Die Fehlermeldung sagt mir, dass die Applikation fehlerhaft arbeitet.
Die Applikation nutzt offensichtlich Funktionen der MIT-SHM-Extension, ohne sich vorher davon versichert zu haben, dass diese auch wirklich nutzbar ist, was bei einem Remote-Display aber nicht gehen KANN (genaue Erklärung weiter unten).
Es dürfte einen Workaround geben: Starte auf Deinem Linux-Rechner auf der Arbeit Xephyr. Das ist ein "zwischengeschalteter" X11-Server, der diese Extension beherrscht. Also in etwa so:
/usr/bin/xinit /usr/bin/xterm -- /usr/bin/Xephyr :1
(evtl. sind weitere Switches bei Xephyr nötig, u.a. um die Größe des Fensters anzugeben).
In dem xterm dann die Applikation starten.
Zur genauen Erklärung:
X11 schickt sämtliche Daten eigentlich über einen Socket - bei lokaler Darstellung über einen Unix-Socket und bei Remote-Darstellung über einen Netzwerk-Socket. Da das bei lokaler Darstellung bei großen Datenmengen und/oder langsamen CPUs ein Performance-Bottleneck sein kann, hat man irgendwann die MIT-SHM-Extension erfunden. Damit können Grafik-Daten per Shared Memory übertragen werden, was effizienter ist. Allerdings muss das mit entsprechenden Funktions-Aufrufen, die in der Extension enthalten sind, implementiert werden.
Im Netz funktioniert das logischerweise nicht, da es kein Shared Memory zwischen mehreren Rechnern geben kann.
Eine "saubere" Applikation probiert zunächst mal, ob die Extension nutzbar ist und wenn nein, werden die Daten halt doch per Socket übertragen. Es gibt aber Applikationen, die sich das Leben einfach machen und die Fehler halt einfach ignorieren. Die funktionieren dann halt nicht mit Remote-Darstellung. Und wenn es eine kommerzielle Applikation ist, ist halt die Remote-Darstellung nicht supported und man kriegt erzählt, dass das sowieso schlecht funktioniert, langsam ist und mit Wayland sowieso demnächst verschwindet...
Aber mit Xephyr sollte es eigentlich trotzdem gehen...