Ich habe das Thema in den Member Talk verschoben und wünsche weiterhin viel Spass bei der Diskussion.
Beiträge von Suse-Newbie
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Das Team um die von Debian Unstable abgeleitete Distribution siduction hat eine neue Version ihres Betriebssystems mit sechs Desktop-Umgebungen veröffentlicht.
Die ISO-Images von siduction 2014.1 stellen einen Schnappschuss von Debian Unstable vom 22.11.2014 dar, der mit eigenem Kernel in Version 3.17-4, einem eigenen Installer und einigen Skripten zur Systemadministration angereichert ist. Die neue Version wird mit den sechs Desktop-Umgebungen KDE SC, Gnome, XFCE, LXDE, LXQt und Cinnamon ausgeliefert. Dabei sind LXQt und Cinnamon zum ersten Mal als stabile Veröffentlichung dabei, sie wurden bisher nur als Entwicklerversion bereitgestellt. Zusätzlich gibt es noch die zwei minimalen Varianten noX und Xorg. Letzteres bringt eine Xorg-Umgebung und Fluxbox mit, noX kommt, wie der Name vermuten lässt, ohne X-Server daher.
KDE SC wird in Version 4.14.2 ausgeliefert und wurde gegenüber der von Debian ausgelieferten Version um einige Module ergänzt. In den Systemeinstellungen findet sich ein Modul zur grafischen Konfiguration für das bei siduction bereits 2013 eingeführte Systemmanagement-Werkzeug Systemd sowie ein Modul zur ausführlichen Konfiguration von Baloo, der Nachfolgesoftware der semantischen Desktopsuche Nepomuk. Zudem wurde Baloo das Suchwidget Milou an die Seite gestellt, mit dem Suchergebnisse ausführlicher dargestellt werden als in Dolphin.
Gnome ist in Version 3.14.1 vertreten und bringt einige neue Funktionen mit. Eine Gnome-Sitzung kann entweder als Gnome-Fallback gestartet werden und bringt dann den Gnome2-Look mit, oder als normale Gnome-Sitzung mit 3D-Effekten. Einige der meistbenutzten Anwendungen wurden bereits zu den Favoriten hinzugenommen. Dort finden sich im schnellen Zugriff Hexchat, Transmission, LibreOffice, das siduction-Bugreport-Tool, das Gnome-Terminal und einige weitere.
LXQt 0.8 wurde mit Qt 5 gebaut und ist weitgehend auf Wayland vorbereitet. Gleiches gilt für LXDE, das so lange weiter entwickelt wird, wie GTK+ 2 verwendbar bleibt. Cinnamon ist in Version 2.2.16-4 vertreten, XFCE steht immer noch bei 4.10.1. Das ausführliche Handbuch hat ein Kapitel über Systemadministration mittels Systemd erhalten.
Alle Neuerungen von siduction 2014.1 können in den Notizen zur Veröffentlichung nachgelesen werden, die Abbilder der verschiedenen Varianten stehen auf den Spiegelservern zur Verfügung.
Quelle: Pro-Linux
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Parted Magic ist eine Linux-Distribution für CD oder USB-Stick, die auf Festplattenmanagement spezialisiert ist. Der neuen Version Parted Magic 2014.11.19 wurde ein Werkzeug zur Reparatur des Bootmanagers zugefügt.
Dabei handelt es sich um WxFixBoot, das eine Erweiterung des bei Ubuntu erhältlichen Boot-Repair darstellt. Der Entwickler will das Tool neben der Integration in Parted Magic auch für weitere Plattformen abseits von Debian/Ubuntu zur Verfügung stellen.
Der Kernel der neuen Version wurde auf 3.17.3 hochgezogen. Als Desktop-Umgebung kommt wieder LXDE zum Einsatz. Standardmäßig bringt Parted Magic Werkzeuge wie Partimage, Clonezilla, Smartmontools, Testdisk und NTFS-3G mit. Neben sicherheitsrelevanten Aktualisierungen von Bash, OpenSSH und OpenSSL sind unter anderem Firefox 33.1, Gparted 0.20.0, Mesa 10.2.9, PCMmanFM 1.2.3, Util-Linux 2.25.2 und hdparm 9.45 mit im Image. Neu hinzugekommen ist Guvcview, das diverse Webcams unterstützt, die UVC- oder GSPCA / SPCA5xx-Treiber mitbringen. Außerdem sind auch Lxrandr, Guymager, Foremost, Lastpass und CDW neu mit dabei.
