Beiträge von Suse-Newbie

    Mit Gnu Free Call ist ein Internet-Telephonie-Projekt an den Start gegangen, dessen Software nach der Fertigstellung ähnlich leicht zu benutzen sein soll wie Skype. Laut den Initiatoren Haakon Eriksen und David Sugar soll Gnu Free Call auf dem SIP-Protokoll und Gnu SIP Witch basieren und für viele Plattformen, unter anderem Desktop-Computer und Smartphones, erhältlich sein.


    Es ist geplant, dass Gnu Free Call deutlich sicherer als Skype sein soll. Die Software wird ohne zentrale Server zur Registrierung, proprietäre Protokolle und Kontrollpunkte im Netzwerk auskommen. Die Initiatoren wollen ihr Ziel mithilfe eines Mesh-Netzwerkes für die VoIP-Telefonie erreichen, dass auch dann noch funktioniert, wenn im Havariefall Teile des Netzwerks isoliert sind. Gesprächspartner sollen sich mit Hilfe eines Public-Key-Verfahrens eindeutig authentifizieren lassen.


    Um Gnu Free Call umzusetzen, wird SIP Witch um P2P- und Vermittlungs-Funktionalitäten erweitert. Sip Witch wird von Gnu Free Call verwendet, um die Verbindung zwischen zwei oder mehr Endgeräten direkt herzustellen. Anwender sollen in die Lage versetzt werden, mit Hilfe einer grafischen Oberfläche zu sehen, welche Gespräche geführt wurden und ob der Schlüsselaustausch erfolgreich war. Weiterhin ist geplant, Sip Witch zu einem sicheren VoIP-Proxy auszubauen, auf den alle SIP-konformen VoiP-Endgeräte zugreifen können.


    Das eingesetzte Verschlüsselungsverfahren ähnelt dem von PGP-Gründer Phil Zimmerman entwickelten Protokoll ZRTP für sicheres VoIP. Für jeden Kommunikationsaufbau werden neu ausgehandelte Schlüssel verwendet. Um die Verbindung zu validieren und Man-in-the-Middle-Attacken vorzubeugen wird GnuPG eingesetzt. Für die GnuPG-Nutzung wollen die Entwickler das SIP-Protokoll erweitern.


    Das Gnu Free Call-Projekt hat noch keinen Zeitplan veröffentlicht, wann mit ersten Ergebnissen ihrer Arbeit zu rechnen ist. Alle vom Projekt verwendete Software kann im Gnu-Telephony-Wiki heruntergeladen werden, mittels verschiedener Mailinglisten können interessierte die Fortschritte der Arbeit an Sip Witch (sipwitch-devel@gnu.org) mitverfolgen oder sich in die Diskussion zu Kernarchitektur, Privatsphäre und soziale Konsequenzen (gnucomm-privacy@gnu.org) einklinken können.


    Quelle: Pro-Linux

    Linux-Initiator Linus Torvalds hat Version 2.6.38 des Linux-Kernels freigegeben, die unter anderem bessere Interaktivität unter Last und schnellere Dateioperationen bringt.


    Die nur zweieinhalb Monate nach Linux 2.6.37 kommende Version 2.6.38 des Linux-Kernels enthält über 9000 einzelne Änderungen und ist vom Umfang der Änderungen die zweitgrößte binnen des vergangenen Jahres; nur 2.6.37 enthielt mehr Änderungen. Dabei ragen zwei Änderungen besonders heraus, die den Benutzern unter bestimmten Umständen spürbar höhere Geschwindigeit oder kürzere Latenzzeiten bringen.


    Eine nicht besonders große, aber sehr wirksame Änderung im Scheduler sorgt dafür, dass tty-Sitzungen automatisch in separate Control Groups eingeteilt werden. Über die Control Groups wird die CPU so aufgeteilt, dass auch besonders CPU-hungrige Prozesse die anderen Prozesse noch zum Zug kommen lassen. Die Interaktivität von Programmen soll dadurch deutlich besser werden, wenn im Hintergrund noch andere Programme laufen, und die Latenzzeiten sollen wesentlich sinken.


    Die zweite wichtige und sehr umfangreiche Änderung von Nick Piggin ist der Favorit von Linus Torvalds. Trotz der Kompliziertheit der Änderung gab es nur wenige, inzwischen gelöste Probleme damit. Sie beseitigt die Sperren, die der Kernel beim Auffinden von Dateipfaden setzen muss, und ersetzt sie durch RCU. Damit fällt der letzte Engpass für die Skalierbarkeit dieser Operation weg. Das Ergebnis ist eine massive Steigerung der Geschwindigkeit für alle Aufgaben, die viele Dateipfade benutzen. Jedes entsprechende Programm auf einem Mehrprozessorsystem dürfte von dieser Änderung profitieren, selbst wenn es nur einen einzigen Thread nutzt.


    Kernelmodule werden nun so geladen, dass ihr Programmcode nicht änderbar ist. Außerdem gibt es nun keine Datenbereiche im Kernel mehr, die ausführbaren Code enthalten. Beides erhöht die Sicherheit, da es damit schwer wird, ausführbaren Code in den Kernel einzuschleusen. Transparent Huge Pages machen es möglich, große Speicherseiten in Anwendungen transparent zu nutzen. Damit wird die Leistung der Speicherverwaltung erhöht und ihr Speicherbedarf gesenkt. Einige Anwendungen können dadurch einige Prozent schneller werden, ohne dass sie geändert werden müssen.


    Netzwerkkarten, die über mehrere Sendewarteschlangen verfügen, werden nun mit Transmit Packet Steering effizienter angesteuert. Eine andere Änderung ermöglicht jetzt vertrauenswürdige und verschlüsselte Schlüssel im Kernel. Das veraltete Video4Linux-API in Version 1 wird im Kernel nicht mehr unterstützt; veraltete Anwendungen, die es noch benötigen, müssen eine Kompatibilitätsbibliothek nutzen.


    Auf der x86-Architektur können nun mit xz komprimierte Kernel gebootet werden. Für Benutzer von Intel-Prozessoren wurden zwei Tools hinzugefügt: turbostat kann Leistungsstatistiken aus den Prozessoren auslesen und x86_energy_perf_policy dient zur Feineinstellung der Balance zwischen Geschwindigkeit und Energieverbrauch.


    Der Device Mapper kann nun RAID 4, 5 und 6 mittels der MD-RAID-Treiber verwalten. Das Dateisystem btrfs kann schreibgeschützte Schnappschüsse erzeugen und als zusätzliche Kompressionsalgorithmus steht LZO zur Verfügung. Das Dateisystem squashfs hingegen kann jetzt mittels xz stärker komprimieren.


    Viele neue Treiber fanden auch dieses Mal den Weg in den Kernel. Daneben gab es einige Änderungen, die nur für Entwickler von Interesse sind, darunter die Möglichkeit, sogenannte Device-Tree-Binärdateien in den Kernel zu linken. Solche Device Trees sind für eingebettete Systeme gedacht, deren Hardware nicht automatisch erkannt werden kann oder soll. Das Taskstats-API wurde in einem Detail geändert, was zu Fehlern in Programmen führen kann, die sich darauf verlassen haben. Anfänge der Unterstützung von Multitouch-Geräten wurden in die Eingabetreiber aufgenommen.


    Eine Liste aller Änderungen enthält das sehr ausführliche Changelog. Die Seite Kernelnewbies.org wird in Kürze eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlichen. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Das Opensuse-Projekt hat die Veröffentlichung für Version 11.4. der Distribution auf Donnerstag, 10. März, gelegt. Das bietet Anlass zu Release-Parties.


    Die neue Opensuse-Version ersetzt Open Office durch Libre Office 3.3. Der zuständige Paket-Maintainer Petr Mladek, hebt Features hervor, die nur Libre Office mitbringt, wie beispielsweise verbesserten RTF-Export und Unterstützung für die Form-Syntax von Calc A1, Excel A1 und Excel R1C1 in der Tabellenkalkulation.


    Außerdem möchte die Community rund um die Distribution dem traditionellen Suse-Motto "Have a lot of fun ..." gerecht werden: Rund um die Welt von San Diego bis Hong Kong sind Parties aus Anlass der Version 11.4 geplant, wenn auch fast alle erst nach dem Stichtag. In Deutschland treffen sich Opensuse-Enthusiasten in Nürnberg (16. März) und Neuss (23. März). Eine Seite im Opensuse-Wiki enthält den jüngsten Stand der Planungen und ist für neue Einträge offen.


    Quelle: Linux-Community

    Der Software-Hersteller und Linux-Distributor Novell musste im ersten Finanzquartal 2011 einen leichten Rückgang von Umsatz und Gewinn verkraften.


    Im ersten Finanzquartal 2011, das bei Novell von November 2010 bis Januar 2011 reichte, hatte das Unternehmen einen Umsatz von 191 Mio. US-Dollar, 11 Mio. weniger als ein Jahr davor. Der Nettogewinn aus dem laufenden Betrieb nach GAAP-Rechnung lag dabei bei 12 Mio. USD, im Jahr davor waren es noch 21 Mio. Aufgrund einer zusätzlichen Steuerbelastung von 31 Mio. USD entstand insgesamt ein Verlust, wo im letzten Jahr noch 20 Mio. USD Gewinn standen.


    Auch im Vergleich zum Quartal davor fiel die Bilanz schlechter aus: Der Umsatz fiel von 207 Mio. USD auf 191 Mio. und der Gewinn von 22 Mio. auf 12 Mio.


    Die kurzfristig verfügbaren Guthaben des Unternehmens liegen weiterhin bei 1,1 Milliarden US-Dollar. Derweil ist der geplante Verkauf an Attachmate immer noch nicht abgeschlossen. Zwar haben die Aktionäre mittlerweile zugestimmt, aber der geplante Verkauf von 882 Softwarepatenten, ohne den die gesamte Transaktion scheitert, an ein Konsortium, muss noch von der US-Kartellbehörde genehmigt werden. Novell ist nach eigenen Angaben dabei, die angeforderten Informationen zusammenzustellen.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Web-Analyse-Software Piwik ist in der Version 1.2 erschienen. Die freie Alternative zu Google Analytics steht unter der GPL und wurde in PHP implementiert.


    Piwik 1.2 kann mit einer ganzen Reihe Neuerungen aufwarten. Die Analyse-Software nutzt nun First-Party-Cookies, also Cookies, die zur Hostdomäne gehören. Laut den Entwicklern wird diese Cookie-Art seltener gelöscht. In Piwik werden Cookies unter anderem verwendet, um Seitenbesuchern die Möglichkeit zu geben, einer Erfassung durch den Webseitenbetreiber zu entgehen. Die neue Piwik-Version eröffnet Nutzern die Möglichkeit, fünf selbstdefinierte Variablen anzulegen und in das Tracking einzubeziehen. Als Beispiele nennen die Entwickler Variablen wie »LoggedIn« oder »Anonymous«, um schnell zu sehen, wie das Verhältnis von unbekannten und registrierten Seitenbesuchern ist.


    Die Analyseberichte lassen sich in Piwik 1.2 besser anpassen und detaillierter ausgeben. So ist es etwa möglich, mehrere Eigenschaften der Seitenbesucher zu kombinieren, z.B. Herkunftsland und Betriebssystem. Piwik 1.2 verbraucht bei der Erstellung der Berichte deutlich weniger Systemressourcen als die Vorgängerversionen. Bei häufiger besuchten Seiten stolperte Piwik bei der Berichtsgenerierung oft über das das PHP-Speicher-Limit. Neue Helfer-Methoden in der Piwik-API unterstützen Nutzer dabei, Berichte für bestimmte URLs oder Seitentitel zu generieren. Zusätzlich behoben die Entwickler eine Vielzahl der seit Version 1.1 bekannt gewordenen Fehler.


    Piwik 1.2 ist als Zip-Archiv im Downloadbereich des Projekts erhältlich. Webseitenbetrieber, die Piwik bereits nutzen, können auf die automatische Update-Funktion zurückgreifen, um ihre Version zu aktualisieren.


    Quelle: Pro-Linux

    Ein Vierteljahr nach dem Erscheinen von Red Hat Enterprise Linux 6.0 haben die Scientific Linux-Entwickler ihr Derivat ebenfalls in der Version 6.0 veröffentlicht.


    Scientific Linux ist eine Distribution, die sich an den Bedürfnissen von Forschungseinrichtungen orientiert. Es wird von Fermilab, CERN und verschiedenen anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammengestellt.


    Scientific Linux 6.0 (SL) basiert auf einem Kernel 2.6.32 und enthält viele Anwendungen, die in der Forschung eingesetzt werden. In der neuen Version sind mehr externe Paketquellen enthalten als in früheren Versionen. Als Grund nannten die Entwickler, dass sie oft Pakete in ihr Repositorium aufgenommen hatten, die auch in anderen Repositories enthalten waren. Diese Dubletten wollen sie zukünftig vermeiden. Verglichen mit RHEL 6 haben die Entwickler SL um einige zusätzliche Pakete ergänzt. In diesem Bereich nennen sie unter anderem den schlanken Window-Manager Icewm, das verteilte Dateisystem OpenAFS und die Werkzeuge revisor, livecd-tools sowie liveusb-creator. Letztere sollen es Institutionen ermöglichen, ohne großen Aufwand an die eigenen Wünsche angepasste SL-Varianten zu erstellen, die »Spins« oder »Sites« genannt werden. Das yum-autoupdate sorgt dafür, dass SL auf den Rechnern der Nutzer automatisch aktuelle Updates installiert.


