Beiträge von Suse-Newbie

    Zweieinhalb Monate dauerte es dieses Mal nur, die neue Kernel-Version fertigzustellen. Anzahl und Umfang der Änderungen sind in dieser Version etwa genauso hoch wie in Linux 2.6.34. Nach der Freigabe des ersten Veröffentlichungskandidaten hatte Torvalds wie angekündigt zunächst keine Feature-Erweiterungen mehr aufgenommen. Er wollte damit erreichen, dass die Entwickler keine Änderungen mehr in letzter Minute einbringen und sich auf die Fehlerkorrektur konzentrieren. Auch wenn er später diese Regelung wieder etwas lockerte, blieb die Zahl der Änderungen nach dem ersten Veröffentlichungskandidaten mit rund 2000 die kleinste seit Linux 2.6.24. Die Maßnahme hatte also für Torvalds den gewünschten Erfolg und wird auch bei der nächsten Version wieder Gültigkeit haben.



    Torvalds ermahnt in seiner Ankündigung die Entwickler aber auch, mehr auf den Zustand von Linux-next zu achten. Linux-next ist ein Kernel-Zweig, in dem Änderungen für die übernächste Kernel-Version getestet werden können. Dieser hat laut Torvalds in letzter Zeit erhebliche Instabilität gezeigt. Die Entwickler sollten daher nur Patches in Linux-next einbringen, die weitgehend veröffentlichungsreif sind.


    Wieder sind etwa zwei Drittel der Änderungen dem Bereich der Treiber zuzurechnen. Unter anderem wurden zahlreiche neue Treiber integriert. Das Subsystem zur Leistungsmessung wurde um das »Precise Event Based Sampling (PEBS)« erweitert, in dem die Hardware Ereignisse direkt in einen reservierten Speicherbereich schreiben kann. Das Tool »perf kvm«, das die Beobachtung der Leistung von virtuellen Maschinen ermöglicht, kam hinzu.


    Das Dateisystem XFS erhielt ein experimentelles »Verzögertes Loggen«, das die benötigte Disk-Bandbreite in bestimmten Situationen um Größenordnungen reduzieren soll. Es ändert nichts an den Strukturen auf der Festplatte, nur an den Datenstrukturen im Speicher. Es ist allerdings noch nicht erprobt. Das Dateisystem Btrfs wurde um direkte Ein- und Ausgabe erweitert, außerdem wurde die Behandlung von übervollen Festplatten auch für die letzten Grenzfälle korrigiert. Das ext2-Dateisystem benötigt nun nicht mehr den »Big Kernel Lock«.


    Das Netzwerk-Subsystem wurde um Receive Packet Steering und Receive Flow Steering erweitert. Dies soll den Empfang von Netzwerkpaketen in SMP-Systemen effizienter machen. Eine Memory Compaction (keine Kompression) soll größeren Speicherallokierungen auch bei knappem Speicher bessere Erfolgsaussichten geben.


    Der Timer Slack-Mechanismus kann dafür sorgen, dass kurz nacheinander bevorstehende Timer-Events zu einem einzigen zusammengefasst werden. Ein wenig beschäftigtes System kann so unter Umständen mehr Zeit im Schlafzustand verbringen und etwas Energie sparen. Das Video4Linux2-Subsystem erhielt einiges an neuer Infrastruktur.


    Die Konfiguration des Kernels ist nun mit der neuen Option »make nconfig« möglich. Diese beruht auf dem altbekannten »make menuconfig«, läuft also in der Konsole, soll die Oberfläche jedoch moderner machen.


    Eine Liste aller Änderungen enthält das sehr ausführliche Changelog. Die Seite Kernelnewbies.org hat eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlicht. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Für Linux 2.6.36 kündigte Linus Torvalds eine aufregende Neuerung an. Die VFS-Skalierbarkeits-Patches von Nick Piggin, die Torvalds bereits auf seinem Rechner einsetzt, sollen eine spürbare Geschwindigkeitsverbesserung bringen. Es ist heutzutage sehr selten, dass in dem hochoptimierten Kernel noch Verbesserungen erzielt werden können, die so deutlich spürbar sind. Daneben wird Linux 2.6.36 sehr wahrscheinlich AppArmor enthalten.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Versionsnummer macht es deutlich: Wine verwendet das früher auch vom Linux-Kernel verwendete Schema mit geraden und ungeraden Minor-Releases. Version 1.2.x gilt demnach als stabil, Version 1.3.x als reine Entwicklerversion. Die nächste große stabile Version wird mit Wine 1.4 voraussichtlich erst wieder in ein oder zwei Jahren folgen. Die offiziell genannten 113 Fehlerkorrekturen beheben hauptsächlich Probleme mit bestimmten Anwendungen, darunter etwa nicht startende Spiele oder fehlende Audio-Unterstützung und Darstellungsfehler.



