Beiträge von Suse-Newbie

    Die Emacs-Entwickler haben ihr Editor-Urgestein in der Version 24.4 veröffentlicht. Emacs ist ein plattformunabhängiger, unter der GPL veröffentlichter und durch über 1.200 Plugins erweiterbarer Editor. Ihm wird nachgesagt, dass er alles könne, sogar Kaffee kochen.


    Emacs 24.4 baut die Möglichkeiten des bereits sehr umfangreichen Texteditors weiter aus. So spendierten die Entwickler ihrem Editor den integrierten Webbrowser eww und feilten daran, dass unter X die Modi für mehrere Monitore und Vollbild besser unterstützt werden. Emacs unterstützt rollenbasierte Zugriffslisten (ACL) und zlib-Komprimierung. Wird Emacs in einem textbasiertem Terminal gestartet, das die Maus unterstützt, können mit dieser jetzt die Menüs genutzt werden.


    Im Editor ist nun standardmäßig der »Elektrik-Indent-Modus« aktiviert, der viele Einrückungen automatisch vornimmt. Anwender können rechteckige Bereiche markieren, um auf ihnen ihre Befehle auszuführen. Es gibt ein neues Kommando, um Linienduplikate aufzuspüren und zu entfernen, ohne dass die Zeilen sortiert werden müssen und alle interaktiven Kommandos können Register lesen.


    Viele Spezialmodi und Pakete wurden ebenfalls überarbeitet. Der Lisp-Debugger erhielt ein neues Kommando, um lokale Variablen ein- und auszublenden, Emacs kann den Batteriestatus eines mobilen Geräts über das apm-Werkzeug abfragen und Calc nutzt von nun an den Gregorianischen Kalender anstelle des bisher verwendeten Julianischen Pendants. Die Collection of Emacs Development Environment Tools (CEDET) erhielt einige Verbesserungen für C/C++ und im CFEngine-Modus werden Vervollständigung, ElDoc und FlyCheck unterstützt. Im Image-Modus können sich Anwender mit den Kommandos n und p durch die in einem Verzeichnis enthaltenen Bilder bewegen.


    Emacs-Pakete lassen sich von nun an digital signieren. Anwender, die Pakete aus mehreren Archiven einsetzen, können mit package-pinned-packages ein Paket bevorzugen, falls mehrere gleichnamige Pakete angeboten werden. Der Python-Modus kann CPython, iPython und Readline-basierte Shells handhaben und unterstützt via Tramp Python-Shells auf entfernten Rechnern. Weitere Änderungen sind in der News-Datei der Version 24.4 aufgeführt.


    Emacs wurde erstmals 1976 veröffentlicht. GNU Emacs wird seit 1984 entwickelt und momentan in Emacs Lisp implementiert. Da der Editor zu einem sehr großen Teil über die Tastatur gesteuert wird, ist eine gewisse Einarbeitungszeit nötig, um all seine Vorteile zu nutzen. Der Editor läuft unter Linux, verschiedenen BSD-Versionen, Mac OS X und MS Windows. Die aktuelle Version ist auf den Spiegelservern des GNU-Projekts erhältlich.


    Quelle: Pro-Linux

    Das KDE-Team hat mit Plasma 5.1 eine aktualisierte und funktionell aufgewertete Variante des Desktops veröffentlicht. Zu den Neuerungen gehört unter anderem die Implementierung diverser Funktionen aus der 4ten Generation, die es bisher nicht in die neue Variante geschafft haben.


    Plasma stellt in weiten Teilen eine Portierung des bisherigen Plasma-Desktops auf die aktuelle Bibliothek Qt 5 und die reorganisierten Bibliotheken dar. Die Portierung nutzt QML und Qt Quick 2 sowie dessen auf OpenGL ES aufsetzenden Szenengraphen. Dem entsprechend versprechen die Entwickler, nichts an den Konzepten von Plasma geändert zu haben. So sollen bisherige Arbeitsabläufe weiter funktionieren. Trotz allem haben nicht alle Funktionen der alten Version es auch in Plasma 5 geschafft. Mit der Veröffentlichung der Version 5.1 des Desktops kehrt nun manch ein Bekannter wieder zurück.


