Bei mir hatte sich das an sich nunmehr seit Jahren bewährt, und es ist der einzige Weg, bei zig installierten Systemen Ordnung zu halten im Menu, und nach Kernelupdates oder -Installationen nicht das Hauptsystem erst booten zu müssen und dort den Grub upzudaten, um die neuen Kernel dann zu sehen. Als "Fehlerquelle" habe ich das noch nie erlebt.
Daß, nebenbei, die offzielle Sprachregelung der Grub-Entwickler es ist, daß chainloading primär für OSs vorgesehen ist, die Grub nicht selbst laden kann, ist mir wohlbekannt. Aber das mit der offiziellen Sprachregelung ist eben immer so eine Sache für sich. Entscheidend ist, daß Grub auch Grub chainloaden kann, und damit erübrigt sich für mich die Diskussion über den Sinn oder Unsinn dieser Sache, weil ich in Hinsicht auf meine Bedürfnisse es für sinnvoll halte, von dieser Möglichkeit Grubs Gebrauch zu machen. Ich hoffe, dieser Punkt ist dann damit endlich mal geklärt.
Ich finde es nicht so gut, alle Systeme nur aus einem Grub zu booten, und dabei bleibt es. Es ist - jedenfalls von der Usability her - übrigens auch keineswegs einfacher, auch nicht mit den neuen, an sich sehr fortschrittlichen Automatismen von Grub 2. Dieser im MBR kann nun mal ohne update nicht wissen, was sich bei den anderen Systemen getan hat. Bei der Chainloading-Methode muss er das auch nicht. Diese hat dementsprechend außer mir übrigens durchaus noch andere Anhänger. Bei Grub 2 muss ich ja ohne sie, jedenfalls um das vernünftig zu machen, um also den Wildwuchs im Menu einzudämmen, erst das Hauptsystem starten, das jedenfalls bei mir dann zunächst lahmgelegte os-prober ausführbar machen, dann die 40_custom editieren, os-prober wieder deaktivieren... Den obigen Link allerdings brauche ich dafür keineswegs, ich weiß sehr gut, wie das geht, aber es ist eben nicht das, was ich eigentlich will.
Dennoch hab ich es jetzt bei Opensuse, das ich vorgestern installiert habe, so gemacht, und einfach keinen Bootloader installiert und dann zusammen mit obigen Anpassungs-Maßnahmen via 40_custom bei Ubuntu update-grub durchlaufen lassen, woraufhin Suse dann natürlich bootbar war. Das habe ich nur gemacht, weil mir eben, und so lässt sich wohl meine ganze Ausgangsfrage nun neu formulieren, nach wie vor nicht klar ist, WAS genau ich in der Zusammenfassung beim Suse-Installer dann "editieren", also wo ich da die Häkchen machen muss und wo nicht, um meine eigentlich bevorzugte Grub-Installationsart zu bekommen, "bestimmungsgemäß" hin- oder her. Ich finde das ziemlich verwirrend. Das einzige, was ich an Suse nicht gut finde. Der Punkt der Bootloaderinstalltion wurde auch zurecht in der Review von Opensuse 11.2 in der neuen Ct kritisiert.