    Aus einigen Fehlern lässt sich allerdings auch ableiten, welche großen Fortschritte über die letzten Jahre gemacht wurden: So war etwa die GDI+-Implementierung in Wine bislang inkompatibel zu Microsoft Office 2003: Wer Bilder in ein Dokument einfügen wollte, musste manuell auf die originale GDI+-DLL umschwenken. Seit Wine 1.2 ist die Wine-eigene Implementierung soweit vollständig, dass sich dieser Fehler »von selbst« behoben hat. Über die Fehlerkorrekturen hinaus finden sich in den eingeflossenen 652 Patches auch neue Funktionen.


    Besonders hervorgehoben werden etwa eine rudimentäre Benutzeroberfläche für den eingebauten, auf der Mozilla Gecko Engine basierenden Internet-Explorer-Ersatz, Unterstützung für OLE Drag & Drop zwischen Prozessen, eine neue Implementierung des Windows Script Host Interpreters wscript.exe und aktualisierte Übersetzungen (vor allem für Ukrainisch und Serbisch). Die Öffnen/Speichern-Dialoge speichern nun das zuletzt benutzte Verzeichnis.


    Der Quellcode kann ab sofort von der Webseite heruntergeladen werden, Pakete für verschiedene Distributionen sollten im Laufe der nächsten Tage verfügbar sein.


    Quelle: Pro-Linux

    Acht Monate ist es her, dass Novell Version 11.2 von OpenSuse herausbrachte. Nun liefert der Distributor eine Aktualisierung in Form von OpenSuse 11.3 aus. Nach Angaben des Herstellers sollte man sich von dem kleinen Versionssprung nicht täuschen lassen, denn es gibt zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen. Unter anderem enthält es Verbesserungen des Paketsystems und Unterstützung für Netbooks. Pro-Linux schaute sich das Produkt eine Zeit lang an und testete es in einer produktiven Umgebung.


    Den ausführlichen Bericht gibt es auf Pro-Linux zum Nachlesen.

    Die neue Generation e4 von Eclipse wurde unter der Bezeichnung »Eclipse SDK 4.0« veröffentlicht. Sie ist nach Angaben der Entwickler kompatibel mit Eclipse 3.6, enthält jedoch grundlegende Neuerungen, die es unter anderem einfacher machen sollen, Plugins und RCP (Rich Client Platform)-Anwendungen zu schreiben.


    Zu diesen Neuerungen zählen unter anderem ein neues modellbasiertes GUI-Framework, in dem die Widgets der Oberfläche spezifiziert werden. Dies soll RCP-Anwendungen zu einem moderneren Aussehen verhelfen, so dass sie nicht mehr nach Entwicklungsumgebung aussehen. Das Aussehen der Anwendungen soll zudem mittels eines CSS-basierten Mechanismus anpassbar sein. Damit wird das Aussehen der Anwendungen durch CSS-Stylesheets festgelegt. Ein an Diensten orientiertes Programmiermodell soll es außerdem einfacher machen, die von der Plattform bereitgestellten Dienste zu nutzen.


    Da ein großer Teil der Plugins und Anwendungen noch nicht auf die neue Plattform portiert wurde, haben Endanwender von einem Wechsel auf die neue Version noch keinen Vorteil zu erwarten. Sie sollten daher auf eine der nächsten Versionen von Eclipse 4 warten.


    Zusammen mit Eclipse SDK 4.0 hat das Projekt einige neue Tools veröffentlicht, die die Entwicklung für die neue Version unterstützen. Dazu gehören das deklarative GUI-Designprogramm für XWT; Tools, die beim Erzeugen von modellbasierten Oberflächen helfen; ein semantisches Dateisystem, mit dem das Platform-Ressourcenmodell mit Ressourcen auf anderen Rechnern verbunden werden kann; und Unterstützung für die Integration von JavaScript- und OpenSocial-basierten Ansichten in ein Client-Programm.


