Mozilla hat den Webbrowser Firefox in Version 50 veröffentlicht. Die neue Ausgabe, die sich eine Woche verzögert hat, bringt einen Satz von eigenen Emojis mit, da solche nicht auf jedem System standardmäßig vorhanden sind.
VonHans-Joachim Baader
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Die neue Version 50 von Firefox enthält laut Mozilla mehrere Neuerungen. Zum einen verbessert sie das Drucken, indem sie den Reader-Modus nutzt. Doch die wohl größte Neuerung ist, dass ein Satz von Emojis hinzugefügt wurde, so dass auch auf Betriebssystemen ohne mitgelieferte Emojis, darunter viele Linux-Distributionen, diese quietschbunten Icons nutzbar sind.Eine neue Einstellung ermöglicht es, sich mit der Tastenkombination »Strg+Tab« in der Reihenfolge der letzten Nutzung durch die Tabs zu bewegen. Der Reader-Modus lässt sich jetzt mit der Tastenkombination »Strg++Alt+R« einschalten. Die Suchfunktion in den Webseiten wurde um eine Option erweitert, nur komplette Wörter zu finden. Eine Übersetzung in Guarani wurde hinzugefügt. Seiten, auf denen es unsichere Passwortfelder gibt, werden mit einem Icon angezeigt, das sie als unsicher ausweist.
Die Entwickler fügten einen Download-Schutz für zahlreiche Typen von ausführbaren Dateien hinzu. Die Geschwindigkeit für SDK-Erweiterungen, die den SDK-Modul-Lader nutzen, wurde erhöht und das Abspielen von DRM-gesteuerten Inhalten unter Windows und Mac OS X wurde erweitert.
Bei HTML und CSS gab es kleinere Änderungen und Ergänzungen. Auch die JavaScript-Funktionalität wurde an zahlreichen Stellen erweitert. Für Entwickler von Interesse ist, dass die Web-Konsole jetzt Quellcode-Maps versteht, worunter Verweise von komprimierten JavaScript auf die unkomprimierte, verständliche Version zu verstehen sind. Der Speicher-Inspektor ermöglicht jetzt das Löschen von Einträgen in IndexedDB-Speichern, das RAM-Speicherwerkzeug ist standardmäßig eingeschaltet und die Web-Konsole kann Stack-Traces für XHR- oder Fetch-Netzwerkanfragen anzeigen. Weitere Einzelheiten können in den Anmerkungen zur Veröffentlichung nachgelesen werden. Zu der neuen Version haben 43 neue Entwickler aus der Gemeinschaft erstmals Code beigetragen.
Firefox 50.0 steht in zahlreichen Sprachen für Linux (32 und 64 Bit), Mac OS X und Windows zum Download bereit. Die Android-Version von Firefox 50 wurde zeitgleich mit der Desktop-Version veröffentlicht. Sie enthält nicht dieselben Änderungen wie die Desktop-Ausgabe, sondern erhielt hauptsächlich Unterstützung für HLS-Videos mittels eines Player-Overlays und eine Vereinfachung der Oberfläche, die durch die Vereinigung der Historie mit der Liste der zuletzt genutzten Tabs erzielt wurde.
Die Änderungen und Korrekturen der Web-Plattform und die WebCrypto-Erweiterungen sind dieselben wie in der Desktop-Ausgabe. Weitere Einzelheiten findet man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung.