Beiträge von Suse-Newbie

    Die OpenSuse Member Board Wahlen stehen an. Zwar noch unter dem Datum von 2010 (Phase 0), aber heute beginnt die einwöchige Kampagnenzeit der nominierten Kandidaten.


    Wahlberechtigt sind zwar nur OpenSuse Members. Interessant für alle Linux interessierten wird das aber auch. Denn solch eine Wahl ist Richtungweisend für die gesamte Community rund um diese Distribution.


    Wie in den meisten Projekten der Open Source Community hat auch OpenSuse einen Vorstand, das so genannte Memberboard. Hier werden meistens strategische Entscheidungen getroffen, aber auch ganz profane Dinge wie beispielsweise die Beschaffung neuer Hardware oder ähnlicher Mittel für die Community. Bei der Besetzung spielt das Engagement der Kandidaten natürlich eine Wichtige Rolle. Das die Besetzungen bewusste Strategien verfolgen können zeigt der Rückzug der Firma Red Hat aus dem Fedora Member Board. RH hat einen Platz abgegeben und nun hat die Community quasi die Stimmhoheit im Fedora Member Board.


    Beim OpenSuSE Board gibt es auch wieder eine Interessante Mischung der unterschiedlichst IT Berufenen zu wählen. Von Terror-PUP, der einen hochfrequenten SuSE Linux Blog schreibt. Über Entwickler die Ihre Brötchen bei Novell verdienen bis zum Blog Karl-Tux-Stadt -- der ganz oben in meiner Linkliste steht -- findet sich ein bunter Strauß von Qualifikationen und Schwerpunkten zusammen. Den Betreiber des Blogs Karl-Tux-Stadt, Sirko mit Vornamen findet man sehr häufig auf den Einschlägigen Linux-Veranstaltungen wie beispielsweise dem CLT oder BLIT. Oder einigen dürfte er noch bekannt sein duch sein Engagement bei Radio Tux. Weitere interessante Persönlichkeiten findet der LC-Leser über die Kandidatenseite im OpenSuSE Wiki.


    Wie immer die Wahl auch ausgehen mag: Ich hoffe auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit und den regen Austausch zwischen den verschiedenen Community- und Distributions-Projekten Dann werden auch die nächsten Linux-Events für die Veranstalter und Besucher wieder ein Highlight werden.


    LINKS:
    http://en.opensuse.org/openSUSE:Board_election_2010


    Quelle: Linux-Community

    Linux-Initiator Linus Torvalds hat Version 2.6.37 des Linux-Kernels freigegeben, die unter anderem den ersten Schritt zur Xen-Dom0-Unterstützung sowie zahlreiche Änderungen für bessere Skalierbarkeit enthält.


    Nur zweieinhalb Monate nach Linux 2.6.36 bringt Version 2.6.37 mehr Änderungen unter der Haube als für die Benutzer merkliche Änderungen mit. Dementsprechend war der Entwicklungszyklus vergleichsweise kurz und nach Angaben von Torvalds ruhig. Das soll sich mit der nächsten Version ändern, die unter anderem weitere Geschwindigkeitsverbesserungen erwarten lässt.



    Dennoch wurden in den neuen Kernel gegenüber dem Vorgänger über 12.200 Änderungen integriert, mehr als in den letzten sechs Versionen. Nicht die größte, aber die wohl wichtigste Änderung ist die Entfernung des »Big Kernel Lock« aus dem Kern des Kernels. Der »Big Kernel Lock« (BKL) wurde 1996 mit der Erweiterung des Kernels um SMP-Fähigkeiten eingeführt, um den gleichzeitigen Zugriff von zwei Prozessoren auf die gleichen Datenstrukturen zu regeln. Diese Methode skaliert allerdings schlecht auf viele Prozessoren und Threads, daher werden die Sperren seit Jahren verfeinert und der BKL wurde nur noch in wenigen Fällen benötigt. Jetzt sind bis auf einige Treiber, neben den V4L-Treibern hauptsächlich ziemlich alte Treiber, alle Teile des Kernels frei vom »Big Kernel Lock«. Für die meisten Benutzer dürfte die Änderung allerdings kaum spürbar sein.


    Nach einiger Verzögerung wurden nun auch die Patches von Nick Piggin zur Skalierbarkeit des virtuellen Dateisystems integriert. Diese sollen das System spürbar schneller machen. Das Dateisystem GFS2 ist jetzt nicht mehr als experimentell gekennzeichnet. Der NFS-Client erhielt eine neue idmapper-Implementierung für die Übersetzung zwischen Benutzer- und Gruppen-Namen und -IDs, die schneller und flexibler sein soll. Ferner können mit der neuen Mount-Option local_lock Dateisperren wie lokale Sperren behandelt werden. Unterstützung für das pNFS-Protokoll kam ebenfalls hinzu.


    Das Dateisystem ext4 erhielt eine »faule« Initialisierung der Inode-Tabellen. Dadurch können neue Dateisysteme schneller angelegt werden. Außerdem wurden etliche Maßnahmen zur Erhöhung des Durchsatzes und der Skalierbarkeit getroffen.


    Der Control-Group-Mechanismus wurde erweitert, so dass er nun auch die Bandbreite zu Block-Geräten begrenzen kann. Einige Verbesserungen flossen in den Hibernation-Code ein, so kann das Speicherabbild nun mit LZO komprimiert werden.


    Ein großer Teil des Hypervisors Xen wurde in den Kernel aufgenommen. Zwar wird es in 2.6.37 noch nicht möglich sein, Linux ohne separate Patches als Dom0 zu betreiben, zumindest nicht sinnvoll. Im Prinzip fehlen dann aber nur noch einige Treiber, die wohl in Linux 2.6.38 kommen werden, wenn der Plan von Jeremy Fitzhardinge aufgeht.


    Das in Linux 2.6.36 noch nicht aktivierte neue fanotify, ein Mechanismus, mit dem ein außerhalb des Kernels laufender Daemon von Dateioperationen benachrichtigt werden kann, wurde fertiggestellt. fanotify kann unter anderem auch den Zugriff auf die betroffene Datei verwehren. Virenscanner sind eine mögliche Anwendung des neuen Subsystems, hierarchische Speicherverwaltung und anderes können jedoch auch davon profitieren


    Die VMI-Paravirtualisierung von VMware wurde entfernt, nachdem sie schon vor einem Jahr als veraltet markiert worden war. Auch der alte ieee1394-Treiber, Vorgänger der neuen Firewire-Treiber, wurde entfernt. Dafür kamen wieder zahlreiche Treiber hinzu. Auch eine Kernel-Implementierung des Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP) wurde hinzugefügt.


    Viele Änderungen sind nur für Entwickler von Interesse, so wurden beispielsweise neue Trace-Punkte eingefügt und eine Optimierung vorgenommen, die den Overhead von inaktiven Trace-Punkten auf nahezu Null reduziert. Eine vereinfachte RCU-Variante für Ein-Prozessor-Rechner steht nun zur Verfügung. Es gibt nun auch einen Mechanismus, um beliebigen Code im Interrupt-Kontext auszuführen, allerdings ist unklar, wofür diese riskante Möglichkeit benötigt wird. Das Energieverwaltungs-Subsystem wurde um ein formales Konzept von »Aufweckereignissen« erweitert. Das sind die Ereignisse, die ein System aus einem Schlafzustand bringen. Andererseits wurde auch ein Mechanismus eingebaut, der es erlaubt, untätige Geräte automatisch schlafenzulegen.


    Eine Liste aller Änderungen enthält das sehr ausführliche Changelog. Die Seite Kernelnewbies.org wird in Kürze eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlichen. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Macher der Blogsoftware Wordpress schließen mit einem Update auf Version 3.0.4 eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke.


    Betreiber von Blogs mit Wordpress sollten ihre Software über die Update-Funktion im Kontrollzentrum auf den neuesten Stand bringen, oder dem Download-Link für Wordpress folgen. Mit Version 3.0.4 versuchen die Entwickler ein kritisches Sicherheitsproblem in der HTML-Verarbeitung und dort in der Kernbibliothek KSES zu beseitigen. Angreifer können die Lücke zum Cross-Site-Scripting (XSS) ausnutzen.


    Da es bei dem Problem ans Eingemachte geht, bitten die Entwickler Sicherheitskundige unter den Nutzern, nochmal einen genauen Blick auf die Änderungen zu werfen, um sicher zu gehen, dass der Patch funktioniert. Von Wordpress-Entwickler Jon Cave, der die Lücke mitentdeckt hat, gibt es zudem einen Exploit-Scanner, der Wordpress auf feindliche Übernahmen abklopft.


    Quelle: Linux-Community

    Die auf Debian Sid basierende Rettungsdistribution Grml ist in der Version 2010.12 erschienen. Grml enthält viele Kommandozeilenwerkzeuge, mit deren Hilfe Administratoren abgestürzte Systeme wieder flott machen können.


    Grml 2010.12, Codename Gebrüder Grml, basiert auf einem Kernel 2.6.36.2. Erstmals ist in Grml die Testsuite Kantan enthalten, mit der Anwender automatisierte Tests durchführen können. Die Gebrüder Grml kommen mit einer verbesserten seriellen Konsole. Die neue Bootoption vnc-connect ermöglicht es, dass sich das System beim Booten mit einem lauschenden VNC-Client verbinden kann. Die Verbindung wird dazu von einem gestarteten VNC-Server initiiert.



    Die aktuelle Grml-Version wird in Form eines Hybrid-ISO-Abbilds angeboten, das sowohl von CDs als auch von USB-Sticks starten kann. Beide Medien verwenden Isolinux und zeigen nun identische Startmenüs an. Grml 2010.12 ist bereits PXE-bootfähig, so dass Anwender, die das Feature benötigen, kein angepasstes Initrd-Image erzeugen müssen. Um mehr Platz zu haben, entfernten die Entwickler eine Handvoll Window-Manager, so dass Grml jetzt nur noch mit i3, openbox, fluxbox, wmii, wm-ng und awesome ausgeliefert wird. Mit der neuen Bootoption ip kann dem System bereits vor dem Booten eine IP zugewiesen werden.


    Grml wird in den Varianten grml, grml-medium und grml-small angeboten. Grml enthält viele Anwendungen, die weit über den Umfang eines Rettungssystems hinausgehen. So sind neben den Kommandozeilenprogrammen auch noch der Browser Firefox, Bildbetrachter, Zeichenprogramme und Multimediaanwendungen vorhanden. Die verschiedenen Grml-Varianten sind für 32- und 64-Bit-Architekturen im Downloadbereich des Projekts verfügbar.


    Quelle: Pro-Linux

    Oracle hat die Virtualisierungssoftware Virtualbox in der Version 4.0 freigegeben. Mittels Virtualbox können Anwender ihren Rechner schnell und einfach zu einem Gastgeber für verschiedene Betriebssysteme machen, beispielsweise Linux, Mac OS X und Windows.


    Mit der neuen Version hat Oracle die Lizenz für die Virtualisierungssoftware vereinheitlicht, so dass die früher üblichen verschiedenen Virtualbox-Editionen der Vergangenheit angehören. Die Basispakete stehen ab sofort unter der GPLv2. Das und ein zusätzlich veröffentlichtes Erweiterungspaket sollen dafür sorgen, dass Virtualbox mehr Interessenten anlockt, die Erweiterungen und neue Virtualisierungslösungen entwickeln. In dem »VirtualBox Extension Pack« sind bereits Erweiterungen für USB 2.0, Remote Display Services und Netzwerkboot-Fähigkeiten enthalten.


    Laut Oracle wurde die Nutzerfreundlichkeit verbessert. So ist es jetzt möglich, mehr virtuelle Displays auf einem realen Monitor unterzubringen, die Verwaltung der virtuellen Maschinen (VMs) wurde verbessert und zeigt nun etwa Vorschaubildchen, auch die Oberfläche soll sich leichter persönlichen Vorstellungen anpassen lassen.


    Ansynchrone I/O-Modelle für lokalen und Netzwerkspeicher sowie die Möglichkeit, größere VMs auf 32-Bit-Hostrechnern laufen zu lassen, versprechen eine spürbar höhere Leistungsfähigkeit. Virtualbox 4.0 unterstützt das standardisierte Open Virtualization Format (OVF) und ermöglicht es dank eines neuen Speichermodells für die Konfigurationen, dass VMs manche Einstellungen gemeinsam nutzen können. Die neue Virtualbox virtualisiert auch moderne Hardware wie PCI Express, High-Definition-Audio-Geräte und unterstützt Portforwarding auf einer lokalen Maschine, so dass sich virtuelle Maschinen, die Serverdienste offerieren, leicht anzapfen lassen.


    Virtualbox 4.0 ist für viele Linux-Distributionen als Binärpaket verfügbar, darüber hinaus befinden sich im Downloadbereich auch Pakete für Mac OS X, SunOS, MS Windows, die Quelltexte, ein SDK sowie zugehörige Anleitungen.


