Beiträge von Suse-Newbie

    Die Plasma-Entwickler wollen die Plasma-Oberfläche um weitere Funktionen erweitern, beispielsweise zur Energieverwaltung. Die Entwicklung von Plasma-Erweiterungen soll zudem einfacher werden.


    Die Plasma-Entwickler haben bekannt gegeben, was sie für die kommende Version 5.3 von Plasma und darüber hinaus planen. Plasma 5 ist der Desktop und damit das für Benutzer sichtbarste Produkt des KDE-Projektes. Es beruht auf der neuen Generation der KDE-Bibliotheken, KDE Frameworks 5 genannt, und der Bibliothek Qt in Version 5. Die aktuelle Version 5.2 wurde Ende Januar veröffentlicht, mit Plasma 5.3 ist dementsprechend Ende April zu rechnen.


    Sebastian Kügler hatte schon im November 2014 die Plasma-Pläne für 2015 umrissen. Dabei führte er im Wesentlichen drei Punkte auf: Den Übergang von der Test- in die produktive Phase, Unterstützung für Wayland und Unterstützung für Displays mit hoher Auflösung.


    Im Februar trafen sich dann die Plasma-Entwickler in Barcelona zu einem Sprint, um in enger Abstimmung den Desktop voranzubringen und weitere Pläne für die nächsten zwölf Monate auszuarbeiten. Erst jetzt legten sie einen Bericht von dem Treffen vor.


    Im Zuge des Treffens wurden einige neue Werkzeuge für Entwickler vorgestellt, da es das Team als wichtig ansieht, Beiträge von weiteren Leuten so einfach wie möglich zu machen. So gibt es nun das Programm ThemeExplorer, das es nicht nur ermöglicht, Plasma-Themes zu erstellen und zu bearbeiten, sondern auch deren Vollständigkeit untersucht. Mit dem ebenfalls neuen Cuttlefish lässt sich die Icon-Ausstattung eines Systems untersuchen und in verschiedenen Größen ansehen. Beide Programme gehören zum Plasma SDK und sollen in Plasma 5.3 erscheinen.


    Ein weiterer wichtiger Punkt war die Energieverwaltung. Daher streben die Entwickler an, KInfoCenter zu neuem Leben zu erwecken und dort unter anderem auch erweiterte Information en zum Energiebedarf anzuzeigen. Diese kann dann genutzt werden, um die Systemeinstellungen oder die Software selbst zu optimieren. Ab Version 5.3 wird die Plasma-Oberfläche auch die Fähigkeit besitzen, direkt in einen Media Center-Modus zu starten.


    Der Rest des Sprints wurde überwiegend mit dem Planen der weiteren Zukunft verbracht. Nebenbei wurden einige Informationsmaterialien sowie Logos erstellt, die für Messestände und andere Gelegenheiten benötigt werden. Die Zukunft soll KPurpose bringen, ein neues Framework für das Teilen von Aktionen zwischen Anwendungen und das Aufrufen von Aktionen in anderen Programmen. Auch über Änderungen an den Benachrichtigungen, die zukünftig auch Kalender-Erinnerungen anzeigen sollen, wurde diskutiert, aber anscheinend noch nichts konkretisiert. Etwas weiter scheint die Arbeit, die Titelleiste von Anwendungsfenstern zu vereinheitlichen und es den Anwendungen zu ermöglichen, den Platz für die Fenster-Dekorationen für eigene Zwecke zu nutzen. Für die kommenden Jahre gibt es noch weitere Pläne, und alle Interessierten sind aufgerufen, sich mit Ideen oder Code zu beteiligen.


    Quelle: Pro-Linux

    Es lässt sich darüber streiten, was besser ist. Eigentlich kommt es auf Deine Vorliebe an und was Dir besser liegt.


    Wenn Du Dir nicht sicher bist, wäre es eventuell sinnvoll, jeweils eine Live-CD zu brennen und so KDE und Gnome zu testen.

    Die Blender Foundation und die Entwicklergemeinschaft haben die Version 2.74 der freien 3D-Modellierungs- und Rendering-Anwendung Blender veröffentlicht. Sie erweitert unter anderem den Funktionsumfang der Cycles-Rendering-Engine, verbessert die Nutzeroberfläche und ergänzt die Modellierungswerkzeuge um neue Funktionen.


    Seit der Freigabe der Version 2.73 haben die Programmierer an Blender eine Reihe von Änderungen vorgenommen. Zahlreiche Änderungen erfuhr dabei der Cycles-Renderer. Cycles ist eine Render-Engine, die seit der Version 2.61 zum Standard beim Rendering unter Blender gehört. Ähnlich wie andere Lösungen wird auch Cycles als Addon eingebunden. Die neue Version wurde laut Aussage der Entwickler unter anderem beschleunigt und benötigt weniger Speicher.


    Das neue »Viewport-Compositing« erlaubt in Blender 2.74 unter anderem Umgebungsverdeckung (»Ambient Occlusion«) und Tiefenschärfe (»Depth of Field«) direkt im Viewport. Zudem kann die Tiefenschärfe mittels des Pipettenfüllers bestimmt werden. Der Outliner wurde weiter verbessert und enthält unter anderem einen neuen Modus, in dem sich verwaiste Datablöcke leichter finden und eliminieren lassen. Beim Modellieren unterstützt Blender sogenannte »Custom Normals« bei der Mesh-Behandlung. Das neue »Mesh Data Transfer« ermöglicht einen Transfer von Datenebenen von einem Mesh auf einen anderen unter der Einbeziehung verschiedener Mapping-Methoden.


    Weitere Verbesserungen erfuhr das Partikelsystem, das nun über signifikant verbesserte Werkzeuge zur Haar-Modellierung verfügt. Unter anderem wurde dem System eine Unterstützung von Kollisionen mit Meshes spendiert und die Simulation erfolgt unter Einbeziehung von volumetrischen Berechnungen, was erheblich realistischere Resultate ermöglicht. Haare lassen sich zudem nun leichter mit den gängigen Werkzeugen »zuschneiden« und kräuseln.


    Zu den weiteren Neuerungen von Blender 2.74 gehören diverse Verbesserungen der Sculpting/Painting- und der Animations-Werkzeuge. So ist es bei der Animation unter anderem, möglich mittels Ctrl+C oder Ctrl+V ausgewählte Punkte oder Elemente zu kopieren. Die Spiele-Engine wurde zudem verbessert und diverse Add-ons wurden um kleinere Funktionen erweitert.


    Eine Liste aller Änderungen samt Erklärungen der neuen Funktionen liefert die Übersichtsseite der Version 2.74. Die neue Version kann sowohl im Quellcode als auch als compilierte Pakete für Linux, Mac OS X und Windows von der Webseite des Projektes heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Die neue Version des Audio-Editors Audacity bietet unter anderem eine überarbeitete Lautstärke-Anzeige, eine verbesserte Geräuschunterdrückung und eine Echtzeit-„Vorschau“ von Effekten.


    Die Echtzeitwiedergabe funktioniert bei allen LADSPA, VST und Audio-Unit-Effekten. Des Weiteren kümmert sich ab sofort der stark verbesserte Effekt Noise Reduction um das Entfernen von lästigen Hintergrundgeräuschen (wie etwa Pfeifen) und ersetzt dabei gleichzeitig seinen alten Kollegen Noise Removal.


    Die Lautstärkeanzeige soll in Audacity 2.1.0 jetzt mehr Informationen auf kleinerem Raum liefern. Zudem dürfen jetzt Anwender im Spektogramm einen Frequenzbereich auswählen (Spectral Selection).


    Abschließend haben die Entwickler bei den Effekten Hand angelegt. So lassen sich jetzt etwa alle Effekte in einer Kette hintereinander schalten und die meisten Nyquist-Effekte besitzen jetzt einen Preview-Button.


    Audacity steht für Linux, Windows und OS X auf Sourceforge zum Download bereit. Artikel über Audacity gab es zuletzt im EasyLinux 03/2014 sowie im LinuxUser 10/2011.


    Quelle: Linux Community

    Die Entwickler von BlackArch Linux haben neue Installationsmedien veröffentlicht. Mittlerweile umfasst die auf Arch Linux basierende Distribution über 1200 Anwendungen für Pentester und Sicherheitsforscher.


    In der BlackArch-Fassung für armv6h- und armv7h-Systeme stehen zudem jetzt über 1000 Sicherheitswerkzeuge bereit. Wer die Rolling-Release-Distribution benutzt, kann seit dem 21. März Zugriff auf die zusätzlichen Tools zugreifen.


    Die jetzt veröffentlichten aktualisierten Installationsmedien enthalten nicht nur alle 1200 Werkzeuge (und somit 150 Programme mehr als die alten Medien), sondern korrigieren auch zahlreiche Fehler – unter anderem im Installationsassistenten. Darüber hinaus gab es nur kleinere Änderungen. So haben die Entwickler etwa „/etc/motd“ und „/etc/issue“ aktualisiert, sowie die Menüeinträge für Fluxbox, Awesome und Openbox angepasst. Eine Liste mit allen Änderungen findet sich im Blog des Projekts.


    BlackArch Linux steht für Systeme mit den Prozessorarchitekturen i686, x86_64, armv6h und armv7h bereit. Die knapp 3,5 GByte großen ISO-Images gibt es allerdings nur für x86- und x86_64-Systeme. Auf einem ARM-System muss man zunächst Arch Linux installieren und dann auf das BalckArch-Repository umstellen.


    Quelle: Linux Community

    Die Document Foundation hat LibreOffice Online angekündigt, eine freie Alternative zu proprietären Cloud-Office-Angeboten wie Google Docs und Office 365.


    Die nach Angaben der Document Foundation weiter wachsende Beteiligung von Unternehmen an der Weiterentwicklung von LibreOffice macht es möglich, LibreOffice für nahezu alle Plattformen bereitzustellen. So ist zur Zeit eine Version für Android in Arbeit, außerdem ist LibreOffice auch auf virtuellen Plattformen für Chrome OS, Firefox OS und iOS verfügbar.


    Eine Zusammenarbeit mit IceWarp und Collabora machte es jetzt möglich, LibreOffice zu einem Cloud-Angebot auszubauen. LibreOffice Online ist laut einer Ankündigung der Document Foundation zur Zeit im Entstehen. Wann es verfügbar sein wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.


    Die Entwicklung von LibreOffice Online startete nach Angaben der Stiftung bereits im Jahr 2011, als eine Demonstration eines LibreOffice-Frontends auf Basis von HTML5-Technologien entwickelt wurde. Aus diesem Prototypen soll jetzt eine moderne Cloud-Anwendung auf dem neuesten Stand der Technik entstehen. LibreOffice Online soll die erste freie Alternative zu proprietären Cloud-Office-Angeboten wie Google Docs und Office 365 darstellen und zudem die erste Lösung sein, die den Open Document Format (ODF)-Standard als Dateiformat einsetzt.


    Collabora, das bereits den Prototypen entwickelt hatte, wird die Entwicklung von LibreOffice Online leiten. Mit beteiligt ist die italienische Firma IceWarp, die einen offenbar selbst entwickelten Groupware-Server anbietet. Näheres lässt sich unter LibreOffice from Collabora nachlesen.


    Quelle: Pro-Linux

    Die freie Desktopumgebung Gnome ist wie geplant in Version 3.16 erschienen. Unter den zahlreichen Änderungen fällt das neue Aussehen der Benachrichtigungen am meisten auf.


    Gnome 3.16 ist eine Veröffentlichung mit vielen größeren neuen Funktionen. Über 1.000 Entwickler haben in einem halben Jahr insgesamt mehr als 33.500 Änderungen gegenüber Gnome 3.14 vorgenommen. Die wichtigste darunter dürfte die lang geplante Neuimplementation der Benachrichtigungen sein. Sie ändert die Interaktion mit dem Benutzer in einem Punkt. Während die Benachrichtigungs-Popups weitgehend unverändert blieben, sind ältere Benachrichtigungen, auch solche, die man möglicherweise verpasst hat, jetzt im Kalender-Popup zu finden. Das bisher verwendete Benachrichtigungs-Fach wurde entfernt.


    Für Entwickler gibt es in Gnome 3.16 bedeutende Verbesserungen, die teilweise im Toolkit GTK+ 3.16 realisiert wurden. So kann die in GTK+ enthaltene Bibliothek GDK jetzt Fenster mittels OpenGL darstellen. Diese Funktion nutzt die Bibliothek libepoxy und ist derzeit unter X11 und Wayland nutzbar. Darstellungen mit OpenGL können jetzt außerdem in ein einzelnes Kontrollelement erfolgen, dafür wurde das neue Element GtkGLArea geschaffen.


    Die neue Referenzzählung in GLib unterstützt die Entwickler beim Debuggen. Auch der GTK+-Inspector wurde in etlichen Punkten verbessert. Zudem enthält Gnome 3.16 eine Vorschau auf die kommende Gnome-Entwicklungsumgebung Builder, deren Entwicklung durch eine Spendenkampagne auf Indiegogo finanziert wurde.


