Beiträge von Suse-Newbie

    Finnix, ein Debian-basiertes Live-Linux für Sysadmins, ist in Version 106 mit aktualisierter Software verfügbar. Gleichzeitig hat das distributionseigene Buildsystem NEALE Premiere.


    Die neue Release verwendet den Linux-Kernel 3.5 und behebt damit auch einen Bug in der Vorgängerversion, der das System einfrieren ließ, wenn sich eine erweiterte Partition auf der Festplatte befand. Der Softwarestand entspricht Debian Testing vom 24. Oktober.


    Das Buildsystem NEALE (Normalized Extraction and Assembly of LiveCD Environments) kam nicht nur zum Bau der neuen Finnix-Version zum Einsatz, die Software steht nun auch als eigenes Projekt zum Download bereit. Sein zentraler Bestandteil ist das Skript "build-neale", das die benötigten Komponenten herunterlädt, ein Debian-Bootstrap installiert und zunächst ein temporäres, dann das endgültige Apt-Repository anlegt. Zwei weitere Skripte bauen das komprimierte Root-Dateisystem und das CD-Abbild. Weitere Informationen und die GPL-lizenzierten Skripte gibt es auf einer Wiki-Seite.


    Finnix 106 steht auf der Projekt-Homepage in Form von ISO-Images für x86 und PowerPC zum Download bereit. Für amd64-Rechner kommt ein 64-Bit-Kernel mit 32-Bit-Userland zum Einsatz.


    Quelle: Linux-Community

    Nach der kürzlich erfolgten Freigabe von Gnome 3.6 hat das Projekt mit der Arbeit an der Entwicklerversion 3.7.x begonnen, welche Grundlage für die kommende, stabile Version 3.8 ist.


    Der Gnome-Entwickler Matthias Clasen hat auf der Entwicker-Mailingliste bekannt gegeben, dass die erste Entwicklerversion 3.7.1 von Gnome 3.8 bereits verfügbar ist.


    Ferner erläutert Matthias Clasen in einem Blog-Eintrag, welche Neuerungen bereits in die erste Entwicklerversion eingeflossen sind. Ein Punkt ist die Anbindung an die Private Cloud von Owncloud mit Hilfe von Gnome-Online-Accounts. Darüber hinaus gibt es bereits eine offene Wunschliste, auf der Entwickler mögliche neue Funktionen für Gnome 3.8 diskutieren. Demnach stehen offenbar auch eine Überarbeitung des UIs beim Videoplayer Totem und automatische Updates für Shell-Extensions auf dem Plan. Offen ist noch die Diskussion, ob der 2D-Fallback-Mode fallengelassen wird oder in Zukunft bessere Unterstützung erhalten soll, etwa auf Basis des Software-Renderers llvmpipe, wie er auch bei Unity zum Einsatz kommt.


    Schnappschüsse der Entwicklerversion stehen im Downloadbereich des Gnome-Projektes zur Verfügung. Die aktuelle Version findet sich unter Core und Apps, jeweils im Zweig /3.7/3.7.1.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Entwickler von Puppy Linux haben Precise Puppy 5.4 freigegeben, eine neue Variante, die mit Ubuntu 12.04 kompatibel ist.


    Puppy Linux ist mittlerweile eine Familie von unabhängigen Linux-Distributionen, die alle auf niedrigen Speicherbedarf ausgelegt sind. So soll Puppy auch auf älteren Rechnern gut laufen, und ab 256 MB RAM soll es sich vollständig im Speicher befinden. Puppy Linux wird mit dem Woof-System zusammengestellt. Woof kann Binärpakete von beliebigen anderen Distributionen nehmen und daraus eine neue Distribution generieren. Version 4.x von Puppy beruhte auf der Metadistribution T2, ebenso wie Quirky, das als experimentelle Weiterentwicklung von Puppy gilt. Daneben gibt es beispielsweise Pupeee, eine Distribution für Netbooks, und eine größere Zahl weiterer Derivate, Puplets genannt.



    Neben der langfristig unterstützten Version 5.x »Wary Puppy«, die aktuell noch bei Version 5.3 ist, sind andere Varianten wie »Lucid Puppy« (Lupu) auf Basis von Ubuntu 10.04 LTS und Slacko auf Baus von Slackware entstanden. Das neueste Familienmitglied hört auf den Namen Precise Puppy und trägt die Versionsnummer 5.4, zu der es aktuell noch keine korrespondierende Version von Puppy oder Wary Puppy gibt. Eine Version 5.4 von Slacko ist dagegen angekündigt.


