Beiträge von Suse-Newbie

    In dieser Woche dürfen sich alle Suse-Entwickler Projekten widmen, die sie frei auswählen können. Die Opensuse-Gemeinschaft ist wie immer eingeladen, sich an der Hackweek zu beteiligen.


    Hacken ist der Slang-Ausdruck für das intensive Schreiben von Software, oft auf kreative Weise. Am kreativsten lässt sich möglicherweise arbeiten, wenn es keine Vorgaben gibt, was zu erledigen ist und bis wann. Dieses Potential will der Linux-Distributor Suse nutzen und erklärt zum mittlerweile siebten Mal die Hackweek für eröffnet.


    Während der Hackweek dürfen sich die über 150 Suse-Entwickler, sofern keine kritischen anderen Aufgaben vorliegen, in ihrer Arbeitszeit beliebigen Projekten widmen, die mit freier Software zu tun haben. Dabei können sie sowohl eigene Ideen verwirklichen als auch Probleme lösen, die sie selbst drücken oder die in Openfate aufgeführt sind. Der Fortschritt wird ebenfalls in Openfate festgehalten.


    Für die Hacker bei Suse steht diese Woche zusätzliche Verpflegung bereit, das gemeinsame Essen kann zudem zum Gedankenaustausch genutzt werden. Ein Film-Team wird Videos produzieren und auf blip.tv und YouTube publizieren. Am Ende der Woche werden möglicherweise einige der besten Arbeiten prämiert, zudem soll ein zusammenfassender Bericht erscheinen.


    Aber auch die Freiwilligen der Opensuse-Gemeinschaft können sich beteiligen. Interessenten sollten Openfate beobachten und sich bei einem Projekt einklinken. Natürlich können alle Interessierten auch eigene Projekte starten, dazu benötigen sie aber keine Hackweek, da das das ganze Jahr über möglich ist.


    Eine ganze Reihe von nützlichen Dingen sind aus früheren Hackweeks hervorgegangen, beispielsweise der in Zypper eingesetzte SAT-Solver, die Schriftart Fifth Leg, SUSE Paste, cnetworkmanager, Polka und YaSTroid. Was dieses Jahr letztlich bringen wird, wird man in einer Woche sehen. Neben Opensuse soll von dieser Aktion auch die gesamte freie Software-Gemeinschaft profitieren.


    Quelle: Pro-Linux

    Der freie Mediaplayer Banshee ist in der Version 2.2 freigegeben worden. Banshee kann sowohl Video- als auch Audiodateien und Podcasts abspielen, die Medienbestände auf verschiedenen Endgeräten synchronisieren und für digitale Einkaufstouren genutzt werden.


    Das vor über sechs Jahren initiierte Projekt Banshee vermag nicht nur die gängigsten Musik- und Videoformate wiederzugeben, sondern bietet auch die Möglichkeit, eine CD-Sammlung abzuspielen oder zu importieren. Ferner unterstützt es Endgeräte wie MTP oder iPod und kann seine Daten synchronisieren. Banshee unterstützt verschiedene Abspielmodi, darunter auch Playlisten, Queues und einen Shuffle-Modus. Zudem bietet die Anwendung einen Bookmark-Manager, eine Metadaten-Korrektur und einen minimalistischen Modus an. Durch eine Plugin-Architektur kann die Anwendung um zusätzliche Funktionen erweitert werden.


    Ein halbes Jahr nach der letzten Version 2.0 steht nun Banshee 2.2 zum Download bereit. Banshee Version 2.2 bietet eine Anbindung an den eMusic Store. Anwender können fortan in dem Shop direkt von Banshee aus nach Musikstücken suchen, durch den Shop navigieren und Stücke anhören und kaufen. Zudem wurde die Unterstützung von Barnes & Noble Nook, Motorola Atrix, Notion Ink Adam, Samsung Galaxy Ace, Samsung Galaxy S2 und Xperia X12 implementiert. Ferner unterstützt die Anwendung Standard-Radiosender, die automatisch beim ersten Start importiert werden.


    Zu den weiteren Neuerungen von Banshee 2.2 gehört ein neuer Equalizer. Die Größe des Mini-Modus wurde weiter reduziert und bei den Abfragen von MusicBrainz wird nun UserAgent gesetzt. Zudem wird die ArtworkID in der Datenbank zwischengespeichert, um schnellere Starts der Anwendung zu erreichen. Ferner wurden seit Version 2.0 über 100 Fehler korrigiert.


    Banshee 2.2 kann ab sofort von der Webseite des Projektes heruntergeladen werden. Einen Überblick über die neuen und korrigierten Funktionen bietet eine Übersichtsseite auf der Seite des Projektes.


