DNS-Leak-Rätsel

  • Grüße in die Runde!


    Der Titel untertreibt, indem er ein Problem auf DNS-Leaks beschränkt, das weder der Kundendienst von Mullvad (eher uninteressiert) noch Proton (recht ambitioniert) lösen konnte.


    Aber erst mal zum Eingemachten: OpenSUSE Tumbleweed (Kernel 6.15.5-1-default) mit Gnome 48 ist im Einsatz. Bekanntlich stellen weder Mullvad noch Proton ihre guten und bequemen VPN-Programme für OpenSUSE zur Verfügung – abgesehen von exotischen Alternativen bleibt also nur die Möglichkeit, Wireguard über die Kommandozeile oder aber OpenVPN über den NetworkManager einzusetzen.


    Bei Mullvad funktioniert die Wireguard-Variante einwandfrei … wenigstens zuerst. Nach einiger Zeit, ob nun 10 oder vielleicht 40 Minuten, treten allerdings unweigerlich DNS-Leaks auf, einfach auszumachen über dnsleaks.com oder mullvad.net/check. Die Browser trifft dabei keine Schuld: Ob nun Firefox oder LibreWolf, ob Chromium oder Brave, ob WebRTC aktiviert ist oder nicht, all das hat keinerlei Auswirkung. Ebenfalls keine Rolle spielt die Nutzeraktivität am Gerät: Ob ich Programme nutze oder den Rechner schlicht in den Ruhezustand wandern lasse, ändert nichts am Auftreten des Lecks.


    Auch bei Proton läuft es via Wireguard erst mal einwandfrei. Solange der Rechner nicht in den Ruhezustand geht und damit die WLAN-Verbindung gekappt wird, bleibt es auch dabei, bestätigen mir ip.me und dnsleaktest.com. Hier tritt das Problem erst bei einer Unterbrechung der Drahtlos-Verbindung auf: Zwar wird die bestehende VPN-Verbindung noch grafisch mit dem Schlosssymbol in der oberen Leiste angezeigt, hat sich in Wirklichkeit aber komplett verabschiedet. Trotzdem muss sie erst noch einmal per Kommandozeile formell beendet werden (sudo wg-quick down …), bevor sie dann wieder gestartet werden kann (sudo wg-quick up …). Diese Prozedur vier- oder sechsmal am Tag – kann man vergessen.


    Ebenfalls zu vergessen ist die OpenVPN-Alternative. Bei Proton tritt da beispielsweise sofort ein DNS-Leak auf.


    Nach tagelangem Kampf und angesichts der Ratlosigkeit der Kundendienstler der VPN-Anbieter bin ich allmählich mürbe – es kann doch nicht sein, dass ich das Betriebssystem wechseln muss, um ein VPN einsetzen zu können.


    Und eins noch: Wohl nicht ursächlich fürs Problem, aber womöglich ein brauchbarer Hinweis sind diese Zeilen, die neuerdings bei Aufruf einer Wireguard-Verbindung im Terminal erscheinen:


    resolvconf: signature mismatch: /etc/resolv.conf

    resolvconf: run `resolvconf -u` to update


    Hat jemand von euch da eine Idee? Schön wär's!

    Für den Inhalt des Beitrages 320453 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Capybara