    Zu den nun wieder vorgestellten Anwendungen gehören beispielsweise der »System Load Viewer« und das Notes-Widget. Reintegriert in die neue Version wurden ebenfalls der Icon-basierte Task-Manager und die Unterstützung von mehreren Zeitzonen in der Panel-Uhr. Mittels eines neuen Widget-Themes für Qt 4 passen sich nun auch ältere Anwendungen besser an die neue Umgebung an. Zudem wurde das Breeze-Icon-Set erweitert und weitgehend komplettiert. Zudem lassen sich in der neuen Version alternative Widgets leichter platzieren. Dazu haben die Entwickler einen eigenen »Switcher« erstellt, der beispielsweise einen schnellen Tausch des Startmenüs ermöglicht.


    Wie bereits in der Vergangenheit angekündigt bringt die Version 5.1 von Plasma eine bessere Unterstützung für Wayland mit sich. So haben die Entwickler neben kwin_x11 dem Window-Manager nun auch kwin_wayland spendiert. Eine neue Kwayland-Bibliothek liefert zudem Informationen für KinfoCenter und weitere Komponenten. Doch gänzlich fertig ist die Unterstützung noch immer nicht und soll zu einem späteren Zeitpunkt noch weiter ausgebaut werden.


    Weitere Änderungen erfuhr das Handling von Verzeichnissen. So soll im Desktop-Modus sowohl die Geschwindigkeit wie auch der Speicherverbrauch signifikant verbessert worden sein. Doch auch das Drag'n'Drop soll in der neuen Version besser funktionieren. Neu ist ebenfalls eine Unterstützung von Screen-Readern im Kickoff- Applikationsmenü. Die Baloo-Suche kommt zudem besser mit UTF-8 und »entfernbaren« Medien besser klar.


    Zusammen mit Frameworks 5 und den KDE-Anwendungen bildet Plasma die nächste Generation der KDE-Umgebung. Diese löst das am Anfang 2008 veröffentlichte KDE 4 ab, das zwar weiterhin aktualisiert, aber nicht mehr um neue Funktionen erweitert wird. Plasma 5.1 kann ab sofort vom Server des Projektes heruntergeladen werden und benötigt unter anderem KDE Frameworks 5.3.


    Quelle: Pro-Linux

    Die KDE-Gemeinschaft hat mit KDE SC 4.14.2 ein zweites Update von KDE SC 4.14 veröffentlicht. Wie erwartet korrigiert die Aktualisierung hauptsächlich Fehler. Zu den knapp vierzig aufgeführten Änderungen gehören auch zahlreiche Absturzkorrekturen.


    KDE SC 4.14 wurde vor zwei Monaten veröffentlicht und war die letzte größere Aktualisierung von KDE 4, nachdem schon mit KDE Frameworks 5 und Plasma 5 die Nachfolger bereitstanden. Da die KDE-Plattform und Plasma längst eingefroren waren, konzentrieren sich die Änderungen in KDE SC 4.14 weitgehend auf die Anwendungen. Hier lag auch dem entsprechend der Schwerpunkt der Freigabe.


    Mit der Veröffentlichung der Applikation- und Plattform-Module in der Version 4.14.2 haben die Entwickler die beiden Bereiche weiter verbessert und von zahlreichen Fehlern befreit. So wurden gleich mehrere Absturzursachen in diversen Bereichen der Umgebung korrigiert. Unter anderem sollten k3b nicht mehr bei der Abfrage der cddb-Daten und digiKam beim Zugriff auf libkexiv2 ihren Dienst beenden. Zudem wurde ein Absturz in Kalzium behoben, der beim Export von Daten passieren konnte. Ebenfalls robuster sollten sich auch KGpg und kig verhalten.


    Zu den weiteren Neuerungen der aktuellen Version von KDE 4.14 gehören ferner Korrekturen in Akonadi. Unter anderem funktioniert die CalDAV-Verbindung zu Zimbra wieder. In Dolphin wurde die Möglichkeit eliminiert, Dateien oder Verzeichnisse aus dem Mülleimer auf dem »Places«-Panel anzuheften. Eine Liste aller Änderungen kann dem Bugzilla der neuen Version entnommen werden. Hinzuzufügen wäre allerdings, dass hier nur gemeldete Fehlerkorrekturen sichtbar sind. Fehler, die impulsiv korrigiert wurden, werden hier nicht gelistet.


