Beiträge von Suse-Newbie

    Linux-Initiator Linus Torvalds hat Version 3.12 des Linux-Kernels freigegeben und denkt über die künftigen Versionsnummern nach. Irgendwann im nächsten Jahr steht eine Version 4.0 an, der möglicherweise ein Entwicklungszyklus vorausgeht, der nur aus Korrekturen besteht.


    Nur zwei Monate nach Linux 3.11 ist nun Linux 3.12 fertiggestellt. Obwohl der Entwicklungszyklus mit zwei Monaten und zwei Tagen, genauso viel wie bei Version 3.11, einer der kürzesten in den letzten Jahren war, enthält Linux 3.12 fast so viele Änderungen wie der Vorgänger. Die Entwicklung der nächsten Version startet dieses Mal nicht unmittelbar, sondern um eine Woche verzögert, da Torvalds wieder einmal auf Reisen ist.


    Die Ankündigung von Linus Torvalds von Linux 3.12 hält eine weitere, allerdings noch vage Ankündigung bereit. Torvalds hatte nach Linux 2.6.39 die Versionsnummer auf 3.0 erhöht, weil er allmählich der hohen dritten Nummer überdrüssig war. Jetzt hat die mittlere Versionsnummer bereits wieder die 10 überschritten, was bedeutet, dass Torvalds sie nicht mehr an den Fingern abzählen kann. Eine Erhöhung auf 4.0 ist demnach fest eingeplant. Offen ist allerdings noch der genaue Zeitpunkt. Torvalds glaubt, dass es vielleicht erst in einem Jahr so weit sein wird.


    Gleichzeitig wünschen sich einige Anwender einmal eine Version, die besonders intensiv von Fehlern befreit wurde. Ein ganzer Entwicklungszyklus sollte einmal keine neuen Funktionen, sondern nur Korrekturen bringen. Dabei muss man sich allerdings vor Augen halten, dass die Fehlerdichte in Linux für ein Projekt dieser Größe extrem gering ist. Torvalds ist skeptisch, dass ein solcher Entwicklungszyklus machbar ist - aber wenn, dann würde der resultierende Kernel die Version 4.0 sein. Technologisch wäre 4.0 gegenüber 3.x genauso ein nahtloser Übergang wie 3.0 gegenüber 2.6.39.


    Der neue Kernel trägt den Codenamen »One giant leap for frogkind«. Etwa 73% der Änderungen entfielen auf Treiber, 12% auf Updates in den verschiedensten Architekturen und 6% auf Dateisysteme. Die Zahl der Änderungen liegt über 9.500. Eine wichtige Reihe von Änderungen verbessert die Energieverwaltung von Nvidia- und AMD-Grafikchips in den freien Treibern. Für Nouveau könnte es das erste Mal sein, dass eine brauchbare Energieverwaltung enthalten ist.


    Beim Direct Rendering gibt es jetzt reine Render-Knoten, die nur rechnen, aber nichts mit der Umschaltung von Grafikmodi und Displays zu tun haben. Die freien Treiber für Nvidia-, AMD- und Intel-Chips wurden bereits angepasst. Hintergrundinformationen findet man in einem Beitrag von David Herrmann.


    Die Erkennung von Leerlaufzuständen des gesamten Systems wurde hinzugefügt, um den Timer-Interrupt weitgehend abschalten zu können, wenn nichts zu tun ist. Zudem wurden Sperren in virtualisierten Gastsystemen effizienter gemacht. Im Netzwerkbereich kamen eine automatische Größenanpassung beim TCP segmentation offload (TSO) und der FQ-Scheduler hinzu.


    Das Dateisystem Btrfs unterstützt jetzt die Deduplizierung, XFS dagegen User-Namespaces. Eine Scheduler-Erweiterung verbessert die Energieverwaltung auf ARM-Systemen mit verschiedenen CPUs (big.LITTLE). Die RAID5-Implementation des MD-Subsystems ist nun Multithread-fähig. Dies kann RAID5 wesentlich beschleunigen und insbesondere SSDs besser ausreizen. Der Device Mapper erhielt ein Statistikmodul. Auf Architekturen, deren Hardware mittels eines Device Trees beschrieben wird, wird diese Beschreibung jetzt mit verwendet, um den Zufallsgenerator zu initialisieren.


