Beiträge von rogi

    Hallo an alle


    Hier wird die Diskussion fortgesetzt, zu der dieser Adresse führt: Allgemein: Italien hat Open-Source-Kompetenzzentrum gegründet



    Ich glaube, wir verstehen uns nicht ganz richtig. Ich will die Konkurrenzprodukte nicht kritisieren und ich habe auch Respekt von Microsoft. Sorry, wenn ich mich vorher zu aggressiv ausgedrückt habe. Es ging in dem News-Nachricht zum Teil über das Engagement der Regierung in Sachen Linux. Deswegen stellte ich die Forderung, dass man OEM-Verträge wie in Deutschland für jede Firma oder jeden Mensch zu gleichen Bedienungen zur Verfügung stellt. Wenn ich euch richtig verstanden habe, meint ihr, es wird erstens nichts bringen, da Linux einfach viel komplizierter als Windows ist, zweitens ist das gesellschaftlich inakzeptabel bzw. Kartellamt macht schon genug dafür. Drittens, die Hardware, für die es offizielle offene Treiber gibt, ist nicht konkurrenzfähig (übrigens habe ich von Intel und nicht Nvidia geredet. Und deren Grafikkarten sind in zig Mal stärker als welche vor 10 Jahre). Ok, das ist eine Meinungssache.


    Dann war es noch über den Kopierschutz und die Raubkopien die Rede. Ich lehne den Kopierschutz ab aus dem einzigen Grund: das wird schon allein rein theoretisch nie 100% sicher sein können. Weder durch Software noch Hardware. Ein 99,9%-Schutz nutzt in unserer vernetzten Welt nichts. Was Raubkopien angeht, so wünschte ich, dass in der Zukunft jeder, der das nutzt, gefasst werden könnte. Dann wird man vielleicht die freie Software und allgemein die Softwareproduzenten, die den Nutzer nicht derart einschränken, wie es zum Beispiel bei Apple der Fall ist, zu schätzen wissen (kennt ihr ein iPhonenutzer ohne Jailbreak?). Zur eigener Tasche. Ich habe keinerlei Finanzprobleme und würde für mein Linux auch bezahlen. Und ich habe auch ein Windows 7 und kenne mich damit besser als mit Suse aus, da ich Linux in Praxis weniger als ein Jahr erlebe.


    Was DAUs angeht, so sind besser solche, als keine. Ich will Linux nicht alleine nutzen, denn ich sehe in der kleinen Verbreitung der Grund für die meisten Probleme. So verschwende ich lieber jetzt meine Zeit um anderen zu helfen, sich in Linux zurecht zu finden, auch wenn die nerven, als später mit den Nischenprodukt-Problemen zu kämpfen.

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    Na siehste für Hardware die keiner mehr haben will kann man das ja machen, ist aber auch eine Sache des Vertreibers.

    Warum keiner? Es gibt viele Leute, die keine Performance brauchen um ihre Fotos und Dokumente zu bearbeiten. Für High End Produkte kann man immer noch proprietäre Treiber anbieten.

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    Ach komm jetzt wirst du aber irgendwo unsachlich. Viele dieser Punkte sind auch nicht bei jeder Linuxdistribution von Haus aus dabei und diese Programme haben mit der Oberfläche nicht das geringste zu tun. Mal ehrlich ich muss bei meiner Suse immer Programme nach rüsten da sie nicht von Haus aus mit installiert werden, dass ist aber kein Kritikpunkt an einem OS dann mache das bitte auch bei Apple und dem Mac OSX und hacke da auch mal etwas drum rum den die bieten auch nicht alles was du haben willst von Hause her an...

    Die Frage war doch, ob Linux für ältere Menschen benutzerfreundlich sein kann. Wenn man Linux mit oben gennaten Fueters ausliefert, ist das der Fall. Und das ist für die Hersteller besonderes leicht, denn die meisten oben erwähnten Sachen sind entweder ein fester Bestandteil der Oberflächen oder des Kernels.