    Quelle: Pro-Linux

    Das Opensuse-Projekt hat die für morgen geplante erste Beta-Version von OpenSuse 12.1 um rund zwei Wochen verschoben, um Probleme mit Systemd in den Griff zu bekommen.


    Der neue Init-Dienst Systemd sorgte bereits seit längerem für etwas Kopfzerbrechen unter den Opensuse-Entwicklern. Der Release-Manager Stephan Kulow hat sich nun dafür entschieden, die für morgen angesetzte Beta-Version um maximal zwei Wochen zu verschieben, damit die Version die für eine Beta-Ausgabe nötige Stabilität bekommt. In dieser Zeit will man die Probleme mit Systemd während der Installation in den Griff bekommen.


    Die Veröffentlichung der fertigen Opensuse-Version 12.1 ist weiterhin für den 11. November 2011 geplant.


    Quelle: Linux-Community

    Greg Kroah-Hartman möchte das Init-System Systemd aus dem Opensuse-Zweig Tumbleweed entfernen.


    Bei Tumbleweed handelt es sich um eine Rolling-Release-Ausgabe des jüngsten stabilen Entwicklungsstands von Opensuse. Gerade hier, schreibt deren Betreuer Kroah-Hartman auf der Factory-Mailingliste sei es zu einer ungünstigen Konstellation gekommen: Einige von Systemd benötigte Pakete seien noch nicht stabil genug für Tumbleweed.


    Damit sich die Opensuse-Entwickler auf die Integration des Init-Systems in die kommende Opensuse-Release 12.1 konzentrieren können, werde er Systemd aus Tumbleweed entfernen, fährt er fort. So möchte er die Entwickler von Tumbleweed-spezifischen Problemen entlasten. Laut seiner Mitteilung können Anwender das Paket mit der Kommandozeile "zypper rm systemd" entfernen.


    Quelle: Linux-Community

    Ein Monat nach 6.7 steht die korrigierte und funktionell erweiterte Version 6.7.1 der Live-Distribution »Knoppix« bereit.


    Knoppix ist eine der ältesten Live-Distributionen und beruht auf Debian Squeeze, Testing sowie Unstable. Sie eignet sich dank der alternativen Ausgabetechniken wie Orca und Adriane auch für Menschen mit Behinderungen. Dadurch, dass keine Installation nötig ist, eignet sich Knoppix zudem als Rettungssystem. Die weiteren Einsatzbereiche der Distribution umfassen die Erstellung individuell angepasster Schulungs-CD oder die Nutzung als Plattform für Produktvorführungen. Aufgrund der freien Lizenz sind Modifikationen möglich.


    Die neue Version enthält neben den obligatorischen Fehlerkorrekturen diverse Neuerungen. So setzt sie auf den Kernel 3.0.4 sowie X.org 7.6 (core 1.11) auf. Zudem wurden der Distribution experimentelle freie Nouveau-Grafikmodule für Nvidia-Karten hinzugefügt.


    Für Büro-Belange enthält Knoppix 6.7.1 LibreOffice 3.4.3, Chromium 13.0.782.220 und Firefox 6.0.2. Bereits in der letzten Version wurde dem Produkt auf 64-Bit-Systemen die Boot-Option »knoppix64« spendiert, die eine Unterstützung von Systemen mit mehr als 4 GB RAM sowie chroot in 64-Bit-Umgebungen für die Systemreparatur freischaltet. Für Rettungszwecke lässt sich nun auch die Bootoption »grub« nutzen, die die Bootloader-Shell startet. Zudem wurde die Bootprozess-Ausgabe modifiziert, um Probleme in Virtualbox zu vermeiden. Die DVD-Version enthält darüber hinaus mit eViacam ein Programm, um die Maus mit Hilfe einer Webcam durch Kopfbewegungen zu steuern.


    Die Distribution kann ab sofort in Form eines ISO-Images vom Server des Autors und zahlreichen Mirrors heruntergeladen werden. Einige Anbieter bieten auch eine Bestellung von CDs an.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Entwickler der freien Distribution Pardus haben die neue stabile Version Pardus 2011.2 veröffentlicht. Sie enthält keine größeren Änderungen gegenüber 2011.1.


    Pardus GNU/Linux ist eine Linux-Distribution aus der Türkei, die vom Nationalen Forschungsinstitut für Elektronik und Kryptologie (UEKAE) entwickelt wird. Sie wird in vielen Regierungsbereichen und im öffentlichen Dienst in der Türkei eingesetzt. Darunter befindet sich unter anderem das türkische Militär und der Verteidigungsbereich, Radio- und Telekommunikationsbereich, Gesundheits- und Bildungssektor genauso wie private Vertreiber. Sie ist in Türkisch und einigen weiteren Sprachen, darunter Deutsch, verfügbar und auch bei deutschen Anwendern bereits auf Interesse gestoßen. Für Unternehmen gibt es »Pardus Corporate«, das vier Jahre lang mit Updates versorgt wird.