    Der »Out of Memory Killer« soll jetzt zuverlässiger arbeiten. Dieser Code ist dafür zuständig, einen (möglichst den verursachenden) Prozess zu beenden, wenn dem Kernel der Speicher ausgeht. Die Änderung könnte dazu führen, dass Anwendungen öfter als bisher beim Versuch, Speicher zu allokieren, einen Fehlercode zurückbekommen. Dies betont nur die Tatsache, dass jedes Programm in jeder Situation darauf vorbereitet sein sollte, diesen Fehler zu behandeln.


    Linux 3.12 bringt einige weitere Geschwindigkeitsverbesserungen, die jedoch auf normalen Rechnern nicht merklich sein werden. Doch Rechner mit vielen Prozessoren und riesigen Dateisystemen dürften davon profitieren, ebenso wie Rechner mit vielen seriellen Anschlüssen.


    Darüber hinaus wurden zahlreiche Treiber aktualisiert, erweitert oder kamen neu hinzu, was den größten Teil aller Änderungen ausmacht. Eine Liste aller Änderungen kann man dem Git-Repositorium entnehmen. Die Seite Kernelnewbies.org wird in Kürze eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlichen. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Das Modellierprogramm Blender bringt in Version 2.69 viel Neues, darunter eine Importmöglichkeit für FBX, neue Gittermodellierungs-Werkzeuge, verbesserte Darstellung von Haar und Himmel und Verfolgen von Ebenen im Motion Tracker.


    Die Entwicklungsgeschwindigkeit bei Blender bleibt weiterhin enorm, auch wenn seit Blender 2.68 drei statt der normalerweise geplanten zwei Monate vergangen sind. Blender 2.69 enthält eine ganze Reihe von neuen Funktionen. Bei der Modellierung können nun versteckte Gitterlinien angezeigt werden. Mit dem neuen Werkzeug »Mesh Bisect« können die Maschengitter verfeinert werden, indem die Abstände halbiert werden. Verbesserungen gab es an den Werkzeugen Bridge, Edgenet Fill, Grid Fill und Symmetrize. Weitere neue Werkzeuge dienen zum Editieren von Kurven und Gittern.


    Der Motion Tracker unterstützt jetzt das Verfolgen von Ebenen, die verwendet werden können, um Anzeigetafeln, Bildschirme oder andere flache Gegenstände in den Bildern zu ersetzen. Das Rendern von Haaren wurde mit einem neuen Hair-Shader und umgestellten Einstellungen verbessert. Das sogenannte Subsurface Scattering verwendet einen neuen Sample-Algorithmus und unterstützt Bump-Mapping und Textur-Unschärfe. Himmel kann nun anhand eines exakten Himmelsmodells dargestellt werden. Neue Knoten für Schwarze Strahler (Umsetzung von Temperaturen in Farben), Vektortransformation und HSV kamen hinzu. Der nichtprogressive Integrator wurde in »Branched Path Integrator« umbenannt und kann jetzt auch auf Grafikprozessoren gerendert werden. Farbabbildungen funktionieren jetzt auch im Viewport und können fotografischen Film emulieren.


    Blender 2.69 kann ferner erstmals FBX-Szenen importieren. Diese erste Implementation erkennt Kameras, Lampen und Maschengitter, aber noch keine Animationen. Die vollständige Liste der Neuerungen sowie Details zu den über 270 behobenen Fehlern kann man der Ankündigung entnehmen.


    Quelle: Pro-Linux

    Das auf Red Hat Enterprise Linux beruhende CentOS ist in der Version 5.10 veröffentlicht worden. CentOS ist ein Gemeinschaftsprojekt, das ein zu Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatibles System bereitstellt.


    CentOS 5.10 beruht wie erwartet auf dem binärkompatiblen Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5.10, das Anfang dieses Monats erschienen ist. Wie auch RHEL wird die Distribution sieben Jahre lang mit Updates versorgt. Da die Entwickler hinter CentOS viele Red Hat-Pakete anpassen müssen, erscheinen neue Versionen des freien Ablegers allerdings fast immer mit einer Verzögerung. In CentOS müssen unter anderem Red Hat gehörende Handelsmarken und Artworks entfernt bzw. ersetzt werden.


    Die neue Version der Distribution beruht weiterhin auf dem Kernel 2.6.18, der allerdings stark erweitert wurde und unter anderem nun die neuesten Hardwareplattformen von Intel und AMD, sowie den neuen Power 7 von IBM unterstützt. Das System selbst bringt laut der früheren Ankündigung von Red Hat einige Korrekturen, Erweiterungen und die Unterstützung verschiedener neuer Geräte mit. So wurde beispielsweise das ALSA-System aktualisiert und unterstützt nun weitere Karten. Darüber hinaus wurde der cciss-Treiber aktualisiert und unterstützt unter anderem ProLiant-Server mit HP SAS Smart Array Technologie.


    Zu den weiteren Neuerungen der Distribution gehören ferner Aktualisierungen von gelieferten Softwarepaketen. Wie RHEL 5.10 enthält auch CentOS verschiedene Varianten des relationalen Datenbankverwaltungssystems MySQL. Neu sind auch hier MySQL 5.1 und 5.5, die alternativ mittels dedizierter Metada-Pakete installiert werden können. Wie die Entwickler allerdings schreiben, wird MySQL 5.1 jedoch lediglich als Hilfe für eine Aktualisierung auf die Version 5.5 zur Verfügung gestellt und sollte nicht produktiv eingesetzt werden. Aufgrund des Versionswechsels wird es künftig auch keine Sicherheitsupdates für die Versionen 5.0 und 5.1 geben. Weitere Sicherheitsupdates werden nur mehr für MySQL 5.5 veröffentlicht. Zudem bietet das neue Paket gcc-libraries akkumuliert GCC-Runtime-Bibliotheken an, die in der Version 5.9 von CentOS noch separate Pakete waren.


    CentOS ist nach Angaben der Entwickler weiterhin vollständig kompatibel zu Red Hat Enterprise Linux 5.10. Wie auch bei anderen Anbietern beruht CentOS auf den Quellen der Red-Hat-Enterprise-Distribution. Das Produkt wird von einer offenen Gruppe von freiwilligen Entwicklern betreut und weiterentwickelt. Der Zweck von CentOS ist es, eine vollständig RHEL-binärkompatible Linux-Distribution zur Verfügung zu stellen, die auch mit für RHEL zertifizierten Anwendungen und Systemen arbeiten kann.


    Die aktuelle Version von CentOS kann vom Server des Projektes für die Architekturen x86 und x86_64 heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Musikproduktions-Suite Ardour wurde in Version 3.5 veröffentlicht. Neu in der aktuellen Version der Anwendung sind unter anderem ein überarbeitetes Audio- und Midi-I/O, bessere Sitzungsverwaltung und eine verbesserte Video-Export-Funktionalität.


    Ardour ist eine mehrspurige Digital Audio Workstation (DAW) für Linux und weitere Betriebssysteme, die unter den Bedingungen der GNU General Public License (GNU GPL) vertrieben wird. Die Anwendung wird mittlerweile seit über zehn Jahren entwickelt und wurde größtenteils in C++ implementiert. Ardour setzt, wie viele professionelle Audio-Anwendungen unter Linux, auf das Jack Audio Connection Kit auf und unterstützt neben der Bearbeitung von Audio seit der Version 3.2 auch die Handhabung von Video-Quellen.


    Mit der Veröffentlichung der Version 3.5 haben die Entwickler das komplette Audio- und MIDI-I/O aus dem Kern der Anwendung entfernt und in ein dynamisches Modul verlegt. Dementsprechend ist nun auch der Jack-Menüeintrag aus dem Hauptmenü verschwunden. Das Setup von Audio/MIDI findet nun in einem neuen Fenster statt, das direkt vom Fenstermenü aufgerufen werden kann. Zudem findet im Audio/MIDO-Setup-Dialog weitgehend auch die Konfiguration von Jack statt – eine Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Jack auch von dieser Stelle gestartet wurde.


    Zu den weiteren Neuerungen von Ardour 3.5 gehören Verbesserungen an der Sitzungsverwaltung. Unter anderem beinhaltet die Anwendung einen neuen Sitzungs-Ladedialog, der zur Erstellung, dem Öffnen oder der Verwaltung von Sitzungen genutzt werden kann. Darüber hinaus erlaubt Ardour auch den Export von Bereichen eines Videos. Die Anwendung wurde zudem bei der Handhabung von MTC- und MIDI-Clocks verbessert und sollte auch wieder unter ARM-Systemen problemlos funktionieren. Eine Liste aller Änderungen liefert das Änderungslog der Version 3.5.


    Ardour 3.5 kann ab sofort im Quelltext oder gegen einen monetären Obolus von mindestens 1 USD als lauffähiges Programm von der Projektseite bezogen werden. Wer das Projekt mehr unterstützen will, dem bieten die Entwickler auch die Möglichkeit an, ein monatliches Abo abzuschließen.


    Quelle: Pro-Linux

    Die USS Zumwalt, die gerade in den Docks unter Aufsicht des Rüstungskonzerns Raytheon gebaut wird, verlässt sich bei der Datenverarbeitung völlig auf Linux.


    Anders als es Oracle kürzlich in seinem Weißbuch darstellte, ist zumindest die US-Marine davon überzeugt, dass Open-Source beim Militär einen Platz hat und rüstet seine neue Kampfschiff-Baureihe DDG 100x komplett mit verschiedenen Linux-Systemen aus. Wenn die USS Zumwalt Ende des Jahres vom Stapel läuft, unterscheidet sie sich insofern von bisherigen Kriegsschiffen. Das 3,5 Milliarden US-Dollar teuere Schiff ist mit fortschrittlichster Technik ausgerüstet, die mit Linux gesteuert wird. Die größtenteils von Red Hat gelieferte Software läuft hauptsächlich auf Standard-Blade-Servern von der Stange von IBM. Zusätzlich wurden sechs Millionen Zeilen Quellcode geschrieben.


    War es früher so, dass selbst auf höhere Belastung ausgelegte spezielle Server während Kampfaktionen oder Manövern abgeschaltet werden mussten, da die Vibrationen sonst die Hardware beschädigen konnten, so geht Raytheon bei der USS Zumwalt einen anderen Weg. Insgesamt 16 kleine, unabhängige Serverräume werden im Entwicklungszentrum in sogenannten »Electronic Modular Enclosures« (EME) aufgebaut. Bei Ausmaßen von rund 12 x 3,5 x 3 Meter beherbergen sie insgesamt 235 Server-Racks. Die EMEs verringern die Hardwarekosten drastisch, da nicht mehr jeder Server für sich auf hohe Belastung ausgelegt werden muss, sondern der Serverraum als solcher die Belastungen abfängt.


    Jeder EME hat einen eigenen Stoß- und Vibrationsschutz sowie eine elektromagnetische Absicherung, um Einflüsse vom Schiffsradar zu verhindern. Zudem hat jedes EME eine eigene Stromausfallabsicherung sowie einen eigenen Wasserkühlkreislauf. Außerdem kann das System bereits an Land ausgiebig getestet werden, bevor die Ausrüster die 16 Container im Schiff verbauen.


    Über das »Total Ship Computing Environment« (TSCE), das schiffseigene Internet, werden die EMEs in das System eingebunden und steuern interne wie externe Kommunikation, die Waffensysteme, Sensoren und vieles andere. Die interne Kommunikation wird über Voice Over IP abgewickelt. Die Besatzung hat auf dem gesamten Schiff Zugriff auf für sie jeweils freigegebene Daten per WLAN.


    Darüber hinaus gibt es einige eingebettete Systeme an Bord, die nicht in den EMEs verbaut sind, sondern per Distributed Adaptation Processors (DAP) in das Netz eingebunden sind. Diese laufen unter LynxOS.


    Alle Funktionen des Schiffs werden von einem Operations-Center aus gesteuert. Auch die Steuerung des Schiffs bedarf nicht unbedingt einer Kommandobrücke, sondern kann von Konsolen aus dem OP-Center geschehen. Die »Common Display System« benannten Konsolen bieten jeweils drei Bildschirme und werden von Intel-Quadcore-Prozessoren betrieben. Jede dieser Konsolen kann über den LynxxSecure-Kernel von LynuxWorx mehrere virtuelle Linux-Instanzen virtualisieren. Somit können gleichzeitig verschiedene Systeme mit verschiedenen Sicherheitsfreigaben und unterschiedlichen Aufgaben getrennt überwacht und gesteuert werden. Im Gegensatz zu älteren Schiffen, wo eine Steuerkonsole meist nur einem Zweck diente, kann auf den Konsolen der Zumwalt jede Konsole jede Aufgabe übernehmen. Die Monitore sind als Touchscreens ausgelegt und erlauben per USB das Andocken von Geräten wie etwa einem Trackball oder speziellen Keyboards zur Steuerung bestimmter Systeme.


    Die zukünftige Besatzung wurde, ebenfalls noch an Land, bereits in das neue System eingeführt. Das reichte von der Bedienung der Konsolen bis hin zu virtuellen Kampfübungen gegen U-Boote, Flugkörper und Landemanöver. Aus diesen Übungen resultierten zwei Aktualisierungen der Software, die das Schiff vor seiner Jungfernfahrt erhält. Die Weiterentwicklungen, die das System während des Baus zweier weiterer Schiffe der gleichen Klasse (DDG 100x) erfährt, fließen zeitnah auch bei der Zumwalt ein. Einige der Entwicklungen für die Zumwalt, wie etwa die »Common Display System«-Konsolen sollen auch auf ältere Schiffe rückportiert werden.


