Beiträge von Suse-Newbie

    Das LibreOffice-Projekt hat die Verfügbarkeit der Version 3.6.2 der freien Office-Suite angekündigt. In diesem planmäßigen Update werden einige Fehler der Version 3.6 behoben.




    Zwei Monate nach LibreOffice 3.6 hat The Document Foundation (TDF) eine verbesserte Version der freien Office-Suite für Linux, Mac OS X und Windows veröffentlicht. LibreOffice 3.6.2 behebt eine Reihe von Fehlern und verbessert darüber hinaus die Stabilität des Programms. Die vollständige Liste von Korrekturen kann man den Änderungslogs hier und hier entnehmen. Neue Funktionen wurden nicht hinzugefügt.




    Die TDF empfiehlt, den Einsatz in größeren Firmen in Zusammenarbeit mit einem Support-Partner zu planen, der die spezifischen Anforderungen beurteilen, die Migration unterstützen und maßgeschneiderte Unterstützung für auftretende Probleme anbieten kann. Durch den Erwerb von Support für LibreOffice bei einem TDF-Partner können, so die TDF, Organisationen indirekt einen finanziellen Beitrag zum Projekt und zur Weiterentwicklung der Software leisten, der es erlaubt, die Stabilität weiter zu verbessern und die Entwicklung zu beschleunigen.




    LibreOffice 3.6.2 ist in etwa einhundert Sprachen verfügbar. Die aktualisierte Version ist auf den Webseiten des Projektes unter de.libreoffice.org erhältlich.




    Die LibreOffice-Gemeinschaft verzeichnet nach eigenen Angaben eine steigende Zahl von Migrationen. Aktuell gibt es Neuigkeiten aus dem irischen Limerick, wo die Stadtverwaltung alle 450 Arbeitsplätze auf LibreOffice umgestellt hat.




    Die LibreOffice-Konferenz, die vom 17. bis 19. Oktober in Berlin stattfindet, nähert sich nun rasch. Die Registrierung ist noch bis zum 8. Oktober möglich. Die Konferenz findet im Konferenzzentrum des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin-Mitte statt.




    Quelle: Pro-Linux

    Das OpenSuse-Projekt hat bekannt gegeben, dass der erste Meilenstein der kommenden Version 12.3 heruntergeladen und getestet werden kann. Die aktuelle Vorschau enthält verglichen mit openSUSE 12.2 nur wenige große Neuerungen und konzentriert sich vorwiegend auf die Aktualisierung von Anwendungen.
    Der erste Meilenstein der kommenden Version 12.3 von OpenSuse basiert auf einem Kernel 3.6.0-rc7. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die Desktopumgebung KDE 4.9.1, Glibc 2.16 und X.org 1.13 samt aktualisierten Treibern. Neu in der kommenden Version ist ebenfalls der SourceCodePro-Font von Adobe. Zudem haben die Entwickler der Distribution eine Unterstützung des OPUS-Codecs spendiert und jpegv6 durch jpeg-turbo als jpegv8-Implememtierung ersetzt. Des Weiteren wurden Qt auf die Version 4.8.2, Emacs auf 24.2, OpenJDK auf 1.7.0.6, zsh auf 5.0 und der Medienanspieler Banshee auf die Version 2.5.1 angehoben.


    Ein Zeitpunkt der Freigabe von OpenSuse 12.3 steht noch nicht fest. Zwar diskutieren die Entwickler mögliche Optionen, eine Entscheidung über ein konkretes Datum soll aber schlussendlich erst Ende des Monats auf der diesjährigen OpenSuse Konferenz in Prag gefällt werden.


    Wie auch alle anderen frühen Milestones von OpenSuse, richtet sich auch der erste Schnappschuss der Version 12.3 nicht an Endanwender, sondern an Entwickler, die sich mit der neuen Funktionalität bereits vor der Freigabe auseinandersetzen, oder zur Gestaltung des Produktes beitragen wollen. OpenSuse 12.3 kann ab sofort von der Seite des Projektes in Form zahlreicher Varianten heruntergeladen werden. Unter anderem werden neben der Installations-DVD auch Abbilder für Live-Medien mit KDE und Gnome angeboten.


    Quelle: Pro-Linux

    Nach 11 Monaten teils »ermüdender Arbeit« hat das openSuse-Projekt den ersten Veröffentlichungskandidaten von openSuse für ARM herausgegeben.


