Beiträge von chr

    Wichtig wäre sich zuerst einmal mit den Grundlagen außeinander zu setzen.


    Man knackt weder Firewalls noch hat man es schwerer wenn ein Server hinter zwei solcher sitzt. Eine Firewall erledigt nichts anderes als einen Port zu schließen - sie macht ganz einfach die Türe zu - was dann durch die offenen kommt is ihr gänzlich egal. Die Rolle des großen Kontrolleurs wie es etwa in Filmen vorkommt spielt sie allerdings nicht.


    Die Kontrolle vom verursachten Traffic übernehmen andere Programme, etwa Paket-Filter.


    Es macht daher auch keinen Sinn Firewalls miteinander zu vergleichen - man kann einen Port nicht ein bisschen schließen - entweder wird der Traffic des Ports an ein Programm dahinter weitergeleitet oder eben nicht...
    Außerdem setzen unter Linux 99% aller Firewalls auf das selbe Backend auf. Die SUSE Firewall ist nur ein Frontend also nur eine anklickbare Oberfläche für iptables wenn Du mal nach Linux +Firewall suchst findest Du sicher genug Lesestoff darüber. Es ist also ganz egal welches dieser Frontends man einsetzt, im Inneren sind sie alle gleich.


    Eine Firewall alleine macht ein System nicht unbedingt sicherer. Die Ports deiner Internetschnittstelle sind im normalfall alle zu. Erst wenn ein Programm dahinter sitzt und auf diesem lauscht wird er geöffnet, alle anderen Pakete werden einfach weggeschmissen.


    Sollten also keine Programme laufen die Dir Ports offen halten hat dies den selben Effekt wie eine Firewall die alle Ports zu hält.


    Mit einer Firewall kannst Du nun alle Ports die Du auf einer bestimmten Schnittstellen nicht brauchst schließen und dadurch die Sicherheit des Systems erhöhen. So kann man etwa NFS, SAMBA oder ICMP nach draußen hin blockieren im internen Netz aber offen lassen.


    Am besten schließt man zuerst alle Ports und öffnet dann nur die, die man wirklich benötigt.


    Dadurch hat man aber unter Umständen seine System-Sicherheit kein bisschen verbessert. Weiter geht es damit die einzelnen Programme die hinter den Ports sitzen abzusichern.


    Dass heißt etwa den root login für ssh zu sperren und auf schlüssel basierte authentifizierung zu setzen anstatt von passwörtern, hardened PHP oder ähnliche sicherheits Erweiterungen zu verwenden oder ganz einfach mal seine Konfigurations-Dateien von oben nach unten durchzugehen. Wie das im Detail aussieht variert aber von Programm zu Programm und stellt für jedes eine kleine Wissenschaft für sich dar.
    Wichtig ist nur dass man niemals vergisst, dass es kein Allheilmittel gibt - selbst wenn Du das sicherste PHP hast kann Dir eine schlechte Anwendung alles Zerstören oder ein schlecht gewähltes Passwort all die Mühe umsonst gemacht haben.


    Aber fangen wir mal bei Null an. Für was brauchst du überhaubt deinen Server? Hängt der überhaupt direkt am Internet oder sowieso nur im lokalen Netz? Für was brauchst du Samba wenn er am Netz hängt und muss mysql von außen erreichbar sein?


    Bis dann, Christoph.

    Hallo allerseits.


    Seit kurzem besitze ich das HP Mini 210 Netbook. Bis jetzt bin ich ganz zufrieden damit. Einzeig das Touchpad macht noch Probleme. Ich habe das ganze vorerst etwas umschifft und will meine Erfahrungen nun mit anderen teilen.


    Also los. Das pad meldet sich als Synaptics Touchpad an und gehört wohl zu den neuesten in der Produktreihe. Es unterstützt Multi-Touch-Gesten etwa den berühmten Spagat-Zoom, Drehungen und natürlich Zwei-Finger-Scrolling. Die Maustasten selbst sind keine abgesetzten Hardwaretasten sondern befinden sich direkt auf dem Touchpad (siehe Produkt-Fotos). Das heißt man kann auch deren Fläche zum Mausschubsen benutzen. Die Tasten selbst besitzen keinen Klick - dies hat man etwas trickreich gelöst. Man kann überall auf dem Pad klicken und ich gehe davon aus, dass im Falle eines Klickes der Treiber die aktuelle Finger-Position ermitteln soll und je nach dem das entsprechende Event abfeuern sollte.