    KDE SC 4.14.2 steht im Quellcode auf dem KDE-Server zur Verfügung. Binärpakete für verschiedene Distributionen findet man auf der Download-Seite oder bei den jeweiligen Distributoren. Weitere Hinweise liefert die Informationsseite zu KDE SC 4.14.2.


    Quelle: Pro-Linux

    Knapp elf Monate nach der letzten Version 6.5 der Unternehmensdistribution aus dem Hause Red Hat, hat der Hersteller eine aktualisierte Variante des Systems veröffentlicht. RHEL 6.6 bietet im direkten Vergleich zur Vorgängerversion eine höhere Systemleistung, umfangreichere und einfachere Verwaltungsfunktionen und neue Möglichkeiten, RHEL als virtuelles Gastsystem einzusetzen.


    Die neueste Aktualisierung der Unternehmensdistribution von Red Hat, die fast vier Jahre nach Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 6.0 erscheint, setzt weiterhin auf den Kernel 2.6.32, der gegenüber dem Original allerdings massiv verändert und um zusätzliche Funktionen ergänzt wurde. Neu in der aktuellen Version ist unter anderem die Unterstützung für Remote Direct Memory Access (RDMA) über Ethernet und die Unterstützung weiterer 40-Gigabit-Ethernet-Karten. Zudem verfügt die Distribution in der neuen Version über den Open vSwitch-Kernel-Modul. Die libhugetlbfs unterstützt auch IBM System Z. Neu ist ebenfalls die Socket-Polling-Implementierung im Netzwerkstack. Zudem wurden die Sperren im Kernel verbessert.


    Zu den weiteren Änderungen der Distribution gehören neben den obligatorischen Aktualisierungen der Software auch zahlreiche Neuerungen der mitgelieferten Softwarepakete. Neu ist unter anderem das hyperv-daemons-Paket, das neben dem Hyper-V KVP-Daemonen auch den zuvor in hypervkvpd enthaltenen Hyper-V VSS-Daemonen enthält. Zudem kann RHEL 6.6 als Gast in einem Microsoft Hyper-V Server 2012 R2-System eingesetzt werden. Fertig ist die Funktionalität allerdings noch nicht, denn Red Hat bietet sie im Moment lediglich im Zuge einer Technologievorschau an.


    Weitere Verbesserungen umfassen Anpassungen am Device-Mapper und eine bessere Unterstützung von Active Directory. Darüber hinaus wurde RHEL 6 der Performance Co-Pilot (PCP) hinzugefügt. Die als Technologievorschau beiliegende Lösung bietet ein Framework und Dienste zur Überwachung und zur Verwaltung von System-Level-Performance-Einstellungen.


    Red Hat Enterprise Linux 6.6 kann ab sofort im Red Hat Network (RHN) gefunden werden. Die Distribution wird auf einer DVD ausgeliefert. Alternativ kann das Produkt auch als Boot-ISO bezogen und durch das Netzwerk installiert werden. Nutzer, die bereits eine ältere Version der Distribution einsetzen, können ihr System mittels »yum« aktualisieren.


    Quelle: Pro-Linux

    Der von den Forschungseinrichtungen CERN und Fermilab betriebene freie Nachbau von Red Hat Enterprise Linux ist in Version 7 zum Download freigegeben worden.


    Nach Red Hat Enterprise Linux (RHEL), CentOS und Oracle Linux ist nun auch die wissenschaftliche Distribution Scientific Linux (SL) in Version 7 erschienen. Während CentOS und Oracle Linux Klone von RHEL sind, weist SL einen zum Teil abweichenden Paketbestand auf.


    Neben den schon länger ausgelieferten wissenschaftlichen Applikationen aus dem Bereich der Hochenergiephysik wurden für SL 7 zwei Repositories hinzugefügt. Es handelt sich dabei um das Community Enterprise Linux Repository ElRepo sowie Extra Packages for Enterprise Linux (EPEL), das als Fedora-Special-Interest-Group geführt wird. Damit werden Treiber und Software zur Verfügung gestellt, die nicht für SL paketiert sind.