    Precise Puppy 5.4 beruht auf Ubuntu 12.04.1 LTS und will von dessen großer und aktueller Paketauswahl profitieren. Die Benutzer haben Zugriff auf das komplette Ubuntu-Repositorium, um fehlende Programme nachzuinstallieren. Da Ubuntu 12.04 fünf Jahre lang unterstützt werden soll, soll das auch für Precise Puppy gelten. Laut Chefentwickler Barry Kauler enthält diese Puppy-Version viele Änderungen im Grundsystem gegenüber der im April veröffentlichten Version 5.3 von Puppy, insbesondere in der Paketverwaltung PPM.


    Der Kernel von Precise Puppy 5.4, der von Ubuntu stammt, ist mit PAE-Unterstützung erstellt. Dadurch ist er nicht auf Pentium-4-Systemen lauffähig. Kauler will das Problem durch einen PAE nicht unterstützenden Kernel beheben, der in wenigen Tagen verfügbar sein soll. Kauler weist außerdem darauf hin, dass der freie Nvidia-Grafiktreiber Nouveau auf manchen Systemen nicht funktioniert. In diesem Fall muss man auf die X.org-Treiber nv oder vesa umsatteln.


    Precise Puppy 5.4 ist als 157 MB großes ISO-Image auf ibiblio.org verfügbar. Puppy enthält einen Universal-Installer, mit dessen Hilfe sich die kleine Distribution in wenigen Minuten auf verschiedensten Medien installieren lässt.


    Quelle: Pro-Linux

    Der freie Flash-Player Lightspark verspricht in Version 0.7.0 bessere Kompatibilität mit ActionScript und höhere Geschwindigkeit.


    Lightspark ist eine freie Implementierung der offiziell von Adobe freigegebenen Spezifikation des Dateiformats SWF. Sie nutzt moderne Funktionalität wie JIT-Compilierung von ActionScript in nativen x86-Code mittels LLVM, Parallelverarbeitung auf mehreren CPUs und Hardware-beschleunigte Darstellung mit OpenGL-Shadern (GLSL). Sie konzentriert sich auf eine robuste Unterstützung für Actionscript 3 und lässt den Ballast älterer Versionen beiseite.


    Version 0.7.0 von Lightspark stellt nach Angaben des Projekt-Initiators Alessandro Pignotti das Ergebnis der Arbeit mehrerer Monate dar. Eine ganze Reihe von Verbesserungen und Korrekturen wurden vorgenommen. Flash-Dateien, die mit LZMA komprimiert sind, werden jetzt unterstützt. Verbesserungen gab es bei BitmapData, ExternalInterface (Browser-Integration), der ActionScript-Kompatibilität, der Geschwindigkeit und den Speicheranforderungen der virtuellen Maschine und der XML-Unterstützung. Der Bytecode kann nun zur Laufzeit optimiert werden, was aber noch experimentellen Charakter hat. JPEG-Bilder sollen jetzt schneller geladen werden und XMLSocket wird unterstützt. Die Maskierung wurde dagegen vollständig neu entworfen und implementiert.


    Pignotti steht nun vor einem neuen Problem, für das nach Unterstützung gesucht wird. Die Entwickler beobachten bei einigen Webseiten in letzter Zeit, dass diese Bibliotheks-Code in Form von SWZ-Dateien nachladen. Das Dateiformat dieser Flash-Dateien sei nicht dokumentiert und möglicherweise verschlüsselt oder absichtlich schwer verständlich gemacht. Den Entwicklern ist es noch nicht gelungen, das Format zu entschlüsseln. Wer dazu nähere Informationen besitzt, sollte sich an die Entwickler wenden.


    Lightspark 0.7.0 steht auf der Projektseite auf Launchpad im Quellcode zum Download bereit.


    Quelle: Pro-Linux

    Crux, eine Linux-Distribution für erfahrene Anwender, ist in Version 2.8 mit aktualisierter Software erhältlich.


    Die neue Release verwendet Kernel 3.5.4 und aktualisiert die Toolchain auf Glibc 2.16.0, GCC 4.7.2 und Binutils 2.22. Für die Grafik sorgt Xorg 7.7 mit Xorg-Server 1.13.0. Daneben steigt die Distribution von den Module-Init-Tools auf Kmod um.


    Die Entwickler raten zu einer Neuinstallation, da ein Upgrade wegen zahlreicher inkompatibler Änderungen scheitern dürfte. Unter anderem gibt es Versionssprünge bei Bibliotheken wie Libmpc, OpenSSL, Libtiff und Libpcre.


    Crux sieht sich als kompakte Distribution, die einfach aufgebaut ist und der Upstream-Software kaum Tools hinzufügt. Die Softwareinstallation erfolgt über ein quelltextbasiertes Ports-System. Daneben sind die Anwendungen meist nur in Englisch verfügbar.


    Weitere Informationen finden sich auf der Crux-Homepage. Dort steht Version 2.8 als ISO-Image für CD und USB-Speicher zum Download bereit.


    Quelle: Linux Community

    Im Dateisystem ext4 wurde ein Fehler entdeckt, der zu Datenverlusten führen kann. Allerdings stellte sich jetzt heraus, dass dies nur unter bestimmten Bedingungen bei einem unsauberen Herunterfahren passieren kann.


    Es begann mit einer Meldung von »Nix« auf der Linux-Kernel-Mailingliste, der mit der Kernel-Version 3.6.3 eine Zerstörung seines ext4-Dateisystems auf einem Server meldete. Zunächst hatte er keine weiteren Informationen, doch später konnte er das Problem reproduzieren. Kurz danach meldete sich ext4-Hauptentwickler Theodore Ts'o zu Wort. Er glaubte, das Problem identifiziert zu haben und nannte einen Patch als Ursache, der in Kernel 3.6.2 und andere stabile Kernel-Versionen aufgenommen wurde.



    Für die stabilen Kernel-Updates gilt die strikte Richtlinie, dass sie Fehler beheben oder Geschwindigkeitsoptimierungen bringen müssen. Der fragliche Patch wurde am 28. August von Eric Sandeen in den Entwicklungszweig des Kernels eingebracht. Er sollte seinerseits nur eine Regression korrigieren, die durch einen Patch von Jan Kara im März entstanden war, der eigentlich nur den Code lesbarer machen sollte, indem er eine Funktion in mehrere kleinere zerlegte.


    Inzwischen stellte sich heraus, dass die erste Analyse von Ted Ts'o falsch war. Wäre das Problem tatsächlich so gravierend wie anfänglich angenommen, hätte es viele Benutzer betroffen, da unter anderem Fedora bereits den Kernel 3.6.2 ausliefert. Tatsächlich gibt es bisher nur zwei bekannte Fälle, und das Problem scheint nur unter sehr speziellen Bedingungen aufzutreten, wie nach weiteren Analysen und Rückfragen bei den Betroffenen offenbar wurde. Man muss dazu offenbar die Option -l von umount (Lazy Unmount) nutzen und vorzeitig ein Herunterfahren des Systems einleiten, dazu muss noch die Mount-Option nobarrier kommen.


    Wie Ted Ts'o auf Google+ erklärte, ist es damit unwahrscheinlich, dass außer den bekannten Fällen jemand von dem Fehler betroffen war. Es ist noch etwas unklar, ob das Problem erst in Version 3.6.2 eingeführt wurde; es scheint eher, als dass es schon länger bestand. Es gibt inzwischen Testfälle, um den Fehler zu reproduzieren, und der Code wird noch untersucht.


    Das Dateisystem ext4 wird generell ständig mit einer umfangreichen Testsuite gequält, um Fehler weitgehend auszuschließen, wie Ts'o weiter erklärt. Vor diesem Hintergrund zeigt er sich verärgert über die Berichterstattung in einigen Medien, die den Fehler möglicherweise übertrieben darstellten. Dies stelle ext4 in ein schlechtes Licht, was völlig ungerechtfertigt sei. Allerdings können sich diese Medien alle auf seine anfängliche Analyse berufen, die sich als falsch oder zumindest unvollständig herausstellte. Dies ist eben der Unterschied zwischen der offenen Entwicklung von Linux und der geschlossenen von proprietären Systemen. Bei letzteren wären falsche Vermutungen nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Bei letzteren ist allerdings auch der Verdacht erlaubt, dass selbst schwerste Probleme verschwiegen werden, so lange es möglich ist.


    Quelle: Pro-Linux

    Wie Marcus Meissner in einer E-Mail an die Security-Liste des Projektes schreibt, endet die Unterstützung der Version 11.4 von OpenSuse planmäßig im November 2012. Allerdings will das Evergreen-Projekt diese Version weiter am Leben erhalten.


    OpenSuse Linux 11.4 wurde im März 2011 veröffentlicht und erhielt bis jetzt eine Reihe von Sicherheitsupdates. Benutzer der alten Version sollten allerdings bis November über eine Migration ihrer Systeme auf eine neue Version der Distribution nachdenken. Wie das Projekt bekannt gab, wird es ab dem 5. November 2012 keine weiteren Sicherheitsupdates mehr für Opensuse 11.4 geben. Von diesem Zeitpunkt an wird OpenSuse 11.4 offiziell nicht mehr gepflegt.


    Es sieht laut Meissner danach aus, als ob OpenSuse 11.4 ähnlich wie OpenSuse 11.2 und 11.1 im Zuge des Evergreen-Projektes weiter gepflegt wird. Einzelheiten sind aber noch nicht bekannt. Anwender, die auch nach dem 5. November eine offizielle Unterstützung erhalten wollen, werden angehalten, eine neuere Version der Distribution zu nutzen oder auf eine Unternehmensvariante zu wechseln. Für die aktuellen Versionen OpenSuse 12.1 und OpenSuse 12.2 wird das Projekt weiterhin Sicherheitsupdates anbieten. Der Support wird bei OpenSuse 12.1 voraussichtlich im Mai 2013 enden. Für OpenSuse 12.2 ist das Ende des Unterstützungszeitraums noch nicht bekannt, da es davon abhängt, wann die übernächste Version von Opensuse erscheint. Das Ende der Unterstützung liegt voraussichtlich zwei Monate nach deren Erscheinen.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Desktop-Distribution Zenwalk ist in Version 7.2 mit aktualisierter Software zu haben.


    Das Slackware-basierte Zenwalk passt nach wie vor auf eine einzige 700-MByte-CD und bietet für jeden Zweck eine Anwendung an. In der neuen Ausgabe sind das unter anderem Libre Office 3.6.2, Firefox und Thunderbird 15.0.1 sowie Gimp 2.8.2 samt der Desktopumgebung Xfce 4.10.


    Die Release verwendet Kernel 3.4.8 mit dem Scheduler BFS, der als besonders Desktop-freundlich gilt. Den Paketmanager Netpkg haben die Entwickler verbessert, sodass er nun mehrere Spiegelserver verwenden kann.


    Weitere Informationen sowie das ISO-Image zum Herunterladen gibt es auf der Zenwalk-Homepage.


    Quelle: Linux Community

    Mozilla hat die neue Version 16 des Webbrowsers Firefox freigegeben, die durch die neue inkrementelle Garbage Collection weniger Aussetzer aufweisen soll.


    Auch Firefox 16, der wie geplant sechs Wochen nach Version 15 erscheint, enthält nur wenige Änderungen gegenüber dem Vorgänger. Unter den sichtbaren Änderungen findet man die anfängliche Unterstützung von Web-Apps. Web-Apps werden mit Standard-Web-Technologien geschrieben und unterscheiden sich von Webseiten dadurch, dass sie vom Benutzer installiert werden, ihr Code lokal ausgeführt wird und sie gegebenenfalls auch offline laufen können.


    Die größte Änderung in Firefox 16 ist allerdings die inkrementelle Garbage Collection, die über ein Jahr in Entwicklung war. Die Garbage Collection sorgt für die Freigabe von nicht mehr benötigtem Speicher von JavaScript-Code. Der in C/C++ geschriebene Kern des Browsers ist daher nicht betroffen.


    Die Garbage Collection dauert umso länger, je mehr Tabs geöffnet sind und je mehr Speicher belegt ist. Während der Garbage Collection steht der Browser still, was sich beim Anwender bei bisherigen Firefox-Versionen durch spürbare Aussetzer bemerkbar machte. Insbesondere bei vielen geöffneten Tabs konnte sich die Dauer der Speicherbereinigungsfunktion gelegentlich auf 500 ms und mehr belaufen. Das soll mit der neuen inkrementellen Garbage Collection seltener der Fall sein, weil Firefox 16 die Arbeit in Zeitschlitze von etwa 10 ms Dauer aufteilt. Nicht alle Phasen der Garbage Collection konnten bisher so optimiert werden, so dass es laut den Entwicklern immer noch Aussetzer geben kann, besonders bei vielen geöffneten Tabs. Dies soll in den kommenden Versionen weiter verbessert werden. Ein Teil der Verzögerungen kann auch auf andere Ursachen zurückgehen, die im Rahmen des Snappy-Projektes gelöst werden sollen.