    Quelle: Pro-Linux

    Mandriva Linux 2010.2 ist ein inkrementelles Update des im Juli veröffentlichten Mandriva Linux 2010 Spring, so dass Anwender, die ihr System stets auf einem aktuellen Stand halten, nicht viel Neues zu erwarten haben. In Mandriva 2010.2 flossen in die »offiziellen« Pakete 2522 Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen ein, werden die Pakete aus den Backports und Testmedien mitgezählt, bringen es die Entwickler gar auf 6312 Änderungen.


    Mandriva Linux 2010.2 enthält einen nicht ganz aktuellen Kernel 2.6.33 und die Desktopumgebungen GNOME 2.30.0, KDE 4.4.3 und Xfce 4.6.1. Weiterhin wird die aktuelle Version mit OpenOffice.org 3.2, Thunderbird 3.0, Firefox 3.6.13 und GIMP 2.6.8 ausgeliefert. Entwickler können auf gcc 4.4.3, Mono 2.6.4, Perl 5.10.1, PHP 5.3.4 und Python 2.6.5 sowie die Datenbanksysteme MySQL 5.1.46 und PostgreSQL 8.4.5 zurückgreifen.


    Die Entwickler haben angekündigt, in Kürze aktuelle Versionen von KDE und OpenOffice fertigzustellen. Wie von Mandriva gewohnt wird die Version 2010.2 als LiveCD One wahlweise mit KDE oder GNOME oder Mandriva Linux Free auf verschiedenen Spiegelservern zum Download angeboten. Neben den kostenlosen Versionen bietet Mandriva noch die Editionen Powerpack und Flash an, für die 50 bis 60 Euro fällig werden.


    Im September hat sich ein großer Teil der Mandriva-Gemeinschaft von Mandriva losgesagt und das Projekt »Mageia« gegründet, dass in einen Mandriva-Fork mündet und von vielen namhaften Entwicklern unterstützt wird. Mageia will unter anderem Linux und freie Software für jeden einfach benutzbar machen. Vor wenigen Tagen trafen sich die Mageia-Paketbauer zum ersten Mal.


    Quelle: Pro-Linux

    Das KDE-Projekt will Anfang 2011 eine Gruppe von Personen zusammenbringen, die Ideen zur weiteren Entwicklung von KDE in den nächsten fünf Jahren diskutieren sollen.


    Wo KDE in fünf Jahren stehen wird, ist für die meisten Benutzer und Entwickler noch nicht absehbar. Aus Sicht einiger Kernentwickler von KDE und des KDE e.V. ist es aber an der Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Aus diesem Grund soll Anfang 2011 unter der Bezeichnung K16 ein Treffen stattfinden, zu dem ausgewählte Personen eingeladen werden. Zu diesem Zweck ergeht nun eine Einladung an alle Interessierten, über die Zukunft von KDE nachzudenken, ihre Visionen zu formulieren und an das K16-Organisations-Team zu senden. Aus den Einsendern werden bis zu 15 Personen ausgewählt, die sich an einem verlängerten Wochenende Anfang 2011 treffen sollen.


    Das Treffen, das unter dem Namen K16 läuft, soll nur der erste Schritt zur Planung der Zukunft von KDE sein. Die Teilnehmer sollen ihre Ideen diskutieren, Brainstorming betreiben und eine gemeinsame Richtung formulieren, die von der Gemeinschaft dann zu einer akzeptierten Vision für die langfristige Entwicklung von KDE ausgebaut werden soll. Alle Ergebnisse des Treffens sollen veröffentlicht werden und die weiteren Aktionen sollen mit der Gemeinschaft abgestimmt werden.


    Wer an dem Treffen teilnehmen will, ist aufgefordert, seine Vision der Zukunft von KDE auf einer Seite in prägnanter Weise zusammenzufassen und an das Organisations-Team zu senden, das aus Sebastian Kügler, Dan Leinir Turthra Jensen, Riccardo Iaconelli, Stefan Werden, Jos Poortvliet, Artur Souza und Frank Karlitschek besteht. Dem Format und dem Inhalt der Zusammenfassung sind keine Grenzen gesetzt. Das Team will bis zu 15 Einsender zu dem Treffen einladen, die Reisekosten werden den Teilnehmern erstattet.


    Quelle: Pro-Linux