    Die Oberfläche diverser mitgelieferter Programme, darunter der PDF-Betrachter Evince, der Bildbetrachter Eye of Gnome (Eog) und der Dateimanager Nautilus, erhielt Verbesserungen. Besonders an letzterem wurde stark gearbeitet. Das bisher unter dem Zahnradsymbol verfügbare Menü wurde durch ein Popover-Menü ersetzt. Die Listendarstellung der Dateien wurde verbessert und das Löschen einer Datei kann nun bereits im Benachrichtigungs-Popup rückgängig gemacht werden.


    Die Grafiken von Gnome wurden erneuert und sollen nun zeitgemäß aussehen. So gibt es ein neues Theme für die Gnome-Shell, das in sass, einer CSS-Erweiterungssprache, geschrieben wurde und mehr Code gemeinsam mit dem GTK+-Theme Adwaita nutzt. Fensterdekorationen nutzen auf Client- und Server-Seite denselben Code.


    Die Bildlaufleisten wurden, ebenfalls dank einer Neuerung in GTK+, als Overlay angelegt. So werden sie nur noch angezeigt, wenn sie benötigt werden. Die Oberfläche soll damit aufgeräumter und weniger ablenkend wirken.


    Erstmals in Gnome 3.16 mitgelieferte neue Programme sind Kalender, die Zeichentabelle Zeichen und der E-Book-Betrachter Bücher, der momentan nur Comics unterstützt. Das Frontend für die Paketverwaltung, Gnome Software, ermöglicht jetzt auch die Installation von Codecs, der Login-Bildschirm funktioniert auch unter Wayland und der Bildbetrachter Eye of Gnome erhielt eine neue Oberfläche.


    Zur Verbesserung der Privatsphäre gibt es nun bereits in gnome-initial-setup eine entsprechende Konfigurationsseite, auf der man die Mitteilung des eigenen Standortes an Webdienste und die automatischen Fehlerberichte abschalten kann. Dieselben Einstellungen sind auch jederzeit danach in den Systemeinstellungen verfügbar. Mehr Details zu den Änderungen von Gnome 3.16 liefern die Anmerkungen zur Veröffentlichung.


    Quelle: Pro-Linux

    Das KDE-Projekt hat eine neue Aktualisierung von Plasma 5.2 herausgegeben. Das zweite von mehreren monatlichen Updates korrigiert dem Team zufolge viele kleine Fehler und erweitert die Übersetzungen.


    Plasma 5.2 wurde vor rund zwei Monaten veröffentlicht und brachte gleich mehrere Neuerungen mit sich. Eine der ersten neuen Komponenten ist BlueDevil. KSSHAskPass sorgt zudem dafür, dass man das Passwort eingeben kann, das zur Entschlüsselung von SSH-Schlüsseln nötig ist, und Muon ist ein Programm zur Installation und Verwaltung von Software-Paketen. Erstmals war in der neuen Version von Plasma auch KScreen verfügbar. Weitere Neuerungen umfassten die Möglichkeit, Änderungen am Layout des Plasma-Desktops leichter rückgängig zu machen und bessere Suchergebnisse in KRunner. Das neue Theme »Breeze« wurde zudem zur Standardeinstellung erhoben.


    Nun steht mit der Version 5.2.2 die mittlerweile zweite Aktualisierung von Plasma bereit. Das Änderungslog der neuen Version weist dabei zahlreiche kleinere, dafür aber umso wichtigere Korrekturen aus. Die wohl meisten Änderungen flossen dabei in die Paketverwalter-Anwendung »Muon«, die unter anderem von einem Absturz und diversem Fehlverhalten befreit wurde. Weitere Abstürze wurden zudem in Kwin und libkscreen behoben. Der Plasma Networkmanager sollte in der Lage sein, die SSID einer Verbindung korrekt anzuzeigen, auch wenn darin Sonderzeichen auftauchen. In Breeze wurde zudem die Anbindung von Gtk 3-Themen korrigiert. Darüber hinaus haben die Entwickler die Dokumentation und die Übersetzung der Anwendungen weiter verbessert und auf den neuesten Stand gebracht.


    Die vollständige Liste der Änderungen von Plasma 5.2.2 kann dem Änderungslog entnommen werden. Der Desktop kann ab sofort vom Server des Projektes heruntergeladen werden. Binärpakete für verschiedene Distributionen findet man auf der Download-Seite oder bei den jeweiligen Distributoren. Weitere Hinweise liefert die Ankündigungsseite zu Plasma 5.2.2.


