Inzwischen bei OpenSuse gelandet, persönliche Abwägungen

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  • HI,


    jetzt verstehe ich dein Anliegen besser.


    Das muss dann den potentiellen windowsabtrünnigen erklärt werden, dass Linux nicht Windows ist.

    Ich will es mal so beschreiben, wenn man Linux halbwegs verstanden hat, braucht man keine grafischen Gimmiks um ein Programm(Paket) zu installieren.

    Wenn man nicht genau weiss, was man benötigt um - ich sage mal - das Problem X zu lösen / das Programm Y haben zu wollen ... Was macht man den da? Man googelt.

    Wo dann die Treffer bei Windows-Programmen sind? Oft zweifelhaft.

    Bei OpenSuse in der Regel in den offiziellen Repositories. Und falls mal doch nicht, hier fragen.

    Für den Inhalt des Beitrages 291060 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: ThomasS

  • O.T. Discover ist das erste, was bei mir von der Platte fliegt, gleich nach der KPIM Suite. Einfach nur grausliche Software.

    Wenn ich eine Software für eine Anwendung benötige, google ich erst einmal danach und suche nach Linux-Software.

  • Weitere Eindrücke seit Mai:


    1) Diese brtfs-Snapshot-Implementation mit Snapper und GRUB2-Integration ist extrem cool und genial. Mir ist keine andere Distribution bekannt, welche bei ähnlichem Verbreitungsgrad ähnliches per Default bietet. Ein Alleinstellungsmerkmal, welche das ohnehin schon stabile System (siehe in dem Zusamenhang http://open.qa/ ) noch weiter absichern sollte.


    2) ... und für kleine, liebgewonnene Windows-Tools (z.B. mp3directcut): Playonlinux installieren, und die darüber die Setup-Programme aufrufen. So muss man auch unter openSUSE auf derartige Tools nicht verzichten.


    Etwas ärgerlich ist allerdings, dass viele alte Windows-Originalspiele mit dollen Kopierschutzmechanismen wie Securom & Co. unter Playonlinux nicht laufen. Das ist aber natürlich nicht die Schuld von openSUSE...

  • Etwas ärgerlich ist allerdings, dass viele alte Windows-Originalspiele mit dollen Kopierschutzmechanismen wie Securom & Co. unter Playonlinux nicht laufen. Das ist aber natürlich nicht die Schuld von openSUSE...

    Das wird sich seitens wine auch nie ändern. Entsprechende Bugmeldungen werden mit "WONTFIX" markiert.

  • Kann diese Story nachvollziehen. War vorher rund 15 Jahre bei Debian, allerdings war dort in letzter Zeit KDE nicht unbedingt im Fokus (die aktuelleren Pakete kamen vom OBS!), und auch das Chromium Paket wurde vernachlässigt. Daraufhin hab ich OpenSuse wieder eine Chance gegeben und bin begeistert. Gerade die Kombi aus Zypper, BTRFS & Sapper haben mich schon einmal gerettet (wobei ein fehlerfreier amdgpu microcode auch schön gewesen wäre ;)).


    Für den absoluten Einsteiger sehe ich immer noch Mint vorne, aber für erfahrenere User bietet sich m.E. OpenSuse echt an.

    Für den Inhalt des Beitrages 291714 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: bjb43

  • Zwischenmeldung:


    Windows-Tools, für die ich weiterhin Windows vorhalten muss:


    • Myphone-Explorer, um mein Handy ohne Cloud lokal zu verwalten. Soll zwar eigentlich auch mit PlayonLinux gehen, habe ich aber noch nicht geschafft.
    • Carport, um mein Auto zu konfigurieren. Soll sogar eine VM-Erkennungs-Sperre haben...
    • Chipcard Master, um zu sehen, was Bank und Krankenkasse so auf den jeweiligen Karten abspeichern. Es gibt zwar einige Tools auf der Kommandozeile, aber das allumfassende grafische Cockpit für Chipkarten unter Linux habe ich noch nicht entdeckt.

    Zum Glück benutze ich diese Software nicht täglich.


    Während man bei Handyverwaltung und Chipkarten noch gewisse Hoffnungen hegen kann, glaube ich kaum, dass sich jemand die Mühe macht und eine quelloffene Fahrzeugdiagnose für VAG unter Linux programmiert.

    Für den Inhalt des Beitrages 292337 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Spaceloop

  • Carport, um mein Auto zu konfigurieren. Soll sogar eine VM-Erkennungs-Sperre haben...

    Na, hoffentlich ist dieses Carport unter Windows sicher...

