Beiträge von Suse-Newbie

    Fast zwei Jahre nach der letzten Testversion von GRUB2 haben die Entwickler eine neue Variante des Bootloaders veröffentlicht und präsentieren zahlreiche neue Funktionen.



    Der Bootloader GRUB gehört wohl zu den bekanntesten freien Loadern für Linux. Einst als Ersatz für LILO entwickelt kommt noch kaum eine Distribution ohne das System aus. Doch auch die Tage von GRUB sind gezählt, denn eine Neuentwicklung unter dem Namen GRUB2 soll weitere Verbesserungen mit sich bringen und fehlende Funktionen ergänzen.


    Trotz des Einsatzes von GRUB2 unter anderem in Ubuntu 9.10 oder der Debatte, das System in Debian aufzunehmen, ist die Applikation keinesfalls fertig. Wie die gerade freigegebene Versionsnummer 1.97 verrät wird GRUB2 noch diverse Testversionen erfahren. Anbetracht des langen Entwicklungszeitraums zwischen der letzten Testversion 1.96 und der aktuellen Variante könnte GRUB2 noch etliche Jahre auf sich warten lassen.


    Das aktuelle Release beinhaltet zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen. Unter anderem unterstützt die Applikation die Sicherung über Passwörter und bietet das GPT- und MBR-Partitionstool gptsync. Eine weitere Neuerung von GRUB 1.97 stellt die Unterstützung von MacOS X und Unicode dar. Darüber hinaus erhielt die neue Version einen Support für RAID 4,6 und 10.
    Neu in GRUB 1.97 ist ebenfalls der Support von Cygwin, IEEE 1275 auf i386-Systemen und x86_64 EFI. Ferner wurde die LZO-Kompression gegen LZMA getauscht und dem System die Möglichkeit spendiert UUID als Gerätenamen zu nutzen. Der ATA-Treiber unterstützt nun auch Geräte über 2 TByte. Neu ist ebenfalls eine volle Unterstützung von FreeBSD, NetBSD und OpenBSD, sowie der UDF-, AFS- und EXT4-Dateisysteme und der Joliet-Erweiterung für ISO9660.

    GRUB 1.97 kann ab sofort vom Server des Projektes heruntergeladen werden. Eine Liste aller Änderungen kann hier gefunden werden.

    Quelle: Pro-Linux

    So richtig herumgesprochen hat es sich offenbar noch nicht: Gnome hat einen Deal mit Amazon abgeschlossen und will auf diese Weise Spenden einnehmen. Super Idee, doch bisher läuft das Geschäft eher mau. Ein Firefox-Plugin soll Abhilfe schaffen.


    Anfang September hatte Jaap A. Haitsma angekündigt, dass Freunde des Gnome-Desktops diesen nun mit ihren Amazon-Einkäufen unterstützen können. Bei jedem Einkauf im Gnome-Amazon-Store erhält die Gnome-Foundation 4 bis 6 Prozent vom Kaufpreis. Eine gute Idee, wie es scheint, denn wer ohnehin bei Amazon einkauft, kann Gnome damit zugleich was Gutes tun.

    Der Zwischenstand ist für das Projekt allerdings eher ernüchternd: In den vergangenen knapp zwei Monaten habe die Gnome Foundation auf diese Weise gerade mal um die 20 US-Dollar eingenommen, räumt Haitsma in einem aktuellen Blogeintrag rein. Ein Firefox-Plugin soll es nun richten.

    Das Plugin lässt sich direkt über einen Link im Gnome-Amazon-Store installieren. Für die Installation muss man JavaScript im Browser aktivieren. Es fügt dem Suchbereich des Browsers eine eigene Amazon-Produktsuche hinzu, die Produkte automatisch im Gnome-Amazon-Store sucht. Vielleicht klappts dann auch mit den Einnahmen.

    Quelle: Linux-Community

    Der norwegische Browserhersteller Opera beseitigt mit einem Update für seinen jüngsten Browser-Spross auf Version 10.01 eine remote ausnutzbare Lücke.



    Von dem in diesem Advisory beschriebenen Sicherheitsproblem geht laut Opera Gefahr für alle unterstützten Plattformen aus. Speziell präparierte Domainnamen korrumpieren unter Umständen den Speicher des Browsers, was zum Absturz führen kann und unter Umständen auch zum Ausführen von Code. Ein Update auf Version 10.01 ist deshalb empfohlen. Version 10.01 steht zum Download für Linux, Mac OS X und Windows bereit.

