Beiträge von Suse-Newbie

    Linux-Initiator Linus Torvalds hat Version 3.8 des Linux-Kernels freigegeben. Linux 3.8 enthält wesentliche Optimierungen, die die Leistung des Dateisystems ext4 und der Speicherverwaltung weiter verbessern.


    Gut zwei Monate nach Linux 3.7 ist nun Linux 3.8 fertiggestellt. Nach dem rekordverdächtigen Kernel 3.7 sind die Änderungen dieses Mal im Umfang zwar kleiner, die Zahl der Änderungen dagegen laut Linus Torvalds die größte seit Version 3.0 oder noch länger. Laut LWN.net ist es die erste Version, die mehr als 10.000 Änderungen enthält.


    Die Unterstützung für die veraltete 80386-CPU wurde entfernt, vermissen wird sie niemand. Wichtiger sind heutzutage NUMA-Systeme, bei denen der Zugriff auf das RAM je nach relativer Anordung der Prozessoren und der Speicher unterschiedlich viel Zeit kostet. Diese Zeiten zu optimieren, ist das Ziel des »balancenuma«-Patches, der eine Infrastruktur zum Erproben verschiedener Platzierungs- und Migrations-Strategien anlegt.


    Huge Zero Pages sind das größere Analog zu normalen mit Nullen gefüllten Speicherseiten, die 4 KB groß sind. Da sich solche Seiten immer verdächtig ähneln, muss man nur eine einzige davon im Speicher halten und kann alle anderen durch Verweise ersetzen. Damit kann unter Umständen sehr viel Speicher gespart werden. Ferner kam eine Infrastruktur zum genaueren Messen des Kernel-Speicherverbrauchs pro Prozess neu hinzu. Somit können Control Groups nun Limits für den Verbrauch setzen.


    Eine weitere große Neuheit ist die Vervollständigung der User Namespaces. Dies schließt eine weitere Lücke, um »Container«, eine leichtgewichtige Virtualisierungs-Alternative, direkt im offiziellen Kernel zu implementieren.


    Das cpuidle-Subsystem kann nun für jede CPU unterschiedliche Treiber verwenden. Das wird benötigt, um asymmetrische Architekturen wie big.LITTLE bei ARM zu unterstützen. Unter dem Hypervisor Hyper-V kann nun der Speicherverbrauch mit dem Hyper-V-Balloon-Treiber gesenkt werden. Der Hypervisor KVM paravirtualisiert nun den häufigen Systemaufruf clock_gettime, der dadurch wesentlich schneller wird. Hotplugging auf geeigneten x86-Systemen ist jetzt auch für die erste CPU im System möglich.


    Das Dateisystem f2fs, das für Flash-Medien optimiert ist, wurde aufgenommen. Das Dateisystem XFS wurde um einen Verifikationsmechanismus erweitert, um korrupte Daten beim Einlesen zu erkennen. ext4 dagegen kann jetzt kleine Datenmengen direkt im Inode der Datei speichern, womit Platz gespart und die Geschwindigkeit erhöht wird, wenn es sich um kleine Dateien handelt. Außerdem wurden die lseek-Operationen SEEK_HOLE und SEEK_DATA implementiert. Diese Operationen werden nun auch von tmpfs unterstützt. Btrfs hingegen kann mit der neuen replace-Operation ein Laufwerk in einem Volume wesentlich schneller als mit bisherigen Methoden ersetzen.


    Der Systemaufruf finit_module, der es ermöglicht, ein Modul über einen bereits offenen Dateideskriptor zu laden, kam hinzu. Die Treiber für tun/tap und virtio-Netzwerk unterstützen nun mehrere Warteschlangen pro Gerät. Der Paket-Scheduler QFQ wurde durch QFQ+ abgelöst. Die UEFI-Boot-Variablen stehen jetzt im virtuellen Dateisystem »efivars« zur Verfügung. Der Systemaufruf ptrace erhielt eine neue Option PTRACE_O_EXITKILL, die dafür sorgt, dass alle untergeordneten Prozesse mit SIGKILL beendet werden, wenn der Trace-Prozess beendet wird. Zahlreiche Treiber wurden aktualisiert, erweitert oder kamen neu hinzu, darunter Display und HDMI-Ausgabe für Nvidia Tegra 20.


    Eine Liste aller Änderungen kann man dem Git-Repositorium entnehmen. Die Seite Kernelnewbies.org hat eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlicht. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Das Chakra-Projekt hat heute eine neue Version der freien Distribution veröffentlicht. Chakra Linux 2013.02 »Benz« setzt nun auf KDE SC 4.10 und beinhaltet neben zahlreichen Anwendungsaktualisierungen auch zahlreiche Verbesserungen in den distributionseigenen Tools.


    Das Chakra-Projekt wurde im Laufe des Jahres 2009 mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine auf Arch Linux basierende KDE-Live-CD zu entwickeln. Erst später beschlossen die Entwickler, Chakra mehr Eigenständigkeit zu verleihen und als »Chakra GNU/Linux Fork« von Arch Linux abzukoppeln. Da Chakra wie Arch Linux ein »Rolling Release»-System ist, lassen sich relativ häufige Updates nicht vermeiden. Bemerkenswert an Chakra ist der von den Entwicklern gewollte Spagat, beim Unterbau gemäß dem K.I.S.S-Prinzip möglichst einfache Lösungen ohne zusätzliche Zwischenschichten zu realisieren und trotzdem ein optisch ansprechendes KDE-basiertes Betriebssystem zu bauen.


    Mit der Freigabe von Chakra Linux 2013.02 führen die Entwickler nun die Ära von »Benz« ein. Traditionell benennen die Entwickler ihre Freigaben nach den Namen bedeutender Erfinder. »Benz« geht nun mit der Integration von KDE SC 4.10 einher. Daneben haben die Ersteller der Distribution zahlreiche Werkzeuge, Anwendungen und Systeme des Produktes aktualisiert. So setzt Chakra Linux 2013.02 nun auf den Kernel 3.7.6 auf und beinhaltet unter anderem Mesa 9.0.2, die neuesten Versionen der Nvidia- and Catalyst-Treiber, Networkmanager 0.9.6.4, Virtuoso 6.1.6, Calligra 2.6.0, LibreOffice 3.6.5 und Firefox 18.0.2. MySQL wurde zudem gegen MariaDB ausgetauscht.


    Wie bereits in der Vorgängerversion verzichten die Entwickler auch dieses Mal auf ein grafisches Werkzeug für die Paketverwaltung. Zwar existiere mit Akabei ein eigenes Tool, doch befinde sich dieses erst in einer frühen Alphaversion, weshalb es nicht ein Bestandteil der Distribution sei. Ebenfalls nicht komplettiert, obgleich verbessert, ist das Installationswerkzeug »Tribe«. Hier fehlen dem System weiterhin fortgeschrittene Partitionierungsmöglichkeiten. Eine im Zuge des Google Summer of Code implementierte Ergänzung fand noch nicht Einzug in die Anwendung.


    Chakra Linux 2013.02 »Benz« kann ab sofort von der Seite des Projektes heruntergeladen werden. Eine Einführung in das Produkt liefert ein auch auf Deutsch verfügbarer Leitfaden.


    Quelle: Pro-Linux

    Kurz nach der Freigabe von KDE SC 4.10 haben auch die Entwickler der populären Bildverwaltungssoftware Digikam eine neue Version der Anwendung freigegeben. Zu den Neuerungen gehören die Möglichkeit, aus Bildern eine Video-Dia-Show zu erstellen, Überarbeitungen der Kamera-Bedienoberfläche und die Unterstützung von Video-Metadaten.