    Wen wundert es bei all dieser futuristischen Technik noch, dass der erste Kapitän der USS Zumwalt auf den Namen James Kirk hört.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Ubuntu-Gemeinschaft hat die Linux-Distribution Ubuntu 13.10 »Saucy Salamander« wie geplant mit zahlreichen Neuerungen veröffentlicht. Erstmals sind spezielle Versionen für Mobilgeräte und 64-Bit-ARM-Systeme verfügbar.


    Von Canonical, der Firma hinter Ubuntu, werden neben dem Kernsystem die Desktop-Variante mit Unity, die Server-Variante sowie Mobil- und Cloud-Varianten direkt entwickelt. Diese und alle weiteren Varianten hat Canonical jetzt in der offiziellen Version 13.10 »Saucy Salamander« verfügbar gemacht.


    Die gemeinsame Basis aller Varianten sind der Linux-Kernel, der auf Version 3.11.3 aktualisiert wurde, und zahlreiche aktualisierte Anwendungen. Das Init-System Upstart ermöglicht in Version 1.10 Jobs, die auf Änderungen im Dateisystem reagieren, und das neue zugehörige Werkzeug upstart-monitor ermöglicht das Beobachten von Ereignissen in Echtzeit. Das Drucksystem CUPS konnte von allen Ubuntu-spezifischen Anpassungen befreit werden. In CUPS 1.6.2 wurde durch die OpenPrinting-Arbeitsgruppe der Linux Foundation eine mit früheren Versionen kompatible Erkennung von Netzwerkdruckern implementiert. CUPS wurde außerdem in mehr Pakete aufgeteilt, so dass es unterschiedlichen Anforderungen besser gerecht wird.


    Python 3.3 ist die installierte Version von Python, doch da sowohl innerhalb des Ubuntu-Archivs als auch außerhalb noch viele Pakete auf Python 2 beruhen, ist auch diese Version installierbar. AppArmor kann jetzt auch den Zugriff auf D-Bus und Unix-Sockets kontrollieren, und eigene Richtlinien sollen sich leichter erstellen lassen.


    In Ubuntu selbst erhielt Upstart zudem Benutzersitzungen. Der Desktop Unity erhielt neue »intelligente Sichten«. Diese ermöglichen es, nach eingegebenen Suchbegriffen in mehr als 50 Online-Quellen zu suchen und die Ergebnisse übersichtlich darzustellen. Dabei sollen die erkannten Benutzervorlieben berücksichtigt werden.


    Ubuntu Phone soll in der Bedienung weitgehend mit der Desktop-Ausgabe identisch sein. Es wurde für den Einsatz in Smartphones optimiert und soll dadurch verzögerungsfrei zu bedienen sein. Diese Variante ist die einzige, in der schon jetzt der Display-Server Mir anstelle von X11 zum Einsatz kommt. Nach dem Scheitern der Finanzierungskampagne für das Ubuntu Edge wird Ubuntu Phone erstmals im kommenden Jahr auf Smartphones auf den Markt kommen. Das System soll von den Herstellern an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Für App-Entwickler steht jetzt ein SDK zur Verfügung.


    Der Ubuntu Server enthält aktualisierte Software wie OpenStack 2013.2, Juju 1.16.0, MAAS 1.4, LXC 1.0~alpha1, Qemu 1.5.0, libvirt 1.1.1, Apache 2.4, PHP 5.5, Ceph 0.67.4, Open vSwitch 1.10.2, Cloud-Init 0.7.3 und Puppet 3. Die erstmals enthaltenen Linux Containers (LXC), eine schlanke Virtualisierungslösung, die OpenVZ ähnelt, können mit der neuen Version von Juju verwaltet werden.


    Ubuntu 13.10 auf USB Sticks bestellen


    Server- wie auch Desktop-Versionen von Ubuntu 13.10 gibt es auch für ARM-Systeme.


    Kubuntu enthält in Version 13.10 KDE SC 4.11, das unter anderem eine schnellere Indexierung bei Nepomuk und Verbesserungen in der PIM-Suite Kontact bringt und den Grundstein für einen späteren Umstieg auf Wayland und Qt 5 legt. Die Dokumentation von Kubuntu ist zurück. Dazu kommen »Muon Discover«, eine nach Entwicklerangaben »benutzerfreundliche Art, Anwendungen zu entdecken und zu installieren«, ein neuer Benutzer-Manager, KDE Telepathy 0.6.2 mit verbessertem Editieren von Text und verbesserten Benachrichtigungen und ein neues Network Manager-Applet. In der Installation kann nun auch WLAN eingerichtet werden. Zusätzlich gibt es nun durch das Unternehmen Emerge Open kommerziellen Support für Kubuntu.


