Bei einer Signatur handelt es sich um einen Text, der sich direkt in
der Fußzeile Ihrer E-Mail befindet. Viele Menschen schreiben dort
ihre Adresse hinein. Einige Technikbegeisterte geben auch an, welches
Betriebssystem sie nutzen und welche Hardware sie einsetzen.
Um so eine Signatur zu
entwerfen, öffnen Sie den Editor Kate und speichern die leere Datei
in Ihrem Home-Verzeichnis unter dem Namen signatur.txt. In diese
Datei schreiben Sie dann, was am Ende Ihrer E-Mail stehen soll
(Abbildung 1).
Abbildung 1: In die
Datei "signatur.txt" schreiben Sie ein paar Zeilen, die
jeweils am Ende Ihrer E-Mails erscheinen.
Es ergibt durchaus
Sinn, oberhalb Ihrer Adresse noch einen so genannten Signaturtrenner
einzufügen, der aus zwei Bindestrichen und einem Leerzeichen besteht
(-- ). Viele E-Mail-Programme erkennen dann automatisch, dass es sich
um eine Signatur handelt, und zitieren diese nicht automatisch in der
Antwort. Die fertige Datei mit dem Signaturtrenner und der Nachricht
darunter speichern Sie als Textdatei, öffnen Thunderbird und wählen
den Menüpunkt Bearbeiten / Konten. Auf der linken Seite des sich
öffnenden Fensters wählen Sie das Konto aus, über das Sie die
E-Mails mit der Signatur verschicken wollen. Rechts neben Datei als
"Signatur" anhängen setzen Sie ein Kreuzchen und geben
über Durchsuchen den Pfad zu Ihrer eben erstellten Datei
signatur.txt an. Ein Klick auf OK schließt den Vorgang ab.
Sprüche klopfen via
Signatur
Für Sprücheklopfer
gibt es einen besonderen Service: Über das Programm Fortune, das Sie
über die Kommandozeile aufrufen, hängen Sie an das Ende Ihrer
Signatur jeden Tag einen neuen Spruch. Fortune schöpft dabei aus
einer umfangreichen Datenbank, Nutzer von OpenSuse Linux 10.1/10.2,
Mandriva Linux 2007 und Ubuntu Feisty Fawn installieren die Software
über den Paketmanager.
Wie aber gelangen die
Sprüche, die Fortune auf der Kommandozeile ausgibt, in Ihre
Signatur? Dazu genügen zwei Zeilen, um die Sie die versteckte Datei
.bashrc in Ihrem Home-Verzeichnis ergänzen:
echo -e "--
\nVorname Name\nStraße Hausnummer\nPLZ Stadt\n\nSpruch des Tages:"
> $HOME/signatur.txt;
fortune >>
$HOME/signatur.txt
Die erste Zeile sorgt
dafür, dass in der Signatur Ihre Adresse erscheint, das \n erzeugt
nach jeder Adresszeile einen Zeilenumbruch. Das sich anschließende >
$HOME/signatur.txt schreibt die komplette Adresse in die Datei
signatur.txt in Ihrem Home-Verzeichnis. Diese entsteht dabei neu.
In der zweiten Zeile
rufen Sie fortune selbst auf. Sie lassen sich den erzeugten Spruch
aber nicht auf der Konsole ausgeben, sondern hängen ihn via >>
$HOME/signatur.txt an das Ende der vorhandenen Signatur.
Da die beiden Zeilen in
der Datei .bashrc stehen, erzeugt Linux bei jedem neuen Anmelden auch
eine neue Signatur. Konfigurieren Sie Thunderbird auf dem oben
beschriebenen Weg, steht also stets ein neuer Spruch in der Fußzeile.
Visitenkarten entwerfen
und anhängen