nämlich, seit dem letzten Update ist das System langsamer geworden.

    Ich hänge deswegen noch ein Bildschirmfoto von der Speicherausnutzung zur Klärung an.
    Es wäre nett, wenn ihr mir das noch kurz beantworten könntet.
    Hartmut

    Für den Inhalt des Beitrages 135012 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: hgtschudi

  • Neu

    Nein, in mehrfacher Hinsicht.

    Nicht der Kernel startet diese Dienstprozesse, sondern systemd. Das ist der allererste Prozess, den der Kernel nach dem Bootet startet und der deshalb immer die Prozessnummer 1 hat.

    Und auch nein zu irgendwelchen "alten" Daemonen, die der neue Kernel nicht bräuchte. Der Kernel braucht gar keine Daemonen. Diese implementieren lediglich Dienste, die man in der einen oder anderen Konstellation benötigt, sei es für Hardwareerkennung, Netzwerkdienste, oder was auch immer. Eine kurze Erläuterung steht ja in der Dienst-Verwaltung hinter jedem Dienst.

    Du kannst ja mal die aktiven durchgehen, und wenn du meinst, du würdest einen Dienst nicht brauchen, kannst du ja noch mal hier nachfragen, bevor du ihn abschaltest.

    Und das Thema Speicher: Mit 2 GByte hast du nicht gerade eine üppige Ausstattung. 2/3 sind belegt und der Swap wird auch schon benutzt. Wenn der Swap benutzt wird, kann das schon zu einer merklichen Geschwindigkeitsverringerung führen. Aber ich glaube nicht, dass du durch Abschalten von Diensten hier merklich einsparen kannst.

    Was durchaus Speicher braucht ist der Desktop. Du verwendest KDE, und das ist nicht wirklich der sparsamste Desktop. Ist das Bildschirmfoto entstanden, ohne dass eine weitere Applikation gestartet war, d.h. ist das dein Grundzustand? Dann gibt es vielleicht noch Spezialisten hier, die dir für KDE einige Spartipps geben können - oder du wechselst auf einen sparsamen Desktop wie xfce. Aber das muss man natürlich auch mögen.

    Für den Inhalt des Beitrages 135016 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: letsfindaway

  • Neu

    Danke für Deine hilfreiche Aufklärung!

    letsfindaway schrieb:

    Mit 2 GByte hast du nicht gerade eine üppige Ausstattung.2/3 sind belegt und der Swap wird auch schon benutzt.
    Das liegt an meinem alten Lenovo-Labtop - immerhin - aus dem Jahre 2000 ! Ich weiß gar nicht was ein moderner Labtop heute so als Arbeitsspeicher zur Verfügung stellt. Vielleicht lässt sich der ja noch etwas erweitern?

    letsfindaway schrieb:

    Was durchaus Speicher braucht ist der Desktop. Du verwendest KDE, und das ist nicht wirklich der sparsamste Desktop. Ist das Bildschirmfoto entstanden, ohne dass eine weitere Applikation gestartet war, d.h. ist das dein Grundzustand?
    Während ich das Bildschirmfoto machte, liefen noch Firefox und Thunderbird.

    letsfindaway schrieb:

    Dann gibt es vielleicht noch Spezialisten hier, die dir für KDE einige Spartipps geben können - oder du wechselst auf einen sparsamen Desktop wie xfce. Aber das muss man natürlich auch mögen.
    Das werde ich tun, sowie ich KDEs Verhalten bei den verschiedenen Anwendungen noch etwas näher untersucht habe.

    Noch eine Frage: Gibt es verschiedene Ausführungen von [i][b]Plasma ?[/b][/i] Im Anmeldeschirm finde ich neben dem Hinweis auf eine "virtuelle Tastatur" unten links für den Desktop neben einem "Benutzer-Default" 2 weitere Optionen für ein "Plasma" zur Auswahl. Eine führt neben dem Ausdruck "Plasma" in Klammern noch einen Eigennamen mit, den ich jetzt nicht erinnere.


    Hartmut

    Für den Inhalt des Beitrages 135017 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: hgtschudi