    Quelle: Pro-Linux

    Linux Mint ist eine auf Ubuntu aufbauende Distribution, die noch benutzerfreundlicher sein will und daher einige Modifikationen gegenüber dem Original enthält. In Version 9 »Isadora« verwenden die Entwickler Ubuntu 10.04 LTS mit Linux 2.6.32 und X.org 7.4 als Basis. Diese haben sie mit erneuerten und verbesserten Versionen der Mint-eigenen Tools erweitert.



    Linux Mint 9 Isadora KDE Community Edition nutzt KDE 4.4.4 als Desktopumgebung. Im Gegensatz zu der im Mai freigegebenen Gnome-Version setzt die Distribution auf den KDE Network Manager als Netzwerkverwaltungstool auf. Ferner implementiert die Distribution zahlreiche Anwendungen, die weder ein fester Bestandteil von Linux Mint 9 noch von KDE sind. Unter anderem gehören der Distribution die Multimediaanwendung Miro, der Systemverwalter BleachBit und das DVD/CD-Verwaltungstool Acetoniso an.


    Bei den weiteren Neuerungen sind Verbesserungen im Bereich der Softwareverwaltung zu nennen. Die grafische Oberfläche des Softwaremanagers wurde komplett überarbeitet und benutzerfreundlicher gestaltet. So soll die Applikation nun auch problemlos mit den über 30.000 verfügbaren Paketen klar kommen. Ferner wurde der Anwendung eine Bewertungsfunktion spendiert. Nutzer von Mint sind in der Lage, eine Applikation zu bewerten und ihre Meinung darüber anderen kund zu tun. Meinungen zu Anwendungen sind danach nicht nur für andere Nutzer des Werkzeugs, sondern auch auf der Seite des Projektes zu sehen.




    Weitere Überarbeitung erfuhr das Backuptool, das genauso wie der Softwaremanager von Grund auf neu entwickelt wurde. Unter anderem ist das Tool in der Lage, installierte Software zu erkennen und als Liste zu speichern. Damit lassen sich Systeme nach einer Neuinstallation direkt aus den Quellen wiederherstellen, oder Kopien von Systemen anlegen. Zu den weiteren Funktionen der Anwendung gehören inkrementelle Backups, Integritätschecks und ein ausführliches Tutorial.


    Weiterhin wurde das Aussehen des Produktes verbessert. Der Wubi-basierte »mint4win«-Installer hielt wieder Einzug in die Distribution ein. Ferner wurde Ubuntus »Startup Disk Creator« in das Produkt eingebunden. Eine Liste aller Änderungen finden Interessenten in der Vorstellung des Produktes.


    Um Linux Mint 9 KDE nutzen zu können, bedarf es mindestens eines Rechners mit 512 MB RAM und 5 GB freiem Festplattenspeicher. Wer komfortabel arbeiten möchte, sollte wenigstens über 1 GB RAM und 10 GB Speicherplatz verfügen. Das ca. 1,1 GB große DVD-Iso-Image kann via BitTorrent oder von verschiedenen Spiegelservern für 32- und 64-bit-Systeme heruntergeladen werden. CD-Varianten wird es aller Voraussicht nach nicht geben.


    Quelle: Pro-Linux

    Jos Poortvliet ist kein Unbekannter in der OpenSource-, vor allem aber in der KDE-Szene. Poortvliet moderierte laut eigenen Aussagen über fünf Jahre lang die Foren des niederländischen Mandrivaclubs und wechselte schlussendlich in das KDE-Marketingteam. Dort kümmerte er sich um die Nachwuchsrekrutierung und war auch für die Organisation der KDE-Konferenzen Akademy und Gran Canaria Desktop Summit mitverantwortlich.


    Die Stelle des OpenSuse Community Managers ist im Frühjahr dieses Jahres frei geworden, als der bisherige Amtsinhaber Joe »Zonker« Brockmeier Novell verließ. Poortvliet, der seine neue Stelle am ersten August antreten wird, soll die Meinung der Gemeinschaft der Entwickler und Anwender von OpenSUSE gegenüber Novell vertreten und bei Bedarf schlichten. Er soll auch für das Projekt werben, um mehr Entwickler und Anwender zu gewinnen.


    Quelle: Pro-Linux