    Darüber hinaus haben die Entwickler SL um einige Extras erweitert, die sie Tweak RPMs nennen und die Nutzer mit gewünschten Features versorgen, die RHEL nicht bietet. Zu diesen gehören u.a. die SL_desktop_tweaks, die die Kicker-Panels in Gnome oder KDE automatisch um häufig angefragte Programmstarter erweitern, beispielsweise für eine Terminal-Emulation. SL_enable_serialconsole nimmt alle nötigen Änderungen vor, um die Ausgabe einer Konsole an den Bildschirm und einen seriellen Port zu senden.


    Scientific Linux 6.0 kann von mehreren Spiegelservern für 32-Bit- und 64-Bit-Architekturen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Auf der Cebit 2011 hat Suse seine Version des Spacewalk-Frameworks vorgestellt. Die freie Variante des Red Hat Network mit seinen Satellite Servern ermöglicht das automatische Deployment, Provisioning, die Installation und das Konfigurationsmanagement von virtuellen und realen Servern aus einer zentralen Web-Oberfläche.


    Mehr dazu gibt es auf Linux-Community

    Zwei Wochen nach der Freigabe von Red Hat Enterprise Linux 4.9 hat auch der freie Nachbau CentOS eine aktualisierte Version der Distribution herausgebracht. Wie die Unternehmensdistribution von Red Hat verlässt damit auch CentOS die »Production Stage 2« und wird künftig nur noch mit Updates versorgt.


    Nachdem Red Hat das Update 9 von Red Hat Enterprise Linux 4 veröffentlicht hat, aktualisiert auch der freie Nachbau CentOS das Betriebsystem auf diesen Stand. CentOS 4.9 soll alle Updates bis zum 1. März 2011 umfassen. So wurde in CentOS unter anderem das microcode_ctl-Tool auf den Stand vom September des vergangenen Jahres gebracht. Darüber hinaus wurden etliche Treiber und Systeme aktualisiert und von diversen Fehlern befreit. Ferner unterstützt der Kernel nun auch Intels »arch_perfmon«. Darüber hinaus wurde Mozilla Firefox auf die Version 3.6.13 und OpenOffice.org 2.0 als Technologie-Vorschau eingebunden. Die Korn-Shell trägt ab sofort die Versionsnummer ksh93t+ und SystemTap wurde auf die Version 1.3 gebracht. Eine Liste aller Änderungen den Release-Notes entnommen werden.


    Wie RHEL 4.9 verlässt auch CentOS mit der Aktualisierung die »Production Stage 2«. Damit werden künftig keine neuen Funktionen mehr in das Produkt eingebunden. Lediglich Sicherheits-Updates und wichtige Korrekturen werden noch in das Produkt einfließen. Desweiteren gibt es ab sofort auch keine Abbilder mehr von der Distribution. Anwender, die die neue Version nutzen wollen, müssen die Version 4.9 von CentOS installieren und das Produkt per Update auf den neuesten Stand bringen.


    Quelle: Pro-Linux

    Kanotix, eine Linux-Distribution auf Debian-Basis, ist in Version 2011-03 mit aktualisierter Software erhältlich.


    Die Release mit dem Codenamen Hellfire basiert auf der stabilen Debian-Version 6.0 (Squeeze) samt Security-Updates. Der Kernel in Version 2.6.38-rc6 stammt allerdings von Ubuntu. Als Bootmanager kommt Grub 2 zum Einsatz, der Treiber Ntfs-3g ist Version 2011.1.15 dabei. Als Desktopumgebung dient KDE SC 4.4.5 mit neuem Kanotix-Branding. Unter den Anwendungen sticht das brandneue Libre Office 3.3.1 heraus. Daneben sind die mit Iceweasel 3.5.16 und Icedove 3.0.11 die Debian-Ausgaben der Mozilla-Programme dabei.


    Vom Entwickler Kano selbst stammen Skripte um Nvidia- und ATI-Grafikkartentreiber sowie Flash zu installieren, Anleitungen im Kanotix-Forum.


    Die neue Kanotix-Release steht als ISO-Image für DVD oder USB-Stick in 32- und 64-Bit-Variante zum Download bereit.


    Quelle: Linux-Community