    Eine Reihe kleiner Werkzeuge, die erstmals mit SL ausgeliefert werden, entfernen Reste von Red Hats Branding oder nehmen abweichende Konfigurationen vor. Dazu gehören etwa selbsterklärende Pakete wie sl-logos und sl-release-notes, die die entsprechenden Red-Hat-Pakete ersetzen. Auch zu Yum gibt es etliche neue Anpassungen. Darüber hinaus wurden eine Reihe von Paketen angepasst und viele für Red Hat spezifische Pakete entfernt.


    SL hat entgegen anderen Ablegern von RHEL keinen kommerziellen Support, sondern wird von der Gemeinschaft getragen. Eine Migration von SL 6 auf die neue Version ist zwar möglich, wird aber nicht empfohlen oder unterstützt. SL ist nicht nur in der Forschung im Einsatz, sondern wird auch von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen eingesetzt. Nachdem sich im Januar andeutete, dass Red Hat CentOS enger an sich binden möchte, gab es in der SL-Gemeinde Diskussionen über die Unabhängigkeit des Projekts. Während CERN dazu tendierte, in Zukunft als Special-Interest-Group (SIG) von CentOS zu agieren, waren die Unterstützer aus den Fermilabs eher für eine unabhängige Distribution. Hier scheint bisher noch keine Entscheidung gefallen zu sein, auf der Seite die die SIGs von CentOS auflistet, zeigt sich keine Entwicklung zu einer SL-SIG.


    Alle Änderungen zu SL 7 können in den Notizen zur Veröffentlichung nachgelesen werden, die Images zu SL 7, das erstmals nur als 64-Bit-Version veröffentlicht wird, liegen auf verschiedenen Spiegelservern. Zurzeit sind noch nicht alle Server synchronisiert.


    Quelle: Pro-Linux

    Nach mehr als drei Jahren seit Version 4.6 ist die Banking-Software KMyMoney vor wenigen Tagen in Version 4.7 veröffentlicht worden.


    KMyMoney ist ein KDE-Programm zur Verwaltung persönlicher Finanzen, das in der Funktionalität an Programme wie Quicken und Microsoft Money angelehnt ist. Es unterstützt verschiedene Konto-Typen, Kategorisierung von Einnahmen und Ausgaben und die Abstimmung von Bankkonten.


    Die jetzt erschienene Version 4.7 weist unter anderem ein überarbeitetes CSV-Import-Plugin und eine neue Tag-Funktion auf. Standardmäßig kommt das Oxygen-Icon-Set zum Einsatz. Für OFX-Importe kann die Applikations-ID jetzt auch manuell eingegeben werden. Zudem wurden viele Fehler im Import- und Online-Banking-Modul sowie Probleme mit der Multi-Platform-Funktionalität behoben. Zudem wurde die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht.


    Das intern ebenfalls als KMyMoney 4.8.1 Beta1 bezeichnete Release soll mithilfe testwilliger Anwender über zwei kleine Updates im Januar 2015 zu einer stabilen Version 4.8 führen, die, wie der Veröffentlichungsplan ausweist, bereits im Frühjahr von Version 5 gefolgt werden soll. Hierbei stehen allerdings weniger neue Funktionen im Fokus als vielmehr die Portierung von KMyMoney auf KDE Frameworks 5.


    Der Quellcode zu KMyMoney 4.7 kann von KDE.org bezogen werden. Im Blog des Hauptentwicklers sind die Änderungen der neuen Version aufgeführt.


    Quelle: Pro-Linux

    Klaus Knopper hat seine beliebte Live-Distribution Knoppix aktualisiert. Sie hebt vor allem einige Programme auf eine neue Versionsnummer und beseitigt den Shellshock-Bug in der Bash.


    Knoppix 7.4.2 bringt den Kernel 3.16.3 und X.org 1.16.1 mit. Der Browser Iceweasel (alias Firefox) klettert auf Version 32.0.3, Chromium auf Version 37.0.2062.120 und libnss3 auf Version 3.17.1. LibreOffice kommt in Version 4.3.2, Gimp in Version 2.8.14 und die KDE-Bibliotheken in Version 4.8.4. Zudem hat Klaus Knopper die mittlerweile erschienenen Sicherheitsupdates für das als Basis verwendete Debian eingespielt.