    Wie Jos Poortvliet im Projekt-Blog berichtet, wurde der erste Kandidat für openSUSE 12.2 auf der ARM-Architektur jetzt freigegeben. Seit den ersten Diskussionen über ein solches Unterfangen auf der openSUSE Conference in 2011 wurde die Portierung in 11 Monaten fertiggestellt. Der jetzt vorliegende Port basiert auf der ARMv7 Architektur.


    opensuse für ARM ist für die Cortex-A Prozessoren der ARM-Architektur ausgelegt. Das bedeutet aber nicht, dass alle Geräte, die einen ARMv7-SoC besitzen, auch unterstützt sind. Die Suse-Entwickler haben sich aus Machbarkeitsgründen im gegebenen Zeitrahmen bei dieser Veröffentlichung für die Unterstützung der SoCs OMAP3 und OMAP4 von Texas Instruments, der Marvell ArmadaXP 510 und der I.MX51 SoCs von Freescale entschieden. Diese sind beispielsweise auf Beagleboards und Pandaboards sowie im Efika-MX Smarttop zu finden.


    Für diese Boards und Geräte liegen Abbilder auf der Downloadseite des openSuse-Projekts. Außerdem gibt es ein Abbild für VersatileExpress, das in Qemu benutzt werden kann sowie einen generischen Tarball. Die xz-Archive enthalten dabei ein volles Abbild (Dateisystem, Kernel und Initrd), die tar.bz-Archive dagegen nur Kernel und Initrd.


    Detaillierte Informationen zu den einzelnen unterstützten Plattformen vermittelt eine Wikiseite. Ein weiteres Wiki informiert über Besonderheiten bei der Handhabung der Abbilder für einzelne Geräte oder Platinen.


    Quelle: Pro-Linux

    Die KDE-Entwickler haben KDE SC 4.9.2 als zweites monatliches Update von KDE SC 4.9 veröffentlicht.


    Das KDE-Team hat die zweite Aktualisierung von KDE SC 4.9 veröffentlicht. KDE SC 4.9.2 konzentriert sich, wie jedes Mal bei den monatlich erscheinenden Updates der Umgebung und der Bibliotheken, ganz auf Fehlerkorrekturen und bringt keine neuen Funktionen. Es ist daher laut den Entwicklern risikolos. Es wird allen Anwendern empfohlen, ihr KDE 4.9 zu aktualisieren.


    Auch für KDE 4.9.2 liegt kein Änderungslog vor. Nach Angaben der Entwickler wurden signifikante Fehler in der PIM-Suite Kontact, im Dateimanager Dolphin, Plasma und anderen Komponenten behoben. Darüber hinaus wurde die Entwicklungsplattform in einigen Punkten verbessert, die mehrere Programme betreffen. Zudem wurden einige Optimierungen vorgenommen und die Übersetzungen ergänzt.


    Im Bugtracking-System von KDE findet man zudem noch weitere Änderungen. Zu beachten ist hier allerdings, dass die Auflistung nur Korrekturen von gemeldeten Fehlern enthält und somit kein vollständiges Änderungslog darstellt. Die vollständigen Änderungen sind nur aus den Logs der Versionsverwaltungssysteme Git und SVN ersichtlich.


    KDE SC 4.9.2 steht als Quellcode auf dem KDE-Server zur Verfügung. Binärpakete für verschiedene Distributionen findet man auf der Download-Seite oder bei den jeweiligen Distributoren. Weitere Hinweise kann man der Informationsseite zu KDE SC 4.9.2 entnehmen.


    Quelle: Pro-Linux

    Das KDE-Projekt hat eine User Working Group ins Leben gerufen, um die Kommunikation zwischen Anwendern und Entwicklern zu verbessern.


    Zu diesem Zweck halten die Organisatoren öffentlich Meetings per Internet ab, jüngst per Google Hangout. Die Mitschriften sind auf der Website der Arbeitsgruppe publiziert. Daneben findet sich dort ein elektronischer Fragebogen, der sich ohne Registrierung in 5 Minuten ausfüllen lässt. Dort fragen die Macher nach der Akzeptanz von Mailinglisten, Bugtracker und Foren - den bisherigen Kommunikationsinstrumenten zwischen KDE-Entwicklern und -Anwendern.


    Außerdem plant die User Working Group, eine Anwendervertretung namens User Panel einzuführen. Interessierte könne Ihre E-Mail-Adresse auf den Seiten der Arbeitsgruppe hinterlassen.