Seit über einem Jahr verlangt der Entwickler, der damals seinen Arbeitsplatz verlor, Geld für die Binärversion seiner unter der GPL3 stehenden Software. Für die aktuelle Version werden 9,99 US-Dollar fällig, die Vorversion gibt es für 4,99 Dollar, eine ältere Version kostet 0,99 Dollar. Für Studenten ist die Software kostenlos. Der Quellcode ist weiterhin frei verfügbar, was aber in der Download-Sektion der Webseite nicht ersichtlich ist.
Quelle: Pro-Linux
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Die Digikam-Entwickler haben Version 4.5 der freien Fotoverwaltungssoftware fertiggestellt. Während sich die aktuelle Freigabe von Digikam auf die Korrektur von Fehlern konzentriert, passen die Entwickler im Hintergrund die Anwendung an die neue Generation von Qt und der KDE Frameworks an.
Ursprünglich wurde Digikam in erster Linie zum komfortablen Übertragen der Fotos von der Digitalkamera zum Linux-Rechner entwickelt. In seiner Eigenschaft als grafisches Frontend zu gPhoto2 unterstützt Digikam dementsprechend eine Vielzahl an Digitalkameramodellen direkt. Via SANE lassen sich zudem auch Scanner mit Digikam nutzen. Digikam kann dabei nicht nur auf die eigenen integrierten Image-Plugins zugreifen, sondern auch auf die KIPI-Schnittstelle und Bilder beispielsweise einzeln oder im Stapelverarbeitungsmodus verarbeiten.
Im Zuge der Veröffentlichung der neuen Version 4.5 haben die Entwickler die Anbindung von optionalen Elementen wie libkipi, libkface oder libkgeoma angepasst. Diese Anpassungen sollen dem Team unter anderem dabei helfen, Digikam schrittweise für die neue Generation von Qt und der KDE Frameworks zu portieren. KDE Frameworks 5 ist das Ergebnis der Umstrukturierung der KDE 4-Bibliotheken, die unter anderem mit einer Anpassung an Qt 5 einherging.
Weitere Anpassungen an Digikam 4.5 umfassen über 20 Korrekturen von gefundenen Fehlern. So haben die Entwickler beispielsweise das Zusammenspiel mit neuen Versionen von MariaDB/MySQL verbessert und eine Endlosschleife bei der Verarbeitung von Tags eliminiert. Zudem wurde auch die Geschwindigkeit der seitlichen Leiste optimiert und diverse Gründe für Abstürze behoben. Eine Liste der gefundenen und korrigierten Fehler liefert das Bugzilla des Projektes.
DigiKam 4.5 liegt im Quelltext vor. Das Tar-Archiv kann von der Seite des Projektes heruntergeladen werden. Neben Linux unterstützt die Anwendung auch weitere Betriebssysteme, darunter auch Mac OS X und MS Windows.
Quelle: Pro-Linux
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Als einer der ersten kommerziellen Linux-Anbieter hat Suse das Patchen eines laufenden Kernels ohne Neustart in ihr Produkt aufgenommen. Das »Live Patching« basiert auf kGraft und ist für die Anwender des Suse Linux Enterprise Server 12 verfügbar.
kGraft ist eine von Suse vorgestellte Technologie, um den Linux-Kernel zur Laufzeit zu patchen. Wie Kpatch oder Ksplice ermöglicht auch kGraft ein »Impfen« des Kernels, um beispielsweise Sicherheitspatches einzuspielen oder kritische Fehler zu korrigieren, ohne dass das betroffene System danach neu gestartet werden muss. Damit können Server öfter neue Kernelfunktionen oder Sicherheitspatches ohne Downtime erhalten.
Wie Suse nun bekannt gab, bietet das Unternehmen ab sofort das Patchen eins laufenden Systems als Service für den Suse Linux Enterprise Server 12 an. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings der Abschluss eines Priority Support-Abonnements und des Primary/Designated Support Engineer-Services. Dafür bekommt der Nutzer extra signierte Kernel-Module, die sich unter anderem auch mit UEFI Secure Boot vertragen. Zudem sollen die Signaturen sicherstellen, dass kein Fremdcode in den Kernel gepatcht wird.
Wie auch andere Updates des Herstellers wird das von Suse genannte »SLES Live Patching« als RPM bereitgestellt. So ist es Administratoren unter anderem möglich, ihre existierenden Lösungen und Methoden weiter zu nutzen, die sie bisher für die Verteilung von Software eingesetzt haben.
Quelle: Pro-Linux
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Die Entwickler der freien Desktop-Umgebung Gnome haben die Version 3.14.2 veröffentlicht, die Fehlerkorrekturen sowie aktualisierte Übersetzungen und Dokumentation bringt.
Als bereits lange im Voraus geplantes Update für Gnome 3.14 bringt die neue Version 3.14.2 keine neuen Funktionen mit sich. Sie soll vielmehr für eine erhöhte Stabilität und weniger Fehler sorgen. Laut Aussage der Entwickler konzentriert sie sich deshalb auf die Korrektur von Fehlern, die Überarbeitung der Dokumentation und nur kleinere Verbesserungen.
So wurden beispielsweise in den Kernkomponenten gleich 30 Pakete aktualisiert und in der Versionsnummer erhöht. Zahlreiche Änderungen erhielt beispielsweise der Evolution-Data-Server, in dem diverse Abstürze und Fehlfunktionen beseitigt wurden. In gnome-calculator wurde ein Absturz beseitigt und gnome-control-center schaltet SSLv3 ab. Zahlreiche Änderungen hat das Team auch in den gnome-settings-daemon eingebaut, der ebenfalls diverse Fehler enthielt, die zum Absturz führen konnten.
Neu sind in der aktuellen Version 3.14.2 von Gnome auch diverse Korrekturen in der Gnome-Shell, die neben den obligatorischen Korrekturen der Übersetzungen auch diverse Verbesserungen der Ergonomie erfuhr. Ebenfalls verbessert wurde der Dateimanager Nautilus, der von zahlreichen Fehlern befreit wurde. Hier haben die Entwickler unter anderem eine Abhängigkeit zum NetworkManager eliminiert und die Terminverwaltung korrigiert.
Von der Anwendungsseite her gesehen ist der Groupware-Client Evolution die wohl am massivsten verbesserte Anwendung. Gleich 11 Fehler hat das Team in der aktuellen Version korrigiert, darunter auch diverse Abstürze. Weitere Korrekturen erfuhr Cheese, eine Software für die Nutzung von Webcams. In Orca hat das Team zudem unter anderem einen »Hang« korrigiert. Eine Liste aller Änderungen der Applikationsseite liefert die NEWS-Datei.
Gnome 3.14.2 kann im Quellcode vom Server des Projektes heruntergeladen werden. Zahlreiche Distributionen bieten zudem fertig erstellte Pakete an.
Quelle: Pro-Linux
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Die zu Red Hat Enterprise Linux kompatible Distribution Scientific Linux ist in Version 6.6 erschienen. Sie bringt den Benutzern mehr Hardware-Unterstützung und eine Reihe von anderen Verbesserungen.
Scientific Linux ist eine Distribution, die sich an den Bedürfnissen von Forschungseinrichtungen orientiert. Sie wird von Fermilab, CERN und verschiedenen anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammengestellt. Sie beruht auf dem Quellcode von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und lässt sich ohne Supportvertrag von Red Hat nutzen.
Knapp einen Monat nach Red Hat Enterprise Linux 6.6 haben die Entwickler von Scientific Linux (SL) die Distribution auf den gleichen Stand wie Red Hat gebracht. Damit ist Scientific Linux die letzte unter den bekannteren zu RHEL kompatiblen Distributionen, die die Aktualisierung veröffentlicht. CentOS 6.6 war zwei Wochen nach RHEL am Start, Oracle Linux 6.6 nach drei Wochen.