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    im übrigen Brennprgramme hat Windows seit XP fest integriert.

    Das ist ein Witz und keines vernünftiges Brennprogramm.

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    Was verstehst du eigentlich unter Partitionen sinnvoll managen

    Ein Partitionierungswerkzeug wie in Yast oder GParted. Sag mir bitte nicht, Windows kann das auch. Versuche mal eine Partition mit Windows so zu verkleinern, dass es nur noch 1GB freier Speicherplatz hat.

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    Es gibt immer noch genug Hardware die trotz Dritter nicht korrekt läuft ja sogar ganze Grafikkarten wie Nvidia.

    Ja, du hast natürlich Recht: bei solchen komplexen Teilen wie eine Grafikkarte ist die Geheimhaltung ein sinnvoller Schutz. Was sollte man aber bei einem Wlan, Drucker oder DVD-Laufwerk verstecken wollen?

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    Was würdest du machn mit deinen Produkten wofür du Geld haben möchtest, es jedem zugänglich machen also Quell offen oder lieber nicht?

    Ich würde für meine ältere oder leistungsschwächere Produkte einen offenen Treiber anbieten. Ein Beispiel für Grafikkarten liefert Intel.

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    Halte ich für ein Gerücht.

    Na erzähl mal, wie du mit einer Windows Home Version ohne zusätzliche Software ein Software Raid machen willst. Oder DVD brennen, Texte und Tabelle bearbeiten, Festplatten verschlüsseln, Sprache ändern, Jabber nutzen, Partitionen sinnvoll managen, Bilder bearbeiten, PDF betrachten.

    Hm, das ist wohl Gewöhnungssache. Habe bis jetzt immer umkehrtes Scrollen benutzt und habe keinerlei Probleme damit. Und ich denke, es ist wirklich die einzige Lösung. Die meisten Touchpads werden in Linux mit Synapticstreiber gesteuert. Und dieser bietet keine Umkehrfunktion (führe "man synaptics" um zu erfahren, welche Einstellungen es gibt). Es sei den es gibt ein Patch, von dem ich nichts weiß.


    Gruß

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    Aber es gab viele Kunden die beklagten, dass sie mit der abgespeckten Ubuntuversion ihre DVDs, Programme etc. nicht mehr einsetzen konnten.


    Ha, das zeigt doch wie krank unsere Gesellschaft ist. Wie lächerlich das wäre, wenn die Kunden sich beklagen würden, dass Windows Mobile Anwendungen nicht auf Symbian laufen. Und was den Kopierschutz angeht, halte ich davon auch nichts. Zudem hat Asus Selbstschuld, wenn man die Kunden nicht ausdrücklich darauf aufmerksam macht, das da ein Linux installiert ist und was der Unterschied ist.

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    das Distributionen mit dem Kernel nur 3% Marktanteil haben, liegt leider an den Herstellern. Wer will schon gerne seinen Quellcode offenlegen? Liegt einfach daran, weil es viele Menschen gibt, die einfach kopieren.

    Es gibt heutzutage genug Hersteller, die gute offene Treiber für ihre Produkte anbieten. Ich brauche auch keine High-End-Hardware. Zudem scheint das Nicht-Offen-Legen der Quellcode nicht wirklich ein Schutz zu bieten, man guckt sich, wie viele offene Treiber von Drittentwickler es gibt.

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    Also warum sollte eine Firma die Verträge öffentlich machen? Würde ich auch zu keinem Zeitpunkt tun! Oder veröffenlichst du deinen Arbeitsvertrag?