    Quelle: Linux Community

    Über eineinhalb Jahre nach Python 3.2 wurde jetzt die nächste Version veröffentlicht. In Python 3.3 gibt es lediglich kleine Erweiterungen der Syntax, die ansonsten kompatibel mit der Vorgängerversion bleibt.


    Python ist eine objektorientierte Skriptsprache, die mit Perl, Ruby und ähnlichen Sprachen konkurriert. Ihre Besonderheiten sind die Verwendung von Einrückungen statt Klammern zur Definition von Kontrollstrukturen und die Möglichkeit, plattformunabhängigen Bytecode zu erzeugen.


    Im Oktober 2009, nachdem Python 3.1 bereits erschienen war, hatte Guido van Rossum, der Initiator von Python, ein mehrjähriges Moratorium für Python-Sprachänderungen gefordert, da die Akzeptanz der Entwickler für Python 3 gering war. Python 3.0 war erstmals in Teilen inkompatibel mit früheren Versionen, weshalb viele Entwickler an Versionen von Python 2 festhalten (aktuell ist Python 2.7).


    Infolge dieses Moratoriums gibt es seit mittlerweile drei Jahren keine inkompatiblen Änderungen mehr. Python 3.3 ist lediglich die zweite neue Version in drei Jahren und enthält nur kleine syntaktische Erweiterungen sowie Verbesserungen in der Standardbibliothek.


    Unter den Änderungen von Python 3.3 findet man eine Möglichkeit für die Delegation von Generatoren, die die Syntax yield from verwendet. Eine zweite Syntaxerweiterung ist u'unicode' für str-Objekte, die in Python 2 enthalten ist, in Python 3 aber bisher fehlte.


    Weitere Änderungen bestehen in den neuen Bibliotheks-Modulen faulthandler, ipaddress, lzma, unittest.mock und venv. Die Ausnahme-Hierarchie der Ein/Ausgabeoperationen wurde überarbeitet. Verbesserte Implementierungen gab es für importlib, Unicode-Strings und Attribut-Dictionaries. Ferner wurden auch die Bibliotheksmodule decimal und email verbessert. Eine wichtige Verbesserung bezüglich der Sicherheit ist der Einbau einer Zufallsfunktion in Hash-Tabellen. Dies verhindert eine Klasse von in letzter Zeit bekannt gewordenen Denial-of-Service-Angriffen.


    Quelle: Pro-Linux

    Das Debian-Projekt hat die sechste Aktualisierung des stabilen Zweiges 6.0 »Squeeze« seiner Distribution herausgegeben. Die neue Version korrigiert Fehler in einer Reihe von Paketen und im Linux-Kernel.


    Mit der Freigabe von Debian GNU/Linux »Squeeze« 6.0.6 fasst das Debian-Projekt die Sicherheitsupdates der letzten Monate seit dem Erscheinen von Version 6.0.5 zusammen. Auch in Version 6.0.6 wurden in der Distribution nur die absolut erforderlichen Änderungen vorgenommen und die Versionen der Pakete stabil gehalten.


    Debian GNU/Linux 6.0.6 behebt schwere Fehler in etwa 50 Paketen und integriert die angefallenen Sicherheitsupdates, die bereits im Zuge der regulären Sicherheitsmeldungen verteilt wurden. Der Debian-Installer wurde aufgrund einiger Fehlerkorrekturen neu erstellt. Auch im Kernel wurden einige Sicherheitslücken geschlossen. Der Kernel beruht weiterhin auf Linux 2.6.32.59, erhielt aber zahlreiche Korrekturen und Erweiterungen an den Treibern.


    Drei Pakete wurden aus der Distribution entfernt. In »blockade« wurden Dateien entdeckt, deren Lizenz das Anbieten des Paketes nicht gestattet. Die Pakete »kcheckgmail« und »libtrash« werden nicht mehr betreut und weisen gravierende Fehler auf; bei ersterem waren Änderungen bei Google die Ursache, dass das Programm nicht mehr funktioniert.


    Die neue Version steht auf allen offiziellen Debian-Spiegelservern zur Verfügung. Da auch im Kernel Korrekturen und Aktualisierungen von Treibern durchgeführt wurden, plant das Projekt, neue Installationsmedien zum Download bereitzustellen. Diese können bald von den gewohnten Orten bezogen werden. Wer bereits frühere Installations-Images besitzt, kann diese aber in vielen Fällen weiterhin verwenden. Vorhandene Installationen können online oder mit den neuen Installationsmedien aktualisiert werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Linux-Initiator Linus Torvalds hat Version 3.6 des Linux-Kernels freigegeben. Zahlreiche Funktionen wurden verbessert oder kamen neu hinzu, wobei aber keine Änderung besonders herausragt.


