Beiträge von lush

    Das OpenSUSE-Team hat den fünften Meilenstein von OpenSUSE 12.1 veröffentlicht und befindet sich damit kurz vor dem Endspurt. Jetzt befindet sich nur noch der sechste Meilenstein vor der stabilen Version, die Mitte November veröffentlicht werden soll.




    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_opensuse-logo.jpg]



    en.opensuse.org
    OpenSuse Logo
    Die OpenSUSE-Entwickler ließen mehrere Updates in OpenSUSE 12.1m5 einfließen. So können sich Anwender ein eigenes Bild von der Desktop-Umgebung Gnome 3.1.5 machen und sich über einen schnelleren Bootvorgang freuen, der dem Wechsel vom SysV-Init-System zu Systemd zu verdanken ist. Diese Vorschau-Version wird die letzte sein, die standardmäßig Oracle Java enthält. Nachdem Oracle kürzlich die Java-Lizenz für Distributoren aufgekündigt hat, konzentrieren sich die Entwickler zukünftig auf die OpenJDK-Version, die unter der GPL steht. Eine weitere Neuerung in OpenSUSE 12.1m5 ist die auf Version 2.14 aktualisierte Glibc.Die Entwickler ermuntern die Gemeinschaft ausdrücklich, die Vorabversion gründlich zu testen und Fehler zu melden. Die nötigen ISO-Abbilder sind im Entwickler-Bereich zu finden. Wer bereits einen vorigen Meilenstein installiert hat, kann das System mittels »zypper dup« schnell auf den aktuellen Stand bringen.


    Aus: Pro-Linux

    Bereits die kommende Version der freien Desktop-Umgebung Gnome soll eine Möglichkeit bringen, oft benutzte Webseiten in Form von Web-Anwendungen in den Desktop zu integrieren. Das gab der Gnome-Entwickler Xan López in seinem Blog bekannt.




    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_twitter-als-web-applikation.jpg]



    Xan López
    Twitter als Web-Applikation
    Wie López schreibt, besteht die Grundidee der Entwicklung darin, dass Anwender immer öfter Webseiten wie eigenständige Applikationen nutzen. Sie werden zusammen mit einer Sitzung gestartet, periodisch überwacht und in der Regel während der kompletten Sitzung auch offen gehalten. Daher stellt sich für López die Frage, warum solche Seiten nicht direkt als Anwendungen implementiert werden können. Denn nüchtern betrachtet wäre das der logische Weg, so der Entwickler.Aus dieser Idee resultierend steht nun eine erste Lösung des Problems zum Test bereit. In der kommenden Version von Gnome wird sie schlussendlich ihre offizielle Premiere feiern. So sollen sich Seiten mittels eines Tastendrucks als »Web-Applikationen« in die Oberfläche einbinden lassen. Die Seite erscheint fortan mit einem eigenen Icon in der Applikationsübersicht und wird in einer separaten Instanz des Browsers in einem »Application Mode« ausgeführt.
    Gegenüber einem regulären Browser-Fenster ist die neue Instanz allerdings diversen Limitierungen unterworfen. So werden beispielsweise Links, die auf solch einer Seite angeklickt wurden, in einer regulären Browser-Instanz gestartet. Ferner nutzt die Applikationsinstanz ein eigenes, neues Profil samt einer eigenen Prozess-ID. Stürzt beispielsweise der Browser ab, soll die Applikationsinstanz weiter lauffähig sein.


    Aus: Pro-Linux

    Kernel.org, die Heimat des Linux-Kernels, wurde Opfer eines Einbruchs und war vorübergehend nicht erreichbar. Der Einbruch wurde wahrscheinlich durch ein kompromittiertes Passwort oder einen kompromittierten SSH-Schlüssel eines Benutzers möglich.