    Nicht nur gegen VM´s, sondern auch gegen böse Buben! Nicht, dass die Funktionen "Gaspedal" und "Scheibenwischer im Darkmodus" umkonfiguriert werden.

    Für den Inhalt des Beitrages 292412 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: ThomasS

  • Myphone-Explorer, um mein Handy ohne Cloud lokal zu verwalten. Soll zwar eigentlich auch mit PlayonLinux gehen, habe ich aber noch nicht geschafft.

    So: MyPhoneExplorer haben es schon einige Leute geschafft, einschließlich mir. Wichtig ist: portable Installation und fixe IP-Adresse.

  • Mein Eindruck zum deutschen (Linux-) Zeitschriften-Markt und openSUSE:


    -Bei Computec konnte ich bisher am meisten aus dem Linux User für mich herausziehen. Das "große" Linux-Magazin ist mir zu Admin-Lastig mit für End-Anwender zu abgedrehten Themen (Container, Salt & Co...). EasyLinux ist mir zu simpel. Im Linux-Magazin erscheinen regelmäßig Artikel mit OpenSUSE-Bezug. (kein Wunder, der Verlag sitzt ja ebenfalls in Nürnberg)


    -IDG Linuxwelt: Scheint irgendwo zwischen Easy Linux und Linux Magazin angesiedelt zu sein. Erscheint zweimonatlich. Berichten teilweise umfassender mit Kurzartikeln als das Linux-Magazin, was eher in das jeweilige Heftthema tiefer einsteigt. Bei diesen Rundumschlägen ist openSUSE zwar mit dabei. Allerdings ist es eher Mint-Lastig. Es kommen dann teilweise Artikel zum Grundeinstellen von Dingen per Config-Datei, die man unter openSUSE z.T. einfach mit Yast erledigt. openSUSE wird in der Wahrnehmung der Redaktion offenbar inzwischen eher auf Servern verortet, "obwohl es auch auf dem Desktop eine gute Figur" macht.


    -Heise: scheint openSUSE weitgehend zu ignorieren. Mir kommt es so vor, als wäre Heise bei allem sehr gut, was an Trends aus USA und Fernost (Hardware) zu uns schwappt, aber lokale Firmen und Trends gehen gerne mal dabei unter. Im letzten Linux-Sonderheft kaum Erwähnung. Nur im Artikel über "Robuste Linuxdistributionen" wird dargelegt, warum die standardmäßige BRTFS-Snapshop-GRUB-Konfiguration KEINEN Grund darstellen würde, Robustheit anzunehmen und das openSUSE bei anderen Ansätzen hinterherhinken würde... Na superX/... Die anderen Ansätze sind bei der Konkurrenz irgendwelche Beta-Ansätze mit eigenen Repos, während die Snapshot-Grub-Integration bei openSUSE seit Jahren standardmäßig eingerichteter Bestandteil der Hauptzweige ist. Auch sind die Pakete stabil und gut getestet... Man könnte fast meinen, dass man bei Heise voreingenommen ist gegenüber openSUSE.


    Insgesamt ist es aber positiv und doch erstaunlich, wie gut das Thema Linux gerade in Deutschland durch die Print-Verlage abgedeckt wird. Ein Linuxwelt-Heft hab ich letztens beim Einkaufen im REWE spontan mitgenommen.:)

    Für den Inhalt des Beitrages 293397 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Spaceloop

  • Spaceloop: Sehr interessant und ich stimme dir zu SuSE ist im LINUX Mainstream total unterrepräsentiert. Ich bin vor ca. 20 Jahren bei SuSE LINUX eingestiegen und da bei geblieben. SuSE hat sich besonders mit de Leap-Zweig ein echt stabiles gut nutzbares Alltags-Betriebssystem geschaffen, welches trotzdem die nötigen Freiheiten lässt sich das System so an zupassen wie man es für sich braucht. Besonders die KDE Plasma Integration ist richtig gut und lässt für mich kaum Wünsche offen. Ich finde es ist Windows Jahrzehnte vor aus.


    Das LINUX-MAGAZIN geht schon sehr in die tiefe für mich etwas zutief als Alltagsnutzer. EeasyLINUX ist wirklich nur etwas für LINUX-Einsteiger und LINUXUSER betet mir zu viel vor und verliert sich in Oberflächen-Analysen welche ich selbst in 15 min heraus finde.


    Danke für deinen Beitrag.

    2 Mal editiert, zuletzt von treki-cb ()

    Für den Inhalt des Beitrages 293398 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: treki-cb