    Digikam ist einer der beliebtesten Bildverwalter für KDE unter Linux. Doch auch unter Windows erfreut sich die Anwendung einer großen Beliebtheit, wie man beispielsweise den Downloadcharts von Chip.de entnehmen kann. Seit digiKam 1.0, so die Eigenschreibweise, kurz vor Weihnachten 2009 freigegeben wurde, wird die Applikation in einem Tempo entwickelt, das zweifelsohne zum Staunen verleitet. Dementsprechend fällt auch der Funktionsumfang aus. Abgesehen von fortgeschrittenen Bildeditierfunktionen findet sich mittlerweile kaum noch eine Nische, die Digikam nicht ausfüllen kann. Funktionen wie HDR, Geotagging, Panorama, eine Gesichtserkennung, ausgefeilte Taggingfunktionen und eine ausgefeilte Bildverwaltung sind nur die herausragendsten Eigenschaften der Anwendung.


    Mit der Freigabe der Version 3 hat das Team die Anwendung um weitere Funktionen ergänzt. So bringt Digikam 3 eine Reihe von Neuerungen mit, die im Rahmen des Google Summer of Code 2012 entwickelt wurden. Unter anderem haben die Entwickler ein neues Werkzeug in der Anwendung implementiert, das es ermöglicht, aus Bildern Video-Dia-Shows zu erstellen. Das Kamera-Tool wurde überarbeitet und gestaltet sich nun ein wenig aufgeräumter. Neu in Digikam 3 sind ebenfalls die Integration eines automatischen Entrauschers und eine Unterstützung von Video-Metadaten und UPnP/DLNA. Der Queue-Manager ist zudem in der Lage, Aufträge parallel auszuführen. Ferner wurde die Integration mit dem RAW-Werkzeug Photivo verbessert und Libkipi setzt nun auf eine XML-GUI auf.


    Eine Liste aller Änderungen bietet die Digikam-GSoC-Site. DigiKam 3 liegt im Quelltext vor. Das Tar-Archiv kann von der Seite des Projektes heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Die openSUSE-Entwickler sind auf dem Weg zur Version 12.3 dabei, die letzten Hürden vor der Veröffentlichung zu nehmen, und haben den ersten Veröffentlichungskandidaten zum Testen bereitgestellt.


    Die stabile Version von openSUSE 12.3 ist für den 13. März geplant. Da innerhalb der nächsten 34 Tage noch möglichst viele Fehler zur Strecke gebracht werden sollen, hoffen die Entwickler, dass der erste Veröffentlichungskandidat auf reges Interesse stößt und ausgiebig getestet wird.


    openSUSE 12.3rc1 kommt mit einem Kernel 3.7.6 und den Desktop-Umgebungen KDE 4.10 und Gnome 3.6. Seit die Entwickler vor einem Monat die Beta-Version veröffentlichten, ist es ihnen gelungen, viele Probleme mit der Paketverwaltung Zypper und dem Installationswerkzeug Packagekit zu beheben. Sie überarbeiteten das libzypp-Backend und das Update-Werkzeug Apper komplett, so dass sie nun reibungslos mit der Packagekit-API zusammenarbeiten.


    MySQL muss in der kommenden OpenSUSE-Version MariaDB weichen. WebYaST funktioniert grundlegend, muss aber noch ausgiebiger getestet werden. WebYaST ist ein Werkzeug, mit dessen Hilfe Anwender ihren openSUSE-Rechner mit Hilfe eines Webbrowsers administrieren können. Samba, ein Dienst mit dem Linux und Windows interoperabel werden, ist noch in der Version 3.6.12 enthalten, weil Samba 4 zu spät fertiggestellt wurde. Eine weitere, sehr auffällige Neuerung ist das Artwork, das speziell für den Plasma-Workspace entwickelt wurde und auf dunkle Farben setzt.


    openSUSE 12.3 ist als Installations-DVD mit mehreren Desktop-Umgebungen und Windowmanagern oder als installierbare Live-CD mit wahlweise KDE oder Gnome für 32- und 64-Bit-Architekturen im Entwicklerbereich der Distribution erhältlich. Vor der stabilen Version werden noch ein weiterer Veröffentlichungskandidat (28. Februar) und der »Goldmaster« (7. März) erscheinen.


    Quelle: Pro-Linux

    Der derzeitige Stand der Entwicklung bei Secure Boot bietet zwei Bootloader mit zwei verschiedenen Konzepten. Matthew Garrett möchte beide vereinen.


    Matthew Garrett beschäftigt sich schon lange mit UEFI und Secure Boot. Eine der beiden oben genannte Lösungen namens Shim stammt von ihm. Die andere ist der »LF-Loader« der Linux Foundation und wurde von James Bottomley, Kernel-Entwickler und Mitglied des Technical Advisory Board der Linux Foundation geschrieben. Die beiden Herangehensweisen unterscheiden sich darin, dass Shim auf signierten Schlüsseln beruht, während der LF-Loader auf kryptografische Hashfunktionen setzt. Laut Garrett ist der größte Nachteil des LF-Loaders, dass, wenn eine Distribution eine neue Version ihres Bootloaders oder einen neuen Kernel anbietet, ein neuer Hashwert dafür in die Liste der erlaubten Binärdateien eingetragen werden muss. Da dieser Vorgang physische Anwesenheit bedingt, sieht Garrett dies als ernsthaften Hinderungsgrund gegen den Einsatz. Für Distributionen, die ihren Nutzern häufig neue Kernel zum Testen anbieten, ist dieser Weg nicht sehr attraktiv.


    Der LF-Loader besteht aus den zwei Dateien PreLoader.efi und HashTool.efi und nutzt beispielsweise Gummiboot oder efilinux als Bootloader. Die beiden Dateien erstellen lediglich eine Basis-Bootumgebung. Zum Testen hat Bottomley ein bootbares Image für einen USB-Stick bereitgestellt, das eine EFI-Shell bietet und sich ebenfalls beim Booten auf Gummiboot verlässt. In den Kommentaren zur Vorstellung des LF-Loader und des USB-Stick-Image wird Kritik laut, diese Methode sei derzeit nur für sehr erfahrene Linux-Nutzer gangbar.


    Garretts Lösung Shim wird mittlerweile von Fedora, OpenSUSE und Ubuntu eingesetzt. Er selbst sieht den Hauptnachteil seiner Lösung in der Duplizierung von großen Teilen des UEFI-Firmware-Codes, da die UEFI-Spezifikation keine Möglichkeit vorsieht, zusätzliche Authentifikations-Mechanismen hinzuzufügen. Garrett versucht nun, die beiden Wege zum gleichen Ziel in einem Werkzeug zu vereinen, indem er die Nutzeroberfläche und die Sicherheitsfunktionen des LF-Loader in Shim integriert. Wenn die initialen Probleme gelöst sind, wird es bald eine vereinte Lösung mit dem Besten beider Ansätze geben. Damit könnte in absehbarer Zeit das Booten und Installieren von Linux mit Secure Boot so einfach werden, wie eine CD in ein Laufwerk einlegen, so die Hoffnung Bottomleys.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Gnome-Entwickler planen ein eigenes App-Format, welches Entwicklern das Integrieren ihrer Software und Nutzern das Installieren erleichtern soll.


    Mit Hilfe eines eigenen App-Fomates könnten Entwickler ihre Programme ähnlich wie Smartphone-Apps in Form von Distributions-unabhängigen Dateien zur Verfügung stellen, die sich einfach installieren lassen. Die Pläne dafür wurden, ebenso wie die Einigung auf Javascript als Standard-Programmiersprache für die Gnome-Anwendungsentwicklung, auf dem Gnome Developer Experience Hackfest 2013, das der FOSDEM Konferenz in Brüssel vorgelagert war, ausgearbeitet.


    Eine Besonderheit bestünde darin, dass sich Apps mittels einer Sandbox-Technik effektiver voneinander und vom Rest des Systems isolieren ließen, als das bei gewöhnlichen Anwendungen der Linux-Distributionen bisher der Fall ist. Nach den Vorstellungen der Gnome-Entwickler soll eine Linux-App aus einer einzigen Datei bestehen, einer Art »App Image«, in dem das ausführbare Programm und die von diesem benötigten Bibliotheken und Konfigurationsdaten-Dateien stecken. Zusätzlich soll das App-Image eine Manifest-Datei enthalten, die über die Programmierschnittstellen informiert, die auf dem System existieren müssen, damit die App funktioniert. Ein Eintrag wie »Bare« könnte beispielsweise bedeuten, dass die App nur das Kernel-ABI benötigt, während etwa »system« einige Standard-Bibliotheken voraussetzen würde, die jede Linux-Distributionen per Default mitbringt. Ein Eintrag »gnome-platform-1.0« hingegen würde signalisieren, dass das Programm den kompletten Satz an Programmierschnittstellen braucht, die das Gnome-Projekt kennt.


    Der Gnome-Entwickler Alexander Larsson beschreibt in einem Blog-Eintrag einige Grundsatz-Überlegungen zum neuen App-Format. Demnach sollen zur besseren Isolation der Apps die auch für Container benutzten Techniken zum Einsatz kommen. Damit wäre es möglich, jedes App-Image in einen »eigenen Bereich« einzuhängen, der laut Manifest nur die konkret benötigten Programmierschnittstellen zur Verfügung stellt und beispielsweise keinen direkten Zugriff auf das Home-Verzeichnis des Anwenders hat.


    Ferner soll es so genannte »Portale« zum Datenaustausch mit dem System oder zur Interaktion mit anderen Apps geben, die so ähnlich wie die Intents bei Android funktionieren könnten. So könnte etwa das System eine Portalfunktion wie »Datei öffnen« oder »Foto aufnehmen« anbieten, welche durch andere Apps aufgerufen würde. Der Portal-Anbieter würde nur dann Zugriff gewähren, wenn das der Anwender erlaubt. Im Beispiel »Datei öffnen« würde etwa der »Datei-Öffnen«-Dialog des Systems als Portal-Anbieter fungieren. Die jeweilige App würde die Datei dann erst erhalten können, wenn der Anwender die »Öffnen»-Schaltfläche betätigt hat. Der Portal-Datenaustausch könnte über ein D-Bus-ähnliches IPC-Protokoll (Inter-Process Communication) passieren. Derzeit existieren zwei dafür in Frage kommende Lösungen, die allerdings beide unabhängig vom Linux-Kernel gepflegt werden, da die Kernel-Entwickler sie ablehnen. Andererseits war der Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman explizit auf dem Hackfest zugegen, um bei der Entwicklung einer solchen Lösung helfen zu können.


    Da bisher die Linux-Distributionen selbst für das Bereitstellen von Anwendungs-Software in Programmpaketen verantwortlich sind, die sich ebenfalls recht einfach handhaben lassen, dürfte der Vorschlag der Gnome-Entwickler nicht allerorten Begeisterung auslösen, in jedem Fall jedoch für reichlich Diskussionen sorgen. Seit Jahren in Entwicklung befindliche Lösungen wie Autopackage, AppStream oder das Listaller-Projekt von Mattias Klumpp zeigen auf der anderen Seite, dass es zum Einspielen nicht zur jeweiligen Distribution gehörender Software durchaus Bedarf für eine Distributions-übergreifenden Lösung gibt. Jedenfalls scheinen die internen Planungen der Gnome-Enwickler schon weiter zu sein, als den Äußerungen in den Blog-Einträgen zu entnehmen ist.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Gnome-Entwickler haben sich darauf geeinigt, dass Javascript künftig die Standard-Sprache zur Gnome-Anwendungsentwicklung sein soll.


    Auf dem Gnome Developer Experience Hackfest 2013 vor der Konferenz FOSDEM in Brüssel haben die zahlreichen anwesenden Gnome-Entwickler entschieden, sich bei der Anwendungsentwicklung künftig ganz auf Javascript zu konzentrieren. Gnome soll aber weiterhin Programmiersprachen wie Python oder Vala unterstützen. Zudem sollen die Gnome-Bibliotheken weiterhin in C oder C++ geschrieben werden.


    Mit der Fokussierung auf Javascript lassen sich laut den Entwicklern Verwaltungskosten für Gnome im Allgemeinen einsparen. Ferner ermögliche die Konzentration auf eine einzige Sprache mehr Effizienz und einen einfacheren Austausch von Informationen, so Gnome-Entwickler Travis Reitter in seinem Blog, insbesondere wenn man in Betracht ziehe, dass die Gnome-Entwickler bisher je nach persönlicher Vorliebe bis zu acht verschiedene Programmiersprachen bevorzugten. Darüber hinaus ermögliche die Standardisierung neuen Gnome-Entwicklern einen einfacheren Einstieg. Reitter schreibt weiter, dass Javascript auch allgemein als Programmiersprache vor allem auf Desktops und für mobile Anwendungen immer populärer werde, was sich auch bei Windows 8 zeige. Zudem sei Javascript auch deshalb ideal für Gnome, weil die Sprache dynamisch und leistungsfähig genug sei.


    Als weitere Gründe führt Reitter an, dass bestehende, zentrale Komponenten wie die Gnome-Shell und Gnome Documents bereits in Javascript realisiert seien. Zur weiteren Unterstützung der Gnome-Anwendungsentwicklung sollen auch APIs angepasst werde, die bisher noch keine Javascript-Schnittstelle bieten. Darüber hinaus wollen die Gnome-Entwickler auch die Entwicklerwerkzeuge für Javascript anpassen und die zugehörigen Dokumentationen optimieren. Ferner biete sich, so Reitter, in diesem Zusammenhang an, auch das Gnome-Framework in Javascript zu integrieren.


    Quelle: Pro-Linux

    Hallo Michael


    Willkommen an Board!
    Linux ist etwas anders als Windows, aber wenn Du die guten Ratschläge hier befolgst, dann wird alles gut.
    Bevor Du mit Videoschnitt loslegst wäre es aber bestimmt besser, etwas Zeit in das neue Betriebssystem zu investieren um es besser kennen zu lernen.

    Suse verstärkt sein Vertriebsteam mit Stefan Roth als neuem Partner Executive. Seit Dezember 2012 ist Roth der neue Channel-Manager für Österreich und die Schweiz. In dieser Rolle verantwortet er den Auf- und Ausbau des Channel-Geschäftes.


    Auch wenn die Jubelmeldungen über Linux im Server-Umfeld mittlerweile der Geschichte angehören, bedeute es nicht, dass der Marktanteil von freien Betriebssystemen nicht weiter wachse. So hat beispielsweise der Migrationsspezialist Realtech weiterhin einen starken Trend hin zu Linux beobachtet. Laut Aussage des Walldorfer Unternehmens bewegt sich der Trend weg von Unix, hin zu einer Linux- oder Windows-Installation. Linux sei mittlerweile die bevorzugte Plattform für SAP-Systeme.


    Diesem Trend will sich nun auch der Nürnberger Hersteller Suse nicht verschließen. Nachdem es bei Suse letztes Jahr hieß, den Österreicher und Schweizer IT-Channel weiter auszubauen, wurde es recht still um den Distributor. Nun will Suse wieder präsenter in der ACH-Region werden. Dazu wurde der einstige Apple- und Cisco-Manager Stefan Roth beauftragt, das Partnernetzwerk auszubauen und als Ansprechpartner für heimische Kunden zu fungieren.


    Vor allem im SAP-Umfeld will Suse weiter wachsen. Den eigenen Marktanteil beziffern die Nürnberger mittlerweile auf 70 Prozent, was unter anderem auf Kooperationen mit SAP zurückgeführt werden kann. So sei SLES beispielsweise das einzige Betriebssystem für SAPs Hochgeschwindigkeits-Appliance Hana.


    Doch auch andere Bereiche sollen in der Region gestärkt werden. Zum einen will der Hersteller mit dedizierten Lösungen den Cloud-Computing-Bereich bedienen, zum anderen auch weiterhin Lösungen für Serverlandschaften für Unternehmen anbieten. Neue Kunden erhofft sich Suse ebenfalls durch Partnerschaften mit Unternehmen wie Microsoft, die ihren Kunden Linux Suse anbieten sollen, wenn es um eine Alternative geht.


    Quelle: Pro-Linux