    Ich fordere auch nicht, dass man alle Verträge transparent macht. Ich fordere, dass die Aufsichtsbehörden ein Missbrauch in derartiger Größenordnung durch solche Verträge verhindern. Dass bedeutet auch, dass man untransparente OEM-Verträge für Microsoft verbietet. Das ein völlig liberaler Markt immer versagt, sollte mittlerweile jedem klar sein. Wettbewerb steht vor der Freiheit. Dazu gehört es einfach, dass die Monopolunternehmen leiden müssen. Warum sollte hier Microsoft eine Ausnahme sein, wenn der Telekom, Deutsche Bahn und die Energiekonzerne derzeit so beschnitten werden?

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    SCO vs. novell für ellenlange Lizenzstreitigkeiten haben. Auch das gibt es in der Linuxwelt.

    Worauf willst du hinaus? Ich sage doch nicht, die Linux Entwickler solle man nicht kontrollieren.

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    Also ich musste noch nie viel aktzeptieren oder registrieren. Eine AGB wird bei Windows oder auch Linux-Distris geben.

    War von mir sarkastisch gemeint. Ich wollte nur sagen, dass die Linuxoberflächen einfach kompletter ausgestattet sind, als Windows.

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    Denn benutzfreundlicher ist momentan immer noch Windows.

    Und warum? Weil Windows ein Monopol hat. Ich wundere mich, wie Linux bei einer Verbreitung von ca. 3 % schon jetzt so benutzerfreundlich sein kann.

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    Gerade für ältere Mitbürger die nicht mit einem Technikverständnis aufwuchsen, wie die jüngere Fraktion.

    Gerade die würden sich auf Linux freuen, denn sie sind keine Gamers und brauchen auch keine Profi-Werkzeugen. Ein PC zu bekommen, wo schon alles fürs alltäglichen Leben drauf ist, und man nicht erst Hundert Sachen registrieren und akzeptieren muss.
    Und wer kann schon versichern, dass die Hersteller ihre PCs nur deswegen bloß mit Windows ausführen, weil die Maßen das so wollen? Für mich sieht das eher nach einer Schmeichelei gegenüber Microsoft, damit man OEM-Verträge bekommt. Oder sind die etwa außerhalb Deutschland jedem Hersteller zugänglich? Dann wäre da noch zu erwähnen, das diese Verträge nicht transparent sind, und wer weiß, was sie für Klauseln erhalten.
    @ Roxor: Ja, ok, war ein wenig übertrieben. Aber guckt man sich doch den Handy-Markt an: wie viele wissen schon, was Symbian, Android oder Maemo usw. ist? Man kauft sich ein Phone, schaut ein Einführungsvideo und ist zufrieden. Spätestens wenn man versucht, ein App für ein andres OS zu installieren, merkt man das.


    Edit: Passiert euch nach der Serverumstellung auch, dass man keine Benachrichtigungen bekommt?

    Man sollte lieber Schluss mit der wettbewerbsfeindlichen Politik von Microsoft machen. Mal ehrlich, Windows ist nur deswegen so verbreitet, weil es (fast) kein neue PC ohne Windows zu kaufen gibt. Die meisten Anwender wissen sowieso nicht was ein Betriebssystem ist, und würden es nicht mal merken, wenn da mal Linux oder BSD drauf wäre. Da fragt man sich, warum der Kartellamt nichts dagegen macht, wo Intel gerade eine Milliarde Strafe für ein ähnliches Vorgehen zahlen muss.

    Naja, die Spiele selbst sind auch nicht gerade Open Source, also ist die Philosophiefrage nicht so wichtig für die Gamer. Wenn ein Spiel mit Cedega besser läuft als mit wine, warum nicht?
    Bei Loki ist die Einschränkung gegeben, dass damit nur die native Spiele einfacher zu installieren gemacht werden können. Und so viel Arbeit wie für wine wird da nicht benötigt. Trotzdem mache die Jungs super Sache.
    Kleine Bemerkung: Open Source = quelloffen. Open Source + kostenlos + Möglichkeit, die Code für eigene Software zu nutzen = frei. Da kann man schon Linux wegen unterschiedlichen Philosophien nutzen.