    Die Desktop-Version von Mozilla 16 bringt zudem eine Reihe neuer Funktionen für Entwickler, die über eine neue Entwickler-Werkzeugleiste am unteren Rand des Browser-Fensters erreichbar sind. Diese gewährt schnellen Zugriff auf alle Entwicklerwerkzeuge, darunter auch eine neue Kommandozeile, über die sich die einzelnen Werkzeuge direkt ansteuern lassen, wie etwa console open zum Öffnen der Konsole. Auf diese Weise lässt sich auch der integrierte Debugger steuern, die Größe des Fensters anpassen, die 3D-Ansicht der Seite steuern oder CSS bearbeiten. Detaillierte Informationen zur neuen Kommandozeile finden sich in einem Blog-Eintrag auf Mozilla Hacks. Mozilla hat außerdem die Hersteller-Präfixe einiger Funktionen und CSS-Eigenschaften entfernt, etwa bei CSS3-Animationen, Transitionen, Transformationen, Image Values, Values & Units und bei IndexedDB. Daneben wurde eine Liste der zuletzt geöffneten Dateien in Scratchpad implementiert.


    Die neue Android-Version besitzt jetzt wie zahlreiche andere Browser einen Lesemodus. Dieser stellt die wesentlichen Inhalte einer Webseite besonders heraus, indem er etwa Werbung ausblendet, Bilder neu formatiert oder Schriften vergrößert. Ferner erlaubt es der Lesemodus, Inhalte mit anderen Browsern über Bluetooth, E-Mail und SMS zu teilen, wozu ein Share-Button zur Verfügung steht. »Firefox Sync« ist jetzt auch in der Mobilversion implementiert. Außerdem soll die neue Version vor bösartigen URLs schützen, mit denen die Inhalte auf dem Smartphone gelöscht werden können.


    Firefox 16 steht in zahlreichen Sprachen für Linux, Android, Mac OS X und Windows zum Download bereit. Die 64-Bit-Version für Linux findet man auf dem FTP-Server.


    Quelle: Pro-Linux

    In Afrika, wo die Hälfte der Bevölkerung unter 20 jahre alt ist, wächst derzeit eine sehr computer-affine Generation von Bürgern heran.


    Die Entwicklung einer IT-Infrastruktur in den Ballungszentren der afrikanischen Staaten ist in vollem Gange. Vielerorts setzt man dabei auf Open Source Software. Nigeria richtet seit einigen Jahren eine jährliche Open Source Konferrenz aus. In Kenia setzt die Regierung aus Kostengründen auf freie Software.


    Seit 10 Jahren versucht die Free Software and Open Source Foundation for Africa (FOSSFA), unterstützt von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), die bei Weitem nicht nur monetären Vorteile von freier Software zu vermitteln. Viele weitere Initiativen helfen Existenzgründern, freie Software sinnvoll einzusetzen oder bieten Kurse zu den Vorteilen von Open Source für die Bevölkerung an.


    Die massive Nutzung freier Software ruft gemeinhin die Hersteller proprietärer Software auf den Plan. So ist in Afrika Microsoft besorgt um zukünftige Marktanteile. In gewohnter Manier werden Halb- und Unwahrheiten plaziert, um Verunsicherung zu schaffen.


    Paul Roy Owino, Microsofts technischer Berater für den Osten und Süden Afrikas, reagierte prompt auf die Ankündigung der kenianischen Regierung, man werde mit dem Ausrollen freier Software in Behörden und Ministerien demnächst beginnen. Er lies am Rande einer Sicherheitskonferrenz in Nairobi verlauten, die Regierung setze sich dem erhöhten Risiko aus, erfolgreich von Hackern attakiert zu werden. Er sieht die Regierung nicht in der Lage, die Risiken freier Software erfolgreich zu handhaben. Wörtlich fährt er fort: »Wie andere Hersteller urheberrechtlich geschützter Software auch stehen wir in der Verantwortung im Fall dass unsere Software von aussen kompromitiert wird. Anders sieht das im Fall nicht urheberrechtlich geschützter Software aus.« Egal wie man den Satz auch dreht, die Aussage, Open Source Software sei »non-copyrighted software«, bleibt bestehen.


    Die Aussage, Open Source Software sei unsicherer als ihr proprietäres Gegenstück hat bereits 1999 Bruce Schneier ins Land der Märchen und Sagen verwiesen. Schneier und die IT-Sicherheitsbranche sehen seit langem Open Source als geradezu notwendig für gute Sicherheit in Software. Studien belegen außerdem, dass Fehler in freier Software schneller und nachhaltiger beseitigt werden als in proprietärer Software.


    Afrika hat mit dem Einsatz von Open Source nicht nur die Chance auf Einsparungen im IT-Sektor sondern kann eine unabhängige und kreative IT-Landschaft entwickeln, die den Gegebenheiten der lokalen Märkte Rechnung trägt.


    Quelle: Pro-Linux