Bootvorgang 13.2 bleibt nach Onlineaktualisierung stehen

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  • Falk2


    Danke, das du auch nach "erledigt" noch etwas gepostet hast

    Bei einer Neuinstallation ist es auch kein unlösbares Problem, die Wunderdateisysteme btrfs und xfs einfach abzuwählen.

    Das macht mich wieder etwas zuversichtlicher.
    Wenn du mir jetzt auch noch schreibst, wann und wo ich abwählen kann, traue ich mich eher an die Arbeit.


    Mit "verfetten" meinst du vermutlich das mehr installiert wird als nötig? Und das passiert nicht wenn ich btrfs und xfs abwähle?

    Mein Rechner:

    Für den Inhalt des Beitrages 79151 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: SusesOpa

  • Hallo!

    Mit "verfetten" meinst du vermutlich das mehr installiert wird als nötig? Und das passiert nicht wenn ich btrfs und xfs abwähle?

    Mit "verfetten" ist gemeint, dass eine btrfs-Root-Partition nach einiger Zeit komplett voll werden kann, so dass man nicht mehr normal booten kann. Die Default-Größe für die Root-Partition (in meinem Fall 20GB) ist zu klein. Die Default-Einstellung für snapper führt dazu, dass mit der Zeit die Root-Partition mit Snapshots gefüllt wird. Die Default-Einstellung für journald führt dazu, dass die Root-Partition mit Logs gefüllt wird. Die Default-Einstellungen für Dateien in /tmp/ führen dazu, dass sie zu selten gelöscht werden. Und seit einigen Tagen sehe ich beim Booten einen Fehler, der für btrfs-Root-Partitionen auf verschiedenen Linuxen bereits seit mehreren Jahren bekannt ist, aber in openSUSE 13.2 offenbar noch nicht behoben ist.


    Und das perfide ist, dass die Belegung eines btrfs-Filesystems *nicht* korrekt mit "df" angezeigt wird. btrfs benutzt nämlich Metadaten. So kann es sein, dass die Root-Partition tatsächlich voll ist, obwohl "df" anzeigt, dass sie nur zu 69% (bei mir) oder gar weniger als 30% (habe ich in einem englischsprachigen Thread gefunden) belegt ist.


    Also, nach meiner Erfahrung handelt es sich bei openSUSE 13.2 von der Stabilität her bestenfalls um eine Beta-Version. Die nicht erfolgte Anpassung der Default-Einstellungen auf das neue Default-Filesystem ist ärgerlich. Hätte ich vorher gewusst, dass 13.1 eher zu empfehlen ist als 13.2, dann hätte ich mir schon einige Tage Arbeitsausfall ersparen können.


    Viele Grüße,
    Simon

    Für den Inhalt des Beitrages 79254 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: S. King

  • Und das perfide ist, dass die Belegung eines btrfs-Filesystems *nicht* korrekt mit "df" angezeigt wird. btrfs benutzt nämlich Metadaten. So kann es sein, dass die Root-Partition tatsächlich voll ist, obwohl "df" anzeigt, dass sie nur zu 69% (bei mir) oder gar weniger als 30% (habe ich in einem englischsprachigen Thread gefunden) belegt ist.


    Hier muss ich aber einmal auch pro btrfs einspringen.


    Da es als Standard-Filesystem von openSUSE 13.2 schon viele Probleme gegeben hat, gibt es mittlerweile auch viele Lösungen.


    Zum Thema df und btrfs:
    Da gibt es aber extra btrfs-Tools zum Anzeigen der Belegung.
    https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php/FAQ
    http://wiki.ubuntuusers.de/Befehle_Btrfs-Dateisystem

    Für den Inhalt des Beitrages 79261 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Sauerland

  • Zitat

    Mit "verfetten" meinst du vermutlich das mehr installiert wird als nötig? Und das passiert nicht wenn ich btrfs und xfs abwähle?

    Nein, in diesem Fall den Fakt, dass die Füllung der Systempartitionen meiner vorher mit 13.1 laufenden Rechner nach dem Aktualisieren um zwei GB angeschwollen ist, ohne auf btrfs umzustellen. Ich habe noch immer nicht rausgekriegt, woran das liegt. Eine Neuinstallation mit ext4 erzeugt (unter der Voraussetzung, dass so etwa dieselbe Menge und Art von Anwendungen installiert wird) ein deutlich schlankeres System. Das alleine ist ein guter Grund, nach einigen Systemaktualisierungen immer mal wieder einen Schnitt zu machen und die Systempartition abzuräumen. btrfs bleibt bei mir solange draußen, wie es nicht dramatische Vorteile bietet. Die Rücksetzfunktion ist keiner.
    Nicht zu Unrecht heißt es doch so etwa »Never change a winning horse«.


    Falk

    Für den Inhalt des Beitrages 79262 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Falk2