    Quelle: Pro-Linux

    Die neue Version des beliebten grafischen Partitionierungstools GParted unterstützt jetzt auch GPT-Partitionsnamen sowie komplett unpartitionierte, aber formatierte Laufwerke. Dazu kommen wie immer zahlreiche Fehlerkorrekturen.


    Laufwerke ohne Partitionstabelle kann GParted jetzt erkennen und formatieren. Darüber hinaus kann das Tool Namen von GPT-Partitionen anzeigen und setzen. Die Entwickler haben zudem zahlreiche Übersetzungen aktualisiert, darunter auch die deutsche. Abschließend gab es einige Fehlerkorrekturen. So ist etwa unter RHEL/CentOS 6 das Nilfs2-Dateisystem jetzt nicht mehr unbenutzbar.


    Sämtliche Änderungen und Bug Fixes listen die Release-Notes auf. Weitere Informationen zu Gparted gab es zuletzt im EasyLinux 01/2013 und im LinuxUser 01/2009.


    Quelle: Linux Community

    Dank des Booms des »Internet of Things« (IoT) wird der Markt für Linux bei eingebetteten Systemen weiter wachsen. Das prognostiziert eine Studie der Firma VDC Research.


    Die mit »The Global Market for IoT and Embedded Operating Systems« betitelte Studie von VDC Research sieht Linux und Android zunehmend gefragt, wenn es um eingebettete Systeme geht. Dies sei der stetig steigenden Nachfrage nach Gadgets und Geräten, die dem IoT zuzurechnen sind, zu verdanken. Im Zuge der nächsten zwei Jahre wird laut VDC Research Linux hier sowohl Microsoft Embedded als auch kommerziellen Echtzeit-Betriebssystemen (RTOS) wie etwa Intels Wind River Linux oder VxWorks RTOS Marktanteile abnehmen. Im Jahr 2012 beherrschte Linux den Markt der verkauften sogenannten »embedded Units« mit 56,2 Prozent, dieser Anteil soll bis 2017 auf 64,7 Prozent steigen. Das entspricht einer Wachstumsrate von 16,7 Prozent. Die Zahlen bedeuten aber dank eines stark wachsenden IoT-Markts insgesamt nicht zwangsläufig, dass die kommerziellen Anbieter fallende Umsätze befürchten müssen.


    Dabei nehmen freie eingebettete Betriebssysteme und RTOS auch kommerziellen Linux-Systemen Marktanteile ab. Deren Marktanteil sinkt laut der Studie im angesprochenen Zeitraum von 6,3 auf 5 Prozent. Daniel Mandell, einer der Analysten bei VDC Research, sieht sowohl die Linux-Entwicklerbasis als auch die Unterstützung bei den großen Händlern als stetig zunehmend. Linux ist, so Mandell, das bevorzugte Betriebssystem bei neuen Geräteklassen wie etwa den IoT-Gateways.


    Während bis 2017 mit einer Abschwächung des Android-Markts bei Smartphones, Tablets und E-Book-Readern gerechnet wird, nahm der Markt für Android auf eingebetteten Geräten in den letzten drei Jahren um 149,2 Prozent zu, was sich 2014 in rund 15 Millionen verkauften Einheiten niederschlug. Dabei greift Android Marktanteile eher bei Windows Embedded als bei Linux ab. Dabei dringt Android in Bereiche vor, in denen Microsoft generell mehr Anteile hat als Linux. Dazu zählen Infotainment-Systeme im Fahrzeugbereich, medizinische Geräte und Mobilgeräte im militärischen Komplex. Die Stärken von Linux im Umfeld von IoT liegen bisher eher in Bereichen wie Heim- und Industrieautomation.


    Microsoft wird sein kommendes Betriebssystem Windows 10 auch in einer IoT-Variante veröffentlichen, die Windows Embedded/CE ersetzen soll. Diese Version wird nicht nur auf dem Raspberry Pi 2 laufen, sondern auch auf Intels MinnowBoard Max mit einer Intel Atom CPU und dem von einem Snapdragon410-SoC motorisierten Qualcomm Dragonboard. Mandell erwartet, dass das kostenlose Windows 10 IoT und die Unterstützung offener Entwicklerboards und der Maker-Szene Microsoft eine Tür in den Markt der IoT-Geräte öffnen wird.


    Quelle: Pro-Linux