Beiträge von Suse-Newbie

    Neun Monate nach Slackware 13.0 ist Slackware 13.1 ein umfassendes Update. Es bringt nach Angaben des Hauptverantwortlichen für Slackware, Patrick Volkerding, die neueste Technologie, legt aber weiterhin großen Wert auf Stabilität und Einfachheit.


    Die neue Version der Distribution enthält Linux 2.6.33.4, KDE SC 4.4.3, Xfce 4.6.1, X-Server 1.7.7, K3b 1.91, glibc 2.11.1, Bash 4.1.007, GCC 4.4.4, Firefox 3.6.3, Thunderbird 3.0.4, SeaMonkey 2.0.4 und JDK 6 Update 20n. Daneben wurden ConsoleKit und PolicyKit in speziellen Slackware-Versionen integriert. Die Änderungen von Slackware sorgen dafür, dass beide Pakete Shadow-Passwörter für die Authentifikation verwenden.


    in Slackware 13.1 wurden die letzten Reste der Unterstützung für das alte IDE-System entfernt. Dadurch werden alle Festplatten mit dem Gerätenamen /dev/sd* angesprochen, was bei einem Update von früheren Versionen zu berücksichtigen ist. Beibehalten wurden HAL und udev.


    Slackware, die wohl älteste noch aktive Linux-Distribution, ist eine recht minimalistische Distribution, die knapp 1000 Pakete mitliefert. OpenOffice.org sucht man im Basissystem vergeblich. Auch GNOME-Benutzer müssen in der Originaldistribution auf ihre gewohnte Umgebung verzichten. Für eine aktuelle an Slackware angepasste Version von GNOME sorgt das GNOME-Slackbuild-Projekt. Dank der Beliebtheit von Slackware bei Administratoren gibt es zahlreiche weitere Pakete beispielsweise auf slackbuilds.org.


    Die Installation von Slackware 13.1 kann entweder durch ein Update mit Hilfe eines Tools wie slapt-get oder mit den offiziellen ISO-Images erfolgen. Die Distribution umfasst sechs CDs, die nur die 32-Bit-Version enthalten, oder eine doppelseitige DVD mit der 32- und der 64-Bit-Version. Die Images stehen zum Download bereit. Das CD-Set und die DVD sind in Kürze auch im Slackware Store und bei anderen Anbietern für 50 US-Dollar oder 40 Euro erhältlich.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Entwickler von Arch Linux haben Version 2010.05 der Linux-Distribution mit vielen Updates freigegeben.


    Arch Linux 2010.05 stellt einen Schnappschuss des Kerns der freien Distribution dar, der zur Installation genutzt werden kann. Die eigentliche Distribution besitzt keine Versionsnummer, da die einzelnen Pakete ständig aktualisiert werden.


    Die neuen Installationsmedien sind gemäß des Wahlspruchs »Weniger ist mehr« kleiner als die bisherigen, und es werden weniger Varianten angeboten. Dafür sind die Medien nach Angaben des Teams leistungsfähiger als bisher. Sie enthalten einen Kernel auf Basis von Linux 2.6.33.4 und die Paketverwaltung Pacman 3.3.3. Die ISO-Dateien sind nun hybrid, also gleichermaßen für das Brennen auf CDs und das Kopieren auf USB-Sticks geeignet. Es gibt nun neben den Images für 32 und 64 Bit auch ein kombiniertes Image, das beide Architekturen enthält.


    Die Images nutzen nun alle Isolinux als Bootloader. Mehr als die Hälfte der Kernpakete sind nun mit xz komprimiert, was etwas Platz spart. Der integrierte Speichertest memtest wurde aktualisiert. wpa_supplicant kam zur Konfiguration von WLANs hinzu. Außerdem unterstützen die Images jetzt das Booten mittels PXE und virtio.


    Das Installationsprogramm »AIF Installer« bietet nun eine Wahlmöglichkeit, die Blockgeräte über UUID, Label oder Gerätedateien zu adressieren. Es unterstützt virtio-Geräte und ermöglicht den Benutzern, eigene Argumente für mkfs und andere Tools anzugeben. Die Bibliothek zum Erzeugen der Bedienoberfläche wurde in das separate Projekt libui-sh verlagert.


    Die in den aktuellen Images enthaltenen Paketversionen sowie weitere Einzelheiten finden man im Wiki-Eintrag zur aktuellen Version. Arch Linux 2010.05 kann für i686- und x86_64-Plattformen oder beide gemeinsam von verschiedenen Spiegelservern heruntergeladen werden.


