Beiträge von physiker

    wrohr: Okay, das klingt doch durchaus informiert!


    Was ist denn bei dir Arbeiten? Je nach dem, machst du ja was deutlich anderes, als ich. Vor allem bei den Serverdiensten hat openSUSE wohl einiges an Vorsprung, denke ich mal.


    Warum ist dir auf dem Laptop denn Kubuntu lieber?


    Dass es ein Referenzgerät ist, war mir nicht bewusst. Allerdings glaube ich, dass alles Intel ist, durchaus hilft. Da sollte openSUSE auch ziemlich gut drauf laufen, weil alle Treiber open source sein sollten.


    Plattenplatz habe ich keine mehr frei, da ich nur eine 30 GB SSD für das System habe. Und die Festplatte ist eigentlich auch ziemlich voll. Ich könnte in die 16 swap, die ich inzwischen nicht mehr nutze, das noch installieren, jedoch wäre dies auch etwas, was den Bootloader eventuell zerstört.

    Ich benutze momentan Kubuntu 13.04 auf meinem Rechner [1], und spiele mit dem Gedanken, auf openSUSE 12.3 umzusteigen. Da Ubuntu momentan mit Unity, Mir, Upstart und Bazaar schon vier Dinge gebaut hat, die nur in der Ubuntu-Welt benutzt werden, habe ich ein wenig Sorge, dass ich langfristig auf einer Insel sitze. Allerdings läuft das Kubuntu auf dem Laptop fehlerfrei, die Akkulaufzeit könnte vielleicht besser sein. Ansonsten komme ich damit ohne Probleme aus.


    Da ich KDE bevorzuge, und schon 2005 Kontakt mit SuSE hatte (9.1), wollte ich hier noch mal schauen. Fedora wäre auch noch eine Idee, allerdings ist dort Gnome 3 als Standard drin, und zypper soll wohl noch moderner als yum sein.


    Meine Anforderungen sind ungefähr die Folgenden: Ich bin Physiker und brauche Vim, git, LaTeX, Unison, Bash, Python 3, Matplotlib, g++ und KDE. Diese Sachen sollten halt laufen. Ansonsten kleine Sachen wie Clementine und MP3, die allerdings unkritisch sein sollten. In einer virtuellen Maschine hatte ich den Eindruck, dass das durchaus gut funktioniert. Die Versionen sind auch in der gleichen Größenordung wie bei meinem aktuellen Ubuntu [2].


    Die einzigen Vorteile, die ich bisher gefunden habe, sind:

    • zypper bietet direkt search --provides, während dies bei Debian/Ubuntu erst mit apt-file nachgerüstet wird.
    • Ich entgehe Upstart und Mir und bekomme systemd und Wayland. Damit benutze ich das, was die meisten anderen Distributionen auch benutzen.
    • Möglichkeit den Open Build Service zu benutzen.
    • Ein Freund meinte, dass bei ihm openSUSE schneller als Kubuntu laufen würde. Auf meinem Rechner [1] ist mir das allerdings egal, weil der so schon zum Programmieren völlig ausreicht.
    • Das System neu zu installieren gibt mir die Möglichkeit das ganze nicht mehr mit ecryptfs zu machen, sondern beide Festplatten als LVM zu verschlüsseln.


    Die Nachteile sind allerdings signifikanter:

    • Alle meine Pakete, die ich für die lokale Installation meiner Programme gebaut habe, müsste ich nun als RPM neu bauen. Das geht zwar pro Paket in 5 Minuten, allerdings ist das bei 20 Paketen aufwändig.
    • Ich müsste alle Pakete, die ich aus dem Repo brauche, zusammensuchen und wieder alle Software installiere, die ich brauche. Das ist ja gerade bei Entwicklerwerkzeugen manchmal so, dass man erst beim Kompilieren feststellt, dass da noch ein Paket gefehlt hatte. Noch extremer bei LaTeX.
    • Eventuell läuft irgendeine Hardware nicht. Dies sollte zwar inzwischen durchaus gut unterstützt sein, und die Intel Centrino WLAN-Karte machte noch nie Ärger, jedoch könnte dies sein.


    Könnt Ihr mir sagen, welche Vorteile ich bei einem Wechsel hätte? Ich bin zwar durchaus motiviert, jetzt in meinen Ferien an dem System zu basteln, jedoch ist ein emotionales „Ubuntu macht in letzter Zeit viel Eigenbrödlerei“ für einen Wechsel von einem gut funktionierenden System etwas dünn.


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    [1] Lenovo ThinkPad X220 Tablet. Intel i5-2550M. 8 GB RAM. Intel HD 3000.


    [2] Hier die Versionen, die ich verglichen habe: