Beiträge von Suse-Newbie

    Vier Studenten aus New York riefen zu Spenden für ihr Projekt Diaspora auf. Die freie Facebook-Alternative wird offenbar so dringend herbeigesehnt, dass das Spendenziel von 10.000 US-Dollar schon jetzt um das 17-fache übertroffen wurde.


    Die »soziale« Webseite Facebook hat zwar einen kometenhaften Aufstieg hinter sich, gilt aber als beispiellose Datenkrake und wird von allen Benutzern, die sich der Risiken von Facebook auf Datenschutz und Privatsphäre bewusst sind, gemieden. Zahlreiche Alternativen zu Facebook existieren, auch als freie Software, konnten jedoch nie eine auch nur annähernd vergleichbare Benutzerzahl erreichen.


    Vier Studenten der Universität von New York, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, wollen daher mit Diaspora eine neue freie Alternative zu Facebook schaffen. Im April kündigten sie auf joindiaspora.com ihr Vorhaben an. Sie bezeichnen sich als talentierte Programmierer, die das Ziel haben, während des Sommers als Vollzeitbeschäftigung eine erste Version von Diaspora zu schreiben. Sie kennen viele der anderen, nicht weit gekommenen freien Projekte, wie sie als Antwort auf Fragen von Luis Villa schrieben. Die meisten Projekte machten ihrer Ansicht nach den Fehler, gleich in der ersten Version alle nur möglichen Funktionen implementieren zu wollen; diesen Fehler wollen sie nicht wiederholen.


    Die vier Studenten sind der Ansicht, dass sich Online-Präsenz und Datenschutz nicht ausschließen müssen. Mit Diaspora soll jeder die Möglichkeit haben, seinen eigenen Server zu betreiben. Die Server, »Seeds« genannt, verbinden sich über verschlüsselte Protokolle. Damit ist es jedem Benutzer nicht nur möglich, seine Daten unter Kontrolle zu halten, sondern auch, sie an einer einzelnen zentralen Stelle zu halten anstatt sie über viele Präsenzen zu verteilen.


    Um das Projekt zu starten, baten die Studenten auf kickstarter.com um Spenden. Sobald 10.000 US-Dollar erreicht wären, wollen sie loslegen. Den Geldbedarf begründen sie damit, dass sie in dieser Zeit auch Ferienjobs und Praktika machen könnten, was durch die Programmierung wegfallen würde.


    Das Spendenaufkommen, das daraufhin einsetzte, darf als sensationell bezeichnet werden. Zwei Wochen vor dem Ende der Kampagne wurden bereits über 173.000 US-Dollar zugesagt. Die Studenten machen nach eigenen Angaben gerade ihre Abschlussarbeiten und wollen danach noch eine oder zwei Wochen zur Vorbereitung auf die Programmierphase nutzen. In den erwarteten drei Monaten der Programmierung soll es wenig Verlautbarungen geben, dann soll eine erste Version von Diaspora zur Verfügung stehen, die leicht durch Plugins erweiterbar sein soll.


    Quelle: Pro-Linux

    Fast zwei Monate nach dem letzten Update für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5 hat auch das CentOS-Team seine Distribution aktualisiert und stellt Version 5.5 vor.


    CentOS 5.5 beruht weiterhin auf dem Kernel 2.6.18, der allerdings stark erweitert wurde und unter anderem nun die neuesten Hardwareplattformen von Intel und AMD, sowie den neuen Power 7 von IBM unterstützt. Hängengebliebene Kernel-Tasks können nun erkannt werden. Neben diversen Treiber-Updates wurde das WLAN-Subsystem aktualisiert. Auch das CIFS-Dateisystem wurde aktualisiert, und die Geschwindigkeit des I/O-Schedulers CFQ wurde für einige Fälle verbessert.


    Das System bringt laut der früheren Ankündigung von Red Hat einige Korrekturen, Erweiterungen und die Unterstützung verschiedener neuer Geräte mit. Zahlreiche Updates flossen in die Virtualisierung ein, wobei die Priorität eindeutig bei KVM liegt. KVM-Gastsysteme können nun zur Laufzeit mehr Speicher anfordern, der Host kann ihnen bei Bedarf auch wieder Speicher entziehen. Diese früher »Memory Ballooning« genannte Funktionalität wird über den virtio-balloon-Treiber realisiert. Große Speicherseiten werden vom Host und den Gastsystemen automatisch genutzt, was die Geschwindigkeit um einige Prozent steigern kann. Verbessert wurde auch das »PCI Passthrough«, das es ermöglicht, ein PCI-Gerät exklusiv für eine virtuelle Maschine zu reservieren.


    Der GNU Debugger wurde auf Version 7.0.1 aktualisiert, womit auch bessere Unterstützung von C++ und Thread-Debugging einhergehen. Auf dem Desktop wurden OpenOffice.org und Metacity aktualisiert. Neu bei CentOS sind nun auch die Pakete freeradius2, gpxe, gsl, postgresql84, python-dmidecode, samba3x, tunctl und xz.


    Da ab CentOS 5.5 die x86_64-Version der Distribution auf zwei DVD-Medien aufgeteilt wird, kann es bei der Installation von zusätzlichen Paketen im Loop-Modus zu Problemen kommen. Werden beispielsweise zusätzliche Sprachpakete für OpenOffice.org benötigt, muss der Anwender sie zunächst erst auf das Zielsystem kopieren und daraufhin die Metadaten neu erstellen oder die Sprachpakete erst nach der Installation des Gesamtsystems einspielen.


    CentOS ist nach Angaben der Entwickler weiterhin vollständig kompatibel zu Red Hat Enterprise Linux 5.5. Wie auch andere Anbieter beruht CentOS auf den Quellen der Red-Hat-Enterprise-Distribution. Das Produkt wird von einer offenen Gruppe von freiwilligen Entwicklern betreut und weiterentwickelt. Der Zweck von CentOS ist es, eine vollständig RHEL-binärkompatible Linux-Distribution zur Verfügung zu stellen, die auch mit für RHEL zertifizierten Anwendungen und Systemen arbeiten kann.


    Die aktuelle Version von CentOS kann vom Server des Projektes für die Architekturen x86 und x86_64 heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Nach einem halben Jahr Entwicklungszeit hat Puppy-Linux-Community jetzt die Version 5.0 der kleinen Linux-Distribution veröffentlicht. Puppy 5.0 hört auf den Codenamen Lupu, die Entwicklung wurde von Larry Short koordiniert, Mick Amadio übernahm die Rolle des Chefentwicklers.


    Das ISO ist mit 128 MB etwas größer als die Abbilder vorangegangener Versionen, nichtsdestotrotz ist Puppy 5.0 auch für ältere Rechner geeignet und kann in einem mittelprächtig ausgestatteten Rechner (ab 256 MB RAM) komplett im Hauptspeicher laufen. Puppy 5.0 wurde mit dem in Version 4.3 eingeführten Woof gebaut, das Puppy aus den Binärpaketen anderer Distributionen zusammenstrickt. Für Lupu musste Ubuntu Linux Lucid Lynx als Paketspender herhalten, Nutzer haben Zugriff auf das komplette Ubuntu-Repositorium, um fehlende Programme nachzuinstallieren. Als neue Anwendungen hoben die Entwickler Quickpet 2.0 und Simple Network Setup hervor. Quickpet soll die bisherige Paketverwaltung ersetzen und dabei helfen, Puppy auf dem neuesten Stand zu halten, Simple Network Setup unterstützt Anwender bei der Netzwerkeinrichtung.


    Wie von Puppy gewohnt bringt die Distribution trotz ihrer geringen Größe eine Vielzahl von Anwendungen mit. Lupu basiert auf einem Kernel 2.6.32-21, als Windowmanager setzen die Entwickler weiterhin auf JWM. Standardmäßig sind die ressourcensparenden Büroanwendungen Abiword und Gnumeric, die Finanzverwaltung Homebank und der Orgnizer Osmo installiert. Als Browser ist ein abgespeckter Firefox enthalten, andere Webbrowser, etwa ein vollständiger Firefox, Opera, Googles Chrome Browser Chromium oder Seamonkey können schnell nachinstalliert werden. Für E-Mails ist Sylpheed an Bord, zum Chatten können Anwender auf den Multimessengerclient Ayttm zurückgreifen. Für multimediale Unterhaltung wartet Lupu mit gxine sowie mehreren Playern für Audiodateien und CDs auf, für visuelle Beschäftigungen gibt es neben dem Vektorzeichenprogramm Inklite die Bildbearbeitungssoftware Mtpaint.


    Puppy Linux 5.0 ist als 128 MB großes ISO-Image auf ibiblio.org verfügbar. Puppy enthält einen Universal-Installer, mit dessen Hilfe sich die kleine Distribution innerhalb Minuten auf verschiedensten Medien installieren lässt.


    Quelle: Pro-Linux