Beiträge von Suse-Newbie

    Einen ersten Blick auf die Neuerungen der für Februar 2013 vorgesehenen Veröffentlichung von LibreOffice 4 gibt die jetzt veröffentlichte erste Alphaversion.


    Ohne viel Aufsehen wurde die erste Alphaversion zu LibreOffice 4.0 freigegeben. In den Versionshinweisen sind die geplanten Änderungen aufgelistet.


    Im Schreibprogramm »Writer« können jetzt Kommentare zu bestimmten Textstellen rechts am Rand verankert werden. Weiterhin können in Version 4 mathematische Ausdrücke im RTF-Format importiert werden. Wer oft die Funktion zum Zählen von Worten nutzen muss, wird erfreut sein, in Zukunft pro Dokument Buchstaben und/oder Zeichen definieren zu können, die nicht mitgezählt werden. Auf Touchscreens von Tablet-PCs mit MS-Word erstellte Anmerkungen in »Tinte« in den Formaten »docx« oder »rtf« können nun in Dokumente in »Writer« übernommen werden. Außerdem ist es in Version 4 jetzt möglich, Kopf-und Fußzeile auf der Startseite eines Dokuments anders zu gestalten als im Rest des Dokuments, ohne den Gesamt-Stil zu ändern.


    Im Modul »Calc« wurde die in der OpenDocument Format Formula aka ODFF1.2 beschriebene Funktion »XOR« neu eingeführt. Der Import von .ods-Dokumenten wurde beschleunigt und der Export von Farbskalen und Excel-Databars in das Container-Format XLSX ist jetzt möglich.


    Im Präsentations-Modul »Impress« sollen Voransichten von Multimedia-Inhalten jetzt wesentlich schneller ablaufen als bisher. Voransichten von eingebetteten Videos funktionieren bisher nur unter Linux. Weiterhin wird zukünftig die der letzte Zustand der Seitenleiste gespeichert.


    Im Datenbank-Modul »Base« wurde auf allen unterstützten Plattformen außer Windows durch einen neuen Treiber die Integration des Thunderbird-Adressbuchs verbessert. Im Fall von Debian/Ubuntu funktioniert das Einbinden des Adressbuchs seit längerer Zeit damit erstmals wieder, da dort aus Sicherheitsgründen bisher der Standard-Treiber von Mozilla nicht verwendet wurde.


    Als »Google Summer of Code«-Projekt entwickelt, wurde jetzt ein neuer Filter für Microsoft Publisher eingeführt. Bisher soll er einwandfrei nur mit der Version Publisher 2003 funktionieren, wird jedoch zügig weiter entwickelt.


    Auch die Oberfläche hat einige Verbesserungen erfahren. So kann man jetzt den Text aus Benachrichtigungs-Fenstern zur Weiterverwendung kopieren. Gleichzeitig wird ein neues Widget-Layout eingeführt. Für Linux wird außerdem ab sofort GStreamer 1.0 unterstützt.


    Fertige Pakete zum Testen der neuen Funktionen gibt es bereits für Ubuntu in einem LibreOffice-PPA in Launchpad. Laut dem Blog des Paketierers lassen sie sich derzeit nur installieren, nachdem eine eventuell installierte Vorversion entfernt wurde. Die weiteren Schritte bis zur finalen Version Anfang Februar 2013 sind im Veröffentlichungsplan einsehbar.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Gnome-Entwickler haben die zweite Vorabversion 3.7.2 der kommenden Gnome-Version 3.8 veröffentlicht, die wie zuvor angekündigt erstmals vollständig auf den Ausweichmodus verzichtet.


    Mit knapp einer Woche Verzögerung steht die zweite Vorabversion von Gnome 3.8 jetzt zum Testen zur Verfügung. Ein weiterer Schnappschuss ist für den 19. Dezember geplant. Die finale Freigabe von Gnome 3.8 soll am 27. März 2013 erfolgen.


