Beiträge von Suse-Newbie

    Der Designer Alan Day hat in seinem Blog vorgestellt, wie zukünftig Gnome-Benutzer neue Nachrichten zu Gesicht bekommen sollen. Demnach erscheinen sie übereinandergestapelt in einer Art Schublade.


    Derzeit präsentiert Gnome 3 am unteren Bildschirmrand eine waagerechte Leiste, die neue Benachrichtigungen als Symbole präsentiert. Nach den derzeitigen Plänen soll sich das bereits mit dem kommenden Gnome 3.14 ändern: Die Leiste ersetzt zukünftig der Message Tray. Diese virtuelle Schublade können Anwender mit einem Mausklick zur Bildschirmmitte hin aufziehen. In ihr zeigt Gnome 3 dann alle Meldungen übereinandergestapelt an. Zudem bietet die Schublade zu jeder Meldung passende Aktionen an, der Wecker lässt sich etwa anhalten. Die Nachrichten sortiert die Schublade in ihrer zeitlichen Reihenfolge.


    Standardmäßig ist die Schublade nicht zu sehen. Erst wenn der Anwender mit der Maus den unteren Rand berührt, erscheint eine Lasche, die gleichzeitig die Anzahl der Nachrichten anzeigt. Diese Lasche ist zudem in der Aktivitäten-Ansicht immer sichtbar. Des Weiteren sollen die Nachrichten auch auf dem Sperrbildschirm erscheinen.


    Die Gnome-Entwickler testen derzeit das neue Design. Bis zur Veröffentlichung von Gnome 3.14 könnte es sich noch einmal ändern. Den aktuellen beziehungsweise geplanten Stand zeigt ein Video auf YouTube, weitere Bilder gibt es im Blog von Allan Day.


    Quelle: Linux Community

    Linux-Initiator Linus Torvalds hat Version 3.15 des Linux-Kernels freigegeben. Die spürbarste Änderung ist ein schnelleres Aufwachen eines suspendierten Systems, das SATA nutzt.


    Weniger als zweieinhalb Monate nach Linux 3.14 ist nun Linux 3.15 fertiggestellt. Linux 3.15 enthält über 12.000 Änderungen gegenüber der Vorversion, sehr wahrscheinlich mehr als jede Version zuvor, wenn auch der Umfang der Änderungen keinen Rekord erreicht. Laut Linus Torvalds gab es in der jüngeren Vergangenheit mindestens zwei Kernel-Versionen, die noch umfangreichere Änderungen brachten. In Linux 3.7 wurden die Header-Dateien grundlegend neu organisiert und in Linux 3.11 sorgte die Aufnahme des Cluster-Dateisystems Lustre für eine große Menge von Änderungen.


    Die von Torvalds erprobte Änderung des Entwicklungszyklus, bei der er mit der Integration von Änderungen für den übernächsten Kernel bereits begann, bevor der nächste veröffentlicht war, wird nicht fortgesetzt. Torvalds konnte dadurch einerseits in einer Phase, in der er sonst wenig zu tun hat, produktiv sein, andererseits hat er den Verdacht, dass es die Leute ablenkt, sich mehr um die Stabilisierung des Veröffentlichungskandidaten zu kümmern. Daher plant er zur Zeit, nur dann auf die Überlappung der Integrationsphase mit der Testphase zurückzugreifen, wenn es aus Termingründen sinnvoll ist.


    Die für viele Nutzer auffälligste Änderung in Linux 3.15 ist die Optimierung des Aufwachens eines suspendierten Systems, das SATA nutzt. Dazu wurde einfach das Aufwecken der SATA-Controller asynchron gemacht. Während die Controller starten, was wegen des Wartens auf die Festplatten durchaus zehn Sekunden dauern kann, kann bereits der Rest des Systems aufgeweckt werden. Da dazu in der Praxis meist keine Festplattenzugriffe nötig sind, kann das Aufwecken des Systems in vielen Fällen auf unter eine Sekunde fallen, eine Verbesserung von vier bis zehn oder mehr Sekunden.


    Linux 3.15 enthält eine erste Serie von Patches, die das Compilieren des Kernels mit Clang ermöglichen sollen. Sie wird wahrscheinlich in Linux 3.16 vervollständigt, so dass der Kernel ab dann mit Clang erstellt werden kann. Eine solche Portabilität ist grundsätzlich gut für den Code, der damit robuster wird. Clang kann sicher dabei helfen, Fehler früher zu finden. Eine höhere Geschwindigkeit ist jedoch mit Clang nicht zu erwarten, da bisherige Vergleiche mit GCC keinen klaren Sieger zeigen - mal erzeugt der eine Compiler den besseren Code, mal der andere.