    Der Gnome Desktop startet jetzt wieder mit der Bootoption „knoppix desktop=gnome“ – vorausgesetzt die Grafikkarte (beziehungsweise dessen Treiber) unterstützt die von Gnome benötigten Funktionen. Gegenüber Knoppix 7.4.1 dürfen Anwender am Bootprompt ein anderes Init-Programm auswählen. Der entsprechende Parameter heißt „knoppix init=programname“. Eine Anwedungsmöglichkeit wäre „knoppix init=/bin/bash“.


    Quelle: Linux Community

    Linux-Initiator Linus Torvalds hat Version 3.17 des Linux-Kernels freigegeben. Unter anderem enthält der neue Kernel den neuen Systemaufruf für Zufallszahlen, Erweiterungen im Hinblick auf D-Bus in Kernel und interne Änderungen zur Unterstützung von Zeiten nach dem Jahr 2038 auf 32-Bit-Architekturen.


    Zwei Monate nach Linux 3.16 ist nun Linux 3.17 fertiggestellt. Nach den beiden sehr umfangreichen Updates 3.15 und 3.16 enthält Linux 3.17 mit rund 10.000 eine etwas geringere Zahl an Änderungen bringen, möglicherweise bedingt durch die Urlaubssaison auf der Nordhalbkugel. Davon entfallen drei Viertel auf die Treiber, die Hälfte des Restes besteht aus Updates für verschiedene Architekturen. Neue Dateisysteme oder neue Portierungen sind dieses Mal nicht zu vermelden.


    Wie Linus Torvalds mitteilte, wird die Integrationsphase für die kommende Version drei statt zwei Wochen dauern. In der ersten Woche wird Torvalds auf Reisen sein und voraussichtlich nichts am Kernel arbeiten. Danach ist er zu Beginn der kommenden Woche auf der LinuxCon Europe in Düsseldorf.


    Insgesamt vier neue Systemaufrufe wurden in Linux 3.17 definiert. Einer davon ist der erst kürzlich auf Anregung von LibreSSL vorgeschlagene Systemaufruf für Zufallszahlen. Der Aufruf stellt für Anwendungen eine zuverlässigere Methode dar, zu sicheren Zufallszahlen zu kommen, als die Dateien /dev/random und /dev/urandom. Zudem erlaubt er den Anwendungen, genauer zu spezifizieren, welche Qualität von Zufallszahlen sie benötigen, und ob sie warten wollen.


    Das Programm perf kann jetzt Seitenfehler tracen und Statistiken dazu liefern. Ferner können nun auch Diagramme von Ein- und Ausgabeereignissen generiert werden. Änderungen in ftrace sollen das Tracen effizienter machen. Die noch junge arm64-Architektur erhielt vierstufige Seitentabellen, was den adressierbaren virtuellen Speicher massiv vergrößert. Außerdem wurde Audit-Unterstützung hinzugefügt, und sie kann mit der Option -fstack-protector compiliert werden, um Stack-Korruption zu entdecken.


    Im Krypto-Subsystem gibt es nun einen deterministischen Zufallsbit-Generator, wie er in NIST SP800-90A spezifiziert ist. Zudem wurde ein Parser für PKCS#7-Signaturen hinzugefügt sowie die Möglichkeit, solche Signaturen zu verifizieren. Das Secure Computing (»seccomp«)-Subsystem kann nun Filter Thread-übergreifend setzen und es gibt einen neuen Systemaufruf seccomp.


    Die Funktionalität von Speicher-Dateideskriptoren und Datei-Versiegelung wurde hinzugefügt, beides nützliche Funktionen, um D-Bus im Kernel zu implementieren (neuer Systemaufruf memfd_create). Dem Zoo der Systemaufrufe wurde ferner ein weiteres Exemplar hinzugefügt: kexec_file_load() ermöglicht es, die Signatur eines Kernels zu prüfen und ihn dann anstelle des gerade laufenden zu starten. Das soll es ermöglichen, die kexec-Funktionalität auch in Secure Boot-Umgebungen wieder zu nutzen.


    Schnellere Ausführung und Skalierbarkeit soll die Unterstützung für mehrere Warteschlangen im SCSI-Subsystem bringen. Diese ist vorerst noch standardmäßig ausgeschaltet. Dagegen wurde die Unterstützung für »Render-Knoten« im Grafik-Subsystem standardmäßig eingeschaltet.


    Kernel-intern wurden die Umbauarbeiten begonnen, um die Zeitzähler auf 32-Bit-Systemen für die Zeit nach 2038 fit zu machen. Bei einer möglichen Lebensdauer von 25 Jahren oder mehr für eingebettete Systeme wird es auch höchste Zeit für diesen Schritt. OpenBSD und NetBSD haben bereits früher entsprechende Änderungen vorgenommen, die aber für Linux nicht übernommen werden können, da für Linux die Kompatibilität mit bestehenden Anwendungen eine größere Rolle spielt. So ist bisher noch nicht festgelegt, wie die Änderungen an den Schnittstellen für die Anwendungen aussehen sollen.


    Darüber hinaus wurden zahlreiche Treiber aktualisiert, erweitert oder kamen neu hinzu. Eine Liste aller Änderungen kann man dem Git-Repositorium entnehmen. Die Seite Kernelnewbies.org wird in Kürze eine übersichtliche Zusammenfassung der Änderungen veröffentlichen. Die aktuelle Version von Linux kann von kernel.org und zahlreichen Spiegel-Servern in Form von Patches oder tar-Paketen heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux

    Die Blender Foundation und ihre Entwicklergemeinschaft haben die freie 3D-Rendering-Anwendung Blender in der Version 2.72 veröffentlicht. Sie erweiterten unter anderem den Funktionsumfang der Cycles-Rendering-Engine, überarbeiteten die Nutzeroberfläche und brachten drei neue Addons ein.


    Die Cycles Rendering Engine in Blender 2.72 unterstützt das Rendern von Volumen und verdeckten Lichtstreueffekten in der GPU. Die neue Cycles Engine unterstützt anamorphe Spitzenlichter (Bokehs), geht besser mit Arbeitsspeicher um und erlaubt Nutzern, Caustic-Lichteffekte einfacher zu kontrollieren. Die Freestyle-Line-Rendering-Engine wurde in Cycles integriert. Für die Nutzeroberfläche gibt es ein neues Addon, das Tortenmenüs für die [Tab]-, [Z]-, [Q]-, [Tab]+[Shift]+[Ctrl]-, [.]- und [Ctrl]+[Space]-Operatoren bringt. Ein neues Tooltip-Desing soll wichtige Informationen deutlicher hervorheben, Maßeinheiten werden besser geparst und die interne Blender-Vorschau verhält sich wie die Cycles-Vorschau, indem erst geringe und nachfolgend höhere Auflösungen gerendert werden.


    Der Modellierer erhielt ein neues Schnittwerkzeug, das sich wie das Boolean-Tool verhält, aber keine Innen- und Außenräume berechnet. Das Bevel-Werkzeug und der Bevel-Modifikator bieten eine Vorauswahl für das Material neu erstellter Oberflächen. Die Entwickler strafften den Arbeitsablauf für das Zeichnen von Texturen, indem sie den Zugriff auf Bilder und UV-Ebenen erleichterten. Es ist jetzt möglich, Blitze aus Kurven und Linien zu erstellen und es gibt mehr Mischmodi und Werkzeuge zum Füllen und Maskieren. Der Kompositor erhielt einen neuen Sun-Beams-Node.


    Für Spielentwicklungen gibt es ein Game Publishing Addon und einen neuen Maus-Aktuator, mit dem sich das Aussehen des Cursors verändern lässt. Der Eigenschaftssensor erhielt neue Auswertungstypen und der Eigenschaftsaktuator einen neuen Levelmodus. Mit dem neuen UV-Addon können Anwender die Verteilung und das Kopieren und Einfügen von UVs beeinflussen. Ein weiteres Addon soll Anwendern helfen, ihre benannten und gruppierten Ebenen zu verwalten. Neben den neuen Funktionalitäten behoben die Entwickler auch über 150 Fehler.


    Blender wird größtenteils in C implementiert und unter der GPL veröffentlicht. Entwickler können eigene Blender-Erweiterungen in Python umsetzen. Die 3D-Renderingsoftware läuft unter Linux, Mac OS X sowie MS Windows und kann von verschiedenen Spiegelservern heruntergeladen werden.


    Quelle: Pro-Linux