Beiträge von fidibus

    Hallo Roland,


    bin zwar schon lange dabei, aber dennoch tauchen immer mal wieder Lücken in meinen Wissen über Linux-Interna auf...


    Die Quelle ist auch recht interessant und scheint auf aktuellem Stand zu sein. Vielen Dank! :thumbup:
    (Sie erinnert mich ein wenig an den betagten Klassiker "Der Unix Werkzeugkasten" von Kernighan und Pike, der in Teilen -- die Kapitel über Shell-Scripte und den geschickten Umgang mit den Tools -- auch heute noch lesenswert ist.)


    Gruß,
    Winfried

    Hallo thomas23, hallo Taomon!


    thomas23, jetzt hast du es mir aber gegeben!


    Nur nebenbei: Ich verfolge die Entwicklung und benutze Linux schon recht lange. Es muss 1994 gewesen sein, als wir davon hörten. Mit Stapeln von Disketten bewaffnet haben wir uns oft im Uni-RZ bis zum frühen Morgen die Images von ftp-Servern heruntergezogen, um die neuste Version zu bekommen. Das Netz war noch sehr langsam. Es gab weder SuSE noch RedHat, geschweige denn Ubuntu. Die mir noch bekannten Distributionen hießen Slackware, LST vom Linux Support Team Erlangen (2 Studenten von der Uni Erlangen) und DLD (Deutsche Linux Distribution).
    Meine erste Version war mit Kernel 0.39, glaub ich. Dann, ich meine von Version 0.46 kam der große Sprung nach 0.94 ?, um anzuzeigen dass man sich kurz vor einer ersten stabilen Version 1.0 befand. Ein einfaches XWindows wurde mit startX vom Textmodus aus per Hand gestartet. Aber bitte erst die Parameter des Monitors in der Datei Xconig richtig eintragen, sonst konnte das bös' enden (für den Monitor, Hardware war sehr teuer damals!). Wie ein Schneekönig habe ich mich gefreut, als ich den ersten Bericht über Linux in der Zeitung fand. Als dann CD-Rom-Laufwerke erschwinglich wurden, habe ich mir oft bei SuSE eine Version gekauft, weil die Größe der Distributionen explodiert war und deshalb Disketten völlig unpraktikabel wurden...


    thomas23, Du siehst, ich teile mit Dir die Faszination für Linux, aber nicht Deinen Fanatismus. Stell Dir vor, ich wäre ein Linux-Neuling, dem Du durch Dein Anranzen die Freude an Linux und der Community vermiest hättest, wem hättest Du dann mehr gedient: Der Zukunft von Linux oder der Zukunft der Konkurrenz aus Redmond?


    Es gibt im übrigen 'zig gute Gründe, warum User auf beide OS angewiesen sind oder sie schlicht haben wollen. Selbst für Dich, thomas23, kann es doch Situationen geben, dass Du zumindest mal auf ein ntfs-formatiertes Medium zugreifen möchtest: Stell Dir vor ein Nachbar/Onkel/was auch immer, der von Linux keine Ahnung hat, kommt zu Besuch und fragt: "Hab' meine Urlaubsfotos auf 'nem Stick mitgebracht, hast Du Lust sie mit mir anzusehen?" Wär' doch blöd, wenn das nicht ginge, oder?


    Warum hatte ich das überhaupt gefragt? (Könnte doch auch jeder selbst die Lösung für das Problem suchen und es beheben.)
    Ich möchte, dass möglichst viele Leute, die Linux ausprobieren, auch begeistert sind von dem was die weltweite Community in freiwilliger Arbeit auf die Beine gestellt hat, so wie ich es auch bin und viele andere.
    Mir ist aber auch bewusst, dass nicht jeder in gleichem Maße gerne tüfftelt. Manch einer freut sich auch, wenn die grundlegenden Dinge out-of-the-box funktionieren, weil er Linux eigentlich nur nutzen will z.B. zum Programmieren oder um Fotos nachzubearbeiten oder... Wenn auch die Anfangszeiten spannend waren, so freue ich mich doch heute, dass ich nach einer Installation nicht noch tausend grundlegende Einstellungen in Konfigurationsdateien vornehmen muss, damit dass System rund läuft. Diesen Komfort empfinde ich als sehr angenehm, und er zeugt für mich auch von der Qualität der Arbeit, die die Entwickler und die Admins der Distributionen geleistet haben.
    Vor allem für Linux-Neulinge, denen am Anfang sowieso tausend Fragen auf den Lippen brennen, wünsche ich mir, dass dieser out-of-the-box-Komfort maximal ist, damit sie sagen: "Wow, Linux ist ja ein geiles System! Sieht toll aus und funktioniert auch, und ich kann mir alles so einstellen wie ich es möchte." (Was noch genug Arbeit sein kann...)


    thomas23, bei Dir kommt die Message rüber: "Wenn Du nicht 100% tüftel- und google-willig bist, dann halte Dich fern von Linux!" Ich frage mich daher, was daran denn so schlimm wäre, wenn es auch viele gäbe, die sich wünschen, dass ein Linux-System sofort rund läuft, weil sie es einfach nur als Anwender nutzen wollen. Das hielte Dich doch gar nicht davon ab, weiterhin dran rumzutüfteln, oder?


    Gruß,
    Winfried / fidibus

    Hi,
    als neuer grüße ich herzlich alle im Forum!


    Ich hatte auch das Problem, dass sich nach einer kompletten Neuinstallation von openSuSE 11.4 der NTFS-formatierte USB-Stick nicht einbinden ließ.
    Mir hat dieser Hinweis sehr geholfen

    wenn der Stick in ntfs formatiert ist hilft dir vielleicht ja das hier weiter.

    Alles funktioniert jetzt einwandfrei. Vielen Dank sorcerer11!!!


    Dazu noch: Habe ntfs vor dem Stern eingefügt! Wer kennt sich hiermit genau aus und weiss sicher, welche Bedeutung der Stern am Ende von /etc/filesystems hat? (Rate mal: Ende der Liste. Aber warum benutzt man nicht das EOF-Zeichen? Einfachere Handhabung mit dem Stern?)


    Den oben geschilderten Frust kann ich aber gut nachvollziehen! Als Rückkehrer von Kubuntu war ich nach der (reibungslos verlaufenen) Installation und sofortiger Einspielung aller Updates auch etwas enttäuscht, dass eine so einfache Sache wie das Einbinden eines USB-Sticks (bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege!) nicht auf Anhieb funktionierte.


    Die Frage ist doch nun:


    Ist das immer so? Und wenn ja, warum gibt es dann noch keinen Patch dafür? (Wie man oben lesen kann, können solche Kleinigkeiten gerade bei Nicht-Experten sehr viel Frust und ärgerliche Folgen auslösen.)


    Wer kann bestätigen, dass bei ihm/ihr ebenfalls das Ändern der Datei /etc/filesystems von Nöten war, um einen NTFS-formatierten USB-Stick einbinden zu können? (Bitte mit angeben, ob nach Versions-Upgrade oder Neuinstallation)


    Wer kann dem widersprechen? (Bitte mit angeben, ob nach Versions-Upgrade oder Neuinstallation)


    Vielen Dank vorab!
    Falls es ein immer (bei Neuinstallation) auftretender Fehler ist, würde ich in Bugzilla einen Bugreport machen, damit dies per Patch beseitigt werden kann.


    Gruß,
    Winfried