Beiträge von Suse-Newbie

    Das Bremer Linux-Unternehmen Univention stellt auf seinen Webseiten einen Leitfaden zur Desktopmigration zum Download bereit.


    Das Dokument beruht auf der Master-Arbeit der Informatikerin Yuliya Pysarenko an der Universität Bremen. Die Autorin hat die Einbeziehung der Mitarbeiter bei Desktopmigrationen von Windows zu Linux untersucht und zu diesem Zweck Fallstudien über zwei Univention-Kunden angestellt.


    Der Leitfaden behandelt die Motive für eine Migration zu Linux, Planung und Vorbereitung, Umstellung und Neubetrieb. Dabei geht es unter anderem um Vorurteile gegenüber Open Source, die Informationspolitik gegenüber den Mitarbeitern, Schulungen und weitere Beteiligungsmöglichkeiten sowie Pilot-Migrationen einzelner Arbeitsplätze.


    Die PDF-Broschüre fasst die Forschungsergebnisse übersichtlich zusammen. Sie steht auf den Univention-Webseiten zum kostenlosen Download bereit.


    Quelle: Linux-Community

    Auf den Kanarischen Inseln wird mit Capaware eine Open-Source-Software eingesetzt, um Waldbrände vorherzusagen und zu verwalten.


    Capaware ist ein freies Framework, mit dessen Hilfe sich ein Gelände in 3D modellieren lässt. Die Daten werden um Umweltbedingungen wie Wind, Feuchtigkeit und Vegetation ergänzt. Auf dieser Basis lassen sich Echtzeit-Prognosen erstellen, wie sich ein Feuer entwickelt und mit welcher Intensität es wüten könnte. Capaware wurde am Institut für Kartographie und Grafik-Design-Engineering von einem Team um Professor José Pablo Suárez an der Universität Las Palmas de Gran Canaria entwickelt. Weiterhin beteiligten sich das Technologische Institut der Kanarischen Inseln und mehrere Privatunternehmen an der Entwicklung.


    Die Daten, die Capaware bereitstellt, sind laut Suárez »sehr wichtig«, um Ereignisse wie Waldbrände vorherzusagen und sie helfen, aufgetretene Feuer zu verwalten und zu kontrollieren, »besonders bei heißem Wetter«. Das unter der GPL veröffentlichte Capaware wird bereits vom Insularischen Operationen-Koordinierungs-Zentrum in Cabildo de La Palma eingesetzt. Hier simulieren Mitarbeiter Feuer und setzen die Software ein, um den Einsatz von Menschen und Materialen unter realistischen Bedingungen zu üben.


    Neben der Vorhersage und Analyse von Waldbränden kann Capaware auch für die Stadtplanung, Tourismus, in der Bildung, für die Simulation von Infrastrukturentwicklung und Naturkatastrophen sovie viele weitere Bereiche genutzt werden. Capaware wurde in C++ implementiert und integriert weitere Open-Source-Technologien wie OpenScenegraph, WxWidgets, Curl und Boost. Aktuell kann der zweite Veröffentlichungskandidat von Capaware als Quelltext und Windows-Installer heruntergeladen werden. Binärpakete für Linux sollen in Kürze erhältlich sein.


    Quelle: Pro-Linux

    Die auf Debian/Sid beruhende Linux-Distribution Aptosid bringt in Version 2011-02 den Kernel 2.6.39, KDE 4.6 und zahlreiche Aktualisierungen.


    Aptosid ist eine aus Sidux hervorgegangene vollständige Distribution auf Basis von Debian Sid, die sich sowohl als Live-CD nutzen lässt als auch eine Installation auf die Festplatte ermöglicht. Ein Wechsel von Debian Sid zu Aptosid soll problemlos möglich sein. Gegenüber Debian will Aptosid zusätzliche Hardware und Software unterstützen und den Entwicklungszweig von Debian zu einer stabilen Distribution formen.


    Aptosid 2011-02 ist für x86- und x86_64-Systeme verfügbar. Beide gibt es in einer rund 560 MB großen »Lite«-Variante mit reduziertem KDE und einer 2,0 GB großen vollständigeren KDE-Variante, die sowohl x86 als auch x86_64 enthält. Daneben gibt es eine 475 MB große Xfce-Variante sowohl für x86 als auch für x86_64.


    Die neue Version 2011-02 von Aptosid wartete darauf, dass KDE SC 4.6 in das Debian-Repositorium einzog, was nun geschehen ist. Daneben wurde der Kernel auf Version 2.6.39 aktualisiert, der neue Hardware-Unterstützung für neuere Geräte sowie Verbesserungen in der Geschwindigkeit, auch bei der Interaktivität des Desktops, bringt. Erwähnenswert ist wiederum die erweiterte Unterstützung für Grafikchips, besonders AMD Fusion und Radeon HD62xx, HD63xx und HD67xx. Die Umschaltung des Grafikmodus im Kernel ist jetzt auch für Cirrus-Chips realisiert, die zwar in der Realität keine Bedeutung mehr haben, in KVM/Qemu jedoch emuliert werden können. Die Grafik auf Intel Sandy Bridge-Chips wird besser unterstützt und der freie Treiber Nouveau bietet grundlegende Hardware-Beschleunigung bis zur Chipsatz-Generation NVC0 von Nvidia. Auch im WLAN-Bereich werden viele neuere Chips unterstützt.


    Mit KDE 4.6 und Xfce 4.8 ist der HAL-Daemon obsolet und muss im Normalfall nicht mehr installiert oder gestartet werden. Erstmals unterstützt Aptosid jetzt GPT-Partitionierung und Booten mittels UEFI. Damit ist auch das Booten von Festplatten möglich, die größer als 2 TB sind.


    Auf den CDs und DVDs von Aptosid ist ausschließlich freie Software nach den Debian-Richtlinien enthalten. Wer proprietäre Treiber oder Software benötigt, findet diese in separaten Archiven auf dem Aptosid-Server. Der Download der CDs ist vom einigen Spiegelservern möglich. In etwa drei Monaten wollen die Entwickler die nächste Version von Aptosid veröffentlichen.


    Quelle: Pro-Linux

    Pardus GNU/Linux ist eine Linux-Distribution aus der Türkei, die vom Nationalen Forschungsinstitut für Elektronik und Kryptologie (UEKAE) entwickelt wird. Sie wird in vielen Regierungsbereichen und im öffentlichen Dienst in der Türkei eingesetzt. Darunter befindet sich unter anderem das türkische Militär und der Verteidigungsbereich, Radio- und Telekommunikationsbereich, Gesundheits- und Bildungssektor genauso wie private Vertreiber. Sie ist in Türkisch und einigen weiteren Sprachen, darunter Deutsch, verfügbar und auch bei deutschen Anwendern bereits auf Interesse gestoßen. Für Unternehmen gibt es »Pardus Corporate«, das vier Jahre lang mit Updates versorgt wird.


    Zu den Besonderheiten von Pardus gehören neben eigenen Tools zur Verwaltung des Systems ein eigenes Paketsystem. Das unter dem Namen PiSi entwickelte System dient dazu, Anwendungen zu installieren, zu entfernen oder zu aktualisieren. PiSi ist in der Programmiersprache Python geschrieben und verwendet LZMA zur Datenkompression. Die Installationsanwendung YALI (Yet Another Linux Installer) ist ebenfalls eine Eigenentwicklung.


    Die aktuelle Version 2011.1 »Dama Dama« von Pardus stellt eine Aktualisierung von Version 2011 dar, die im Januar 2011 erschienen ist. Der Linux-Kernel behielt die Basis von Version 2.6.37 bei und beruht nun auf Linux 2.6.37.6. Aktualisiert wurden die Desktop-Umgebung KDE SC auf Version 4.6.5, LibreOffice auf 3.4.1.3 und Firefox auf 5.0. Weitere aktualisierte Bestandteile sind Xorg 1.9.5, Gimp 2.6.11, Python 2.7.1, GCC 4.5.3 und Glibc 2.12.


    Weitere Änderungen in Pardus 2011.1 sind den Entwicklern zufolge, dass 64-Bit-Versionen von Skype und Wine in das Repositorium aufgenommen wurden und das Installationsprogramm YALI nun einen Rettungsmodus kennt. Ein automatisiertes Update von Pardus 2009 auf 2011 ist immer noch nicht möglich, aber das in Entwicklung befindliche Update-Manager-Paket soll demnächst fertig sein und wird im Repositorium von Pardus 2009 bereitgestellt. Ferner haben die Entwickler eine Testversion von Quickformat hinzugefügt, mit dem sich USB-Medien einfach formatieren lassen. Wer bei der automatischen Partitionierung während der Installation auf LVM verzichten will, kann die Boot-Option yali=nolvm angeben.


    Pardus 2011.1 kann als DVD-Image vom FTP-Server des Projekts heruntergeladen werden. Es steht für die Architekturen x86 und x86_64 bereit. Letztere wird für Rechner mit 64-Bit-Prozessoren empfohlen. Ferner existiert eine Live-DVD.


    Quelle: Pro-Linux

    Das Opensuse-Projekt hat eine Aktionswoche ausgerufen, um seine Hardware Compatibility List (HCL) zu ergänzen und zu erweitern.


    Hilfsbereite Opensuse-Anwender werden gebeten, möglichst viele Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner und Webcams anzuschließen, Erweiterungskarten in Desktoprechner einzubauen und ihre Netbooks, Notebooks und sonstigen Computer zu testen. Zum Erstellen der Berichte kommt das Tool Smolt zum Einsatz, die Ergebnisse sammelt das Hardware-Portal im Opensuse-Wiki.


    Zur Koordination, Diskussion und für Hilfegesuche dient das Forum zum Opensuse-Wiki.


    Quelle: Linux-Community

    Das CentOS-Team hat CentOS 6.0, einen freien Nachbau von Red Hat Enterprise Linux 6, freigegeben. Damit steht, nachdem es mittlerweile von Red Hat schon Version 6.1 gibt, auch den CentOS-Anwendern endlich der Nachfolger von Red Hat Enterprise Linux 5 zur Verfügung.


    Projektinterne Probleme sowie die Arbeit an den aktualisierten Versionen 5.6 und 4.9 verhinderten, dass Version 6.0 von CentOS bald nach Red Hat Enterprise Linux 6 erscheinen konnte. Volle acht Monate mussten die Anwender von CentOS 5 auf die neue Version warten. Da die Veröffentlichung von CentOS 6.1 wohl auch noch ein wenig dauern wird, wollen die Entwickler in einem separaten Repositorium die Pakete für Version 6.1 für die Verwendung mit CentOS 6.0 bereitstellen.


    CentOS 6.0 bringt den Anwendern zahlreiche Neuerungen und bessere Hardware-Unterstützung. Die Änderungen entsprechen denen von Red Hat Enterprise Linux 6. Die von CentOS modifizierten Pakete finden man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung.


    CentOS ist nach Angaben der Entwickler vollständig kompatibel zu Red Hat Enterprise Linux. Red Hat stellt, in Übereinstimmung mit der GPL, den Quellcode seiner Unternehmensdistribution zum freien Download zur Verfügung, bietet jedoch keine ISO-Images und nur in eingeschränktem Maße Binärpakete an, um die Anwender zum Abonnement des kommerziellen Support-Angebotes zu bewegen. CentOS und einige andere Anbieter wollen diese Einschränkung umgehen, indem sie auf Basis der Red-Hat-Quellen eigene Distributionen erstellen, die zu Red Hat Enterprise Linux kompatibel sind. Auch diese Anbieter wollen mit Support und Dienstleistungen rund um die Distribution Geld verdienen, bieten diese jedoch nur als Option an.


    Für CentOS 6.0 wurden keine CD-Images erstellt. Die Distribution ist in Form von DVD-Images und als Live-DVD für die Architekturen x86 und x86_64 verfügbar. In den nächsten Tagen sollen eine minimale Installations-CD und eine Live-CD folgen.


    Quelle: Pro-Linux

    Die neue Release macht Grub 2 zum Standard-Bootloader, bereits vorhandene Betriebssysteme werden erkannt. Ein Dialog zur Auswahl der Grafiktreiber bietet unter anderem Nouveau und den proprietären ATI-Treiber an, Nvidia-Treiber werden erst nach der Basisinstallation auf Wunsch eingespielt. Standardmäßig kommen freie Grafiktreiber mit KMS-Unterstützung zum Einsatz. Desktopanwender können das Netzwerk wahlweise mit OpenRC oder Network Manager konfigurieren.


