Beiträge von letsfindaway

    Und der abschließende Kernel Oops ausführlich:

    Danach bleiben Kommandos wie iw list dermaßen hart hängen, dass sie sich nicht einmal mehr mit kill -9 beenden lassen.


    Wer hat einen Tipp? Es geht um den guten Ruf von openSUSE bei meiner Frau ;)

    Hallo zusammen,


    gestern wollte ich den Dell Latitude 6430W meiner Frau von Windows auf Leap 15.1 umstellen. Eine Probe mit dem Live-System sah erfolgversprechend aus. Auch die Installation lief erfolgreich ab. Ich habe dabei die gesamte Platte plattgemacht, von Windows ist also nichts mehr zu sehen, Während der Installation habe ich bereits das WLAN aktiviert und es funktionierte problemlos. Auch nach dem ersten Boot konnte ich mich problemlos mit dem WLAN verbinden. Doch beim Runterfahren blieb der Rechner hängen (> 3 Minuten) und ließ sich dann nur hart ausschalten.


    Beim erneuten Starten gibt es ein Kernel Oops im WLAN Treiber. Ich bitte deshalb die WLAN- und Kernel-Experten hier, mir einen Tipp zu geben. Hier die bisher gesammelten Indizien:


    Brainfuck
    linux-lg13:~ # uname -a
    Linux linux-lg13 4.12.14-lp151.28.13-default #1 SMP Wed Aug 7 07:20:16 UTC 2019 (0c09ad2) x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux


    Logmeldungen betreffend wlan:

    Ich hatte exakt diese Meldung auch beim Update eines Tuxedo-Notebooks von 15.0 nach 15.1 per USB-Stick. Die Meldung behauptete, mein Altsystem würde mit Legacy-BIOS booten. Das ist aber definitiv falsch, der Rechner verwendet UEFI. Ich hab mich dann nicht getraut, da weiterzumachen und hab dann den Live-Upgrade-Weg genommen (Repositories umstellen, Textkonsole mit Ctrl-Alt-Fx, zypper dup). Der lief durch, aber auch mit einer Warnung wegen der Boot-Technologie. Trotzdem war dann alles in Ordnung und das "geupgradete" System läuft einwandfrei.


    Ich hätte aber gerne gewusst, warum der Upgrade-Prozess auf die Idee mit dem Legacy-BIOS kommt.


    Wie ist das bei dir? Weißt du, mit welcher Technologie dein 42.3 gebootet hat?

    Nein, in mehrfacher Hinsicht.


    Nicht der Kernel startet diese Dienstprozesse, sondern systemd. Das ist der allererste Prozess, den der Kernel nach dem Bootet startet und der deshalb immer die Prozessnummer 1 hat.


    Und auch nein zu irgendwelchen "alten" Daemonen, die der neue Kernel nicht bräuchte. Der Kernel braucht gar keine Daemonen. Diese implementieren lediglich Dienste, die man in der einen oder anderen Konstellation benötigt, sei es für Hardwareerkennung, Netzwerkdienste, oder was auch immer. Eine kurze Erläuterung steht ja in der Dienst-Verwaltung hinter jedem Dienst.


    Du kannst ja mal die aktiven durchgehen, und wenn du meinst, du würdest einen Dienst nicht brauchen, kannst du ja noch mal hier nachfragen, bevor du ihn abschaltest.


    Und das Thema Speicher: Mit 2 GByte hast du nicht gerade eine üppige Ausstattung. 2/3 sind belegt und der Swap wird auch schon benutzt. Wenn der Swap benutzt wird, kann das schon zu einer merklichen Geschwindigkeitsverringerung führen. Aber ich glaube nicht, dass du durch Abschalten von Diensten hier merklich einsparen kannst.


    Was durchaus Speicher braucht ist der Desktop. Du verwendest KDE, und das ist nicht wirklich der sparsamste Desktop. Ist das Bildschirmfoto entstanden, ohne dass eine weitere Applikation gestartet war, d.h. ist das dein Grundzustand? Dann gibt es vielleicht noch Spezialisten hier, die dir für KDE einige Spartipps geben können - oder du wechselst auf einen sparsamen Desktop wie xfce. Aber das muss man natürlich auch mögen.

    ich rate mal weiter:


    hast du vielleicht beim Benutzerwechsel im Display Manager ein anderes Keyboard Layout eingestellt als "Deutsch" und dein Passwort enthält Zeichen, die auf beiden Tastaturen unterschiedlich belegt sind? Probiere es mal mit einem Passort das nur a-x und A-X enthält und vielleicht noch 0-9, denn die sind auf deutschen und englischen Tastaturen gleich belegt. y, z und Sonderzeichen haben andere Positionen.

    und lass dich von "Tot" nicht schrecken. Im Gegensatz zu Lebewesen heißt das bei Diensten nämlich nicht "gestorben", sondern auch "nie gestartet", und das ist harmlos und heißt nur, dass der Dienst nicht benötigt wird. Also: die Masse der Tot-Meldungen ist völlig normal, sieht bei mir ähnlich aus.


    Dein Original-Problem mit dem Hängenbleiben muss an anderer Stelle zu suchen sein.

    Hmm, da sollten wir erst mal noch besser verstehen, an was es denn hakt. Deshalb hätte ich noch ein paar Fragen:

    • Das hört sich so an als wärst du Windows-Umsteiger. Ist das richtig?
    • Was sind denn deine typischen Anwendungen, die du benutzt und benötigst?
    • Auf welchem Level willst du Linux verstehen, d.h. als reine(r) Anwender/in, oder willst du das System auch verwalten, Programme installieren, usw?
    • Was stört dich besonders? Also z.B. findest du auf der Oberfläche die Programme und Dateien nicht, die du brauchst, hakt es bei LibreOffice, wo du Microsoft Office gewohnt warst oder was?

    "Linux" ist ein dermaßen breites Feld, dass du dein Problem erst mal näher eingrenzen solltest, bevor wir da irgendwas empfehlen können. Und, ach ja: welches Linux hat dir dein Freund installiert? Welcher Desktop? Wenn du das nicht weist, dann frag bitte nach. Denn es gibt so viele verschiedene Linuxe und so viele verschiedene Desktops, die sich alle auch anders anfühlen. Vielleicht würden wir dir ja nur einen anderen Desktop empfehlen. Dann müssten wir aber schon wissen, was du momentan verwendest und womit du Schwierigkeiten hast.

    Hallo Uli,
    es ist wichtig, dass du den Stick im gleichen Modus bootest wie das bereits installierte System. Du hast wohl den Stick mit Legacy BIOS gebootet, aber das System startet per UEFI.


    Starte deinen rechner noch mal neu mit dem eingesteckten Stick und gehe ins Boot-Menu des BIOS. Ich vermute, dass du dort den Stick zweimal findest. Bei mir sieht das Boot-Menu so aus wie der Screenshot auf Linux Live. Mein Stick erscheint unter Legacy Boot als USB Storage Device und unter UEFI Boot als UEFI: SanDisk. Jedes BIOS ist zwar anders, aber ich hoffe du kannst ähnliche Einträge identifizieren.


    Wähle dann den Eintrag unter UEFI aus! Dann bootet der Stick im gleichen Modus wie das installierte System. Die Fehlermeldung sollte damit nicht mehr auftauchen.


    Lies die Fehlermeldung noch mal genau durch, die erklärt dir eigentlich genau das:


    Das aktualisierte System System verwendet EFI-Boot, während das Installationsmedium unter der Verwendung von Legacy-BIOS-Boot gebootet wurde. Dieses Szenario wird nicht unterstützt,so dass das aktualisierte nicht booten darf oder der Upgrade-Prozess später fehlschlägt.

    Wenn du das Upgrade über ein Installationsmedium gemacht hast, dann hat dir der Installer ganz genau gesagt, welche Repos er entfernt, nämlich ALLE. Dann werden die offiziellen openSUSE Leap 15.1 Repos wieder hinzugefügt. Damit ist aber Packman weg. Bei so etwas wie einem Upgrade lohnt es sich, jeden Dialog durchzulesen, bevor du "Weiter" klickst.


    Wenn du Packman beim Upgrade behalten willst, dann kannst du in der vom Installer angebotenen Liste die URL des Repos anpassen von 15.0 auf 15.1 und es dann auf den Status "behalten" stellen. Trotzdem ist es danach ratsam wieder sicherzustellen, dass alle Pakete auch aus Packman kommen

    und auch ggf die Priorität auf 20 anzupassen.