Beiträge von Suse-Newbie

    Das Content Management System Typo3 ist in der Version 6.1 erschienen. Der Fokus der Entwicklung lag dieses Mal auf der Optimierung und Politur der mit Typo3 Version 6.0 neu hinzugekommenen Funktionen. Das Motto für Typo3 6.1 lautet daher »Improve«.


    Wie die Entwickler bekannt gaben, lag ein wichtiger Fokus der aktuellen Version 6.1 auf eine starke Einbeziehung der Typo3-Entwicklergemeinschaft. In den regelmäßigen Google-Hangouts des Core-Teams konnte, nach vorheriger Anmeldung, jeder interessierte Entwickler der Gemeinschaft teilnehmen. Auch die Code Sprints waren nicht allein dem Kern-Team vorbehalten und wurden von Typo3-Core-Neulingen besucht. Herausgekommen ist eine neue Version von Typo3, die nicht durch viele neue Funktionen glänzt, sondern auch Fehler bereinigt und Unstimmigkeiten beseitigt.


    Die mit Typo3 6.0 neu eingeführte Abstraktionsschicht für Dateien, der »File Abstraction Layer« (FAL), wurde verbessert und Details wurden optimiert. Insbesondere werden nun auch die sogenannten »Magic Images« – Bilder, die direkt im Rich Text Editor im Typo3 Backend eingesetzt werden – unterstützt. Ein neuer Wizard erlaubt die schnelle Konvertierung von bereits im System befindlichen Magic Images. Der Extension Manager hat die wohl sichtbarsten Anpassungen erfahren. Hier wurden insbesondere Verbesserungen im Bereich der Darstellung, Usability und im Styling vorgenommen, damit sich der neue Extension Manager noch besser in die Optik des Typo3-Backends einfügt. Mit den Anpassungen besteht jetzt auch eine noch stabilere Anbindung an das offizielle Typo3 Extension Repository (TER) auf typo3.org.


    Mit Typo3 CMS 6.1 wird nun »RequireJS« vollständig unterstützt. Damit müssen zukünftig nicht mehr alle Javascript-Bibliotheken sofort geladen werden, sondern diese können bei Bedarf asynchron nachgeladen werden. Das soll sich direkt auf die Performance einer Website auswirken, so die Entwickler. RequireJS steht im Typo3 Frontend für Entwickler zur Verfügung und kann für eigene Projekte und Extensions genutzt werden. Im Typo3 Backend steht RequireJS ebenfalls zur Verfügung. Bisher werden jedoch noch nicht alle Bibliotheken darüber nachgeladen.


    Typo3 steht unter der GPL. Die aktuelle Version ist abwärtskompatibel, so dass bereits laufende Instanzen von Typo3 6.0 ohne große Probleme aktualisiert werden können. Typo3 6.1 ist auf der Webseite des Projekts als Download verfügbar.


    Quelle: Pro-Linux

    Linux-Initiator Linus Torvalds hat Version 3.9 des Linux-Kernels freigegeben. Linux 3.9 enthält zahlreiche Verbesserungen und läuft auf zwei weiteren Prozessorarchitekturen.


    Knappe zehn Wochen nach Linux 3.8 ist nun Linux 3.9 fertiggestellt. Nachdem Linux Kernel 3.8 die größte Anzahl von Änderungen aller Zeiten brachte, sind es dieses Mal etwas weniger, aber dennoch über 11.700. Die Anzahl der an dieser Version beteiligten Entwickler erreichte dagegen mit 1364 laut LWN einen neuen Rekord.


    Laut Linus Torvalds bringt Linux 3.9 Änderungen in allen Teilen des Kernels. Davon entfielen dieses Mal »nur« 60% auf die Treiber, was vermutlich an der Aufnahme zweier neuer CPU-Architekturen in den Kernel liegt: die Meta HTP-Prozessoren (metag), 32-Bit-Systeme auf einem einzelnen Chip von Imagination, und ARC 700 (arc), eine Familie von 32-Bit-Prozessoren von Synopsis für eingebettete Systeme.


    Das Dateisystem ext4 bietet jetzt die Möglichkeit, »Löcher« in Dateien zu erzeugen. Das Dateisystem btrfs unterstützt nun RAID 5 und 6. Der Scheduler erhielt eine relativ kleine Änderung, die verhindert, dass ein Prozess auf einen anderen Prozessor wechselt, wenn mehr Prozessoren als ausführbare Prozesse zur Verfügung stehen. Jeder solcher Wechsel konnte bewirken, dass im Cache die Daten dieses Prozesses noch nicht vorhanden waren. Indem dies vermieden wird, kann die Geschwindigkeit unter Umständen drastisch steigen. Weitere Änderungen wurden im Hinblick auf das Ziel gemacht, dass kein Timer-Tick mehr den Prozessor unterbrechen soll, während gerade ein Anwenderprogramm ausgeführt wird.


    Auch das ftrace-Subsystem erhielt Verbesserungen. Das Format der Trace-Ereignisse wurde geändert, um etwas Speicher zu sparen; diese Änderung wird von der Bibliothek libtraceevent transparent behandelt. Es gibt außerdem die Möglichkeit, Schnappschüsse der Trace-Puffer anzulegen. Die ARM-Architektur unterstützt jetzt die KVM-Virtualisierung auf Cortex A-15. Neu ist auch die virtuelle x86-Plattform »Goldfish«, die für die Android-Entwicklung genutzt wird.


    Die neue Option SO_REUSEPORT ermöglicht, dass mehrere TCP- oder UDP-Sockets gleichzeitig auf neue Verbindungen oder Nachrichten warten. Der Connection-Tracking-Code von Netfilter unterstützt jetzt »Connection Labels«, Bitmasken, die in Netfilter-Regeln ausgewertet werden können. Das Multiple VLAN Registration Protocol (MVRP) wurde implementiert. Im WLAN-Subsystem wurde Radar-Erkennung eingebaut, was für die dynamische Frequenzauswahl im 5 GHz-Bereich nötig ist.


    Im Bereich der Virtualisierung wurden die VM Sockets von VMware aufgenommen. Damit können virtuelle Maschinen mit dem Hypervisor kommunizieren. Zugleich wurde das »Virtual Machine Communication Interface« aufgenommen, das für eine schnelle Kommunikation zwischen dem Host und den Gastsystemen sorgen soll. In Xen wurde Unterstützung für ACPI-basiertes Hotplugging von CPUs und Speicher implementiert, vorerst aber nur für das Hinzufügen.


    Zahlreiche Treiber wurden aktualisiert, erweitert oder kamen neu hinzu, darunter Nvidia Tegra114 und eine virtuelle »Dummy«-Maschine für ARM. Im ALSA-Soundtreiber wurde ein allgemeiner Parser für HDA-Codecs implementiert. Durch die allmähliche Umstellung aller vorhandenen Treiber wird eine Menge duplizierter Code entfernt. Die Handhabung von GPIO-Leitungen wurde grundlegend überarbeitet.


    Einige veraltete Treiber wurden entfernt. Es betrifft Netzwerkkarten, die schon in den Anfangsjahren von Linux als veraltet galten und die teilweise gravierende Design- und Hardwarefehler aufwiesen, die einen zuverlässigen Betrieb kaum möglich machten. Darunter befinden sich 3c501, 3c505, 3c507, Intel i825xx und Karten am Parallelport. Ein Kommentar des Entwicklers Donald Becker aus der Frühzeit von Linux über die 3c501 sei stellvertretend für diese Hardware zitiert: »Do not purchase this card, even as a joke.« Auch das seit langer Zeit unbenutzte »WAN Router«-Subsystem wurde entfernt.


    Eine Liste aller Änderungen kann man dem Git-Repositorium entnehmen. Die Seite Kernelnewbies.org wird in Kürze eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlichen. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Die neue Ubuntu-Release mit dem Codenamen Raring Ringtail ist da. Sie erhält nur noch 9 Monate Support und bringt ansonsten nur wenig spektakuläre Änderungen mit.


    Zwischendurch sah es so aus, als würde Ubuntu 13.04 gar nicht mehr erscheinen, wurde doch der Wechsel der Distribution hin zu einer Rolling Release intensiv diskutiert. Mittlerweile ist dieser Punkt vom Tisch und steht Ubuntu 13.04 zum Download bereit.


    Support, Derivate und Wubi


    Nach den turbulenten ersten Wochen des Jahres (Mir, Ubuntu Touch, Wegfalls des UDS) stellt sich nun die Frage, was Ubuntu 13.04 für Neuerungen mitbringt. Die Release Notes zählen einige auf, insgesamt fallen die Änderungen aber eher wenig spektakulär aus. Zunächst hat sich der Supportzeitraum halbiert: Die Zwischenversionen von Ubuntu erhalten künftig nur noch 9 Monate Support statt wie bisher 18 Monate. Das passiert vor dem Hintergrund, dass Firmen und Organisationen, die ein stabiles Ubuntu verwenden, ohnehin schon länger zu den LTS-Varianten mit Langzeitsupport (5 Jahre) greifen.


    Auch bei der Installation gibt es eine kleine Änderung: Wubi, der Ubuntu-Installer für Windows, ist Geschichte. Selbst die Fans der Software fanden diesen wenig ausgereift, zudem lässt sich Ubuntu über die Live-Version problemlos testen oder unter Windows in eine virtuelle Maschine wie Virtualbox installieren.


    Neben Ubuntu erscheinen auch zahlreiche Derivate mit alternativen Desktops und Schwerpunkten in der neuen Variante. Dazu gehören Kubuntu (KDE), Xubuntu (XFCE), Lubuntu (LXDE), neuerdings das chinesische Ubuntu-Kylin sowie Ubuntu-Gnome, Edubuntu (für Schulen) sowie Ubuntu Studio (Medienproduktion) und Ubuntu Cloud Server. Einer der Gründe für die moderaten Änderungen dürfte die Konzentration von Canonical auf die Touch-Version von Ubuntu sein. Version 13.04 von Ubuntu Touch erschien kürzlich in einer Beta-Variante, die Entwicklung an dem System läuft auf Hochdruck. Die neue Gnome-Variante von Ubuntu setzt übrigens auf Version 3.6 des Desktops, eine Vorschau auf 3.8 erhält man über ein PPA.


    Kernel und Upstart


    An Bord hat die Distribution einen eigens angepassten Kernel in Version 3.8.0-19.29, der auf dem offiziellen Kernel 3.8.8 basiert. Upstart kümmert sich nun in Version 1.8 um den Systemstart, wobei die neue upstart-file-bridge den Jobs erlaubt, auf Änderungen am Dateisystem zu reagieren. Ein Tool namens upstart-monitor lässt den Admin zudem die Ereignisse beim Systemstart in Echtzeit verfolgen. Als Technologievorschau sind auch die Upstart User Sessions an Bord, die es Upstart zukünftig erlauben sollen, die Desktop-Sitzungen der Anwender im Blick zu behalten -- Systemd bietet diese Möglichkeit bereits an.


    Cloud und Virtualisierung


    Mit Grizzly zieht auch die neueste Variante von Open Stack zusammen mit den Komponenten Nova, Glance, Swift, Keystone, Horizon, Cinder sowie Quantum in Ubuntu 13.04 ein - Ceilometer lässt sich aus dem Universe-Repository ziehen. Zugleich stellen die Ubuntu-Entwickler die neue Open-Stack-Version für Ubuntu 12.04 LTS bereit. Mit Juju in Version 0.7 lässt sich das Framework in wenigen Schritten und in einer HA-Konfiguration aufsetzen, mittlerweile gibt es auch einen Rewrite von Juju in Go. Weitere aufgefrischte Tools für Admins sind MongoDB (Version 2.2.4) sowie Open Vswitch, das in Version 1.9.0 an Bord ist.


    Desktop, Office und Python


    Als Desktop liefert Ubuntu nun Version 7 von Unity aus. Die Smart Scopes sollten eigentlich in der letzten Minute über eine Freeze-Ausnahme noch Einzug in Ubuntu 13.04 finden, wurden nun aber doch auf 13.10 verschoben, weil sie qualitativ nicht den offiziellen Ubuntu-Standards genügen würden - so jedenfalls formulierte es Community-Manager Jono Bacon. Sie landen nun vorerst in einem PPA. Unity 7 soll abgesehen davon besser reagieren und weniger Speicher benötigen. Zudem bringt es einige GUI-Modifikationen mit (so wurde an der Vorschaufunktion im Dash gearbeitet) und wird die Eingabe fehlertoleranter. Nicht zuletzt bringt Ubuntu nur noch eine einzige Arbeitsfläche mit, zusätzliche lassen sich über die Systemeinstellungen ergänzen.


    Ubuntu setzt nach wie vor auf LibreOffice, das nun in Version 4.0 dabei ist. Zu den neuen Kern-Features gehören ein PDF-Import, eine Präsentationskonsole sowie der Support für einen Python Scripting Provider. Apropos Python: LibreOffice wechselt hier intern zur Version 3.3. Auch Ubuntu selbst liefert zusammen mit dem Desktop-Image nur noch Python 3.3 aus. Zwar wurden noch immer nicht sämtliche Programme auf Python 3.3 portiert, Version 2 lässt sich aber selbstverständlich nachinstallieren.


    Bugs und Installation


    Wie immer bringt auch die fertige Version noch einige Bugs mit, weniger experimentelle Zeitgenossen sollten mit der Installation also ein paar Tage warten. Ein Beispiel: Wer bereits ein Linux installiert hat, sollte den SWAP-Bereich vor der Installation deaktivieren, andernfalls kann der Installer einfrieren. Über die folgenden Links lassen sich die Images von Ubuntu 13.04 herunterladen:


    http://releases.ubuntu.com/13.04/ (Ubuntu Desktop and Server)
    http://cloud-images.ubuntu.com/releases/13.04/release/ (Ubuntu Cloud Server)
    http://cdimage.ubuntu.com/netboot/13.04/ (Ubuntu Netboot)
    http://cdimage.ubuntu.com/ubun…e/releases/13.04/release/ (Ubuntu Core)
    http://cdimage.ubuntu.com/edubuntu/releases/13.04/release/ (Edubuntu DVD)
    http://cdimage.ubuntu.com/kubuntu/releases/13.04/release/ (Kubuntu)
    http://cdimage.ubuntu.com/lubuntu/releases/13.04/release/ (Lubuntu)
    http://cdimage.ubuntu.com/ubun…o/releases/13.04/release/ (Ubuntu Studio)
    http://cdimage.ubuntu.com/ubun…e/releases/13.04/release/ (Ubuntu-GNOME)
    http://cdimage.ubuntu.com/ubun…n/releases/13.04/release/ (UbuntuKylin)
    http://cdimage.ubuntu.com/xubuntu/releases/13.04/release/ (Xubuntu)


    Quelle: Linux Community

    Vom Arch-Linux-Ableger Manjaro gibt es eine neue Version 0.8.5, die erstmals einen grafischen Installer mitbringt.


    Das seit zehn Jahren kontinuierlich weiterentwickelte Arch Linux und seine Ableger erfreuen sich aufgrund des einfachen Aufbaus nach dem KISS-Prinzip insbesondere unter fortgeschrittenen Anwendern großer Beliebtheit. Arch Linux steht aber auch im Ruf, zu kompliziert für Einsteiger zu sein. In der Tat bietet Arch weder ein Installationsprogramm noch eine grafische Paketverwaltung. Die inzwischen zahlreichen Forks unterscheiden sich daher vor allem durch genau jene Erweiterungen von Arch Linux.


    Manjaro Linux hebt sich bisher durch eine einfachere Installation, eigene Paketquellen und einen eigenen grafischen Paketmanager von Arch Linux ab. Ansonsten ist Manjaro weitgehend kompatibel zu Arch Linux, benutzt jedoch eigene Paketquellen und besitzt ein grafisches Frontend zum Arch-Linux-Paketmanager pacman namens »Pamac«, das in der Version 0.8.5 ebenfalls über eine Reihe von Neuerungen verfügt, etwa die vorkonfigurierte Zugriffsmöglichkeit auf das das Arch User Repository (AUR).


    Sämtliche Neuerungen von Manjaro 0.8.5 lassen sich wie üblich den Veröffentlichungsankündigungen entnehmen. So enthält die neue Version erstmals einen grafischen Installer, der seinerseits ein Fork des Linux-Mint-Installers ist. Ferner ist das Installieren und Konfigurieren von Sprachpaketen, Spracheinstellungen und Tastaturlayout, sowie das Verwalten von Benutzerkonten jetzt mit Hilfe eines grafischen Dialogs »Manjaro Settings« möglich, was Manjaro der eigenen Zielsetzung, Arch Linux anwenderfreundlicher zu gestalten, näher bringt. Dazu trägt auch ein auf dem Desktop platzierter 61 Seiten starkes PDF »User Guide for Beginners« bei.


    Manjaro 0.8.5 bringt zudem einen aktualisierten Kernel 3.8.5 und Xorg 1.14.0 mit. Als Desktop stehen wahlweise Xfce und OpenBox zur Verfügung. Als Anmeldemanager dient Lxdm. Die gebotene Software-Zusammenstellung ist aktuell und umfangreich. So sind etwa LibreOffice 4.0.2, Gimp 2.8.4, Firefox 20 und Thunderbird 17 vorinstalliert. Auch im Multimedia-Bereich ist Manjaro Linux mit VLC und Xnoise 0.2.17 nebst vorinstallierten Codecs besser ausgestattet als Arch Linux. Manjaro bringt auch den Steam-Installer mit.


    Wie Arch Linux steht Manjaro 0.8.5 ausschließlich für 32- und 64-Bit i86-Systeme zur Verfügung und kann von Sourceforge heruntergeladen werden. Zur Wahl stehen ISO-Images mit Xfce 4.10 oder Openbox 3.5.0. Ferner gibt es noch eine »Net Edition« ohne Desktop-Umgebung, die sich allerdings wie Arch Linux nur für fortgeschrittene Nutzer eignet, weil beispielsweise sämtliche Multimedia-Codecs sowie die Pulseaudio- und Drucker-Unterstützung fehlen.


    Quelle: Pro-Linux

    Suse hat die Verson 1.3 seiner Entwicklungsumgebung für Distributionen »Suse Studio« freigegeben.


    Mit Suse Studio lassen sich individuelle Appliances auf Basis von Suse Linux bauen. Diese können z.B. als portable Anwendungs-Images in physischen, virtuellen oder Cloud-basierten Umgebungen zur Verfügung gestellt werden. Suse Studio steht wahlweise als Web-Dienst oder zum lokalen Installieren zur Verfügung.


    Nutzer können mit Suse Studio eine eigene Distribution mit Hilfe von vordefinierten Vorlagen und fertig geschnürten Paketen bauen, wobei die aktuellen Versionen von Suse Linux Enterprise oder die jeweils aktuelle Version von Opensuse mit allen darin enthaltenen Standardpakete als Grundlage dienen können. Im Unterschied zu den Standard-Varianten von Suse Linux lässt sich eine mit Suse Studio gebaute Distribution z. B. mit Paketen aus zusätzlichen Paketquellen ausstatten. Neben den standardisierten System-Vorlagen gibt es auch nach Desktops gruppierte Vorlagen, etwa auf Basis von KDE, GNOME, LXDE, usw.


    Mit der Funktion »TestDrive« lässt sich die selbst zusammengebaute Distribution unmittelbar in einer virtuellen Umgebung starten und konfigurieren, ohne das Image herunterzuladen. Zusätzlich können Nutzer mit der Funktion Suse Gallery die selbst erstellte Distribution für andere Nutzer »ausstellen«. So kann jedes Mitglied in der Suse Gallery enthaltene Varianten herunterladen oder klonen, wobei eine Kommentar-Funktion einen Dialog zwischen Entwickler(n) und Nutzern fördert. Suse Studio besitzt auch eine Bewertungs-Funktion.


    Die neue Version 1.3 von Suse Studio enthält unter anderem alle für den Betrieb unter Microsoft Hyper-V, VMware, VirtualBox, Xen und KVM benötigten Treiber. Damit soll sich der Aufwand für das Erstellen und Verwalten von portablen Workloads in virtuellen und Cloud-basierten Umgebungen, wie Suse Cloud, OpenStack oder Amazon EC2 erheblich reduzieren und das Bereitstellen neuer VMs beschleunigen lassen. Die Funktionen zur Anbindung an EC2, OpenStack und SUSE Cloud sind vor allem für Unternehmensanwender interessant.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Bombai Stock Exchange (BSE) hat ihre gesamte Infrastruktur auf SUSE Linux Enterprise umgestellt und spart damit im Vergleich zu den früheren Systemen die Hälfte der Kosten.


    Während Bombay inzwischen offiziell Mumbai heißt, hat die Bombai Stock Exchange (BSE), die als älteste Börse Indiens gilt, ihren alten Namen behalten. Sie führt nach eigenen Angaben im Monat 30 Mio. Handelsvorgänge und Milliarden von Transaktionen aus. Daraus resultiert die Anforderung, eine extrem dynamische IT-Infrastruktur einzusetzen. Fast täglich gibt es Anforderungen, Verbesserungen in den Anwendungen vorzunehmen. Dies ist eine große Herausforderung, da keine Änderung den laufenden Betrieb beeinträchtigen darf.


    Aufgrund dieser Anforderungen hatte die Börse laut einem Bericht der indischen Information Week seit einiger Zeit erwogen, auf Linux umzustellen, wovon höhere Leistung, einfachere Wartung und die Möglichkeit zur Virtualisierung einiger Server und somit Kostenersparnisse zu erwarten waren. Es sollte alles mit einer einzigen Linux-Distribution erledigt werden. Die Entscheidung fiel letztlich auf SUSE Linux Enterprise.


    Die Erwartungen der BSE haben sich dem Artikel zufolge erfüllt. Durch den Einsatz von SUSE Linux Enterprise Server (SLES) und Xen konnten die Hardware-Infrastruktur verkleinert und die Kosten gesenkt werden. Statt 24 Servern gibt es jetzt nur noch sieben, auf denen jeweils einige virtuelle Maschinen laufen. Dank der Lizenzbestimmungen von SLES, die eine unbegrenzte Zahl von virtuellen Maschinen pro Server unterstützt, muss die Börse auch nur für die sieben Server SLES-Abonnements erwerben.


    Für die Wahl von SUSE sprach auch, dass die Börse bereits ihr Data-Warehousing-System unter SUSE betrieb. Die SUSE-Server sind nach Angaben der Börse vor Viren gefeit und bieten eine überlegene Leistung, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit. Infolgedessen hat die Börse begonnen, weitere Kernanwendungen, darunter Warenwirtschaft, Datenbanken, E-Mail und Webserver, auf physische oder virtuelle SUSE-Server zu migrieren. Die Kosten zum Betrieb und zur Verwaltung dieser Infrastruktur sollen sich gegenüber früher halbiert haben.


    Der erfolgreiche Einsatz von SLES verstärkte das Vertrauen der Börse in Open Source. Als nächster Schritt wird daher erwogen, auch die Office-Suite auf freie Software umzustellen.


    Quelle: Pro-Linux

    Vor 15 Jahren gab Netscape den Quellcode des Netscape Communicator frei und legte damit den Grundstein für eine revolutionäre Entwicklung zu einem »besseren Web«.


    Der 31. März 1998, bei Mozilla intern als 3/31 bezeichnet, markiert den Anfang der Arbeit an Mozilla und den daraus entstandenen Anwendungen. Mozilla selbst existierte als Organisation schon ein paar Tage länger. Die Gründung erfolgte einen Monat nach der Ankündigung von Netscape am 22. Januar 1998, den Quellcode des damals noch in Entwicklung befindlichen Communicator 5.0 freizugeben.


    Netscape war zu diesem Zeitpunkt auf dem absteigenden Ast. Microsoft lieferte den Internet Explorer kostenlos und tief in Windows integriert mit, so dass der Einsatz eines alternativen, nicht kostenlosen Browsers immer weniger Interessenten fand.


    Das Mozilla-Projekt kam anfangs nur langsam voran. Der von Netscape übernommene Code wurde so gründlich überarbeitet, dass vom Originalcode kaum noch etwas übrig blieb. Daher dauerte es bis Juni 2002, bis Mozilla 1.0 endlich erschien. Der Rest ist Geschichte: Mozilla selbst wurde nach Version 1.7 eingestellt, aber durch das Seamonkey-Projekt fortgeführt. Mehrere Browser entstanden auf der Basis der Rendering-Engine »Gecko«. Am erfolgreichsten wurde letztlich Firefox.


    Als Mozilla startete, gab es bereits wegweisende Open-Source-Projekte, darunter GNU, Linux und BSD, Apache, frühe Versionen von Gnome und KDE und vieles mehr. Neu war bei Mozilla die Lizenz, die Mozilla Public License (MPL), die weitreichende Rechte auch bei der Vermischung mit proprietärem Code einräumt. Da sie nicht kompatibel zur GPL ist, steht der größte Teil des Mozilla-Codes unter der Dreifachlizenz MPL, GPL und LGPL. Als »Maskottchen« diente der orangerote Tyrannosaurus Rex, auch als Eidechse bezeichnet.


    Mozilla konnte das Monopol von Microsoft brechen und das Web für hunderte von Millionen von Benutzern zu einem besseren Platz machen, so Mitchell Baker, Präsidentin von Mozilla, zum 15. Jubiläum. Es folgte mehr als eine Dekade der Kreativität und Innovation. Benutzer finden nun ein offenes Web vor, das sie so nutzen können, wie sie selbst wollen. Darüber hinaus hat Mozilla zahlreiche technologische Fortschritte erzielt und offene Standards maßgeblich mit definiert.


    Die nächsten 15 Jahre werden ähnlich große Gelegenheiten und Bedrohungen bringen wie die ersten 15, meint Baker. Das Internet wird immer mehr zu einem zentralen Teil unseres Lebens, da Daten immer wichtiger und Geräte immer leistungsfähiger werden. Mozilla will eine Schlüsselrolle dabei einnehmen, die Kontrolle bei den Benutzern zu belassen und das Web offen zu halten. Mit Firefox OS dehnt Mozilla diese Bemühungen auf komplette Mobilgeräte aus. Auch das Webmaker-Program, das Werkzeuge zur Webentwicklung bereitstellt, spielt eine wichtige Rolle. Außerdem will Mozilla sich verstärkt auf lokale Gemeinschaften konzentrieren, die wachsen und sich organisieren sollen. Kurz: Die Welt braucht Mozilla.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Entwickler der freien Datenbank PostgreSQL werden Änderungen in den nächsten Tagen nicht veröffentlichen und empfehlen, nach der Freigabe des kommenden Sicherheitsupdates rasch eine Aktualisierung durchzuführen. Schuld daran ist eine schwerwiegende Sicherheitslücke.


    Was sich nach einem Aprilscherz anhört, ist durchaus ernst gemeint. Wie die Entwickler der freien Datenbank PostgreSQL bekannt gaben, bleibt der Quellcode des Systems zwar weiter zugänglich, die Änderungen werden aber bis Donnerstag morgen für die Öffentlichkeit nicht sichtbar sein. Laut einer Ankündigung von Tom Lane Ende der vergangenen Woche hat sich das Projektteam zu dieser Maßnahme entschlossen. Erst mit der Freigabe des kommenden Sicherheitsupdates soll dieser Zustand aufgehoben werden.


    Als Grund nennt Lane ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem, das diesen bereits in der Vergangenheit angedachten, aber nie realisierten Schritt rechtfertigt. Mit der Maßnahme soll nun verhindert werden, dass Projektfremde die Lücke vor der Freigabe eines Patches ausnutzen und Anwender schutzlos angreifen können. Zwar verfüge das Team bereits über eine Lösung, doch wolle es zuerst den Patch in aller Ruhe testen, bevor er freigegeben wird. Zudem wollen die Entwickler potenziellen Angreifern keinen Anhaltspunkt liefern, der sich aus der Veröffentlichung der Patches ergäbe.


    Wie die Entwickler bekräftigen, ist die momentane Situation lediglich eine Ausnahme und der Schwere der Lücke geschuldet. Dementsprechend empfiehlt das Team auch allen Anwendern, das Update zu installieren, sobald es verfügbar ist. Als Datum nennen die Entwickler den kommenden Donnerstag. Danach soll auch die Entwicklung wieder in der gewohnten, offenen Art und Weise stattfinden.


    Quelle: Pro-Linux

    Gnome 3.8 ist mit vielen Neuerungen gegenüber der Vorversion erschienen. Die vielleicht am sehnlichsten erwartete davon ist der Classic-Modus.


    Pünktlich ein halbes Jahr nach Gnome 3.6 hat das Projekt Version 3.8 der Desktopumgebung freigegeben. Nach Angaben von Gnome haben an der neuen Version ungefähr 960 Personen mitgewirkt, rund 150 weniger als bei Gnome 3.6. Viele Komponenten in Gnome 3.8 wurden nach Angaben der Entwickler erweitert und verbessert.


    Gnome 3.8 führt eine neue Übersicht zum Starten von Anwendungen ein. Der Reiter Häufig enthält die meistgenutzten Anwendungen, die man damit schneller starten kann. Der Reiter Alle zeigt alle installierten Anwendungen und enthält auch Anwendungsordner, welche verschiedene Anwendungsgruppen enthalten. Die Suche innerhalb der Aktivitäten-Übersicht wurde mit einer neuen Ansicht der Suchergebnisse und mit neuen Sucheinstellungen überarbeitet. Beides ermöglicht es allen Anwendungen, Suchergebnisse darzustellen. Der Benutzer kann einstellen, welche Anwendungen Suchergebnisse in welcher Reihenfolge darstellen sollen. Auch das Layout der Fenster-Vorschaubilder in der Übersicht wurde verbessert. Der Wechsel zwischen verschiedenen Eingabequellen wird mit einem On-Screen-Display realisiert, das in IBus bereits vorhanden war, jetzt aber in die Gnome-Shell integriert ist.


    Als Teil der Selbstverpflichtung von Gnome, die Privatsphäre seiner Nutzer zu schützen, wurden neue Einstellungen zu Privatsphäre und Freigabe hinzugefügt. Die Darstellung von Animationen wurde verbessert, indem die Anzeige animierter Grafiken verantwortlichen Komponenten besser koordiniert werden.


    Die vielleicht am sehnlichsten erwartete Änderung in Gnome 3.8 ist der Classic-Modus, der sich wieder eng an die Bedienung von Gnome 2 anlehnen soll. Technisch baut der Classic-Modus aber vollständig auf die modernen Features von Gnome 3 auf. Im Grunde handelt es sich nur um die Gnome-Shell, die mittels einiger Erweiterungen angepasst wurde. Sie bieten eine Fensterliste am unteren Bildschirmrand, die Uhr an ihrer klassischen Position und Graustufen, die an Gnome 2 erinnern. Zudem sind die klassischen Menüpunkte Anwendungen und Orte wieder vorhanden. Der neue Benachrichtigungsbereich kann problemlos mit der Fensterliste koexistieren.


    Die Gnome-Shell nutzt in der neuen Version XInput2, was eine bessere Möglichkeit verspricht, die Benachrichtigungsleiste einzublenden, und in späteren Versionen auch Mausgesten besser unterstützt. Tastenkürzel sollen konsistenter funktionieren.


    Gnome 3.8 enthält jetzt einen Assistenten für die erstmalige Einrichtung und bringt ferner weitere kleine neue Anwendungen mit. Es handelt sich um das Programm Bijiben zur Verwaltung von Notizen und eine Wetter-Applikation. Der Webbrowser baut jetzt auf Webkit 2 auf, einschließlich Plugins, die vom Rest des Programms getrennt sind, Flash-Unterstützung, Privatmodus und höherer Geschwindigkeit. Die Anwendungen Boxen, Dokumente und Kontakte erhielten neue Funktionen und Verbesserungen.


    Schon zuvor hatten die Entwickler das in Gnome 3.6 begonnene Portieren sämtlicher Komponenten von der Gstreamer-Version 0.8.x auf die Version 1.0 abgeschlossen und Gnome-Online-Accounts mit Unterstützung für OwnCloud und Flickr sowie OAuth 2.0 zum Anbinden an Google-Dienste versehen.


    Gnome 3.8 verwendet die Bibliotheken GTK+ 3.8, Glib 2.36 und Clutter 1.14. Weitere Einzelheiten zu den Neuerungen findet man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung. Das in über 50 Sprachen übersetzte Projekt steht ab sofort als Quellcode zum Download bereit und wird in Kürze in verschiedenen Distributionen auftauchen.


    Quelle: Pro-Linux