    Unter den zahlreichen weiteren Verbesserungen, die in der Summe eine höhere Geschwindigkeit, geringeren Energieverbrauch und neue Funktionen bringen, ist noch eine Änderung in letzter Minute von Bedeutung. Auf 64 Bit x86-Systemen ist der Stack für jeden Prozess jetzt 16 statt 8 KB groß. Diese von Torvalds schon lange ins Auge gefasste Änderung beseitigt Probleme mit Stack-Überläufen, die durch besonders tief verschachtelte Funktionsaufrufe entstehen konnten und einige Anwender mit spezifischen Anforderungen plagten. Der Nachteil ist ein höherer Speicherbedarf pro Prozess. Ob die Bemühungen, mit 8 oder gar 4 KB Stack für alle Zeiten auszukommen, zu einem Ergebnis führen werden, bleibt abzuwarten.


    In der Speicherverwaltung wird nun versucht, das Auslagern von Seiten zu vermeiden, wenn diese wahrscheinlich kurz danach wieder benötigt werden. Dazu werden die Seiten nach einem neuen Algorithmus in Listen von aktiven und inaktiven Seiten sortiert. Die Geschwindigkeit der Speicherverwaltung wurde durch Thread-spezifisches VMA-Caching weiter gesteigert und der Zram-Treiber, der Swap-Seiten komprimiert im RAM statt auf der Festplatte ablegt, kann nun den Algorithmus LZ4 verwenden. In der Energieverwaltung wurde eine Möglichkeit geschaffen, mit der der Kernel den Gerätetreibern mitteilen kann, wieviel Latenz momentan akzeptiert werden kann, und damit, welchen Stromsparzustand das Gerät einnehmen sollte.


    Der neue Systemaufruf renameat2 macht es möglich, zwei Dateien (eigentlich nur deren Namen) in einer atomaren Operation zu vertauschen. Damit lassen sich bestimmte Arbeiten auf sicherere Weise durchführen. Außerdem lassen sich POSIX-Sperren jetzt dateispezifisch setzen, was eine der Schwierigkeiten mit diesen Sperren beseitigt, wenn eine Datei mit mehreren Dateideskriptoren geöffnet wurde.


    Das FUSE-Subsystem kann nun Writeback-Caching nutzen, die Dateisysteme ext4 und XFS erhielten zusätzliche Operationen FALLOC_FL_ZERO_RANGE und FALLOC_FL_COLLAPSE_RANGE. XFS kennt jetzt zudem das Flag O_TMPFILE. Der Device Mapper erhielt ein neues Target »dm-era«. Das Erzeugen von 16 Bit-Segmenten im 64 Bit-Modus wird jetzt verhindert, da es eine potentielle Sicherheitslücke darstellt, indem es ungewollt Daten preisgibt. Da es vermutlich keine sinnvolle Anwendung für die 16 Bit-Segmente gibt, sind sie nun Geschichte.


    Das heißt, nicht ganz. Es stellte sich heraus, dass Wine diese Segmente benötigt, um 16 Bit-Windows-Code auszuführen, der zumindest in »Installern« bis in jüngste Zeit geradezu omnipräsent war. Ohne diese Möglichkeit wäre Wine auf 64 Bit nahezu unbrauchbar. Eine Lösung seitens Wine ist zwar in Arbeit, aber dennoch machte Linus Torvalds in RC 6 die Änderung teilweise rückgängig und machte sie zu einer Option.


    Auch bei den Paketfiltern tat sich einiges. So kann man mit ipset jetzt Pakete auswählen, die eine bestimmte Markierung tragen, die von anderen Filterprogrammen auf höherer Ebene gesetzt wurde. Der Just-in-Time-Compiler für BPF-basierte Paketfilterung wurde neu geschrieben und verwendet jetzt einen ganz anderen Befehlssatz.