    Die Neuerungen gegenüber der Version 3.7.1 im Detail lassen sich den Veröffentlichungshinweisen für das Kern-System und die Anwendungen entnehmen. Die augenfälligste Änderung besteht darin, dass die Gnome-Entwicker, wie Anfang des Monats beschlossen, den Ausweichmodus entfernt haben, welcher eine an Gnome 2 angelehnte Oberfläche ohne 3D-Beschleunigung im Gnome-Shell-Look bot. Ferner haben die Entwickler das Portieren sämtlicher Komponenten der Gstreamer-Version 0.8.x auf die Version 1.0 vollständig abgeschlossen.


    Darüber hinaus hat die Gnome-Shell ein neues Menü erhalten, mit dem sich jene Anwendungen konfigurieren lassen, die künftig Dokumente, Fotos, Musik, Videos, Downloads und andere Inhalte als sogenannte Search-Provider direkt in der Gnome-Shell anzeigen sollen, wie Gnome-Entwickler Allan Day in seinem Blog erläuterte. Ferner unterstützt Gnome-Online-Accounts jetzt auch OwnCloud und Flickr sowie OAuth 2.0. zum Anbinden an Google-Dienste. Das in der Vorabversion ebenfalls enthaltene Epiphany unterstützt jetzt keine traditionellen Erweiterungen mehr, sondern enthält selbst einen Adblocker, der allerdings per Voreinstellung deaktiviert ist.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Abschaffung des Ausweichmodus von Gnome 3 ist beschlossene Sache. Doch das Projekt will nun einen neuen Modus schaffen, der die Freunde von Gnome 2 zufriedenstellen soll.


    Mehrere Jahre nach dem Beginn der Entwicklung von Gnome 3 scheint sich das Projekt auf seine Benutzer zuzubewegen. Viele Benutzer waren unzufrieden mit dem völlig neuen Bedienkonzept, das Gnome 3 mit sich brachte, und wünschten sich die klassische Oberfläche mit konfigurierbaren Leisten, Applets, Themes und anderem zurück. Daraus resultierten zwei Abspaltungen von Gnome: MATE entwickelt den Code von Gnome 2 weiter und ist in Version 1.4, zumindest laut den Mint-Entwicklern, erstmals sehr stabil und geht über Gnome 2 hinaus. Fehler, die in Gnome 2 jahrelang existierten, wurden behoben, und fehlende Funktionen wurden hinzugefügt. Cinnamon dagegen wurde von Linux-Mint begonnen und ersetzt die Gnome-Shell und andere Komponenten durch eine Abspaltung, die die Tradition von Gnome 2 fortsetzt.


    MATE und Cinnamon könnten vor einer neuen Situation stehen, wenn die neuen Pläne von Gnome realisiert werden, die von Matthias Clasen vom Gnome-Veröffentlichungsteam und Vincent Untz vorgestellt wurden. Clasen kündigt mit dem Classic-Modus nichts anderes als eine offiziell unterstützte Option an, im Wesentlichen zum Aussehen von Gnome 2 zurückzukehren. Gnome sollte nicht länger die Benutzer verärgern, die »den alten Weg« bevorzugen, so Clasen.


    Die Basis dafür ist der Erweiterungs-Mechanismus der Gnome-Shell. Es stehen bereits zahlreiche Erweiterungen bereit, die in der Summe der Gnome-Shell ein Gnome-2-ähnliches Aussehen zurückgeben. Die Nachteile dieser Erweiterungen waren bisher, dass es keine Garantie gab, dass sie in einer neuen Version der Gnome-Shell noch funktionieren, und die Benutzer in diesem Fall warten mussten, bis eine neue Version der betroffenen Erweiterung erschien. Außerdem war es schwierig, unter den verfügbaren Erweiterungen, von denen viele eine überlappende Funktionalität haben, die besten zu finden.


    Die Abhilfe besteht laut Clasen darin, eine Anzahl dieser Erweiterungen offiziell zu unterstützen. Es soll sich um eine minimale Zahl von Erweiterungen handeln, die einige zentrale Elemente der Gnome-2-Oberfläche zurückbringen: ALT-TAB, Taskleiste, Buttons zum Minimieren und Maximieren von Fenstern und das Hauptmenü. Diese Erweiterungen sollen zusammen als offizielles Gnome-Modul veröffentlicht werden. Wie dieser »klassische Modus« aktiviert werden soll, ist noch nicht entschieden. Es könnte eine Einstellung im (allerdings inoffiziellen) gnome-tweak-tool oder etwas anderes sein. Auch der Name ist wohl noch nicht endgültig, da Ubuntu bereits die Gnome-Shell zur Unterscheidung von Unity als »Gnome Classic« bezeichnet und die gleiche Bezeichnung für zwei unterschiedliche Dinge nicht wünschenswert wäre.


    Die Gnome-Shell selbst soll keine Einstellungen für den Classic-Modus erhalten, da Gnome weiterhin der Ansicht ist, dass eine einheitliche, wohldefinierte Oberfläche das Ziel ist. Einige Aspekte von Gnome werden in Zukunft weitergehend konfigurierbar sein, aber das soll sich auf Dinge wie Barrierefreiheit und Suche beschränken. Nachdem die Entwickler von Gnome und Cinnamon miteinander gesprochen haben, wird Cinnamon wohl eigenständig bleiben und nicht als Alternative in Gnome integriert.


    Vincent Untz bestätigt diese Pläne und ergänzt, dass es zusätzlich Verbesserungen in llvmpipe geben soll, um die Langsamkeit des Software-Renderings etwas abzumildern. Außerdem soll ein Modus für reduzierte Ressourcen entstehen, der genutzt wird, wenn nur Software-Rendering zur Verfügung steht. In diesem sollen die meisten Animationen entfallen.


    Viele dieser Verbesserungen sollen in Gnome 3.8 Einzug halten, wenn möglich; einige davon werden vielleicht erst in Gnome 3.10 fertig.


    Abschließend weist Untz noch darauf hin, dass der Ausweichmodus nun zwar offiziell verschwindet, die von diesem verwendeten Komponenten gnome-applets, gnome-panel, gnome-screensaver, metacity, notification-daemon, polkit-gnome usw. aber nicht notwendigerweise sterben müssen. Wenn sich Leute finden, die diese Komponenten pflegen, können sie auch weiter verwendet werden, auch wenn sie nicht mehr in Gnome-Veröffentlichungen enthalten sind. Untz selbst pflegte bisher das gnome-panel, dies wird er allerdings jetzt einstellen. Untz ermutigt Interessierte dazu, diese Komponenten zu übernehmen und daraus eine eigene Desktopumgebung zu formen, die eine andere Vision als Gnome haben kann. Beispielsweise könnte MATE sich mit diesen Komponenten erneuern, denn das Projekt baut auf allmählich veraltenden Technologien auf, die irgendwann zu ersetzen sind.


    Quelle: Pro-Linux

    Das KDE-Team hat die erste Betaversion von KDE SC 4.10 vorgestellt. Neben diverse Korrekturen bringt die neue Version unter anderem einen neuen Drucker-Manager und eine schnellere Indizierung in Nepomuk.


    Gegenüber KDE SC 4.9 bringt Version 4.10 zahlreiche Änderungen, die sowohl Fehler korrigieren als auch das System erweitern. Qt Quick wird in den Plasma-Workspaces noch intensiver als zuvor genutzt. Die bereits in KDE SC 4.8 eingeführten Qt-Quick-Plasma-Komponenten, die eine standardisierte API-Implementation von Widgets mit dem nativen Plasma-Aussehen bereitstellen, wurden um neue Module ergänzt. Viele weitere Plasma-Komponenten wurden neu in Qt Quick konzipiert. Unter anderem setzen die Systemleiste, der Pager, Systembenachrichtigungen und die Wetterstation auf die neue Technologie auf. Zudem haben die Entwickler die Bildschirmsperre überarbeitet, die nun ebenfalls auf Qt Quick basiert. Dank der ebenfalls auf Qt Quick aufsetzenden Wallpapers-Engine ist es nun einfacher, animierte Desktophintergründe zu erstellen.


    Die Nepomuk-Backup-Anwendung wurde komplett umgeschrieben. Zudem liefert die Umgebung eine neue Anwendung zum Bereinigen von korrumpierten Daten in Nepomuk mit. Weitere Änderungen finden sich im Indexer wieder, der gleich neu implementiert wurde und laut Aussagen der Entwickler erheblich schneller laufen soll. Ein neues Tags-kioslave erlaubt zudem Anwendern, in jeder KDE-Applikation nach Tags zu suchen. Zahlreiche weitere Änderungen flossen zudem in den Window-Manager kwin ein. Der Texteditor Kate unterstützt nun auch Python-Plugins und der Dateimanager Dolphin führt einen parallelen Sortieralgorithmus ein.


    Eine weitere Neuerung der kommenden KDE-Version stellt der Print-Manager dar. Die Neuentwicklung ist unter anderem für die Einrichtung von Druckern und das Überwachen von Aufträgen verantwortlich. KTouch, ein Zehn-Finger-Schreibtrainer, wurde umgeschrieben und weist nun unter anderem eine einfachere Oberfläche auf. KSudoku erlaubt zudem das Drucken. Eine Liste der bereits implementierten Funktionen liefert die Funktionsauflistung von KDE SC 4.10.


    KDE SC 4.10 wird für den 23. Januar 2013 erwartet. Die Betaversion kann als Quellcode oder als Pakete für diverse Distributionen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Linux Mint 14 bringt als hauptsächliche Neuerungen einige Verfeinerungen der Oberfläche, aber auch neue Funktionen und natürlich viele Software-Updates. Zur Zeit stehen zwei Desktop-Umgebungen zur Auswahl. MATE 1.4 ist die Fortsetzung von Gnome 2, Cinnamon 1.6 dagegen ein Fork der Gnome-Shell und somit ein modifiziertes Gnome 3.


    MATE 1.4 ist laut den Mint-Entwicklern die erste Version, die sehr stabil ist und über Gnome 2 hinausgeht. Fehler, die in Gnome 2 jahrelang existierten, wurden behoben, und fehlende Funktionen wurden hinzugefügt. Bluetooth soll funktionieren und der Dateimanager Caja unterstützt jetzt Dropbox, Anzeigen des Pfades und Vergleich von Dateien. Eine Zeichentabelle wurde hinzugefügt, das Erscheinungsbild der Benachrichtigungen kann nun konfiguriert werden.


    Cinnamon 1.6 ähnelt MATE in der Optik, da es explizit dafür gemacht wurde, das Aussehen von Gnome 2 im Wesentlichen beizubehalten. Arbeitsflächen sind in Cinnamon persistent und können jetzt auch Namen erhalten. Das On-Screen-Display beim Umschalten der Arbeitsflächen ist weitgehend konfigurierbar. Das Applet »Window Quick-List« ermöglicht einen schnellen Überblick über alle Fenster auf allen Arbeitsflächen. Auch die Effekte Scale und Expo sind jetzt als Applets verfügbar. Das Benachrichtigungs-Applet merkt sich Ereignisse, die noch nicht quittiert wurden. Das Sound-Applet wurde weiter verbessert.


    Auch das Aussehen beim Umschalten zwischen Fenstern ist nun weitgehend konfigurierbar und kann eine Vorschau der Fenster enthalten. Der neue Dateimanager Nemo, ein Fork von Nautilus, wurde eng in Cinnamon integriert, was in Zukunft noch ausgebaut werden soll. Der Dateimanager wurde um zahlreiche neue Features erweitert.


    MDM, der Mint Desktop Manager, erhielt die Möglichkeit, Themes von GDM 2 zu verwenden. Benutzer können mit einem Bild angezeigt werden. Der Wechsel zwischen Benutzern wurde verbessert. Der Software-Manager besitzt nun einen eigenen APT-Client anstelle von APT-Daemon, unterstützt debconf jetzt vollständig und wurde komfortabler.