    kernel.org ist mittlerweile wieder erreichbar und die meisten Dienste sind wieder verfügbar. Nach Angaben der Betreiber wurde kein Quellcode, der sich auf den Servern befindet, kompromittiert. Eine gründliche Verifikation des Quellcodes läuft zur Zeit noch.
    Die Betreiber haben eine Nachricht auf die Hauptseite gestellt, die den derzeitigen Stand der Erkenntnisse zu dem Vorfall wiedergibt. Demnach geschah der Einbruch in den letzten Wochen und wurde am 28. August bemerkt. Die Kriminellen nutzten mutmaßlich ein kompromittiertes Passwort oder einen kompromittierten SSH-Schlüssel eines Benutzers. Dadurch erhielten sie Zugang zu mehreren Servern der kernel.org-Infrastruktur. Es gelang ihnen, ein Rootkit zu installieren. Dazu wurde eine nicht näher bezeichnete lokale Sicherheitslücke im Kernel genutzt, die mutmaßlich in der aktuellen Testversion von Linux bereits korrigiert ist.
    Das Rootkit der Einbrecher änderte unter anderem offenbar den SSH-Server und die SSH-Clients und zeichnete die Benutzerinteraktionen auf, um möglicherweise weitere Passwörter zu erschnüffeln. Das Rootkit wurde aufgrund von Fehlermeldungen, die sich auf Xnest beziehen, entdeckt. Wer solche Meldungen bei sich findet und Xnest nicht installiert hat, sollte sofort aufmerksam werden.
    Nach der Entdeckung des Einbruchs nahmen die Betreiber die Server vom Netz, sicherten deren Daten für weitere Untersuchungen und installierten die Server neu. Die 448 Benutzer, die Zugang zu den Servern haben, müssen ihre Passwörter und SSH-Schlüssel ändern. Die Kriminalpolizei in den USA und in Europa wurde eingeschaltet. Die Analyse der Sicherheitslücke dauert an, und die Betreiber wollen Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit weiter zu erhöhen.
    Außerdem wurde eine Überprüfung der Quellcode-Archive begonnen. Jede Manipulation an Quellcode kann zuverlässig erkannt werden, weil jede Datei in den Git-Archiven mit einer SHA-1-Prüfsumme versehen ist. SHA-1 widersteht nach dem derzeitigen Stand der Forschung jedem noch so angestrengten Fälschungsversuch. Änderungen an anderen Dateien können durch den Vergleich mit dem Stand auf den zahlreichen öffentlichen und privaten Spiegelservern entdeckt werden.


    Aus: Pro-Linux

    Das LibreOffice-Projekt hat Version 3.4.3 der gleichnamigen Office-Suite veröffentlicht. Die neue Version enthält gegenüber Version 3.4.2 ausschließlich Korrekturen.



    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_calc-in-libreoffice-34.jpg]



    Document Foundation
    Calc in LibreOffice 3.4
    Das vor drei Monaten erschienene LibreOffice 3.4 wurde jetzt zum dritten Mal aktualisiert. Die neue Version 3.4.3 enthält zahlreiche kleinere und größere Korrekturen, aber keine sonstigen Änderungen. Die Korrekturen können im Detail im Änderunglog nachgelesen werden. LibreOffice 3.4.3 steht in mehr als 100 Sprachen zum Download bereit.Das Entwicklerteam pflegt momentan zwei Versionen von LibreOffice parallel. Während LibreOffice 3.3, vor zwei Wochen erst auf Version 3.3.4 aktualisiert, sich an »konservativere« Anwender richtet, die nicht so schnell auf neue Versionen umsteigen wollen, ist Version 3.4.3 nach Angaben des Teams genausogut für den produktiven Einsatz geeignet und die empfohlene Version. Die neuere Version bietet mehr Funktionalität und beruht auf klarerem und schlankerem Code. Auch den Benutzern von Version 3.3 wird nahegelegt, allmählich das Update vorzubereiten. Auch die Krankenhäuser in Kopenhagen nutzen nach Angaben des Projekts die neuere Version.


    Wenn Sie Unity und Gnome 3 nicht benutzerfreundlicher hinkriegen, dann könnte es eine Sternstunde für die KDE-SUSE geben.


    Unity und Gnome-Shell sind ja gerade so Benutzerfreundlich, zumindest für die Nutzer, die sich neu in Linux einarbeiten,.



    Ganz ehrlich, Unity und Gnome 3 braucht keine S**. :D

    Dachte ich anfangs auch, aber wenn man sich mal an Unity, dessen Shortcuts gewöhnt hat, ist es sehr gut,
    Ich will es gar nicht mehr her geben.



    Ich benutze nur Unity auf Ubuntu 11.04 und Gnome-Shell ist auch ganz gut,
    Unity und Gnome-Shell kann vorallem jeder gebrauchen, der einen kleinen Bildschirm hat.

    Die Aprilausgabe von »freiesMagazin« ist mit Nachrichten und Artikeln über freie Software erschienen.


    35 Seiten im Querformat mit Artikeln, News, Leserbriefen und mehr.


    Themen:

    • Debian GNU/Linux 6.0 'Squeeze'
    • Test: OpenDocument-Format für den Datenaustausch
    • Eine Einführung in die Programmiersprache Pike
    • SpaceChem – Atome im Weltall
    • Rezension: Durchstarten mit HTML5
    • Rezension: Essential SQLAlchemy

    Das Magazin kann in verschiedenen Formaten vom Server des Projektes heruntergeladen werden.

    Aus: Pro-Linux

    Linus-Schöpfer Linus Torvalds hat Gnome 3 als heilloses Durcheinander bezeichnet und wünscht sich die Oberfläche von Gnome 2 zurück.




    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_gnome-3.jpg]



    GNOME
    GNOME 3 Beta
    Eigentlich ging es in der Diskussion auf Google+ darum, dass Fedora plant, ein Kernel-Update für Fedora 15, das der aktuellen Fedora-Version Linux 3.0 bringt, die neue Kernel-Version 2.6.40 statt 3.0.0 zu nennen. Als Grund gab Kernel-Hacker Dave Jones an, dass er Probleme mit einigen Tools und Anwendungen befürchte. Zwar seien einige Probleme bereits mit Updates beseitigt worden, aber er befürchte weitere. Die Umbenennung wäre nur für das Update von Fedora 15 von Belang.In der Diskussion merkte Linus Torvalds nebenbei an, dass das Fedora-Projekt am besten auch gleich einen Fork von Gnome 2 anlegen sollte. Er hätte gerne die alte, nach seiner Meinung vernünftige, Oberfläche zurück. Er habe noch niemanden getroffen, der das heillose Durcheinander von Gnome 3 gut finde. Dave Jones merkte ironisch an, das es bei den Gnome-Entwicklern beliebt sei. Dirk Hohndel, Open-Source-Leiter bei Intel und früherer X11-Entwickler, unterstützte die Meinung von Torvalds. Er zweifle daran, dass irgendein Gnome-Entwickler selbst Gnome 3 für produktive Zwecke nutze, auf Laptops jedenfalls. Er sei zu Xfce gewechselt, das zwar Gnome 2 unterlegen sei, aber sowohl Gnome 3 als auch KDE 4 seien unbenutzbar.


    Fotostrecke: 5 Bilder


    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_gnome-3.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_evolution-unter-gnome-30.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_firefox-4-im-fallback-modus-von-gnome.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_aktivitaetsuebersicht-in-gnome-3.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_systemeinstellungen-von-gnome-3.jpg]
    Torvalds bemängelt neben Darstellungsfehlern der Grafik, die er aber nicht für entscheidend hält, vor allem die Bedienbarkeit. Er vermisst Shortcuts auf dem Desktop und lehnt den Aktivitätsmodus ab. Auch er nutzt jetzt Xfce und zieht kräftig über die Gnome-Entwickler her: Anscheinend hätten die Gnome-Entwickler beschlossen, dass es für normale Benutzer zu kompliziert sei, echte Arbeit auf dem Desktop zu erledigen, und machten es deshalb zu einem echten Ärgernis.Man muss wohl ziemlich lange suchen, bis man unter den Kernel-Entwicklern einen findet, der Gnome 3 benutzt. Auch Kernel-Netzwerkguru David Miller schaltete sich ein und erklärte, »dank« Gnome 3 sei er jetzt zum Window-Manager awesome gewechselt. Dem schloss sich auch noch Btrfs-Entwickler Chris Mason an. Einige Kommentatoren verteidigten Gnome 3 dagegen und merkten an, dass die Kritik erstens übertrieben sei und zweitens diverse Erweiterungen verfügbar sein. Der Fallback-Modus des kommenden Gnome 3.2 soll zudem hinreichend ähnlich wie Gnome 2 arbeiten. Die gleichen Reaktionen wie Gnome 3.0 erntete auch KDE 4.0.
    Schon früher hatte Torvalds Kritik an Gnome geübt. Ende 2005 schrieb er über Gnome 2.12, die Entwicklung von Gnome beschränke sich auf das Entfernen von Funktionen unter dem Deckmantel der Einfachheit. Kein anderes Projekt in der Open-Source-Szene sei so von »Interface-Nazis« umgeben wie Gnome. Im Februar 2007 kritisierte er das Projekt ein weiteres Mal harsch, nur um Gnome danach offenbar doch zu benutzen.

    Aus: Pro-Linux

    Mit der ersten Version 0.11 bereiten sich die Entwickler auf die Veröffentlichung der ersten stabilen Version 1.0 des freien Multimedia-Frameworks GStreamer vor. Läuft alles nach Plan, wird GStreamer über 12 Jahre nach der Gründung des Projektes bald offiziell für stabil erklärt.



    Nachdem die Entwickler bereits Ende des vergangenen Jahres eine stabile Version von GStreamer in Aussicht gestellt hatten, konkretisieren sie nun die Pläne. Mit der Freigabe der ersten Version 0.11 ziehen nicht nur funktionelle Änderungen in das freie Multimedia-Framework ein, sondern auch der Lichtblick, dass GStreamer nach über 12 Jahren Arbeit in einer stabilen Version freigegeben werden könnte. Wie Gstreamer-Maintainer Wim Taymans in der Ankündigung der neuen Version schreibt, soll die aktuelle Linie, sobald sie weitgehend stabilisiert wurde, in der Version 1.0 münden.
    GStreamer stellt ein Multimedia-Framework dar, dessen relativ kleiner Kern mit Plugins erweitert werden kann. Die Plugins sorgen für Codecs, Container-Formate, Ein- und Ausgabe und Effekte und können miteinander kombiniert werden. GStreamer startete 1999 und obwohl das Projekt bereits ziemlich ausgereift ist und seit etlichen Jahren stabil gehalten wird, hat es noch nicht die Version 1.0 erreicht. Version 0.10.0 erschien im Dezember 2005. Seither gab es zahlreiche Updates, wobei die Quellcode- und Binärkompatibilität stetig gewahrt wurde.
    Mit der Freigabe von GStreamer 0.11 bricht das Team mit der Kompatibilität. Die neue Version bietet eine überarbeitete Pufferverwaltung und eine Integration von Puffer-Pool-Verwaltung. Zudem wurde das dynamische Pipeline-Handling verbessert und das Video-System überarbeitet. Zu den weiteren Änderungen der Version 0.11 gehören Korrekturen von Fehlern.
    Das Team verspricht, durch die Änderungen die Geschwindigkeit vor allem auf leistungsschwachen Systemen massiv verbessert zu haben. Zudem waren die Änderungen notwendig, um GStreamer besser an eine Integration mit Hardware-Codecs wie VAAPI und VDPAU anzupassen. Davon sollen auch Desktop-Anwender profitieren, die dem System vergleichsweise wenig abverlangen und sich beispielsweise nur ein Video anschauen wollen.
    GStreamer 0.11 kann ab sofort von der Seite des Projektes heruntergeladen werden. Bedingt durch die Änderungen lassen sich allerdings alte Applikationen nicht mehr betreiben. Um die neuen Funktionen nutzen zu können, bedarf es einer Anpassung und einer Portierung. Testwillige können das Multimedia-Framework allerdings parallel zu ihrer alten Version betreiben.

    Aus: Pro-Linux

    Das Xfce-Team hat den leichtgewichtigen Browser Midori in der Version 0.4 veröffentlicht. Midori steht unter der LGPLv2.1 und nutzt die Rendering-Engine Webkit.



    Midori lässt sich in einem Web-Applikations-Modus betreiben und unterstützt Private Browsing, bei dem weder Passwörter noch Cookies oder Formularinhalte gespeichert werden. Anwender können mit den von Vim bekannten Tasten [hjkl] auf Webseiten navigieren und den Browser mittels Mausgesten steuern. Zu den Neuerungen in Midori 0.4 zählen Buttons, mit deren Hilfe Anwender entscheiden können, wie Midori nach einem Absturz gestartet werden soll. So ist es jetzt möglich, die letzten geöffneten Tabs bei einem Neustart wieder herzustellen.
    Wird am Fußende einer Seite die Space-Taste betätigt, kann auf eine Folgeseite gewechselt werden sofern Midori einen »Next-Link« erkennt. Im Dialog zum Löschen privater Daten wird die Option »letzte offene Tabs« angeboten und SVG-Bilder werden als Mime-Type unterstützt. Anwender können mit den aus anderen Browsern bekannten Tastenkombinatinen [Strg]+[+=] den Darstellungsmaßstab ändern und können eine integrierte Adblock-Liste nutzen. Die in Midori enthaltene Adblock-Funktionalität wurde zudem verbessert. Neu sind hier ein URL-Cache, ein schnellerer JS-Generator und ein Inline-Parsing, das Adblock um ca. 10 Prozent beschleunigt. Der Lesezeichen-Dialog kommt nun ohne das Beschreibungsfeld (Description) aus und beim Anzeigen des Quellcodes oder Speichern einer Seite lädt Midori die Inhalte nicht erneut.
    Midori erfordert in der neuen Version mindestens WebKitGTK+ 1.1.17. Mit den neuen Anforderungen werden einige Rückwärtskompatibilitäten nicht mehr unterstützt. Da es für Anwender mit älteren Systemen schwierig ist, Midori zu installieren, wird die Vorgängerversion 0.3.6 weiterhin angeboten werden. Midori 0.4 ist als Tar-Archiv im Git-Repositorium des Projekts verfügbar.

    Aus: Pro-Linux

    Die Firma Canalys hat den weltweiten Smartphone-Markt analysiert und sieht das Linux-basierte Betriebssystem Android mit fast 50% Marktanteil vorn. Apple liegt abgeschlagen auf Platz 2, ist aber der größte Hardware-Hersteller für Smartphones geworden.




    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_nexus-s-mit-android-23-gingerbread.jpg]



    google.com
    Nexus S mit Android 2.3 »Gingerbread«
    Der Aufwärtstrend von Android hält offenbar allen Patentangriffen zum Trotz weiter an. Die Firma Calalys hat nun eine Marktanalyse für das zweite Quartal 2011 vorgestellt, die dies bestätigt. Für die Analyse wertete Canalys die weltweiten Smartphone-Verkaufszahlen aus. Für 56 Länder standen dafür Zahlen zur Verfügung, die deutliche regionale Unterschiede erkennen lassen.Weltweit wurden laut Canalys im zweiten Quartal über 107,7 Mio. Smartphones verkauft, 73% mehr als vor einem Jahr. Der asiatische Markt ist mit 39,8 Mio. Stück am größten, gefolgt von Europa mit 35,0 Mio. und Amerika mit 32,9 Mio.
    In 35 Ländern war Android führend und kam insgesamt auf einen Anteil von 48%. Mindestens 51,9 Mio.Geräte mit Android wurden verkauft, 379% mehr als vor einem Jahr. Besonders stark war Android in Asien. So hat Android in Südkorea 85% Marktanteil, in Taiwan 71%.


    Fotostrecke: 6 Bilder


    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_nexus-s-mit-android-23-gingerbread.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_motorollas-droid-x-mit-android-als-betriebssystem.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_nec-lifetouch.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_ein-startbildschirm-von-android-30.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/g_motorola-xoom-mit-android-30.jpg]
    Der zweite Platz geht an Apples iOS mit 19% Anteil. Symbian fiel auf den dritten Platz zurück. Nokia ist hauptsächlich noch in den Entwicklungsländern führend sowie in Brasilien, Russland, Indien und China. Doch in anderen Regionen geht es mit Symbian rapide bergab.Bei den Hardware-Herstellern wurde Apple dank seiner iPhones der größte Anbieter, Samsung ist nun Zweiter, enttäuschte laut Canalys aber, da es Nokia, das nun Dritter ist, weniger Marktanteile als erwartet abnehmen konnte. Samsung war der größte Anbieter von Android-Geräten, aber auch das eigene Betriebssystem Bada konnte binnen eines Jahres um 355% zulegen.
    RIM hält mit dem Blackberry in Nordamerika noch 12% Marktanteil, liegt weltweit aber deutlich niedriger. Noch weniger Bedeutung hat Windows Phone, das bei lediglich 1% liegt. Manche Analysten setzen große Hoffnungen darauf, dass Nokia mit Windows-Phones nennenswerte Anteile gewinnt, doch mit der Veröffentlichung der ersten Geräte ist erst Ende des Jahres zu rechnen.


    Aus: Pro-Linux