    Version 11.6 ist in der Desktop-Ausgabe wahlweise mit KDE 4.6.4, Gnome 2.32 oder XFCE 4.8 zu haben, unter den weiteren Anwendungen finden sich Chromium 12.0.742.91 und Libre Office 3.3.3. Der Calculate Directory Server (CDS) verwendet OpenLDAP 2.4.24, Postfix 2.7.4, ProFTPD 1.3.3e und Samba 3.5.8. Als Kernel kommt in allen Ausgaben Version 2.6.38.8 zum Einsatz. Ebenfalls aktualisiert haben die Entwickler Calculate Linux Scratch, mit dem sich maßgeschneiderte Betriebsystem-Images bauen lassen.


    Weitere Details finden sich in den Release Notes. Dort sind auch die ISO-Images für i686 zum Herunterladen verlinkt.


    Quelle: Linux-Community

    Die Mozilla-Entwickler haben ihren E-Mail-Client Thunderbird in der Version 5.0 veröffentlicht. Die neue Version des beliebten freien E-Mail-Clients erfuhr diverse Verbesserungen.


    Thunderbird 5 basiert auf Mozillas aktueller Rendering-Engine Gecko 5. Den Entwicklern zufolge läuft der E-Mail-Client deutlich stabiler und erfuhr einige Geschwindigkeitssteigerungen, die sich bei Start und Nutzung bemerkbar machen. Der in Thunderbird enthaltene Add-Ons-Manager wurde dahingehend überarbeitet, dass er dem Pendant im Browser Mozilla ähnlicher wurde.


    Hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit ist erwähnenswert, dass sich neue E-Mail-Accounts in Thunderbird 5 leichter einrichten lassen. Mail-Anhänge werden nun gemeinsam mit ihrer Größe angezeigt. So können Anwender sie auf einen Blick erkennen und ggf. auf einen Versand verzichten, der aufgrund von Größenbeschränkungen beim Anhang zum Scheitern verurteilt wäre. Innerhalb von RSS-Feeds können standardmäßig Plugins geladen werden. Neben den Neuerungen behoben die Entwickler fast 400 Fehler.


    Das Überspringen der Version 4 ist dem Wechsel zum Rapid-Release-Modell geschuldet, das auch beim Firefox verwendet und kritisiert wird. Thunderbird 5 ist für Linux, Mac OS X und Windows verfügbar, PowerPC-Plattformen werden nicht mehr unterstützt. Der E-Mail-Client ist in über 40 Sprachen übersetzt und wird auf der Projektwebseite zum Download angeboten.


    Quelle: Pro-Linux

    Der Softwarehersteller Opera präsentiert in Version 11.50 seines Browsers Erweiterungen für die Schnellwahl "Speeddial".


    Ähnlich den Widgets auf Linux-Desktops lassen sich mit der Schnellwahl-Erweiterung aktive Inhalte auf die Browser-Startseite legen, etwa Wetterdienste und Nachrichten, die sich über das Web beim Browserstart aktualisieren.


    Opera listet unter den bislang rund 50 Erweiterungen einige Beispiele von Firmen und Entwicklern und lässt damit auch eine Art Appstore-Strategie hinter den Speeddial-Erweiterungen durchblicken. Interessierte Entwickler bittet Opera deshalb, die entsprechenden Opera-Seiten zu besuchen.


    Weitere Updates: Opera synchronisiert nun auch Passwörter über sichere Verbindung zwischen verschiedenen Opera-Instanzen. In der Ankündigung ist zudem von rund 100 Bugs die Rede, die in Opera 11.50 behoben seien. Eine überarbeitete Rendering- und Grafik-Engine sollen für mehr Leistungsfähigkeit sorgen.


    Den Download gibt es bei Opera für Linux, Mac OS X und Windows.


    Eine weitere Neuigkeit bei Opera betrifft den Weggang des Firmengründer Jon S. von Tetzchner. Er hatte Opera 1995 mitbegründet und bis 2010 auch als Geschäftsführer geleitet. Nun verlässt er das Unternehmen, dem er nach seinem Rücktritt beratend zur Seite stand. Unstimmigkeiten mit dem übrigen Management von Oper gelten als Grund für seinen Ausstieg.


    Quelle: Linux-Community