    Daneben bringt Mint 14 viele weitere Neuerungen. Das Programm USB-ImageWriter zum Schreiben von Bootimages auf USB-Sticks wurde durch MintStick ersetzt. Der Editor Gedit 3 wurde durch Gedit 2.30 ersetzt, nach Ansicht der Entwickler die stabilere Version, die mehr Funktionalität bietet. Der Kernel der 32-Bit-Version setzt nun PAE im Prozessor voraus, womit bis zu 64 GB Speicher adressiert werden können. Benutzer mit Prozessoren, die PAE nicht unterstützen, sollten bei Linux Mint 13 bleiben, das bis 2017 unterstützt wird.


    Linux Mint 14 beruht auf Ubuntu 12.10 und kann in 32- und 64-Bit-Versionen mit MATE- oder Cinnamon-Desktop von zahlreichen Spiegel-Servern heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Ein bislang unbekanntes Rootkit klinkt sich als Kernel-Modul in Linux-Systeme ein, um Schadcode in Form von Iframes in allen durch den Webserver ausgelieferten Webseiten abzulegen. Der Sinn des limitierten Schädlings ist nicht klar, doch überrascht vor allem seine Funktionsweise.


    Linux gilt immer noch als eines der sichersten Systeme. So existieren für das freie Betriebssystem weder nennenswerte Viren, noch sind große Sicherheitslücken bekannt, die das System angreifbar machen würden. Die immer noch größte Gefahr geht von unachtsamen Anwendern aus, die nicht sorgsam genug mit dem System umgehen oder ihre Systeme nicht auf dem neuesten Stand halten. Doch auch Linux-Nutzer sind von bösartiger Software nicht gefeit, wie ein am 13. November entdecktes Rootkit beweist.


    So meldete ein Benutzer ein Fehlverhalten auf seinem System, das bis dato unbekannt zu sein schien. Kunden des Unternehmens hatten herausgefunden, dass der Server der Firma mit jeder ausgelieferten Seite ein eingebundenes Iframe transportierte. Die Adresse der Seite zeigte wiederum auf eine externe Quelle, die Code ausführt und Windows-Systeme infiziert. Das Fehlverhalten ging sogar so weit, dass Error-Seiten des Servers das fragliche Konstrukt enthielten, was unter anderem die Schlussfolgerung nahe legte, dass das Problem tiefgründiger sein musste und sich nicht nur auf eine präparierte Seite des Servers erstreckte.


    Für das Fehlverhalten zeigte sich nach diversen Untersuchungen ein bislang unbekanntes Rootkit verantwortlich. Der Schädling kommt in Form eines Kernel-Moduls, das speziell für den Kernel 2.6.32-5-amd64 von Debian Squeeze compiliert wurde. Wird das knapp 500 KB große Modul auf einem passenden System geladen, führt es verschiedene Schritte durch. So fügt die Schadensroutine einen Eintrag in /etc/rc.local hinzu, um beim jedem Start geladen zu werden. Ferner extrahiert es die Speicherbereiche der vorhandenen Kernel-Funktionen, um mittels diverser Hooks die Aufrufe von »vfs_readdir()«, »vfs_read()«, »filldir64()« und »filldir()« umzuleiten und durch eigene Funktionen zu ersetzen. Sinn der Aktion ist es die eigene Existenz zu verschleiern. Denn liefert der Kernel in der Ausgabeliste einen Verweis auf eine der Schadensdateien, unterbindet das Rootkit diese Ausgabe. Im Falle der Verschleierung von Prozessen haben die Programmierer allerdings einen Fehler eingebaut, denn diese werden intern unter anderem nach ihrer ID katalogisiert und nicht nach dem Namen, so dass die gestarteten Prozesse durchaus im System sichtbar sind.


    Ein weiterer Teil der Modulinitialisierung stellt das Laden des Schadcodes dar. Hier verbindet sich das Modul mit einem Server mittels einer einfachen, durch einen Hash gesicherten TCP-Verbindung und lädt den eigentlichen Schadcode, der verschiedene Formen annehmen kann. Denkbar sind neben der bereits vorhandenen Implementierung als Iframe auch ein Javascript oder direkte HTML-Konstrukte, die Sicherheitslücken von anderen Systemen ausnutzen.


    Ist das System präpariert, initialisiert der Schädling die eigentliche Schadensfunktion. Dazu bindet es erneut einen Hook in das System ein und manipuliert die Funktion tcp_sendmsg(), die ein Teil der TCP-Output-Engine des Kernels darstellt und für den Empfang von SKB-Daten aus dem Userland oder dem Page-Cache verantwortlich ist. Hier ist es dem Rootkit nun auch möglich, in die ausgehende Verbindung eigenen Code einzuschleusen. Dazu überprüft die Funktion, ob diverse Voraussetzungen erfüllt wurden. Unter anderem muss es sich bei den Paketen um den Port 80 und einen bestimmten Content-Typ handeln. Zudem darf die Zieladresse nicht auf einer Liste von insgesamt 1708 gesperrten IP-Adressen erscheinen, die Suchmaschinenbetreibern oder Sicherheitsunternehmen gehören. Entdeckt die Funktion ein Paket, das den zuvor festgelegten Kriterien entspricht, bindet sie den Schadcode direkt in das ausgehende Paket ein.


    In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine weitgehend neue Implementierung handelt, die nicht auf bestehende Rootkits aufsetzt, kann davon ausgegangen werden, dass der Schädling explizit für diesen Zweck erstellt wurde. Ein dedizierter Angriff auf eine bestimmte Seite oder ein System kann anhand der Implementierung weitgehend ausgeschlossen werden. Auch ein ernsthafter Versuch, einen neuen, gefährlichen Schädling unter Linux zu etablieren, kann anhand diverser Indizien als ausgeschlossen gelten. So ist die Funktion des Moduls nur auf einem einzelnen System gewährleistet. Die teils sehr starren Konstruktionen sowohl des Kernelmoduls wie aber auch der Sendeeinheit sind extrem fehleranfällig und führen zudem zu einer schnellen Entdeckung des Tools.


    Unklar bleibt der Verbreitungsweg des Schädlings. Das eigentliche Kernelmodul verfügt diversen Untersuchungen nach über keinerlei Reproduzierungsfunktionalität. Dementsprechend bleibt noch zu klären, wie sich das Rootkit auf dem System des Anwenders einnisten konnte. Auch die Frage der Größe des Moduls wirft Fragen auf. So war das Modul weder von Debug-Informationen bereinigt noch optimiert. Die Extraktion der Symbole des Kernels bedient sich primitivster Hilfsprogramme und verzichtet auf typische Kernel-Funktionen. Im Gegensatz dazu weisen andere Bereiche des Codes interessante Ansätze und fortschrittliche Ideen auf. Dementsprechend gehen Beobachter davon aus, dass es sich bei dem Modul um einen Teil eines Systems handelt, das offenbar noch in der Erprobungsphase steckt und noch nicht ganz fertig zu sein scheint. Im jetzigen Zustand erfüllt das Rootkit allerdings nur bedingt seine Aufgabe und taugt nicht für eine ernsthafte Anwendung. Ganz zu schweigen von einem Posten eines ernsthaften, bösartigen Rootkits unter Linux.


    Quelle: Pro-Linux

    Geht es nach dem Veröffentlichungsteam von Gnome, wird Version 3.8 im April 2013 ohne Ausweichmodus erscheinen. Gnome wird dann nur noch auf x86-Rechnern laufen und 3D-Hardwarebeschleunigung voraussetzen.


    Wie Matthias Clasen berichtete, diskutierte das Veröffentlichungsteam von Gnome, wie für Gnome 3.8 mit dem Ausweichmodus verfahren werden sollte. Der Ausweichmodus stellt für Gnome mehr und mehr ein Problem dar, da er von Anfang an nur als Übergangslösung gesehen wurde. Er wird von Gnome kaum gepflegt und getestet. Einige Anwendungen funktionieren nun nicht mehr, wenn auf dem Rechner kein OpenGL verfügbar ist, da sie nun OpenGL voraussetzen. Waren sie zuvor noch im Ausweichmodus nutzbar, sind sie nun ohne OpenGL gar nicht mehr einsetzbar. Damit ist ein weiteres Argument für den Ausweichmodus hinfällig.


    Für das Veröffentlichungsteam stellte sich daher die schon früher geäußerte Frage: Abschaffen oder beheben? Eine Abschaffung des Ausweichmodus würde Gnome um etliche Module verkleinern und könnte andere ein Stück weit vereinfachen.


    Das Veröffentlichungsteam hat nun deshalb beschlossen, den Ausweichmodus abzuschaffen. Es ist der Meinung, dass es nicht möglich ist, den Ausweichmodus in vernünftiger Qualität zu pflegen. Schon in Gnome 3.8 wird der Modus nicht mehr verfügbar sein, sofern sich nicht die Stimmen durchsetzen, die Bedenken gegen diesen Schritt äußern. Die bekannten Bedenken fasste Debian-Entwickler Josselin Mouette in seiner Antwort zusammen: Einige Grafiktreiber funktionieren nicht gut genug mit 3D-Beschleunigung, so dass hier Alternativen nötig wären. Die Alternative für die nicht 3D-beschleunigte Hardware heißt llvmpipe, diese hat jedoch erhebliche Geschwindigkeitsprobleme. Die Geschwindigkeit liegt um Größenordnungen unter der von 3D-Beschleunigung. Möglicherweise reicht sie auf extrem schnellen Rechnern aus, aber auf den meisten Rechnern, die llvmpipe einsetzen müssen, wird Gnome unbenutzbar für die tägliche Arbeit.


    Die meisten Nicht-x86-Rechner funktionieren mit llvmpipe noch nicht, weitere Probleme mit der Portierbarkeit gibt es für andere freie Systeme wie OpenBSD. Zudem zweigt die Gnome-Shell einen Teil der Grafikleistung für eigene Zwecke ab, was die Geschwindigkeit von Programmen, die den Grafikprozessor nutzen, laut Mouette herabsetzt.


    Quelle: Pro-Linux

    Ab sofort steht die neue Opensuse-Version 12.2 auch für die ARMv7-Plattform zur Verfügung. Sie enthält gegenüber dem letzten Veröffentlichungskandidaten für ARM von Anfang Oktober vor allem eine Reihe von Fehlerkorrekturen und einen in einigen Punkten veränderten YaST-Installer.


    Die ARM-Version von Opensuse soll laut Veröffentlichungsankündigung auf einer Reihe von Systems-on-a-Chip (SoC) laufen, wie zum Beispiel Nvidia Tegra 2, Omap3 und Omap4 von Texas Instruments oder Marvell ArmadaXP 510 und I.MX51 von Freescale. Außerdem stehen Images von Opensuse für ARM wahlweise mit Xfce-Desktop und ohne GUI (JeOS) etwa für Beagle Board, Panda Board und Efika MX oder den Emulator Qemu zum Herunterladen zur Verfügung.


    Ferner hat die Opensuse-Gemeinschaft bereits Varianten für Calxeda Highbank, CuBox, MX53 Loco und Samsung Origen Board in Arbeit, bzw. fertig. Opensuse 12.2 für ARM soll sogar auf dem ARM-Netbook Toshiba AC100 funktionieren, was aus der Webseite Unterstützte ARM-Boads hervorgeht. Die liefert auch Informationen und Verweise auf verschiedene Installations-Anleitungen für die verschiedenen Boards.


    Quelle: Pro-Linux

    Linux-Initiator Linus Torvalds, der wie viele andere zu Xfce gewechselt war, als Gnome 2 in seiner Distribution nicht mehr verfügbar war, versucht jetzt nach eigenen Angaben wieder KDE als Desktopsystem.


    Auf seiner Google+-Seite schreibt Torvalds, dass er nach langer Pause erstmals wieder KDE als Desktop ausprobiere. Eine Desktopumgebung muss für ihn funktional und konfigurierbar sein, so dass nichts seiner Produktivität im Weg steht. Dementsprechend findet er momentan, dass KDE noch etwas zu sehr nach einem Cartoon aussehe, aber ansonsten findet er wenig an KDE auszusetzen. Er bemängelte lediglich das Standard-Verhalten der Widgets und Plasmoids, beim Überfahren mit dem Mauszeiger gleich die zugehörigen Steuerelemente einzublenden. Dieses für ihn äußerst lästige Verhalten kann jedoch abgestellt werden.


    Begeistert ist Torvalds dagegen von der generellen Möglichkeit, alles nach Wunsch zu konfigurieren. Einiges davon mag exzessiv sein, besonders für Leute, die Gnome gewohnt sind. Torvalds selbst findet es seltsam, dass es beispielsweise die Möglichkeit gibt, die Rotation der Desktop-Widgets festzulegen, wie man es will. Das und diverse andere Dinge fühle sich ziemlich drogenbeeinflusst an. Seine Terminal- und Browser-Buttons sehen momentan aus, als habe ein Betrunkener seinen Desktop konfiguriert, was er aber bald wieder auf normale Einstellungen zurückändern werde.


    In der Frühphase von KDE 4 hatte Torvalds das neue Desktopsystem noch als unbenutzbar bezeichnet und war zu Gnome 2 gewechselt, das in der Zwischenzeit ausgereift und einigermaßen konfigurierbar war. Nachdem das von ihm verwendete Fedora aber Gnome 2 nicht mehr anbot, hatte er im August 2011, wie mehrere andere Kernel-Entwickler, Gnome 3 als heilloses Durcheinander bezeichnet, sich vom Fedora-Projekt einen Fork von Gnome 2 gewünscht und war zu Xfce gewechselt. Die Kritik an Gnome 3.0 entzündete sich vor allem an der Umständlichkeit der Bedienung bei manchen Aktionen. Mit Gnome 3.2 verringerte sich dann seine Kritik: »Hey, mit gnome-tweak-tool und der Dock-Erweiterung beginnt Gnome 3.2 beinahe benutzbar auszusehen.« Doch seine Hoffnung, dass diese Erweiterungen ein Teil der Standard-Gnome-Shell werden und über die normale Systemkonfiguration zugänglich gemacht werden, statt irgendwo verborgen zu sein, wurde wohl nicht erfüllt, was er allerdings auch nicht erwartet hatte.


    Quelle: Pro-Linux

    Die norwegische Softwareschmiede Opera Software ASA hat eine neue Version ihres Webbrowsers veröffentlicht. Der Opera 12.10 kommt mit vielen Erweiterungen, mit denen Anwender Zeit sparen können oder die soziale Netzwerke direkt in den Browser integrieren.


    Die Entwickler haben den Opera 12.10 darauf getrimmt, jetzt auch das SPDY-Protokoll zu unterstützen. SPDY ist eine von Google entwickelte Alternative zu HTTP, mit deren Hilfe sich Webseiten schneller laden lassen sollen. Der Browser kennt das International Color Consortium (ICC) Profile v4, das eine realistischere Darstellung von Fotografien ermöglicht. Aus dem HTML5-Standard werden jetzt die Fullscreen-API und die Page-Visibility-API unterstützt und der Opera 12.10 kommt besser mit Web-Sockets und dem CSS Flexible Box Layout Module klar.


    Opera hat das Angebot an Erweiterungen ausgebaut. Mit den kleinen Zusatzprogrammen können Anwender das Wetter im Blick behalten, kleine Helferlein zu Rate ziehen, wenn sie Webapplikationen entwickeln, Textschnippsel beim Überfahren mit der Maus übersetzen lassen, Aktienkurse verfolgen oder ihre Privatsphäre besser schützen. Darüber hinaus gibt es viele Erweiterungen, mit denen Anwender sich ohne Umwege über Webseiten in soziale Netzwerke stürzen können.


    Operas Webbrowser läuft unter Linux, Mac OS X und MS Windows. Darüber hinaus ist der Browser auch für mobile Geräte mit Android und iOS zu haben. Die aktuelle Version 12.10 ist auf der Downloadseite verfügbar.


    Quelle: Pro-Linux