Grub2 zusätzliche Bootparameter einfügen

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  • Hier einmal ein kleines Howto, um im Grub2 zusätzliche Bootparamater (z.B. nomodeset) beim Hochfahren des Rechners einzutragen.


    Da ja bei Grub2 die Befehlszeile, die bei Grub noch vorhanden war, fehlt ist es ein wenig umständlicher, diese einzutragen.


    Man startet den Rechner und im Grub2-Menue (Bild1) drückt man die Taste "e".


    Im daraufhin erscheinenden Bild fährt man mit der Cursor hoch/runter Taste auf den Eintrag, welcher mit
    "linux /boot/vmlinux.........." beschriftet ist, dann mit der Cursor rechts Taste zum Ende der Zeile (in dem vorliegenden Bild erstreckt sich diese Zeile über 2 Zeilen, Ende ist der Eintrag "showopts") (Bild2)


    Dann mit Leerzeichen zum vorhergehenden Befehl den neuen Befehl eingeben, z.B. "nomodeset"


    Anschließend den Rechner mit Strg+x oder F10 booten.


    Dieser zusätzliche Parameter ist natürlich nur bis zum nächsten Neustart des PCs aktiv.


    Um den Parameter permanent einzutragen:
    Yast-----System-----Bootloader-----Bootloader Optionen-----Optionaler Parameter für die Kernel-Befehlszeile
    am Ende der Zeile mit Leerzeichen zum letzten Befehl eintragen Z.B. "nomodeset"


    2x ok anklicken und beim nächsten Start sollte der PC mit dem Parameter starten.

  • Zum Thema Yast:


    Yast wird über kurz oder lang aus den Distributionen verschwinden, daher hier eine Möglichkeit, den Eintrag in den Grub einzutragen:


    1. Per Konsole


    Als root:

    Code
    linux64:~ # grep nomodeset /etc/default/grub
    linux64:~ # grep nomodeset /boot/grub2/grub.cfg 
    linux64:~ # 

    Also gibt es keinen Eintrag nomodeset  in der Datei /etc/default/grub. Diese Datei wird zum ändern des Booteintrages benutzt , der dann von Grub beim Start in /boot/grub2/grub.cfg benutzt wird. Ebenso gibt es keinen Eintrag in /boot/grub2/grub.cfg




    Jetzt fügen wir einen Eintrag zur /etc/default/grub hinzu und tragen diesen danach in die /boot/grub/grub.cfg ein.


    Als root:

    Code
    linux64:~ # update-bootloader --add-option nomodeset
    linux64:~ # 


    Jetzt ist der Eintrag in der /etc/default/grub aber noch nicht in der /boot/grub2/grub.cfg:


    Code
    linux64:~ # grep nomodeset /etc/default/grub
    GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="splash=silent resume=/dev/disk/by-uuid/40b208a5-8a0a-4eca-8948-fe42610ebca0 preempt=full selinux=1 security=selinux mitigations=auto ia32_emulation=1 rd.driver.blacklist=nouveau nomodeset"
    linux64:~ # grep nomodeset /boot/grub2/grub.cfg 
    linux64:~ # 


    Jetzt fügen wir diesen Eintrag einfach in die /boot/grub2/grub.cfg ein:

    Als root:


    Code
    update-bootloader --config


    Jetzt ist der Eintrag auch in den entsprechenden Zeilen der /boot/grub2/grub.cfg und wird beim nächsten Start benutzt:


    Code
    linux64:~ # grep nomodeset /boot/grub2/grub.cfg 
            linux   /boot/vmlinuz-6.12.0-160000.28-default root=UUID=53d51072-1db6-4412-9955-0ccd307a2993  splash=silent resume=/dev/disk/by-uuid/40b208a5-8a0a-4eca-8948-fe42610ebca0 preempt=full selinux=1 security=selinux mitigations=auto ia32_emulation=1 rd.driver.blacklist=nouveau nomodeset
                    linux   /boot/vmlinuz-6.12.0-160000.28-default root=UUID=53d51072-1db6-4412-9955-0ccd307a2993  splash=silent resume=/dev/disk/by-uuid/40b208a5-8a0a-4eca-8948-fe42610ebca0 preempt=full selinux=1 security=selinux mitigations=auto ia32_emulation=1 rd.driver.blacklist=nouveau nomodeset
                    linux   /boot/vmlinuz-6.12.0-160000.27-default root=UUID=53d51072-1db6-4412-9955-0ccd307a2993  splash=silent resume=/dev/disk/by-uuid/40b208a5-8a0a-4eca-8948-fe42610ebca0 preempt=full selinux=1 security=selinux mitigations=auto ia32_emulation=1 rd.driver.blacklist=nouveau nomodeset
                    linux   /boot/vmlinuz-6.12.0-160000.26-default root=UUID=53d51072-1db6-4412-9955-0ccd307a2993  splash=silent resume=/dev/disk/by-uuid/40b208a5-8a0a-4eca-8948-fe42610ebca0 preempt=full selinux=1 security=selinux mitigations=auto ia32_emulation=1 rd.driver.blacklist=nouveau nomodeset
                    linux   /boot/vmlinuz-6.12.0-160000.5-default root=UUID=53d51072-1db6-4412-9955-0ccd307a2993  splash=silent resume=/dev/disk/by-uuid/40b208a5-8a0a-4eca-8948-fe42610ebca0 preempt=full selinux=1 security=selinux mitigations=auto ia32_emulation=1 rd.driver.blacklist=nouveau nomodeset
    linux64:~ # 



    Wie man sieht, bei mir bei 4 verschiedenen Kernel, die installiert sind.



    2. Grafisch per cockpit


    Als grafischer Ersatz für einige Funktionen von Yast wird cockpit empfohlen, eine Web-Console, die im Browser aufgerufen wird.


    Installation:

    Main:Cockpit - openSUSE Wiki


    Um den Bootloader bearbeiten zu können, braucht es dann cockpit-bootloader. Falls noch nicht geschehen, bitte nachinstallieren.


    Cockpit im Browser starten und auf administrativer Zugang umschalten:



    Auch hier sollte der Eintrag dann bei einem Neustart benutzt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Sauerland ()

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