In der neuen Version 6.6 wurden alle Verbesserungen aus Red Hat Enterprise Linux 6.6 übernommen. Im Kernel, der weiter auf Linux 2.6.32 beruht, wurde die Unterstützung für Remote Direct Memory Access (RDMA) über Ethernet hinzugefügt und weitere 40-Gigabit-Ethernet-Karten werden unterstützt. Weitere Kernel-Erweiterungen sind das Open vSwitch-Kernel-Modul, die Socket-Polling-Implementierung im Netzwerkstack und verbesserte Sperren im Kernel, die die Leistung erhöhen.
Neue Pakete in der Distribution sind das hyperv-daemons-Paket, das neben dem Hyper-V KVP-Daemon auch den zuvor in hypervkvpd enthaltenen Hyper-V VSS-Daemon enthält. Zudem kann SL 6.6 als Gast in einem Microsoft Hyper-V Server 2012 R2-System eingesetzt werden, was noch als Technologievorschau gilt. Ebenfalls eine Technologievorschau ist der Performance Co-Pilot (PCP), ein Framework und Dienste zur Überwachung und zur Verwaltung von System-Level-Performance-Einstellungen. Weitere Verbesserungen gab es beim Device-Mapper und der Unterstützung von Active Directory. Daneben wurden einige Pakete aktualisiert, unter anderem auch OpenAFS, das jetzt in Version 1.6.10 enthalten ist.
Wegen eines Sicherheits-Updates wurde der X-Server offenbar auf Version 1.15 aktualisiert. Die damit verbundenen API-Änderungen können für die Benutzer proprietärer Grafiktreiber ein Problem verursachen, so dass sie eine neue Version ihres Treibers benötigen.
Pakete, die gegenüber RHEL zusätzlich verfügbar sind, sind unter anderem Icewm, OpenAFS, Tools zum Generieren von Live-CDs und yum-autoupdate. Seit Scientific Linux 6.0 gibt es darüber hinaus einige Extras, die Tweak RPMs genannt werden und die Nutzer mit gewünschten Features versorgen, die RHEL nicht bietet. Scientific Linux 6.6 kann von mehreren Spiegelservern für 32-Bit- und 64-Bit-Architekturen heruntergeladen werden.
Quelle: Pro-Linux
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Nvidia hat Version 340.58 seines proprietären Grafiktreibers herausgegeben. In erster Linie fügt der Treiber Unterstützung für neue Grafikchips hinzu und korrigiert ein paar Fehler.
Version 340.58 des Grafiktreibers von Nvidia fügt Unterstützung für etliche neue Grafikchips hinzu: GeForce GT820M, GeForce GTX 760A, GeForce GTX 850A, GeForce 810A, GeForce 820A und GeForce 840A. Außerdem erhielt der Treiber eine neue Option »AllowIndirectGLXProtocol«, die dazu genutzt werden kann, die Nutzung des GLX-Protokolls zu unterbinden. Darüber hinaus lässt sich die GLX- Kontext-Erstellung in X.org 1.16-Serverversionen mittels der Option »-iglx« abschalten.
Die weiteren Änderungen gegenüber der vorangegangenen Version beschränken sich auf einige Fehlerkorrekturen. So verursachten manche Grafikchips bei einer Farbtiefe von 8 Bit falsche Farbwerte. Ein anderes Problem betraf die Erkennung der Chipsätze in MetaMode.
Die neueste Treiberversion kann direkt bei Nvidia heruntergeladen werden. Sie besteht wie immer aus einem binären Modul und einer dünnen Anpassungsschicht im Quellcode, die mit make und GCC compiliert werden kann, sofern ein passendes Modul nicht gefunden werden konnte. Einige Distributionen bieten Möglichkeiten zum Integrieren des Nvidia-Treibers in das System an.
Quelle: Pro-Linux
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Nach einem Jahr gibt es wieder eine neue Version des Musik-Players Tomahawk. Die bringt nicht nur eine generalüberholte Benutzeroberfläche mit, sondern bietet auch viele neue Social-Media-Funktionen.
Die neue vereinfachte Benutzeroberfläche orientiert sich optisch an iTunes: Das jetzt in hellen Tönen gehaltene Hauptfenster wirkt aufgeräumter und dank neuer Symbole etwas moderner. Links aus iTunes, Deezer, Beats Music, Rdio, Spotify und SoundCloud lassen sich ab sofort per Drag-and-Drop auf das Tomahawk-Fenster ziehen, woraufhin der Musik-Player automatisch die beste Quelle für den zugehörigen Musiktitel auswählt. Des Weiteren unterstützt Tomahawk 0.8.0 die Dienste Beats Music und Google Play Music.
Anwender können die von einem befreundeten Tomahawk-Nutzer zuletzt gespielten Musikstücke einsehen („Friend Feed“). Anderen Tomahawk-Nutzern lassen sich zudem Musikempfehlungen senden. Dazu muss man lediglich einen Song auf den entsprechenden Benutzernamen in der Seitenleiste ziehen. Diese Person sieht dann die Empfehlung im extra für diese Zwecke eingeführten Posteingang („Inbox“).
Neu ist auch die Tomahawk-App für Android-Smartphones. Playlists lassen sich zwischen der Desktop-Anwendung und der App abgleichen. Bei Bedarf kommuniziert Tomahawk über IPv6. Abschließend haben die Entwickler nach eigenen Angaben zahlreiche Fehler behoben und die Performance verbessert.
Sämtliche Neuerungen führt die Ankündigung auf, ein detailliertes Changelog wartet auf GitHub.
Quelle: Pro-Linux
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Sebastian Kügler hat die Pläne des Plasma-Desktops für das kommende Jahr umrissen. Zu den nächsten Zielen der Umgebung gehören demnach der Übergang von der Test- in die produktive Phase sowie Unterstützung für Wayland und Displays mit hoher Auflösung.
Sebastian Kügler erklärt in seinem Blog, dass er davon ausgeht, dass die Distributionen im nächsten Jahr beginnen werden, Plasma 5 als Standard-Desktop einzurichten. Damit wird erstmals eine größere Zahl von Benutzern Bekanntschaft mit Plasma 5 machen. Plasma 5 als Nachfolger des KDE 4-Desktops wurde an zahlreichen Stellen poliert und unter der Haube massiv geändert, ist von der Bedienung her aber im Wesentlichen gleich geblieben.
Mit dem breiteren Einsatz wird das KDE-Team auch verstärkt Feedback erhalten, die sich auf reale Anwendungsfälle und Probleme beziehen. Dieses Feedback gibt es schon jetzt und kann laut Kügler gut gehandhabt werden. Im Grund ist Plasma 5 jetzt noch nicht ganz bereit für die normalen Anwender, aber das wird sich bald ändern.
Viele Endanwender dürften auch darauf warten, endlich Wayland einsetzen zu können. Auch darauf arbeitet das Team hin. Die Unterstützung für Wayland wird »nach und nach« eingebaut und wohl im Laufe des Jahres 2015 komplett. Im Anschluss erwartet Kügler, dass eine Mehrheit der Benutzer Wayland einsetzen wird. Der Einsatz von X11 wird zurückgehen, doch wird X11 nicht von der Bildfläche verschwinden.
Das letzte größere Ziel für 2015 ist die vollständige Unterstützung für Displays mit hoher Auflösung. Das bedeutet, dass die Oberflächenelemente skaliert werden und mit mehr Details und möglichst wenigen Artefakten dargestellt werden müssen. Das reine Skalieren führt nicht zu guten Ergebnissen, zumindest bei kleinen Bitmaps. Plasma 5 ist bereits jetzt in der Lage, mit hohen Auflösungen umzugehen, benötigt dabei aber noch manuelle Änderungen der Einstellungen. Künftig soll Plasma das alles automatisch berücksichtigen. Das ist laut Kügler nicht so einfach und benötigt seine Zeit. Das demnächst erscheinende Qt 5.4 wird dabei Hilfe leisten, da es bessere Werkzeuge zur Unterstützung solcher Displays mitbringt. Plasma 5 soll entsprechend angepasst werden, um von diesen Mitteln Gebrauch zu machen.
Quelle: Pro-Linux