    Das Tracen von Funktionen kann nun mit mehreren Instanzen mit getrennten Puffern erfolgen, wobei jede Instanz eine andere Teilmenge der Funktionen aufzeichnet. Darüber hinaus wurden zahlreiche Treiber aktualisiert, erweitert oder kamen neu hinzu. Eine Liste aller Änderungen kann man dem Git-Repositorium entnehmen. Die Seite Kernelnewbies.org wird in Kürze eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlichen. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Aufgrund der tollen Erfahrung mit der letzten EM habe ich für die Linuxfreunde wieder ein Tippspiel für die am 12. Juni in Brasilien startenden WM eröffnet.


    Man braucht kein Fussballprofi zu sein, ein guter Riecher für Resultate und Ereignisse genügt.
    Wer Lust auf Spiel, Spass und Spannung hat, der muss sich nur noch hier anmelden.


    Viel Spass beim tippen wünscht Euch
    Suse-Newbie

    Linus Torvalds hat die Entwicklung der übernächsten Linux-Version begonnen, noch ehe die kommende Version 3.15 veröffentlicht ist. Falls sich diese Überlappung der Entwicklungszyklen um eine oder zwei Wochen bewährt, könnte sie dauerhaft beibehalten werden.


    Es ist eigentlich nur eine geringfügige Änderung, die Linux-Initiator Linus Torvalds vorgenommen hat, sie könnte aber zur Folge haben, dass die Zeitspanne zwischen zwei Kernel-Versionen, die derzeit im Durchschnitt bei zehn Wochen liegt, um eine Woche verkürzt wird. Die Änderung wurde von Torvalds offenbar spontan beschlossen, da er an diesem Wochenende nicht wie erhofft Linux 3.15 freigab, sondern einen weiteren Veröffentlichungskandidaten, damit die Gemeinschaft die letzten Änderungen noch einmal eine Woche testen kann.


    Diese Verzögerung kam Torvalds allerdings aus privaten Gründen ungelegen. Mit der Freigabe der neuen Kernel-Version, die nun wohl erst nächsten Sonntag stattfindet, beginnt die zweiwöchige Integrationsphase, in der die Entwickler ihre Änderungen an Torvalds senden, der sie in den offiziellen Kernel übernimmt. Da jedoch in zwei Wochen in Portland die Schulferien beginnen und die Familie gleich zu Ferienbeginn in Urlaub fährt, hätte Torvalds entweder die Integrationsphase verlängern oder eine Woche im Urlaub arbeiten müssen. Das wollte er vermeiden und eröffnete die Integrationsphase daher eine Woche früher als üblich. So kann er unmittelbar vor dem Urlaub den ersten Veröffentlichungskandidaten für Linux 3.16 freigeben.


    Bisher hatte Torvalds eine Überlappung der Test- und Integrationsphasen bewusst vermieden, damit die Entwickler sich auf die Tests konzentrieren können. Dabei ist Torvalds klar, dass der größte Teil der Entwickler permanent an neuen Dingen arbeitet und wenig zu den Tests beiträgt, insbesondere bei Code, der sie nicht betrifft. Es gibt aber auch viele Tester, die nicht davon abgelenkt werden sollen, gerade in den letzten Wochen vor der Veröffentlichung besonders intensiv zu testen.


    Mit dem Vorziehen der Integrationsphase, die in einer mindestens einwöchigen Überlappung mit den Tests resultiert, bricht Torvalds also mit dem bisherigen Prinzip. Er betrachtet die Änderung als Experiment, erwartet allerdings, dass es problemlos funktionieren wird. Für ihn selbst bedeutet es, dass er zwei separate Git-Zweige statt einem pflegen muss, die nach dem Abschluss einer Veröffentlichung wieder vereinigt werden müssen. Doch dafür ist Git gemacht, und jede einzelne Kernel-Version liegt ohnehin schon als Git-Zweig auf kernel.org. Wie zwischen den Zeilen von Torvalds' Mitteilung zu lesen ist, liegt seine Hauptarbeit in den zwei Wochen der Integrationsphase; danach hat er abgesehen von dem Verfolgen der neuesten Entwicklungen und den Diskussionen zu technischen Fragen wenig zu tun. So würde die Änderung auch bedeuten, dass die Zeit, in der er weniger zu tun hat, schrumpfen würde. Auf der anderen Seite würde die Zahl der Änderungen in der Integrationsphase dadurch ebenfalls etwas zurückgehen. Ob dies zutrifft, wird man vielleicht schon bei Linux 3.16 sehen. Sicher ist aber schon, dass Linux 3.15 mehr Änderungen bringen wird als jede andere Version zuvor.


    Quelle: Pro-Linux

    Linux Mint ist in Version 17 erschienen. Als Desktops stehen zunächst Cinnamon und Mate zur Verfügung, andere Desktops sollen in Kürze folgen. Zahlreiche Verbesserungen sowie die Aussicht auf ein fünf Jahre lang sorgenfreies System sollen die Anwender von Mint überzeugen.


    Linux Mint ist eine Linux-Distribution, die auf Ubuntu aufbaut. Die neue Version 17 »Qiana« beruht auf Ubuntu 14.04 LTS und wird wie Ubuntu fünf Jahre lang mit Aktualisierungen und Korrekturen versorgt, wobei das Grundsystem weitgehend unverändert bleibt. Künftig wird Linux Mint, wie erst kürzlich beschlossen wurde, nur noch auf den LTS-Versionen von Ubuntu aufbauen, statt wie bisher jedes halbe Jahr auf der aktuellsten Ubuntu-Version. Die nächste größere Version von Linux Mint wird daher erst 2016 aufbauend auf Ubuntu 16.04 erscheinen. Linux Mint 17 wird jedoch in regelmäßigen Abständen aktualisiert, wobei neue Kernel-Versionen mit erweiterter Hardware-Unterstützung, Korrekturen und begrenzte Aktualisierungen von Anwendungen zu erwarten sind.


    Von Linux Mint 17 »Qiana« stehen zunächst die Cinnamon- und die Mate-Edition zur Verfügung, andere Desktops sollen in Kürze folgen. Mint 17 Cinnamon enthält den von Gnome 3 abgeleiteten Desktop Cinnamon in Version 2.2. Diese bringt überarbeitete Systemeinstellungen, klarere Einstellungen für die Energieverwaltung, die Rückkehr zur früheren Datums- und Zeiteinstellung, Definition von Hot Corners, HiDPI-Unterstützung und Verbesserungen in einigen Applets. Dazu kommen zahlreiche weitere Verbesserungen im Window-Manager und anderen Komponenten.


    Der Update-Manager, eine Mint-Eigenentwicklung, zeigt nun mehr Informationen an und sieht nach Ansicht der Entwickler besser aus und arbeitet schneller. Er bietet mehr Einstellmöglichkeiten und zeigt in der Historie alle Aktualisierungen an, nicht nur die durch den Update-Manager selbst vorgenommenen, sondern auch die, die man mit anderen Werkzeugen eingespielt hat. Der Treiber-Manager zum Installieren von externen, auch proprietären Treibern, kann jetzt auch Treiber installieren, wenn keine Internetverbindung vorhanden ist. In diesem Fall kann man andere Installationsmedien angeben.


    Auch der Login-Bildschirm, der vom Mint Display Manager (MDM) präsentiert wird, erhielt neue Funktionen und Korrekturen. So werden Systeme mit mehreren Monitoren jetzt besser unterstützt und HiDPI wird unterstützt. Man kann Benutzernamen eingeben, statt nur aus der Liste auszuwählen, und die letzte vom Benutzer gewählte Sitzung und Spracheinstellung werden für die neue Sitzung als Vorauswahl vorgegeben.


    Ein neuer Dialog für die Spracheinstellungen ersetzt die bisherigen Einstellungen für Sprachunterstützung und Regionaleinstellungen und soll es einfacher machen, eine Sprache systemweit zu wählen oder neue Sprachen einzurichten. Auch die Einstellung der Software-Quellen und der Willkommensbildschirm wurden überarbeitet. Einzelheiten zur Cinnamon-Edition können der Übersicht auf der Webseite entnommen werden.


    Mint 17 Mate enthält den Desktop Mate 1.8, der sich als Fortführung und Verbesserung des nach wie vor beliebten Gnome 2-Desktops ansieht. Er enthält alle Änderungen aus Mate 1.8 und die gleichen Änderungen in den Mint-eigenen Programmen wie die Cinnamon-Edition. Weitere Einzelheiten zur Mate-Edition finden sich in der Übersicht auf der Webseite.


    Die weitere Software-Ausstattung von Linux Mint 17 entspricht Ubuntu 14.04 LTS. Die Distribution wird nur für x86-Systeme in 32 und 64 Bit angeboten. Das Projekt stellt ISO-Abbilder für die unterschiedlichen Desktop-Varianten zum kostenlosen Download bereit.


    Quelle: Pro-Linux