Beiträge von Capybara

    Sie werden sehen, was sie davon haben.....

    Das Problem dabei: Wir auch. Constanze Kurz hat vor vielen Jahren mal den Begriff "Post-Privacy-Spacken" geprägt. Heute muss man konstatieren: Post-Privacy-Spacken überall. Wenn man da zurückdenkt an die 80er und an den massiven Widerstand im Land gegen die Ausforschung durch eine Volkszählung, die nach heutigen Maßstäben geradezu rührend harmlos war …

    Dann geht man dahin, wo es einem recht ist.

    Ich bin weniger optimistisch und fürchte, wir steuern in unserer "westlichen Wertegemeinschaft" mit beachtlichem Tempo auf einen Zustand zu, den Glenn Greenwald schon unmittelbar nach den Snowden-Enthüllungen mit seinem Buchtitel auf den Punkt gebracht hat: No place to hide. Das heißt nicht, dass ich die Ehrlichkeit der Zorin-Brüder in Frage stellen will, wenn es um die Privatsphäre geht – ich gehe nur davon aus, dass sie EU-seits gezwungen werden können, wenn es darauf ankommt.

    Trotzdem habe ich gerade in die Pro-Version von Zorin investiert, obwohl ich nur die Core-Variante brauche. Haltung muss ja auch mal honoriert werden, besonders wenn sie so einen Selteneitswert hat.

    Ach, als OpenSuse-Nutzer wünschte man sich doch ein halbwegs klares Statement zum Alters-Verifikations-Komplex, so wie es die Entwickler von Zorin abgegeben haben:

    "We have no plans to introduce mandatory age or ID verification into Zorin OS.

    As privacy and security are core values of Zorin OS, we're closely monitoring the unfortunate trend of new OS-level age verification laws and evaluating how we could avoid them infringing on our users' rights." (Artyom Zorin, Mitgründer von Zorin OS)

    Es geht nicht um Alterskontrolle. Es geht darum, den User gläsern zu machen, so das man ganz genau nachvollziehen kann, wer was wann gesagt hat. Das ist der alleinige Grund. Also, die totale Überwachung. George Orwell - 1984 lässt grüßen.

    Na ja, auch hier gilt – zumindest was die Politik angeht – der Grundsatz, der als Hanlon's Razor bekannt ist: "Never attribute to malice that which is adequately explained by stupidity." So mancher, der für entsprechende Gesetze stimmt, tut dies, weil er tatsächlich der Meinung ist, damit den Kindern einen Dienst zu erweisen – oder aber mangels Kompetenz oder Rückgrat ohne weiteres Nachdenken so abstimmt, wie es seine Parteioberern wünschen.


    Interessant finde ich allerdings, dass es offensichtlich seitens Big Tech Lobbyisten gibt, Meta etwa, die für Altersverifikation in den USA und der EU die eine oder andere Million springen lassen. The Register

    Wie das? Ganz einfach: In meinem aktuellen Tumbleweed finde ich systemd in Version 259. Und mit Version 260 kommt die Neuerung "add birthDate field to JASON user records". L. Poettering, der Mann hinter systemd beschwichtigt, es gehe nur um "an optional field in the userdb JSON object. It's not a policy engine, not an API for apps. We just define the field, so that it's standardized iff people want to store the date there, but it's entirely optional. " (Slashdot)


    Soweit die Fakten. Mein persönlicher Senf dazu: "Wir legen die geladene Waffe nur auf den Tisch – wenn jemand damit feuert, geht es uns nichts an."

    Na ja, schauen wir mal … Die französische Regierung hat weder einen Zeitplan für das Vorhaben vorgelegt, noch verraten, welche Distribution für den Austausch von Windows zur Debatte steht. Festgelegt hat man sich nur insofern, dass mit Rechnern der Digitalagentur DINUM (allen, einigen?) der Anfang gemacht werden soll.

    Leider bin ich als Biertrinker zu blöd für Wine. Ich bekomme es nicht ans laufen.

    Ich als Weintrinker hab es nicht mal versucht – zu frickelig, erfordert dann auch im laufenden Betrieb hin und wieder Nachbesserungen. Schlichtes Gemüt, das ich bin, hab ich Banking4 unter WinBoat am Laufen. War simpel einzurichten, läuft seit einem Vierteljahr unter OpenSuse Tumbleweed problemlos.


    Wegen des OpenSource-Reinheitsgebots ist mein Alltags-Onlinebanking-Programm allerdings Hibiscus/Jameica. Tut robust seinen Dienst und wäre absolut ausreichend, wenn ich nicht auch die Bestände meines Wertpapierdepots säuberlich aufgelistet haben wollte.

    Grüße in die Runde!


    Der Umstieg von Gnome auf KDE wird einem ja leicht gemacht. YaST Software installieren oder löschen > Schemata > Graphical Environments > KDE Plasma 6 Desktop Base. "Übernehmen", und schon ist es geschehen.


    Und Gnome muss nicht einmal beseitigt werden (erfreulich, falls nach dem Umstieg nostalgische Gefühle aufkommen.


    Die "saubere", jedenfalls radikale Alternative wäre eine komplette Neuinstallation. Ist das nötig, ist das nützlich?


    Falls es hier entsprechende Erfahrungswerte gibt, wäre ich für Tips dankbar.

    Gut, wer im Jahr hunderte Überweisungen tätigt, der hat sicher einen besseren Überblick. Aber Otto Normal, der nur mal an Versicherungen überweist oder ähnliches, wird es wohl nicht brauchen, sich eine Software auf den Rechner zu installieren, die, wie man im vorliegenden Beitrag sieht, auch sehr kritikwürdig ist und mit Skepsis betrachtet werden muss.

    Wer keinen Wert darauf legt, seine persönlichen Daten auf seiner eigenen Hardware zu haben, braucht natürlich auch keinen E-Mail-Client, keine Office-Suite, keine lokale Steuer-Software und auch sonst allerhand nicht – lässt sich ja alles in der "Cloud" ansiedeln..


    Aber mal abgesehen von der Datenhoheit spricht für viele auch anderes für ein Banking-Programm. Weil sie mehrere Konten oder Wertpapierdepots unterhalten, Buchführung machen, Auswertungen vornehmen wollen …