    Ubuntu Gnome enthält Gnome 3.8 mit einer optionalen Gnome Classic-Sitzung. Es gibt ein neues Bootlogo und Ubuntu Online Accounts wurde aus der Standardinstallation entfernt. Xubuntu bringt gegenüber Version 13.04 apt-offline, Verbesserungen am Xfce-Desktop, neue Einstellungsmöglichkeiten mit gtk-theme-config und einer neuen Version von xfce4-settings, neue Versionen der GTK-Themes mit Anpassungen an GTK+ 3.8 und aktualisierte Dokumentation.


    Lubuntu ersetzte den Browser Chromium durch Firefox und entfernte XScreenSaver. Das Installationsprogramm soll dank ZRam jetzt auch auf Rechnern mit wenig RAM laufen. Ferner wurde »Box« zum neuen Standard-Theme gemacht. Edubuntu kommt mit nicht näher bezeichneten Änderungen. UbuntuStudio bringt einen neuen Einstellungsmanager anstelle des Einstellungsmenüs und ein neues Hintergrundbild. Im Bootloader GRUB wird nun »Ubuntu Studio« statt »Ubuntu« angezeigt und der neue Echtzeit-Kernel auf Basis von Linux 3.11.3 ist die Standardwahl.


    Ubuntu Kylin enthält Unity mit diversen Anwendungen speziell für China, darunter eine Musiksuche und eine Wetter-Applikation. Neuerungen sind unter anderem youker-assistant, ein grafisches Systemverwaltungsprogramm, das in Qt geschrieben ist und »normale« Anwender unterstützen soll, und spezielle Unity-Sichten für Benutzer in China. Die Anpassung des Systems an die chinesische Sprache wurde vorangebracht und eine neue Version der Office-Suite WPS integriert.


    Quelle: Pro-Linux


    Ubuntu 13.10 auf USB Sticks

    Die Entwickler des Amarok 1.4-Nachfolgers Clementine haben mit der Version 1.2 eine in vielerlei Hinsicht verbesserte Variante der Anwendung herausgegeben. Neu ist unter anderem eine Unterstützung von Remote-Ablagesystemen und Remote-Control für Android.


    Clementine stellt einen freien Audioplayer für Linux und weitere Betriebssysteme dar. Die Basis der Anwendung ist Amarok 1.4. Denn zeitgleich mit der Anpassung des populären Multimedia-Players an KDE4 haben die Entwickler der Anwendung auch massive Änderungen spendiert. Die zweite Generation von Amarok (2.x) setzte nicht nur auf Qt4 auf und nutzte viele der neuen Funktionen der aktuellen KDE-Generation, sondern ließ auch diverse Funktionalität der alten Version missen. Nutzern, die der alten Version 1.4 immer noch nachtrauerten, wollte deshalb Clementine eine Portierung von Amarok 1.4 für Qt4 bieten.


    Über drei Jahre nach der Initialankündigung und fast ein Jahr nach der letzten Hauptversion 1.1 steht Clementine nun in der Version 1.2 allen Nutzern zum Bezug bereit. Neu in der aktuellen Version ist unter anderem eine Unterstützung von Ablagesystemen wie Box, Dropbox, Skydrive oder Ubuntu One und die Möglichkeit, von den Plätzen Musik nicht nur abzuspielen, sondern sie auch zu indexieren. Darüber hinaus unterstützt die neue Version den freien Media-Server »Subsonic«.


    Wie die Autoren der Anwendung weiterhin in der Ankündigung schreiben, unterstützt die neue Version des Players »Clementine Remote«. Damit ist es Anwendern möglich, Clementine direkt von einem Android-Smartphone aus zu bedienen und Musikstücke zwischen den verschiedenen Instanzen zu synchronisieren. Zu beachten sei allerdings, dass die Fernsteuerungsfunktion standardmäßig deaktiviert ist und erst eingeschaltet werden muss.


    Zu den weiteren Änderungen der Version 1.2 gehören zudem eine Unterstützung von .mka und .oga-Dateiendungen, Parsing von WPL-Playlisten und das Handling von neuen Tags. Zudem wurde eine neue Playlist-Ansicht der Sidebar hinzugefügt. Gespeicherte Listen bleiben hier enthalten, auch wenn die eigentlichen Tabs bereits geschlossen wurden. Eine Liste aller Änderungen kann dem Changelog der aktuellen Version entnommen werden.