    Zu den Besonderheiten von Pardus gehören neben eigenen Tools zur Verwaltung des Systems ein eigenes Paketsystem. Das unter dem Namen PiSi entwickelte System dient dazu, Anwendungen zu installieren, zu entfernen oder zu aktualisieren. PiSi ist in der Programmiersprache Python geschrieben und verwendet LZMA zur Datenkompression. Die Installationsanwendung YALI (Yet Another Linux Installer) ist ebenfalls eine Eigenentwicklung.


    Die aktuelle Version 2011.2 »Cervus elaphus« von Pardus stellt die zweite Aktualisierung von Version 2011 dar, die im Januar 2011 erschienen ist. Sie ist den Entwicklern zufolge lediglich ein kleineres Update der Vorversion und enthält wichtige Korrekturen und einige neue Versionen der enthaltenen Software. So wurden laut den Anmerkungen zur Veröffentlichung NetworkManager auf Version 0.8.5.91, ModemManager auf Version 0.5 und LibreOffice auf Version 3.4.3 gebracht. Daneben gab es weitere Änderungen, die allerdings nicht im Einzelnen genannt werden.


    Pardus 2011.2 beruht auf dem Linux-Kernel 2.6.37, KDE SC 4.6.5,Firefox 5.0, Gimp 2.6.11 oder 2.7.3, Python 2.7.1, GCC 4.5.3 und Glibc 2.12. Die Distribution kann als DVD-Image vom FTP-Server des Projekts heruntergeladen werden. Sie steht für die Architekturen x86 und x86_64 bereit. Letztere wird für Rechner mit 64-Bit-Prozessoren empfohlen. Ferner existiert eine Live-DVD.


    Quelle: Pro-Linux

    Suse kooperiert weiter mit Microsoft, sowohl in Sachen Server-Lizenzen als auch bei der Produktentwicklung.


    In einem Pressegespräch am Rande der Opensuse-Konferenz in Nürnberg betonte Nils Brauckman, CEO des jüngst zusammen mit Novell von Attachmate erworbenen Linux-Distributors, das Gewicht der unter Novell begonnenen Microsoft-Allianz im Serverbereich: Im Zuge des bereits Ende Juli erneuerten Lizenzabkommens zwischen den Firmen wolle Microsoft 120 Millionen Dollar investieren, um ein Modul zur Kontrolle von SLES-Servern in die Windows-Systemsteuerung zu integrieren. Im Gegenzug soll auch Suses proprietäres Server-Management-Tool Suse Manager Funktionen für die Windows-Administration erhalten.


    Teil des Deals war auch der Kauf von Suse-Server-Lizenzen für 100 Millionen Dollar, was Microsoft laut Brauckman zum größten Redistributor von Suse Linux macht.


    Auch auf der Konferenz selbst war der Windows-Hersteller Thema: Der Suse-Mitarbeiter und prominente Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman erwähnte in seinem Beitrag, dass Microsoft mit dem Code für die Schnittstelle zur Redmonder Virtualisierungsarchitektur Hyper-V derzeit auf Platz 23 aller zum Kernel beitragenden Firmen liegt.


    Quelle: Linux-Community

    Die Digikam-Entwickler haben Version 2.1.0 der freien Fotoverwaltungssoftware und die dazu passende Version 2.1.0 der kipi-plugins fertiggestellt. Während sich Digikam auf die Korrektur von Fehler konzentriert, führen die Plugins ein neues Panorama-Tool ein.


    Digikam 2.1.0 enthält gegenüber letzten freigegebenen Version 2.0 der freien Fotoverwaltungssoftware, die vor einem Monat erschien, keine wesentlichen neuen Funktionen. So wurde die Verbindung zu Kameras beschleunigt und die Sortierung der Bilder nach Datum ermöglicht. Zudem haben die Entwickler der Applikation neue Optionen für Standardpfade für Kamera-Imports, Ein-Klick-Downloads und Filterung nach Mime-Typen spendiert. Zudem wurden insgesamt 53 Fehler in der neuen Version korrigiert, darunter diverse Abstürze.


    Zugleich veröffentlichten die Entwickler auch kipi-plugins in der Version 2.1.0. Diese Plugins enthalten zahlreiche optionale Funktionen, die nicht nur von Digikam, sondern auch von anderen Grafikprogrammen genutzt werden können. Die wohl wichtigste Neuerung der aktuellen Version stellt dabei ein neues Tool zur Panorama-Erstellung dar. Die im Stile eines Wizards implementierte Neuerung erlaubt es, verschiedene Einzelbilder zu einem einzelnen Panoramabild zusammenzusetzen. Ferner wurden diverse 10 Korrekturen vorgenommen.


    Sowohl Digikam als auch kipi-plugins können ab sofort direkt von der Seite des jeweiligen Projekts heruntergeladen werden. Neben Linux unterstützt Digikam auch Mac OS X und Windows. Wann entsprechende Pakete allerdings verfügbar sein werden, steht noch nicht fest.


    Quelle: Pro-Linux

    Heute vor genau 20 Jahren, am 25. August 1991, kündigte Linus Torvalds in einem mittlerweile legendären Newsgruppen-Beitrag eine Entwicklung an, die kurz danach als Linux bekannt werden sollte.


    In der Usenet-Newsgruppe comp.os.minix fragte der in Finnland geborene und zu der Zeit an der Universität Helsinki studierende Torvalds, welche Features die Benutzer an Minix mögen und welche nicht. Offensichtlich versuchte er zu diesem Zeitpunkt schon, dem noch namenlosen System die Features zu geben, die die Benutzer am meisten benötigen würden.


    In dem Beitrag schrieb Torvalds, dass das neue System frei sein werde, dass es ein Hobby und auf 386/486-CPUs beschränkt sei. Ferner habe er bereits bash 1.08 und gcc 1.40 auf das System portiert und erwarte, dass es in einigen Monaten benutzbar sein werde.


    Dass Linux in diesem Jahr 20 Jahre alt wird, ist klar. Unsicher ist allerdings der genaue Geburtstag. Denn an diesem bewussten 25. August war Linux schon seit Monaten in Entwicklung. Sollte man stattdessen lieber den 17. September als Geburtstag von Linux gelten lassen? An diesem Tag des Jahres 1991 stellte Torvalds die erste Kernelversion, 0.01, auf einem FTP-Server der Universität bereit. Oder ist der Geburtstag Anfang des Jahres 1991 anzusiedeln, als Torvalds auf seinem gerade gekauften 386-PC mit den ersten Entwicklungen begann? Vermutlich weiß er selbst nicht mehr, wann ihm klar wurde, dass er nicht mehr nur einen Terminal-Emulator, sondern ein echtes Betriebssystem als Ziel hatte. Er benötigte einen Disk-Treiber und ein Dateisystem und hätte an diesem Punkt nach eigenen Aussagen beinahe aufgegeben, irgendwann im Frühjahr 1991. Doch er hatte viel Zeit, also schrieb er den Treiber und ein Minix-kompatibles Dateisystem.


    Im Zweifelsfall feiert man eben zweimal, heute und am 17. September. Als Linus am 17.9.1991 die Version 0.01 veröffentlichte, war diese noch nicht sonderlich benutzbar, aber bereits Anfang 1992 verfügte der Kernel über eine virtuelle Speicherverwaltung und war als Entwicklungsplattform geeignet. Zu diesem Zeitpunkt war die Versionsnummer schon 0.12. Im Laufe des Jahres 1992 folgte eine erste Implementation von TCP/IP, die die Portierung des X Window Systems von XFree86 auf Linux ermöglichte. Die ersten Distributionen entstanden Ende 1992.


    Die Ankündigung von Linus war aus heutiger Sicht revolutionär. Innerhalb von wenigen Monaten beschäftigten sich hunderte der talentiertesten Hacker mit dem neuen System und trugen zahlreiche Erweiterungen bei. Damit wurde Linux zum größten Projekt, das gemeinschaftlich entwickelt und über das Internet koordiniert wurde, und setzte neue Maßstäbe. Ein Großteil der Innovation im Softwarebereich wird heute unter Verwendung von Linux und anderer freier Software geleistet. Bei allen Erfolgen darf aber nicht vergessen werden, dass ohne die Vorarbeit von GNU, die alle grundlegenden Tools bis hin zu Emacs und GCC geschrieben und frei zugänglich gemacht hatte, Linux nicht so leicht möglich gewesen wäre.


    Das Linux-Ökosystem ist heute so groß, dass es nicht mehr möglich ist, einen detaillierten Überblick zu geben. Es würde auch diesen Artikel sprengen, die Geschichte von Linux hier auszuführen. In der Wikipedia wurde dies bereits ausführlich getan. Eine kürzere Zusammenfassung hat Heise Open Source veröffentlicht. Die von Torvalds scherzhaft zum Ziel erhobene »World Domination« von Linux wurde in fast allen Sektoren Realität. Nur auf dem Desktop kam es nie zum Durchbruch, zu groß waren die Abhängigkeiten von Windows, die Microsoft auf allen Ebenen installiert hatte. Doch selbst wenn nur ein Prozent der Desktop-Anwender Linux nutzen, wie manche Studien behaupten, hindert uns das nicht daran, den Rest wohlwollend zu ignorieren und auf das Wohl von Linux anzustoßen.


    Quelle: Pro-Linux