    Etwas über zwei Monate nach Linux 3.5 ist nun Linux 3.6 fertiggestellt. Die Änderungen dieser neuen, in rund neun Wochen erstellten Version sind wiederum zahlreich. Sie verteilen sich auf viele einzelne Bereiche, wobei keine Änderung besonders herausragt.


    Der Patch von Linux 3.5 auf 3.6 ist deutlich kleiner als die vorangegangenen, obwohl in den ersten zwei Wochen der Entwicklung über 8500 Änderungen eingebracht wurden. Eine dieser Änderungen ist die verbesserte Unterstützung des Kernels für das Booten mit EFI. In der Folge können Bootloader eine Menge Code einsparen, da sie einfach nur den Kernel starten müssen.


    Das Dateisystem Btrfs wurde um Send/Receive erweitert. Send/Receive kann die Unterschiede zwischen zwei Btrfs-Subvolumes oder Schnappschüssen berechnen und das Ergebnis serialisieren. Damit lassen sich beispielsweise Volumes leichter spiegeln oder inkrementelle Backups erzeugen. Auch Disk-Quotas auf Subvolumes sind jetzt möglich.


    Viele Änderungen betreffen die Netzwerkschicht. Zahlreiche Netfilter-Module erhielten Unterstützung für Namensräume. Die Infrastruktur für User-Space Connection Tracking Helpers kam hinzu. Ein weiterer Teil der Lösung für das Problem der langen Latenzzeiten, das von Jim Gettys erstmals formuliert und von ihm Buffer Bloat genannt wurde, ist jetzt als TCP small queues Bestandteil des Kernels. TCP fast open, eine Protokollerweiterung von Google, die das Aufbauen von Verbindungen beschleunigen soll, wurde integriert. Da die Nutzung dieser Neuerung kleine Änderungen an Servern und Clients (vornehmlich Webserver und Browser) erfordert, ist neben der Erweiterung von glibc, die wohl kaum vor dem Abschluss der Standardisierung kommen wird, auch ein Einbau der Funktionen in die betroffene Software nötig.


    Der IPv4-Routing-Cache wurde nun vollständig entfernt, nachdem er durch einfacheren und besseren Code ersetzt wurde. Das Swappen über NFS ist jetzt möglich. Das Einfrieren von Dateisystemen wurde auf robustere Art neu implementiert und alle mitgelieferten Dateisysteme entsprechend angepasst. Hard- und Soft-Links unterliegen nun einigen Einschränkungen, die die Sicherheit erhöhen. Das Device-Mapper-Modul dm-raid unterstützt jetzt auch RAID10.


    Gerätetreiber als Benutzerprozesse oder Bibliotheken besitzen nun eine solide Unterstützung durch den Kernel, nachdem das VFIO-Subsystem hinzugefügt wurde. Eine andere Änderung betrifft die Zufallsgeneratoren. Besonders auf eingebetteten Geräten, auf denen wenig Quellen für Entropie zur Verfügung stehen, sollen nun bessere Zufallszahlen erzeugt werden. Das verbessert die Sicherheit, da solche Zahlen oft für Verschlüsselungs- und Sicherheitszwecke benötigt werden.


    Das Perf-Events-Subsystem kann nun die »uncore«-Einheit zur Performance-Messung auf einigen Intel-CPUs nutzen. Die x86-Architektur erhielt für 64 Bit die gleiche Unterstützung für die Kommandozeilenoptionen reboot=bios und reboot-cpu, die es für 32 Bit bereits gab. Eine neue Option »Suspend to both« ermöglicht es, ein System zuerst zu suspendieren und dann ein Image zum Suspendieren auf die Festplatte zu schreiben. So kann, falls der Akku des Systems leer wird, bevor es wieder startet, danach von dem Disk-Image neu gestartet werden.


    Das Input-Subsystem wurde um die Möglichkeit erweitert, Treiber als Benutzerprozesse zu schreiben. Die virtuelle Dateisystemschicht wurde um die Operation »atomic_open« erweitert. Diese interne Änderung kombiniert das Nachschlagen oder Erzeugen und Öffnen von Dateien in einer Operation. Die Argumente verschiedener anderer Operationen wurden abgeändert.


    Der Persistent Storage-Mechanismus kann jetzt Konsolen-Logmeldungen besser handhaben. Er kann nun alle Funktionen ausführen, die der RAM-Puffer von Android beherrschte, weshalb letzterer entfernt wurde. Ein neues PWM (Pulse Width Modulation)-Framework ist eine weitere Neuerung im Kernel.


    Eine Liste aller Änderungen kann man dem Git-Repositorium entnehmen. Die Seite Kernelnewbies.org wird in Kürze eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlichen. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Simplix Linux, eine schlanke Distribution auf Debian-Basis, ist in Version 3.0 erschienen. Es lässt sich in wenigen Minuten auf einen USB-Stick (alternativ auch CF-Karte, SD-Karte, interne oder externe Festplatte) kopieren und von dort starten.


    Simplix bietet ein fertig konfiguriertes Grundsystem inklusive Desktop, Dateimanager, Editor und Partitionierungswerkzeug. Alle weiteren Programme wählt der Anwender aus dem Debian-Repositorium selbst aus. Damit unterscheidet es sich von anderen Distributionen, die immer mit einer vorinstallierten Programmauswahl starten. Simplix Linux überlässt stattdessen dem Anwender die Entscheidung, welche Software installiert wird und wie das Programm-Menü aufgebaut ist.


    Alle Einstellungen, zusätzliche Software und die persönlichen Dateien werden in einer zweiten Partition auf dem USB-Stick gespeichert und beim nächsten Systemstart automatisch wieder geladen. Simplix Linux ist nach Angaben der Entwickler sehr schnell und ressourcenschonend, weil es auf optische Gimmicks und sonstige Hintergrundprozesse verzichtet, die das System verlangsamen und unnötig Speicher verbrauchen. Dadurch kann es auch auf alter Hardware eingesetzt werden.


    Ein früherer Artikel auf Pro-Linux beschreibt Simplix Linux auf dem damaligen Stand der Version 1.1. In der Zwischenzeit wurden zahlreiche Änderungen vorgenommen, die im Handbuch beschrieben sind. Insbesondere bildet schon seit Simplix 2.0 Debian 6.0 »Squeeze« die Basis, und seit Version 3.0 besteht Simplix nur noch aus dem vorkonfigurierten Grundsystem.


    Simplix 3.0 ist ca. 380 MB groß. Der USB-Stick bzw. die SD-Karte, auf die Simplix Linux kopiert werden soll, sollte deshalb mindestens 1 GB groß sein. Der Download ist von der Projektseite möglich.


    Quelle: Pro-Linux

    Gnome 3.6 ist mit vielen Neuerungen gegenüber der Vorversion erschienen. Im Mittelpunkt standen überarbeitete Benachrichtigungen sowie zahlreiche Verbesserungen in der Gnome-Shell und den Anwendungen.


    Pünktlich ein halbes Jahr nach Gnome 3.4 hat das Projekt Version 3.6 der Desktopumgebung freigegeben. Nach Angaben von Gnome haben an der neuen Version ungefähr 1112 Personen mitgewirkt, etwas weniger als bei Gnome 3.4. Nahezu alle Anwendungen in Gnome 3.6 wurden nach Angaben der Entwickler aktualisiert und verbessert, so dass sie besser aussehen und angenehmer zu verwenden sind. Zahlreiche vorhandene Anwendungen wurden überarbeitet, so dass sie sich konsistenter in Gnome 3 integrieren.


    Die Aktivitätenübersicht der Gnome-Shell erhielt einige bedeutende Änderungen, die sie noch besser benutzbar machen sollen. Es gibt nun einen Gitter-Button in der Startleiste (Dash), mit dem man schnell zu einzelnen Anwendungen wechseln kann. Die Eingabe von Suchbegriffen wird durch das Hervorheben der Suchleiste vereinfacht.


    Das Sperren des Bildschirms folgt nun dem Paradigma einer Jalousie, die vor dem Bildschirm heruntergezogen wird, und wurde direkt in die Gnome-Shell eingebaut. Der gesperrte Bildschirm zeigt eine praktische große Uhr, erlaubt aber auch das Anhalten und Ändern der Lautstärke, falls Audio abgespielt wird. Überdies werden auch Benachrichtigungen eingeblendet, was allerdings abschaltbar ist.


    Eine der wichtigsten Neuerungen ist ferner die Überarbeitung der Benachrichtigungen. Früher wurden Benachrichtigungen am oberen Bildschirmrand unter der Systemleiste eingeblendet; nun haben sie eine eigene Leiste am unteren Bildschirmrand erhalten, die aber nur eingeblendet wird, wenn man mit der Maus für einen Moment an den unteren Bildschirmrand fährt. Wenn die Leiste eingeblendet wird, überlappt sie sich nicht mit den Bildschirminhalten, sondern schiebt diese nach oben. Die Elemente in der Leiste wurden größer, klarer und verschieben sich nicht. Die Benachrichtigungen selbst können geschlossen werden, und einige davon bieten die Möglichkeit, direkt auf sie zu reagieren, beispielsweise durch Eingabe einer Antwort in ein Instant-Messaging-System. Wenn man mit einer Anwendung im Vollbildmodus arbeitet oder ein Spiel spielt, werden nur wichtige Nachrichten angezeigt, die anderen werden erst später präsentiert.


    Die Systemeinstellungen erhielten größere Icons und ein besseres Layout. Ein Scrollen im Fenster soll soweit wie möglich unnötig sein, und die Suchergebnisse werden besser präsentiert. Auch viele einzelne Einstellungen wurden überarbeitet. Das Benutzermenü wurde kompakter und zeigt manche Funktionen nur noch, wenn sie sinnvoll sind. Der Menüpunkt »Suspend« wurde endlich wieder durch den wesentlich sinnvolleren Menüpunkt »Ausschalten« ersetzt. Neben anderen kleinen Neuerungen wurden trotz der unpassenden Jahreszeit auch einige »Ostereier« in der Gnome-Shell versteckt.


    Zwei Anwendungen wurden neu in Gnome aufgenommen. Boxes dient zum Verwalten und Ausführen von virtuellen Maschinen. Clocks zeigt Weltzeituhren und stellt Alarme und Timer zur Verfügung. Diese erste Version ist allerdings nur eine Vorschau. Eine vollständige Version soll erst in Gnome 3.8 vorliegen.


    Font Viewer und Disk Usage Analyzer wurden an Gnome 3 angepasst. Das Instant-Messaging-Programm Empathy erhielt ein neues Design, das die Darstellung von Kontakten konsistent mit der Anwendung Contacts macht. Der E-Mail-Client Evolution erhielt kleine Verbesserungen. Unter anderem werden HTML-E-Mails mit WebKit dargestellt. Der Dateimanager Files, ehemals Nautilus, erhielt eine stark verbesserte Suchfunktion, leichten Zugriff auf kürzlich benutzte Dateien, verbesserte Werkzeug- und Seitenleisten, bessere Menüorganisation und Optionen zum Verschieben oder Kopieren an einen ausgewählten Ort. Allerdings wurden auch Funktionen entfernt, die von einigen Benutzern geschätzt wurden, was bereits zu einer Abspaltung durch die Entwickler von Linux Mint führte. Der Webbrowser Web erhielt eine Übersicht, wie sie auch andere Browser bieten, und einen verbesserten Vollbildmodus.


    Im Jahr der Barrierefreiheit wurde jetzt die vollständige Integration von Funktionen zur Barrierefreiheit, also zur Unterstützung von Anwendern, die verschiedene Arten von Behinderungen aufweisen, erreicht. Die entsprechenden Funktionen sind standardmäßig immer vorhanden und leicht zu aktivieren. So kann die Vergrößerung jetzt auch mit invertiertem Video, Graustufen sowie geänderten Helligkeits- und Kontrastwerten arbeiten. Diese Einstellungen können auch in Umgebungen mit ungünstigen Lichtverhältnissen nützlich sein.


    Alternative Eingabemethoden, wie sie zur Eingabe vieler nichteuropäischer Schriften benötigt werden, sind nun ins System eingebaut. Da es verschiedene Eingabemethoden gibt, gab es im Vorfeld einige Diskussionen, welche Gnome wählen sollte. Letztlich erkannten die Entwickler, dass keine der Eingabemethoden in allen Punkten besser ist als die anderen, und bieten daher in der Systemsteuerung eine Auswahl der Eingabemethode an. Momentan steht allerdings nur IBus zur Verfügung.


    Gnome 3.6 verwendet die Bibliotheken GTK+ 3.6, Glib 2.34 und Clutter 1.12. Weitere Einzelheiten zu den Neuerungen findet man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung. Das in über 50 Sprachen übersetzte Projekt steht ab sofort als Quellcode zum Download bereit und wird in Kürze in verschiedenen Distributionen auftauchen.


    Quelle: Pro-Linux