    Quelle: Linux-Community

    Das neue OpenSuse-Projekt OpenSuse-Medical macht sich für den Einsatz von freier Software in Kliniken und Arztpraxen stark.


    Das Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht, Software für Arztpraxen und Kliniken für OpenSuse zur Verfügung zu stellen. Mittel- bis langfristig plant das Projekt mittels SUSE-Studio ein Image zu erstellen, das heruntergeladen werden kann. Zur besseren Koordination steht eine neue Mailingliste und ein IRC-Channel zur Verfügung. Alle, die gerne mitmachen möchten (Paketbauer, Q&A oder Verwaltung der Wikiseiten) können sich unter: saigkill@opensuse.org melden.
    Projektseite: http://en.opensuse.org/OpenSUSE-Medical

    Quelle: Linux-Community

    Der Grafikchip-Hersteller nVidia hat überarbeitete Fassungen seiner proprietären Grafiktreiber für FreeBSD, Linux und Solaris veröffentlicht und führt eine Vielzahl neuer Funktionen ein.


    Die neue Version des Grafikkartentreibers (Revision 190.42) ist für die Architekturen x86 und x86-64 (AMD64), FreeBSD und Solaris verfügbar. Nach Angaben des Herstellers wurde das Produkt um eine Vielzahl neuer Funktionen ergänzt und verbessert. So unterstützt es nun weitere GeForce-, nForce- und Quadro-Chipsätze. Vor allem die mobilen Chipsätze der GeForce G, GT und GTS werden nun offiziell von dem Produkt unterstützt. Eine weitere Neuerung der Treiber stellt die Unterstützung von OpenGL 3.2 dar. Die Anfang August freigegebene Version der Spezifikation steigert die Geschwindigkeit bei Vertex-Arrays und Fence-Sync-Objekten. Die Grafik-Pipeline lässt sich nun besser programmieren und bietet jetzt Geometrie-Shader in der Kernspezifikation von OpenGL. Die Darstellungsqualität von Cube Maps wurde verbessert und Shader können nun direkt Textur-Samples bearbeiten, was das Rendern von mehreren Samples flexibler machen soll.

    Zu den weiteren Neuerungen der aktuellen Version gehört eine Unterstützung des kürzlich veröffentlichten X-Servers in der Version 1.7.0 RC1. Ferner lässt sich nun mittels des Treibers auch die Geschwindigkeit der Lüfter auf einer Karte konfigurieren. Auf Karten mit VDPAU Featureset C, unterstützt VDPAU das Dekodieren von MPEG-4 Part2, DivX 4 und DivX 5-Videos und bietet ein verbessertes Video-Scaling-Algorithmus. Auf GPUs mit VDPAU Featureset B wurde dagegen das Dekodieren von fehlerhaften oder nicht korrekt formatierten H.264- und MPEG-Streams verbessert.

    Der Installer des Treibers erkennt nun auch neue Debian-Distributionen, die /usr/lib32 anstatt /emul/ia32-linux als 32-Bit-Bibliothekspfad nutzen. Weitere Änderungen betreffen die Auswahl der Modi sowie Korrekturen bestehender Fehler. Unter anderem wurde ein Crash bei der Initialisierung mancher GPUs der M-Klasse korrigiert und ein Absturz von nvidia-settings in Verbindung mit Xinerama behoben.
    Alle Nvidia-Grafiktreiber für FreeBSD, Linux und Solaris findet man auf der Unix-Treiberseite. Die Treiber bestehen aus einem Binärmodul, das über ein kleines Anpassungsmodul in den Kernel geladen wird. Bei der Installation wird geprüft, ob ein passendes Modul bereits zum Lieferumfang des Pakets gehört oder von der Nvidia-Webseite heruntergeladen werden kann. Ist das nicht der Fall, kann mit dem Quellcode des Anpassungsmoduls ein eigenes Modul compiliert werden. Dabei werden allerdings die Header des Kernels und diverse Entwicklungstools vorausgesetzt.

    Quelle: Pro-Linux

    Die Abiword-Entwickler haben Version 2.8 der Multi-Plattform-Textverabeitung Abiword veröffentlicht. Abiword ist recht bescheiden, was die Systemressourcen angeht und läuft so auch auf älteren Rechnern zügig.


    Abiword 2.8 enthält neben einer Vielzahl Fehlerkorrekturen auch eine Reihe interessanter Neuerungen. Zu diesen zählt, dass die Textverarbeitung die Zusammenarbeit mehrerer Autoren an einem Dokument besser als zuvor unterstützt und so beispielsweise verschiedenen Autoren eigene Farben zuordnet. Auf dem neu integriertem Webservice Abicollab.net können Dokumente online abgespeichert und anderen Anwendern zugänglich gemacht werden.
    Es ist von nun an möglich, Texte um Kommentare zu ergänzen und »Smart Quotes« (kluge Gänsefüßchen) zu nutzen. Auf vielen Tastaturen ist nur ein Zeichen für Beginn und Abschluss von Zitaten und wörtlichen Reden vorgesehen, mit Smart Quotes werden diese nun automatisch in öffnende und schließende Anführungszeichen umgewandelt. Eine neue Ansicht (»Multi Page View«) erlaubt es, mehrere Seiten eines Dokuments gleichzeitig zu betrachten und mit der neuen Abiword-Version werden auch SVG-Grafiken unterstützt.
    In der Interoperabilität hat sich ebenfalls einiges getan, denn hier wurden die Import/Export-Filter für das OpenDocumentFormat (.odt) und die Importfilter für Microsofts Office Open XML (.docx) stark verbessert. Das Drucksystem im GTK-Port wurde komplett neu geschrieben und nutzt nun GTK-Print anstelle von Gnome-Print sowie Cairo, um PDF- und Postscript-Dateien zu erstellen.

    Abiword 2.8.0 ist als Quelltext verfügbar und in den Repositories vieler Linux-Distributionen als Binärpaket verfügbar. Quelltext und eine Installationsdatei für Microsoft Windows können von der Downloadseite des Projekts heruntergeladen werden.

    Quelle: Pro-Linuxund Linux-Community

    Nachdem im Oktober des vergangenen Jahres erstmals ein Vorstand der freien OpenSuse-Distribution gewählt wurde, rief das Projekt nun zum Einreichen der Kandidaten für die kommende Legislaturperiode auf.


    Wie viele andere Community-Projekte wird auch OpenSuse durch einen Vorstand gelenkt, der ein Jahr lang die Geschicke der Distribution leitet. Die Aufgaben des Vorstands sind laut den Richtlinien, als zentrale Anlaufstelle zu fungieren, bei der Lösung von Konflikten zu helfen, die Interessen der Gemeinschaft an Novell heranzutragen, die Kommunikation mit der gesamten Gemeinschaft zu ermöglichen und notwendige Entscheidungen zu treffen. Der Vorstand beeinflusst allerdings nicht die Entwicklung selbst.

    Der Vorstand besteht aus drei Novell-Mitarbeitern und drei Vertretern von OpenSuse, die nicht bei Novell arbeiten. Der von Novell ernannte Vorsitzende des Vorstandes hat ein Vetorecht gegen jede Entscheidung. Novell gründet diese Einflussnahme auf die Tatsache, dass das Unternehmen die Ressourcen für Opensuse bereitstellt. Die Vorstandsmitglieder, die allesamt von der Opensuse-Gemeinschaft gewählt werden, können ab sofort von jedem aktiven Entwickler von OpenSuse nominiert werden.
    Nachdem Michael Löffler als Vorsitzender direkt von Novell gewählt wird und Henne Vogelsang sowie Pascal Bleser ein weiteres Jahr ihren Posten begleiten werden, stehen die Plätze von Stephen Shaw und Bryen Yunashko zur Verfügung. Aufgrund der Erweiterung des Vorstands um einen weiteren Community-Platz müssen nun insgesamt ein Novell- und zwei Community-Posten besetzt werden.

    Berechtigt zur Wahl sind alle OpenSuse-Entwickler, die offiziell als »Member« akzeptiert wurden. Dabei sei der Status eines Entwicklers nicht zwingend Notwendig. Interessenten müssen sich offiziell noch bis zum 24. November mit einem kurzen Abriss des Programms bewerben. Fortan soll die Wahlkampfzeit stattfinden, die mit der am 8. Dezember beginnenden Wahlperiode am 22. Dezember endet. Von der Wahl ausgeschlossen ist das Wahlkomitee.

    Quelle: Pro-Linux

    Nachdem sich die Veröffentlichungskandidaten der Version 2.0 der Internetsuite Seamonkey aus dem Hause Mozilla in den letzten Wochen fast jagten, haben die Entwickler heute die finale Version zum Download bereit gestellt. Seamonkey 2.0 besteht aus mehreren Komponenten, darunter befinden sich ein Webbrowser, Email- und Newsgroupclient mit integriertem Feedreader, ein IRC-Chat und ein HTML-Editor.


    Seamokey 2.0 nutzt die die gleichen Technologien wie der Firefox 3.5.4 und kann so auch mit dessen Add-ons und Nutzerprofile arbeiten. Ein neuer Add-on-Manager unterstützt Anwender beim Suchen, Installieren und Entfernen von Erweiterungen oder Themes und das neu implementierte »Session Restore« stellt im Falle eines Programmabsturzes des Browsers dessen Fenster und -Tabs sowie ausgefüllte Formularfelder wieder her. Dieses Feature lässt sich auch einrichten, dass beim Start des Seamonkey-Browsers die beim Beenden betrachteten Seiten automatisch geöffnet werden.

    Der Verlauf besuchter Seiten wird nun in einer verbesserten Datenbanklösung gespeichert, welche mehr Informationen enthält. Infolge dessen werden diese Seiten automatisch in der Adresszeile ergänzt, wobei es egal ist, ob Anwender die URI oder den Seitentitel eingeben. Die Toolbars im Browser und Emailclient können vollständig an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Stoßen Anwender auf interessante RSS-Feeds, können sie entscheiden, ob sie diese im Browser oder in der Meil/News-Komponente abonnieren.
    Der Emailclient erlaubt Tabbed Mail, das heißt, dass sich einzelne Accounts, Ordner und Nachrichten in eigenen Reitern öffnen lassen.

    Der Downloadmanager wurde komplett überarbeitet und erlaubt nun fortsetzbare Cross-Session-Downloads.

    Seamonkey 2.0 gibt es für viele moderneren Betriebssysteme, was im Fall von Linux GTK 2.10 oder höher bedeutet. Mac OS X wird ab der Version 10.4 und Windows ab XP unterstützt. Seamonkey 2.0 kann in 18 Lokalisierungen von der Projektseite heruntergeladen werden.

    Quelle: Pro-Linux

    Über ein Jahr nach dem letzten Update haben die Entwickler von X.org die Verfügbarkeit von Version 7.5 der freien X-Implementierung bekannt gegeben.


    Die bereits für den Sommer geplante, aber wegen Fehlern und Problemen verschobene Veröffentlichung enthält die aktuelle Version 1.7 des X-Servers und dementsprechend auch als eine der wichtigsten Neuerungen die lange angekündigte XI2/Multi-Pointer X-Unterstützung. Bei der Erweiterung handelt es sich um eine Technologie, die mehrere Eingabegeräte verwalten kann. Darüber hinaus flossen in das aktuelle Release Überarbeitungen an der Handhabung von Eingabe-Events und Bereinigungen der X Keyboard Extension (XKB)ein. Ferner haben die Entwickler X DDX wieder eingebunden und von früheren Fehlern befreit. Mac OS X-Anwender können sich dagegen über eine offizielle Unterstützung von Xquartz freuen.
    Die Resize, Rotate and Reflect Extension (RANDR) wurde auf die Version 1.3 aktualisiert und bietet unter anderem einen besseren Rotationssupport. Die Panoramierung (Panning), wurde wieder in die Erweiterung aufgenommen, nachdem sie in der Version 1.2 aufgrund diverser Limitierungen entfernt wurde. Des weiteren wurde mit der Direct Rendering Infrastructure 2 (DRI2) eine neue Hilfserweiterung eingebunden, die es Anwendungen oder grafischen APIs wie Cairo, OpenVG oder Xv ermöglicht, die Beschleunigung der Karten besser zu nutzen. Die vollständige Liste der Änderungen kann in den Release Notes der neuen Version nachgelesen werden.

    Seit Version 7.0 von X.org ist der freie Server modular aufgebaut und lässt sich mit Hilfe der GNU Autotools compilieren. Er besteht nun aus einer Anzahl von unabhängigen Modulen, die von den Entwicklern separat gepflegt und weiterentwickelt werden. Die neue Version 7.5 von X.org kann ab sofort im Quellcode vom Server des Projekts oder einem der zahlreichen Mirror-Server heruntergeladen werden.

    Quelle: Pro-Linux