    Zur Zusammenfassung: Das Pad ist ein einziges großes Touchpad - es existiert kein Unterschied zu den "Tasten" - diese sind einfach nur aufgemalt und der Klick funktioniert überall am Pad.


    Das System ist auf jeden Fall genial einfach und erlaubt einiges an Funktionalität (jetzt kommts) aber es will nicht so ganz recht unter Linux funktionieren.


    Das Pad ansich (Mäuschen schubsen) funtkioniert, Tapping auch (auf das Pad tippen und dadurch einen Links-Klick auslösen) allerdings die Tasten nicht. Weiters funktioniert der Multitouch nicht weder Scrolling noch die 1, 2 oder 3 Finger Taps (für Links-, Rechts- und den Mittelklick) von Zoom und Pan ganz zu schweigen.


    Coasting - das Scrollen am rechten Rand - funktioniert tadellos genauso der Kreisel-Zoom - wenn einmal konfiguriert.


    In der allwissenden Müllhande sind Informationen dazu leider noch recht lau. Workarounds für den Links-/Rechtsklick existieren bereits und basieren auf dem psmouse Kernel-Modul. Dabei wird es mit einer gewissen option geladen. Das sieht dann wie folgt aus:

    Code
    echo options psmouse proto=exps > /etc/modprobe.d/11-psmouse.conf


    Nach dem nächsten modul reload (z.B. System-Neustart) sollte es dann klappen. Funktioniert zwar anscheinend unter Ubuntu - aber nicht unter OpenSUSE.


    Als nächstes habe ich mir synclient genauer angesehen. Das kleine Progrämmchen bietet die Möglichkeit die Treiber-Einstellungen von Synaptics nach belieben anzupassen und sllte für mich zumindest das Zwei-Finger-Scrollen aktivieren.


    Versuche VertFingerScrolling und ähnliches über synclient einzusellen bzw. die Einstellungen über hal Device-Dateien vorzunehmen brachte leider keinen Erfolg. Prinzipiell funktioniert synclient allerdings mit dem Pad.


    Weiter Informationen dazu gibt es z.B. unter:
    http://ubuntu-snippets.blogspo…for-anyall-synaptics.html


    Das Monitoring mittels synclient -m 100 brachte Zutage, dass synaptics gar nicht mehr als einen Finger registrierte - die Emulation wollte ebensowenig funktionieren.


    Da die Erkennung der Links-/Rechtsklicks rein Software-basiert abläuft und Multitouch nicht funktioniert gehe ich einmal davon aus, dass der Treiber das Pad ganz einfach nicht unterstützt. Deshalb frage ich hier einmal in die Runde ob jemand die Zwei-Finger-Scrolling-Emulation oder irgendetwas anderes zum laufen gebracht hat. Nach dem was ich sonst so gelesen habe scheint man bereits fleißig an der Unterstützung zu arbeiten bzw. gibt es sie schon im 2.6.32er Kernel (?) obwohl ich dazu noch keinen konkreten Informationen gefunden habe.


    Dass die Unterstützung noch auf sich Warten lässt ist mir klar, deshalb möchte ich hier einfach einmal Informationen und Workarounds austauschen.


    Meiner sieht wie folgt aus:
    Im KDE-Community Repositority befindet sich ein Systemeinstellungs-Modul (kmc) für Synaptic Touchpads. Das Paket heißt kmc_touchpad (übrigens gibt es hier auch eines für Wacom Tablets...).


    Hat man es einmal installiert findet man in den Systemsteinstellungen unter Tastatur & Maus den Unterpunkt Touchpad und darin unter dem Reiter Tabbing Einstellungen zu emulierten Klicks. Hier kann man etwa Synaptics mitteilen, dass etwa ein Tap in der linken-unteren Ecke als Rechtsklick zu werten ist und damit kann man vorerst einmal Rechts- und Mittelklicks wieder aktivieren.


    Die Bedienung ist noch etwas gewöhnungsbedürftig: Zuerst such man in der linken Liste die Entsprechende Tap-Position - anschließen wählt man rechterhand die auszuführende Aktion aus.


    Auf diese Art und Weise hat man auf jeden Fall wieder seine Maustasten zurück - wenn jemand einen besseren Weg kennt dann lasst es mich doch bitte wissen.


    Ich werde noch versuchen herauszufinden was das Programm unter der Haube macht um auch Nutzern anderer Oberflächen helfen zu können ansonsten bin ich soweit:


    Bis dann, Christoph.