Beiträge von Freeze0815

    N'abend,
    nachdem ich ca. ein Jahr openSUSE von 12.1 über 12.2 und 12.3 genutzt hab wollte ich mir mal was neues ansehen und bin auf Mint 14 umgestiegen.
    Falls noch jemand mit dem Gedanken spielt, wollte ich hier mal meine Erfahrungen posten.


    Da ich normalerweise KDE-User bin und mir auch beim Desktopmanager mal was neues ansehen wollte und mit Gnome 3 überhaupt nicht klar komme hab ich Cinnamon benutzt.
    Der Umstieg fiel mir recht einfach, wenn man von anfänglichen Problemen bei der WLAN-Einrichtung absieht, die sich jedoch schnell lösen liesen. Das liegt denke ich vor allem an der sehr intuitiven Bedienung in Cinnamon.
    Cinnamon, als MATE-Nachfolger, basiert auf Gnome 3, erhält aber das Gnome 2-Aussehen und Feeling. Der Desktop ist also wirklich gut gelungen. Es lassen sich ähnlich wie in KDE 4 auch zusätzlich Kontrollleisten und Miniprogramme einfügen. Allerdings ist es nicht ganz so konfigurierbar wie KDE, was aber auch für (meinen) normalen Gebrauch nicht unbedingt notwendig ist.
    Da ich auf Programme wie Amarok und k3b nicht verzichten wollte hab ich diese kurzerhand auch unter Cinnamon installiert.


    Mint 14 macht insgesamt einen sehr guten Eindruck. Es ist "gefühlt" schneller hochgefahren als openSUSE, was aber evtl. auch an der Desktopumgebung liegen kann. Nach der Installation ist mehr Software mitinstalliert als bei openSUSE, der PC ist nach Installation eigentlich komplett Multimedia-bereit. Auch die Paketauswahl steht, da sie zu 100% mit Ubuntu kompatibel ist, openSUSE in nichts nach. Was die Unterstützung mit proprietärer Software, wie Treiber, etc. angeht gilt das Selbe. Der Unterschied zwischen .deb und .rpm Paketmanagement ist für den User eher uninteressant, vom Handling her sind mir bis auf andere bash-Befehle keine großartigen Unterschiede aufgefallen was Verarbeitungsgeschwindigkeit, etc. angeht. Auch konnte ich zwischen zypper und apt-get eigentlich keine für den User interessanten funktionalen Unterschiede feststellen.


    Nun die Gründe für den Wechsel zurück zu openSUSE:
    Die Community von openSUSE kommt mir, ohne die Mint-Community beleidigen zu wollen, irgendwie kompetenter vor. Ich hatte den Eindruck, dass im openSUSE-Forum mehr Linux-Veteranen schreiben als bei Mint. Wobei man das wohl nicht verallgemeinern kann, da die Mint-Community nach nationalen Zugehörigkeiten, meines subjektiven Eindrucks nach, sehr stark zersplittert ist. Man kann auch dort seine Probleme schnell lösen, allerdings sollte man sich dann nicht nur im deutschsprachigen Forum rumtreiben. Mit google und diversen englischen Mint- oder Ubuntu-Foren kommt man meist schneller ans Ziel.
    Und was ich sehr vermisst hab ist yast, ich finde das tool einfach Klasse.


    Insgesamt bin ich mit Mint einfach nicht so warm geworden wie ich es mit openSUSE war...


    In diesem Sinne :smilie_hops_011: