Beiträge von Suse-Newbie

    Nach Red Hat Enterprise Linux 6 hat jetzt auch Suse Linux Enterprise Server 11 SP2 vom BSI die Common-Criteria-Zertifizierung EAL4+ erhalten.


    Der von Level 7 kreierte Common Criteria EAL4+ ist die höchste erreichbare Stufe für ein Standard-Betriebssystem ohne spezielle Modifikationen und dient insbesondere Behörden und Unternehmen mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen als Basis, um IT-Sicherheit nach ISO-IEC 15408 zu realisieren. Die Zertifizierung gilt laut Suse für Suse Linux Enterprise Server 11 SP2 inklusive der KVM-Virtualisierung für x86/64Bit-Systeme und für Suse Linux Enterprise Server für System z 11 SP2.


    Die Zertifizierung soll garantieren, dass das zertifizierte Produkt bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllt. Der Hersteller muss dazu bestimmte Auflagen in den Bereichen Support und Dokumentation erfüllen sowie bestimmte Sicherheitsfunktionen zur Verfügung stellen. Ferner muss gewährleistet sein, dass der Hersteller sicherheitsrelevante Zwischenfälle der im Zertifikat beschriebenen Anforderungen gemäß behandelt.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Linux-From-Scratch-Gemeinschaft hat ihre Anleitung zum kompletten Selbstbau eines Linux-Systems aus den Quellen in der Version 7.3 veröffentlicht.


    Mit Linux From Scratch 7.3 (LFS) erhalten Nutzer eine schrittweise Anleitung, wie sie ihr Linux-System komplett aus Quelltexten der zugehörigen Anwendungen installieren können. Die Installation dauert auf diese Weise deutlich länger, als wenn die vorgefertigten Pakete und Paketverwaltungswerkzeuge einer Distribution eingesetzt werden, aber Nutzer, die das Abenteuer wagen, erhalten ihr individuelles freies Betriebssystem.


    Die aktuelle LFS-Version bezieht sich auf einen Kernel 3.8.1. Die Toolchain besteht aus binutils-2.23.1, glibc-2.17 und gcc-4.7.2. Seit der Anfang Januar erschienenen Version 7.2 der Selbstbauanleitung wurden 31 Pakete aktualisiert. Neben dem Kernel und der bereits genannten Toolchain zählen auch die Coreutils, Bison, Gawk, Sed, MPC, Texinfo, TCL, Udev und Util-Linux zu den aufgefrischten Anwendungen. Die LFS-Gemeinschaft nahm mehrere Patches neu in ihre Anleitung auf und schickte auch etliche in den Ruhestand.


    Um sein eigenes Linux-System von Grund auf selbst zu stricken, bedarf es bereits eines lauffähigen Linux-Systems mit einem Kernel 2.6.25 oder neuer, der mit dem Gnu C Compiler 4.1.2 oder neuer übersetzt wurde. Die Entwickler raten, keinen GCC einzusetzen, dessen Versionsnummer 4.7.2 übersteigt, weil diese Versionen noch nicht getestet wurden. Die gleichen Hinweise geben sie für Glibc ab Version 2.17 und die Binutils mit einer größeren Versionsnummer als 2.23.1. Die Versionen sind momentan die aktuellsten, so dass diesbezüglich erst zukünftig Probleme auftauchen könnten.


    Anwender, die LSF installieren, lernen viele Interna des freien Betriebssystems kennen. Da sie selbst entscheiden, welche Bestandteile sie installieren, lassen sich mit LFS sehr kleine angepasste Systeme aufsetzen, die sich bereits mit 5 MB Festplattenspeicher zufrieden geben. Die Anleitung Linux From Scratch 7.3 ist im HTML-Format im Dowloadbereich des Projekts erhältlich und kann auch online gelesen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Der Opensuse-Projektmanager Jos Poortvliet hat anlässlich der Freigabe des zweiten Veröffentlichungskandidaten weitere Details zur kommenden Opensuse-Version 12.3 bekannt gegeben, unter anderem zum Thema UEFI Secure Boot.


    Jos Poortvliet schreibt in seinem Blog, dass Opensuse 12.3 den Umgang mit UEFI-Secure-Boot vereinfacht. Ferner gibt es neben einem aktuellen Kernel 3.7.9 zahlreiche wichtige Programm-Aktualisierungen, darunter Firefox 19, Thunderbird 17, Digikam 3.0 oder Gnome Shell 3.6.3. Außerdem ist der Enlightenment-Desktop in Version 17 an Bord.


    Darüber hinaus gibt es einige strukturelle Veränderungen an den Live- und den Installationsmedien mit Gnome- und KDE-Desktop. Die Live-Medien sind jetzt mehr für USB-Flash-Medien optimiert und jeweils ungefähr 1 GByte groß. Ferner bieten sie mehr Funktionen und eine umfassendere Softwareauswahl, inklusive LibreOffice 3.6, Gimp, OpenJDK und zahlreiche System-Werkzeugen wie Gparted, Grsync und dd_rescue. Alle Images stehen auf der Downloadseite für den Veröffentlichungskandidaten zum Herunterladen zur Verfügung. Open Suse 12.3 soll auch in Form einer XFCE-basierten Rettungs-CD und als auf CD-Größe zurechtgestutztes Netinstall-Image verfügbar sein. Als Erscheinungstermin für Opensuse 12.3 ist die dritte Märzwoche geplant. Nach den Erfahrungen mit Opensuse 12.2 zeichnen sich bisher wohl keine nennenswerten Gründe für etwaige Verspätungen ab.


    Laut Poortvliet soll die Nürnberger Distribution auch auf Maschinen mit aktiviertem UEFI-Secure-Boot starten. Er skizziert in seinem Blog, wie Opensuse das Problem mit einer eigenen Boot-Partition »/boot/efi« löst. Der Anwender müsse lediglich einmal die gewünschte Secure-Boot-Unterstützung bestätigen; den Rest erledige YaST.


    Quelle: Pro-Linux

    Nachdem sich Linus Torvalds zuletzt lautstark gegen einen Patch des Red Hat-Entwicklers David Howells ausgesprochen hatte, der einem im UEFI-Secure-Boot-Modus laufenden Kernel die Möglichkeit zum Hinzufügen neuer Schlüssel einräumt, scheinen sich die Gemüter wieder beruhigt zu haben und Matthew Garrett fasst den gegenwärtigen Status der Diskussion noch einmal zusammen.


    Laut Garrett gelingt das Starten einer Linux-Distribution mit aktiviertem UEFI-Secure-Boot derzeit relativ problemlos, wenn der Anwender einen digital signierten Bootloader wie den von Garrett entwickelten Shim oder den der Linux Foundation benutzt. Sitzt der Endanwender physisch vor dem Rechner, kann er einfach seinen Schlüssel hinzufügen und muss sich keine weiteren Gedanken um Microsoft machen.


    Garrett stellt dann aber die Frage in den Raum, wie eine Distribution starten könne, ohne dass der Anwender einen Schlüssel installiert, egal aus welchem Grund. Szenarien dafür seien durchaus vorstellbar, etwa beim Booten vom Netzwerk oder einfach nur aus Bequemlichkeit. Immerhin ließen sich solche Systeme theoretisch auch nutzen, eine Windows-Installation anzugreifen. Zwar sei so etwa bisher noch nicht passiert, Microsoft könne aber durchaus auf die Idee kommen, einen solchen Schlüssel auf eine schwarze Liste setzen, sodass die Distribution auf Systemen mit UEFI-Secure-Boot nicht mehr starte.


    Auf Howells Patch Bezug nehmend ist Garrett der Ansicht, man könne das von ihm skizzierte Szenario verhindern, indem man etwa den Kernel dazu bringe, sämtliche Module zu signieren. Das sei für die in den Distributionen enthaltenen Module einfach realisierbar, allerdings nicht für Module von Drittanbietern. Hier bieten sich nach Garrets Ansicht drei Möglichkeiten an, einem solchen Szenario zu begegnen: Keine Module von Drittanbietern unterstützen, Signieren durch die Distribution und Signieren durch den Hersteller.


    Laut Garrett kommt ersteres kaum in Betracht, weil es die Anwender verärgere. Signieren durch die Distribution verursache möglicherweise Lizenz-Probleme. Ignoriere man diese, müsse irgend jemand entscheiden, welche Treiber überhaupt signiert würden. Es sei nicht einfach und mitunter auch teuer, die Identität von jemandem zu verifizieren. Mit der letzten Möglichkeit würde die Verantwortung schlicht in andere Hände gelegt, doch auch diesen müsse man vertrauen können.


    Eine Alternative könne darin bestehen, dass man von Anfang an Schlüsseln vertraue, die mit einem vertrauenswürdigen Schlüssel signiert wurden. So ein Schlüssel existiere zwar, doch der gehöre Microsoft. Hierbei sei aber nicht klar, ob der Kernel ein Modul passieren lassen soll, das mit dem gleichen Schlüssel signiert wurde wie der Bootloader. Garrett weist darauf hin, dass der Patch nämlich nicht den Schlüsselsatz ändert, dem der Kernel sowieso schon vertraut.


    Garrett fasst in seinem Blog auch Torvalds' Ansicht zu der Idee zusammen. Laut Torvalds würde der Kernel dadurch komplexer, denn man bräuchte einen Parser für das beschriebene Szenario. Es gäbe zudem bereits eine solche Schnittstelle, allerdings für X.509-Zertifikate, die Microsoft nicht signiert. Leider gibt es auch keine Möglichkeit, PE/COFF-Signaturen in eine X.509-Signatur umzuwandeln. Irgend jemand müsste dann wieder die Schlüssel signieren. Wünschenswert wäre ein automatisches Verfahren, das PE/COFF-Zertifkate auf eine gültige Microsoft-Signatur überprüft, den Schlüssel extrahiert und daraus wieder ein X.509-Zertifikat macht. Das würde dann auch neuen Code im Kernel überflüssig machen. Der »dritte Mann« könnte dann zum Beispiel die Linux Foundation sein. Allerdings gibt es Stimmen in der Linux Foundation, die ein Signieren von Modulen für unnötig halten. Immerhin bestünde bei der Linux Foundation kein Risiko, dass Microsoft die Signatur auf seine schwarze Liste setzt.


    Laut Garrett könne die gegenwärtige Situation auch dazu führen, dass die Distributionen den Patch eigenständig einführen. Einige Distributions-Hersteller würden es aber sicher auch ablehnen, zu viel Vertrauen in Microsoft zu legen. Garrett betont aber auch, dass man, wenn die Firmware Microsoft vertraut, ohnehin Microsoft vertraut. Garrett glaubt, dass wahrscheinlich so lange gar nichts passiert, bis ein Angreifer ein signiertes Linux-System für einen Angriff auf Windows benutzt und malt abschließend wieder das Gespenst von Microsofts Antwort an die Wand.


    Aus diesem Blickwinkel ist auch Torvalds' Haltung nachvollziehbar, Microsoft schlicht und einfach zu ignorieren. Das Szenario, ein Windows aus einem signierten Linux-System anzugreifen, scheint doch sehr weit hergeholt. Da dazu physischer Zugang zum Rechner erforderlich ist, könnte ein Angreifer auch gleich eine Distribution basteln, die das parallel installierte Windows mit einem Rootkit »versorgt«.


    Quelle: Pro-Linux

    Mit dem ab sofort verfügbaren Mesa 9.1 unterstützen die neuen Treiber der 3D-Grafikbibliothek aktuelle Grafikchips noch besser und ermöglicht eine bessere 3D-Leistung.


    Die 3D-Grafikbibliothek Mesa 9.1 ist ab sofort verfügbar. Obwohl die ersten Linux-Distributionen Mesa 9.1 bereits integrieren, gilt Mesa 9.1 als Entwicklerversion. Wer Wert auf Stabilität legt, sollte daher vorerst bei einer 9.0.x-Version bleiben oder auf die Version 9.1.1 warten.


    Die neue Version 9.1 wurde um einen neuen OpenGL-Treiber ergänzt, der zusammen mit dem Treiber im Linux-Kernel 3.8 jetzt auch den Grafikkern in Intels Haswell-Prozessoren unterstützt, der in naher Zukunft von Intel unter der Bezeichnung Core i-4000 auf den Markt kommen soll, um Intels aktuelle Prozessorgeneration Ivy Bridge zu ersetzen.


    Ferner beherrscht der Treiber für die Intel-Grafikkerne der HD Graphics-Serien 2000, 2500, 3000 und 4000 jetzt OpenGL ES 3.0. Wie schon der in Mesa 3D 9.0 für Intel-Chips zuständige i965-Treiber unterstützt jetzt auch der in Mesa 3D 9.1 enthaltene r600-Treiber für AMD-Grafikchips der Radeon-HD-Serien 2000 bis 6000 OpenGL 3.1. Außerdem beherrscht der Treiber für die Radeon-X1000-Serie in Mesa 9.1 Multisample Anti-Aliasing (MSAA). Schließlich sollen die Treiber für Radeon-Grafikchips der Southern-Islands-Generation (ab Radeon HD7750) laut Produktankündigung langsam alltagstauglich werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Linus Torvalds hat einen Patch des Red Hat-Entwicklers David Howells abgelehnt, der einem Kernel, der unter dem UEFI Secure Boot-Modus läuft, die Möglichkeit gibt, neue Schlüssel hinzuzufügen.


    Red Hat und die Linux Foundation hatten in der Vergangenheit immer wieder betont, dass UEFI Secure Boot durchaus nützlich sei, auch wenn es einige Schwierigkeiten bereite, beispielsweise die, dass von Microsoft signierter Code der einzige ist, der die Chance hat, von allen Systemen ohne weitere Einstellungen akzeptiert zu werden, und das Verfahren, nach dem Microsoft solche Signaturen ausstellt, komplex ist.


    Dass die maßgeblichen Kernel-Entwickler dies ganz anders sehen, wurde noch einmal klar, als David Howells von Red Hat einen Patch vorstellte, der einem Kernel, der unter dem UEFI Secure Boot-Modus läuft, die Möglichkeit gibt, neue Schlüssel hinzuzufügen. Wie Howells schreibt, darf in diesem Modus ein Schlüssel nur hinzugefügt werden, wenn er mit einem bereits bekannten signiert ist. Dies funktioniert bereits mit X.509-Zertifikaten, doch Microsoft signiert nur unter EFI ausführbare Dateien im PE-Format. Daher kamen die Entwickler auf die Idee, einen X.509-Schlüssel in einer PE-Datei unterzubringen und diese signieren zu lassen. Der Patch befasst sich größtenteils damit, den Schlüssel wieder aus der PE-Datei zu extrahieren.


    Torvalds lehnte den Patch ab, solange er nicht ausgiebig diskutiert worden sei. Die Schnittstellen, die er erzeugt, seien dumm und übermäßig komplex, und das alles aus völlig schwachsinnigen Gründen. Auf den Einwurf von Matthew Garrett, dass es anders als mit PE-Dateien nicht zu machen sei, antwortete Torvalds: »Das ist hier kein Schwanzlutsch-Wettbewerb«. Torvalds akzeptiert auch Dinge, die ihn selbst nicht interessieren, so hat er auch grundsätzlich nichts gegen das Parsen von PE-Dateien. Nur könne das in einem normalen Anwenderprogramm durchgeführt werden und habe daher nichts im Kernel zu suchen. Im Kernel gebe es bereits X.509, und das sei der Standard für Signaturen.


    Torvalds vertrat weiter die Ansicht, dass Red Hat sowieso die proprietären Treiber von AMD und Nvidia signieren werde, was alles mit dem Kernel nichts zu tun habe. Daraufhin stellte Peter Jones von Red Hat klar, dass Red Hat keine Signaturen durchführen werde.


    In der weiteren Diskussion wurde klar, dass auch weitere Entwickler UEFI Secure Boot kritisch sehen. Theodore Ts'o bezeichnete das komplette System als geisteskrank. Andere sehen noch zahlreiche technische Probleme, beispielsweise bei der Frage, wie das Zurückziehen von Signaturen korrekt gehandhabt werden kann. Auch besteht noch keine Einigkeit darüber, wie strikt der Kernel den Secure Boot-Modus durchsetzen soll. Die Spannweite reicht dabei von Red Hats Ansicht, dass der Kernel keinerlei unsignierte Module nachladen dürfe, bis zu der Meinung, dass der Systemverwalter nach dem Booten des Kernels freie Hand haben solle. Die Ansicht von Red Hat, vertreten von Garrett, wird dabei von der Befürchtung getrieben, dass Microsoft die Signatur für den Bootloader zurückziehen könnte, sobald über diesen eine infizierte Version von Windows in Umlauf gelangt. Torvalds und andere sehen dies als unrealistisch an.


    Die resultierende Diskussion, die von Greg Kroah-Hartman angestoßen wurde, resultierte in einem weiteren Ausbruch von Torvalds in Richtung Garrett: »Hör auf, darüber zu diskutieren, was MS will. Das ist uns egal. Wir kümmern uns um die Anwender. [...] Das einzige, was zählt, ist, was unsere Benutzer von uns wollen, und ihre Rechte zu schützen.«


    Quelle: Pro-Linux

    Das Debian-Projekt hat die siebte Aktualisierung des stabilen Zweiges 6.0 »Squeeze« seiner Distribution herausgegeben. Die neue Version korrigiert Fehler in einer Reihe von Paketen und im Linux-Kernel.


    Mit der Freigabe von Debian GNU/Linux »Squeeze« 6.0.7 fasst das Debian-Projekt die Sicherheitsupdates der letzten Monate seit dem Erscheinen von Version 6.0.6 zusammen. Auch in Version 6.0.7 wurden in der Distribution nur die absolut erforderlichen Änderungen vorgenommen und die Versionen der Pakete stabil gehalten.


    Debian GNU/Linux 6.0.7 behebt schwere Fehler in etwa 50 Paketen und integriert die angefallenen Sicherheitsupdates, die bereits im Zuge der regulären Sicherheitsmeldungen verteilt wurden. Der Debian-Installer wurde aufgrund einiger Fehlerkorrekturen neu erstellt. Auch im Kernel wurden einige Sicherheitslücken geschlossen. Der Kernel beruht jetzt auf Linux 2.6.32.60 gegenüber 2.6.32.59 zuvor. Zusätzlich wurden einige Korrekturen und Erweiterungen an diversen Treibern vorgenommen. Das Paket elmerfem wurde aus der Distribution entfernt, da es Dateien enthielt, deren Lizenzen untereinander inkompatibel waren.


    Die neue Version steht auf allen offiziellen Debian-Spiegelservern zur Verfügung. Da auch im Kernel Korrekturen und Aktualisierungen von Treibern durchgeführt wurden, stellt das Projekt neue Installationsmedien zum Download bereit. Diese können von den gewohnten Orten bezogen werden. Wer bereits frühere Installations-Images besitzt, kann diese aber in vielen Fällen weiterhin verwenden. Vorhandene Installationen können online oder mit den neuen Installationsmedien aktualisiert werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Regierung der spanischen Provinz Extremadura hat Linex 2013 veröffentlicht. Sergio Velázquez, der Generalsekretär des regionalen Ministeriums für Arbeit, Unternehmertum und Technologische Innovationen und Manuel Velardo, der Direktor des spanischen Open-Source-Zentrums Cenatic, stellten das Debian-Derivat in der Stadt Mérida vor.


    Berichten des Portals Gaceta Technologia zufolge soll Linex 2013 helfen, freie Software in der Region zu verbreiten. Velázquez pries Linex als »evolutionäre Verbesserung der Programmierung und Gestaltung von Software«. Velázquez wies darauf hin, dass sich seine Regierung klar zu freier Software bekannt hat und bereits an einer zweiten, ebenfalls auf Debian basiernden Version arbeitet, die LinGobex heißen wird. Extremadura setzt schon seit einigen Jahren auf Linux und hat 2012 begonnen, die 40.000 Arbeitsplätze der Verwaltung auf Linux umzustellen.


    Der Cenatic-Direktor Velardo hat laut Joinup, dem Open-Source-Newsportal der Europäischen Kommission, Linex 2013 für seine Interoperabilität gepriesen. Die Distribution enthält wohl zahlreiche Konverter, um in proprietären Formaten gespeicherte Dokumente in offene Formate umzuwandeln.


    Linex 2013 wurde von der spanischen Firma Emergya gemäß den Wünschen und Bedürfnissen der Verwaltung maßgeschneidert. Sie machte nicht nur das Debian-System passend, sondern nahm auch Änderungen am Webbrowser Firefox vor, um diesen zur nationalen elektronischen Identitätsverwaltung kompatibel zu machen.


    Linex soll nicht nur den Angestellten der öffentlichen Verwaltung die Arbeit erleichtern, sondern auch nichtstaatlichen Organisationen. Dafür bringt die Distribution beispielsweise die Anwendung Gong (Gestión para ONGs) mit, eine Projektverwaltungssoftware, mit der sich auch Finanzen verwalten lassen. Weiterhin enthält Linex 2013 Programme, die Nutzer mit körperlichen oder visuellen Behinderungen unterstützen, etwa den Braille-Schrift-Transkriptor Dots oder die Bildschirmtastatur Caribou.


    Linex 2013 soll dank eines einfach zu benutzenden Installers leicht zu installieren sein. Interessierte finden das ISO-Abbild auf den Servern der öffentlichen Verwaltung der Extremadura.


    Quelle: Pro-Linux

    Das auf ArchLinux basierende Manjaro Linux steht ab sofort in einer neuen Version 0.8 mit Mate-Desktop zur Verfügung.


    Während eine der populärsten Rolling-Release-Distributionen ArchLinux im März 2013 auf das 11. Jahr einer äußerst erfolgreichen Existenz zusteuert, erfreuen sich auch ArchLinux-Ableger immer größerer Beliebtheit. ArchLinux verfügt zwar mit Pacman über einen sehr schnellen, kommandozeilenbasierten Paketmanager und ist aufgrund seines einfachen Aufbaus nach dem KISS-Prinzip auch insgesamt sehr flott, gilt aber nicht als sonderlich einsteigerfreundlich. ArchLinux-Forks wie das vor wenigen Tagen erschienene Chakra Linux 2013.2, die erste Distribution mit KDE 4.10 an Bord, oder Manjaro Linux wollen daher unter anderem mit einem grafischen Installer und einem grafischen Paketmanager punkten. Während die Chakra-Macher insbesondere an Letzterem noch basteln, ist das inzwischen unter Mitwirkung des Chakra-Initiators Phil Miller vorangetriebene Manjaro schon einen Schritt weiter.


    Manjaro Linux richtet sich im Unterschied zu ArchLinux auch an Einsteiger und bringt daher Skripte zum Einbinden und Konfigurieren von proprietären Grafiktreibern und einen grafischen Einstellungsmanager mit und verfügt über eine eigene Hardware-Erkennung. Die Standard-Version von Manjaro Linux basiert zwar auf XFCE 4.10, Phil Miller und sein in Deutschland, Österreich und Frankreich anssässiges Entwickler-Team veröffentlichen aber in regelmäßigen Abständen auch Community-Ausgaben mit anderen Desktops, wie etwa LXDE, e17 oder jetzt die auf Manjaro 0.8.3 basierende Version Manjaro Linux 0.8 Mate.


    Manjaro Linux 0.8 Mate basiert auf Manjaro 0.8.3, besitzt aber auch eine Reihe von Funktionen aus der aktuellen Entwicklerversion Manjaro 0.8.4. Von dieser gibt es einen zweiten Veröffentlichungskandidaten und einen Video-Teaser. Die via Sourceforge erhältlichen ISOs bringen es trotz schlanker Desktops (XFCE, LXDE, Mate, e17) je nach Version auf eine Größe im GB-Bereich, passen also nicht auf einen CD-Rohling.



    Manjaro 0.8 Mate verwendet bereits einen aktuellen Kernel 3.7 mitsamt der zuletzt im Zusammenhang mit Samsung-Notebooks notwendig gewordenen UEFI-Anpassungen. Neben einem neuen grafischen Boot-Screen verfügt Manjaro 0.8 über ein neues, grafisches Frontend für den ArchLinux-Paketmanager Pacman, der die zuvor verwendete Aktualisierungsverwaltung Kalu sowie den Package-Browser und das eigentliche Pacman-GUI ersetzt. Pacmac ist zudem bereits für den Zugriff auf das Arch User Repository (AUR) konfiguriert. Als Desktop fungiert der Gnome-2-Fork Mate, der von den Manjaro-Entwicklern um das Mint-Menü erweitert wurde. Manjaro 0.8 Mate unterstützt von Haus aus alle wichtigsten Multimedia-Formate. Sämtliche Neuerungen der im Gegensatz zum Arch-Abkömmling Chakra für 32- und 64-Bit-Systeme zur Verfügung stehenden Versionen lassen sich der Veröffentlichungsankündigung entnehmen.


    Quelle: Pro-Linux

    Das FlightGear-Team hat die Version 2.10 des freien Flugsimulators mit verbessertem Rendering freigegeben.


    Die neue FlightGear-Version 2.10 bringt neben Fehlerkorrekturen auch eine Reihe von Neuerungen und Verbesserungen. Die herausragendste Neuerung ist das verbesserte Rendering, das zum Beispiel bei der Darstellung von Geländeformationen oder beim Schattenwurf in Erscheinung tritt, allerdings auch die Hardware-Anforderungen in die Höhe treibt.


    Ferner haben die Entwickler an der KI-Engine geschraubt, die die Simulation einer Reihe von Flugzeugtypen verbessert und mit dem französischen Kunstflugzeug »Mudry Cap 10B« auch ein neues Modell hinzugefügt. Bei den bestehenden Typen gab es Verbesserungen in den Cockpits von Douglas A-4F Skyhawk, Hawker Hurricane und der Boeing 777, hier speziell beim Primary Flight Display (PFD) und dem NavDisplay. Weitere Informationen über die Neuerungen vermittelt ein Video auf YouTube.


    FlightGear wird seit 1997 von Freiwilligen rund um den Erdball mit dem Ziel entwickelt, einen möglichst realistischen Flugsimulator auf die Beine zu stellten. Die Anwendung kennt in der aktuellen Version 2.10 mehr als 400 Flugzeuge und besitzt eine umfangreiche Szenerie-Datenbank, einen Multiplayer-Modus und ein detailliertes Modelling für den Himmel, ergänzt um eine mächtige Skriptsprache, nebst offener Architektur.


    Leider stellt die offizielle Download-Seite nur fertige Pakete der Version 2.10 für Mac OS X und Windows zur Verfügung und verweist für die Linux- und FreeBSD-Versionen derzeit noch auf die Version 2.8. Linux-Nutzer müssen also momentan entweder zum Quellcode der Version 2.10 greifen oder dem Rat des FlightGear-Teams folgend warten, bis FlightGear 2.10 in den Paketquellen der gewünschten Distribution auftaucht.


    Quelle: Pro-Linux