    Clementine 1.2 kann im Quellcode sowie für verschiedene Distributionen und Betriebssysteme ab sofort von der Seite der Entwickler heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Oracle hat die Virtualisierungssoftware VirtualBox in der Version 4.3 freigegeben. Neu sind unter anderem eine Multitouch-Oberfläche und eine virtuelle Webcam.


    VirtualBox ist eine virtuelle Maschine für Desktop- und Server-Rechner, die einen virtuellen 32- oder 64-Bit-PC zur Verfügung stellt. Die neue Version 4.3 kommt über ein Jahr nach Version 4.2 und enthält daher zahlreiche Änderungen. Zu den größten Änderungen zählen eine Multitouch-Oberfläche, um Betriebssysteme mit ebensolchen Oberflächen zu unterstützen, neue virtuelle Geräte einschließlich einer Webcam, der Mitschnitt von Sitzungen, verbesserte Netzwerkfähigkeiten und die Unterstützung der neuesten Betriebssystemversionen.


    VirtualBox 4.3 erhielt Updates im CPU-nahen Virtualisierungs-Code und soll damit auch schneller laufen. Für Situationen, die von der Hardware-Virtualisierung nicht behandelt werden, wurde ein schlanker Instruktions-Interpreter hinzugefügt. In der GUI werden unkritische Warnungen jetzt als nichtmodale, transparente Popups angezeigt. Außerdem lassen sich Tastenkürzel jetzt über die GUI definieren.


    Die neue Version erhielt eine Emulation für USB-Touch-Geräte, womit sie Multitouch-fähig wird. Zudem wurde eine Emulation für SCSI-CDROMs hinzugefügt, von denen auch gebootet werden kann. Die verbesserte 3D-Beschleunigung von VirtualBox 4.3 soll die Transparenzeffekte von Fedora und Ubuntu besser unterstützen. Zudem wurde auch der Umgang mit mehreren Monitoren verbessert, die nun auch innerhalb der virtuellen Maschine (VM) nutzbar sind.


    Eine neue virtuelle Webcam ermöglicht laut Oracle nun Videokonferenzen innerhalb der VM. Die gesamte Sitzung oder Teile davon können als Video mitgeschnitten werden. Die Videos werden im WebM-Format abgespeichert. Die Sitzungen laufen jetzt außerdem als separate Prozesse. Im Netzwerkbereich kam eine neue Option für Network Address Translation (NAT) hinzu, die es VMs nicht nur ermöglicht, mit dem Internet zu kommunizieren, sondern zusätzlich auch untereinander. IPv6 ist jetzt mit den meisten Netzwerkoptionen möglich. Auch der Remote Display-Server, der in VirtualBox eingebaut ist, kann nun über IPv6 kommunizieren.


    Nicht zuletzt wurde auch die Unterstützung der Gastsysteme erweitert. MS Windows 8.1, MS Windows Server 2012 R2 und Mac OS X 10.9 zählen nun zu den unterstützten Systemen. Weitere Einzelheiten nennt das Änderungslog.


    VirtualBox 4.3 ist für viele Linux-Distributionen als Binärpaket verfügbar, darüber hinaus finden sich im Downloadbereich auch Pakete für Mac OS X, Solaris, MS Windows, die Quelltexte, ein SDK sowie zugehörige Anleitungen. Während der Quellcode und die Binärpakete für die eigentliche VirtualBox unter der GPL bereitgestellt werden, sind einige Erweiterungen, die in einem Erweiterungspaket zusammengefasst sind, lediglich für die private Nutzung kostenlos und müssen ansonsten lizenziert werden.


    Quelle: Pro-Linux


    PS: Beachtet bitte auch noch den Tipp von Sauerland zur Installation der neuen Version.

    Greg Kroah-Hartman hat zum letzten Mal ein Update für die über zwei Jahre alte Kernel-Version 3.0 veröffentlicht. Anwender sollten nun auf einen neueren Kernel umsteigen.


    Linux 3.0 erschien im Juli 2011, kurz vor dem 20. Geburtstag von Linux, und läutete damit gewissermaßen eine neue Ära ein. Technisch gesehen war es allerdings eine nahtlose Fortsetzung von Linux 2.6.39. Lediglich die geänderte Versionsnummer und das Wegfallen einer Stelle der Versionsnummer waren bei der Umstellung auf die neue Version zu berücksichtigen, da zahlreiche Skripte und Programme, die die Versionsnummer auswerten, unter Umständen anzupassen waren.


    Gemäß einem von ihm selbst eingebrachten Vorschlag erklärte Greg Kroah-Hartman Linux 3.0 zu einem langfristig unterstützten Kernel, der für mindestens zwei Jahre mit Updates versorgt und ansonsten stabil gehalten wird. Dieser Zeitraum ist an die Bedürfnisse der Elektronikindustrie angepasst, die in einem Produktzyklus von 1-2 Jahren arbeitet.


    Zwei Jahre später sieht wohl niemand mehr Bedarf für weitere Updates. Daher hat Kroah-Hartman jetzt mit der Veröffentlichung von Linux 3.0.100 angekündigt, dass der 100. Patch für Linux 3.0 zugleich auch der letzte sein wird. Binnen etwa einer Woche soll der Lebenszyklus von Linux 3.0 für beendet erklärt werden. Alle Benutzer, die auf diese Kernel-Version aufsetzen, sollten baldmöglichst auf eine neuere Version wechseln. Hierzu bieten sich die Versionen 3.4 und 3.10 an, die ebenfalls als Versionen mit langfristiger Unterstützung (LTS) deklariert sind. Die Ankündigung von Linux 3.10 als LTS-Kernel liegt erst zwei Monate zurück, dementsprechend wird diese Version noch zwei Jahre lang gepflegt, ebenso wie der darauf aufbauende LTSI-Kernel.


    Neben Linux 3.4 und 3.10 werden auch andere Kernel-Versionen noch länger unterstützt. Linux 3.2 wird von Ben Hutchings für Debian und die Allgemeinheit gepflegt - mindestens noch bis Frühjahr 2016. Ubuntu gibt sogar ein Ablaufdatum von 2017 an, da es den Kernel in Ubuntu 12.04 LTS einsetzt. Andere Distributionen pflegen ebenfalls ihre Kernel-Versionen, teilweise sogar fünf Jahre oder mehr.


    Quelle: Pro-Linux

    Mit Beendigung der Betatest-Phase für Opensuse 13.1 hat das Opensuse-Projekt den ersten Veröffentlichungskandidaten der kommenden Opensuse-Version freigegeben.


    Da bereits mit der im September veröffentlichten Betaversion der Factory Feature Freeze einher ging, sind für den Veröffentlichungskandidaten keine neuen Funktionen zu erwarten, denn im Zeitraum seit der Betaversion wurden lediglich noch Fehler korrigiert und kleinere Aktualisierungen aufgenommen. So hat es etwa der KDE-Desktop noch von Version 4.11.1 auf 4.11.2 geschafft. Ferner liegt dem Veröffentlichungskandidaten jetzt statt der ersten Betaversion von Gnome 3.10 die finale Version 3.10 der Desktopumgebung bei, die ebenfalls im September veröffentlicht wurde. Ferner wurde der Kernel von Opensuse 13.1 RC1 auf die Version 3.11.3 gehievt.


    Die übrigen Eckdaten der neuen Opensuse-Version waren weitgehend bekannt. So ist etwa die neue Samba-Version 4.1 an Bord. Entwickler dürften sich über das Duo LLVM/Clang 3.3 freuen. Außerdem sind PHP 5.4.19, Apache 2.4.6 und Tcl 8.6 mit von der Partie, ebenso wie die neue Wine-Version 1.7.


    Ferner haben die 120 an Opensuse mitwirkenden Entwickler im Rahmen ihres Beta Hackaton knapp 140 Fehler beseitigt und über 400 weitere untersucht. Dabei hat man sich besonders auf Btrfs konzentriert. Das lässt sich im Verlauf der Installation weiterhin als favorisiertes Dateisystem auswählen. Ob Opensuse Btrfs künftig als Standard-Dateisystem verwendet, wird unter den Entwicklern aber noch diskutiert. Trotzdem bezeichnen die Entwickler Btrfs als eine sichere Option für Opensuse 13.1 und stufen das Dateisystem als Kandidaten für das Standard-Dateisystem der nächsten OpenSuse-Version ein.


    Die Opensuse-Roadmap sieht zum Monatsende noch einen zweiten Veröffentlichungskandidaten vor, bevor rund eine Woche danach der Golden Master (GM) folgt. Die endgültige Freigabe ist für den 19. November geplant. Opensuse 13.1 RC1 lässt sich ab sofort von der Projektseite herunterladen.


    Quelle: Pro-Linux