    Arch Linux wurde 2001 ins Leben gerufen und verbindet den Aufbau eines Slackware Linux mit einer Debian-ähnlichen Paketverwaltung und dem Build-System von Gentoo. Arch Linux hat den Anspruch, alles so einfach wie möglich zu halten. Dabei richtet es sich allerdings an fortgeschrittene Anwender und alle, die ein tieferes Verständnis ihres Betriebssystems erwerben möchten, da es, ähnlich wie Slackware, vor allem über Textdateien konfiguriert wird.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Entwickler der Linux-Distribution Linux Mint haben Version 9 freigegeben, die auf Ubuntu 10.04 LTS beruht.


    Linux Mint ist eine auf Ubuntu aufbauende Distribution, die noch benutzerfreundlicher sein will und daher einige Modifikationen gegenüber Ubuntu enthält. In Version 9 »Isadora« verwenden die Entwickler Ubuntu 10.04 LTS mit Linux 2.6.32, GNOME 2.30 und Xorg 7.4 als Basis. Diese haben sie mit erneuerten und verbesserten Versionen der Mint-eigenen Tools erweitert. Neue Mint-Versionen mit den Desktop-Oberflächen KDE, Xfce und LXDE werden später erscheinen.


    Zu den wichtigsten Neuerungen in Linux Mint 9 gehört der neu geschriebene Software-Manager, in dem nun alle 30.000 Pakete des Systems zur Verfügung stehen. Das Programm will die besten Elemente der früheren Version des Software-Managers, Gnome App-Install und des neuen Ubuntu Software Centers in sich vereinen. Die Benutzer können die Software bewerten und sich damit gegenseitig Hinweise geben, welche Pakete am besten geeignet sind.


    Ein Backup-Programm kam neu zur Distribution hinzu. Es kann vollständige und inkrementelle Backups durchführen und speichert auch die Liste der installierten Pakete. Verbesserungen gab es auch in den Menüs, den Desktop-Einstellungen, die zusätzliche Optionen besitzen und in der Optik (Hintergrund, Begrüßungsbildschirm und Update-Manager). Wie die korrespondierende Ubuntu-Version soll auch Linux Mint deutlich schneller starten, wird langfristig unterstützt (bis 2013) und enthält die meisten sonstigen Verbesserungen und Updates aus Ubuntu 10.04 LTS. Erstmals steht die Distribution auch in 64-Bit-Versionen bereit. Die Änderungen sind noch ausführlicher auf der Seite What's New? beschrieben.


    Quelle: Pro-Linux

    Studenten, die drei Monate für bis zu 3500 Euro an freier Software arbeiten wollen, können sich den Sommer über mit OpenOffice.org beschäftigen.


    Das von OpenOffice.org ausgeschriebene Praktikumsprogramm funktioniert ähnlich wie der Google Summer of Code. Studenten können sich für eines der ausgeschriebenen Projekte bewerben (weitere Projektvorschläge gibt es im Wiki und im Education Project. Bei diesen Projekten geht es darum, die freie Büro-Suite um neue Funktionalität zu erweitern, teils direkt im Code von OpenOffice.org, teils in Form von Erweiterungen. Eine Reihe von Projekten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden steht zur Verfügung. Die meisten erfordern neben guten C++-Kenntnissen auch Wissen in einem speziellen Bereich.


    Die akzeptierten Studenten sollen drei Monate in Vollzeit an dem Projekt arbeiten. Da der Einstieg in die Programmierung von OpenOffice.org bestimmt nicht leicht ist, steht jedem Studenten ein Mentor zur Verfügung, der ihn anleitet und den Fortschritt der Arbeit begutachtet. Bei erfolgreichem Abschluss des Projektes winken den Teilnehmern jeweils 3500 Euro. Davon werden 500 Euro gleich nach dem Beginn des Projektes ausgezahlt und weitere 1500 Euro nach der Bewertung des Projekts nach der Hälfte der Projektdauer. Verläuft das Projekt nicht erfolgreich, entfallen die Zahlungen.


    Das Programm beginnt am 31. Mai und endet am 31. Oktober. Es steht nur eine begrenzte Zahl von Plätzen zur Verfügung. Neben dem Geld bietet das Programm den Studenten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse zu erweitern, sich in der Liste der Beitragenden zu OpenOffice.org zu verewigen, etwas für Millionen von Anwendern Nützliches zu entwickeln und einen Eintrag in ihren Lebenslauf machen zu können, der von vielen Arbeitgebern positiv bewertet wird.


    Quelle: Pro-Linux

    Das VirtualBox-Team hat Version 3.2 seiner Virtualisierungssoftware fertiggestellt. Oracle VM Virtualbox 3.2 unterstützt experimentell Mac OS X als Gastsystem und dynamische Speichergrößenanpassung (Memory Ballooning).


    Weitere Neuerungen in VirtualBox 3.2 sind automatisches Page Fusion für Windows-Gäste auf 64-Bit-Systemen, was zu einer besseren Ram-Ausnutzung bei ähnlichen, gleichzeitig laufenden Virtuellen Maschinen führt und CPU-Hot-Plugging unter Linux. Der neue Hypervisor wurde performanter, Anwender können mit der neuen Version Schnappschüsse löschen, während die VM läuft. Windows-Gäste können bis zu acht Monitore ansteuern und es gibt eine Emulation für USB-Tablets und -tastaturen.


    Die Entwickler spendierten der Virtualisierungsumgebung auch eine Emulation für LsiLogic-SAS-Controller sowie eine RDP-Video-Beschleunigung. Die NAT-Engine lässt sich mittels einer API und VBoxManage konfigurieren, die Nutzung des I/O-Caches des Hostsystems ist nun vom Anwender enstellbar.


    Das Changelog listet alle Änderungen auf. Oracle VM Virtualbox 3.2 ist für privaten Gebrauch kostenlos für Linux, Mac OS X, Opensolaris und Windows im Downloadbereich des Projekts erhältlich, für die Nutzung innerhalb von Organisationen sind Enterprise-Lizenzen fällig, die ab 50 USD aufwärts kosten.


    Quelle: Pro-Linux

    Etwas weniger als drei Monate dauerte es auch dieses Mal, die neue Kernel-Version fertigzustellen. Anzahl und Umfang der Änderungen sind in dieser Version kleiner als in den letzten fünf Versionen. Dennoch waren es am Schluss 10.000 Änderungen, die von Torvalds integriert wurden. Im Durchschnitt waren die Änderungen kleiner, dadurch war die Zahl der geänderten Dateien mit 11154 größer als in den meisten früheren Versionen.


    Wieder sind etwa zwei Drittel der Änderungen dem Bereich der Treiber zuzurechnen, davon 5% den Sound-Treibern und 10% der Firmware. Das Update des Kernel-Codes für Nouveau dürfte bei den Nutzern des freien Treibers wenig Freude aufkommen lassen: Es erfordert auch, libdrm und den Nouveau-Treiber für X11 zu aktualisieren, und arbeitet nicht mit älteren Versionen zusammen. Da Fedora 12 den Nouveau-Treiber bereits standardmäßig enthält, sind Tester des neuen Kernels bei Verwendung dieses Treibers zu einem Update auf die aktuelle Fedora-Testversion gezwungen.


    Das Dateisystem Logfs, das besonders für Flashspeicher-Geräte geeignet ist und JFFS2 ablösen soll, wurde in den Kernel aufgenommen. Mehr als zwei Jahre nach dem Beginn der Entwicklung gilt LogFS aber zumindest für die Kernel-Entwickler noch als experimentell. Ein weiteres neues Dateisystem ist das hochverfügbare verteilte Dateisystem Ceph. Ceph beruht auf dem Konzept der Object Storage, ist aber auf möglichst hohen Durchsatz und Fehlertoleranz ausgelegt: Sowohl die Verwaltung der Metadaten als auch die Speicherung der Objekte wird in zwei getrennten Clustern organisiert. Im gesamten Netz darf kein Single Point of Failure existieren. Aus Sicht des Clients verhält sich Ceph wie NFS oder SMB. Durch die POSIX-Kompatibilität erscheint das gemountete Dateisystem wie ein gewöhnlicher UNIX-Verzeichnisbaum. Der neue Anwärter auf die Dateisystem-Krone btrfs wurde in vielen Punkten verbessert, ist aber weiterhin nicht für den produktiven Einsatz reif.


    Neu in Linux 2.6.34 sind die Patches für asynchrones Suspend und Resume. Die Arbeit an Trace- und Leistungs-Messungs-Funktionen wurde intensiv weitergeführt. Resultate sind das neue Kommando perflock, das Statistiken über die Verwendung von Sperren ausgeben kann, und Unterstützung für Python-Skripte im Programm perf. Die Geschwindigkeit von KProbes wurde optimiert.


    Die Netzwerkfunktionen für virtuelle Maschinen wurden mit dem neuen virtuellen Gerät vhost_net beschleunigt, das, wie der Name bereits andeutet, auf dem Hostsystem läuft und mit den virtio-Treibern der Gastsysteme kommuniziert. Daneben enthält Linux 2.6.34 zahlreiche neue Treiber, Updates und interne Änderungen.


    Die Itanium-Architektur kann nun keine x86-Programme mehr ausführen. Sie konnte das schon seit zwei Jahren nicht mehr, aber niemand bemerkte es bisher. Die Unterstützung für DECnet gilt nun als Auslaufmodell; falls es noch Benutzer dieser veralteten Netzwerktechnologie gibt, die einen aktuellen Kernel benötigen, sollten sie sich bemerkbar machen.


    Eine Liste aller Änderungen enthält das sehr ausführliche Changelog. Die Seite Kernelnewbies.org hat eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlicht. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegelservern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux