Beiträge von Tamerlain

    Moin zusammen,


    Flori schau Dir mal mysqltuner und mysqlcheck an. Das liefert schon sehr gute Optimierungsaussagen für die Datenbank selbst. Mysqlcheck mit der Option optimize bitte erst an einer geclonten Testdatenbank testen und schauen ob hernach alles sauber tut - der furhrwerkt Dir nämlich aktiv in den Datenbanken rum.


    Dann schau Dir mal den Read-Ahead-Cache in Deinem Linux an. Der Default Wert ist für ein Linux was eine DB tragen muss lächerlich klein und sollte erhöht werden.


    Auch die sysctl sollte angepasst werden auf das Tragen einer Datenbank. Dies gilt insbesondere, wenn in der Datenbank Config Huge_Pages eingestellt ist.
    Dann sind folgende Werte zu prüfen und anhand der Serverstärke (CPU, RAM) einzustellen:

    Code
    net.core.wmem_default, net.core.wmem_max, net.core.rmem_default, net.core.rmem_max, net.core.netdev_max_backlog (ist interessant, wenn das System unter Last läuft), vm.nr_hugepages, vm.swappiness (ich arbeite bei meinen Kisten gerne mit Werten um die 20 +/-), vm.dirty_ratio, vm.dirty_background_ratio, vm.dirty_expire_centisecs, vm.dirty_writeback_centisecs, (sehr wichtig für DB): kernel.shmmax, kernel.shmall


    ausserdem im systemd, genauer gesagt /etc/systemd/system/ einen Unterordner für die mariadb erstellen (z.B. mariadb.service.d) und dort eine .conf Datei hinterlegen, die sich mit den Limits der Mariadb beschäftigt (wird bei HugePages Verwendung zwingend gebraucht).
    Dort müssen die Werte LimitNOFILE und LimitNPROC angepasst werden, sowie LimitMEMLOCK auf infinity gesetzt werden.


    Danach ist der systemd neu einzulesen damit die Änderungen aktiv werden.



    Ein Linux für DB zu tunen/optimieren und auch die DB selbst zu optimieren ist nicht so einfach wie es aussieht, lohnt sich aber allemal.
    Oft muss man sich anhand guter Ausgangswerte je nach Anforderungslage noch rantasten bis das Optimum erreicht ist.

    Moin zusammen,


    potent oder nicht, wenn der Server nicht sauber auf DB Betrieb aufgesetzt ist, kann die noch so potent sein, Maria krallt sich trotzdem alles was geht - und das kann schlimmstenfalls tatsächlich alles sein.
    Und da sind ja wie Du schon richtigerweise sagtest noch die zugreifenden Anwendungen - von denen man nicht mit letzter Sicherheit sagen kann ob die sauber programmiert sind - meistens sind sie es nämlich leider nicht, sondern es handelt sich um Bananensoftware.

    Moin zusammen,


    bei einem Server ist eine Swappiness von 60 sowieso Unfug.
    Sie sollte je nachdem für was der Server dient, wie stark/schwach er auf der RAM/CPU Brust ist und wie belastet er ist zwischen 10 und maximal 40 irgendwo liegen.


    Flori nu aber kommt das dicke ABER:
    Hast Du Deinen Datenbank Server auch dafür optimiert, eine hochfrequentierte Datenbank zu tragen? Stichwort Huge Pages, Platten I/O (u.A. /sys/block/<Plattenbezeichnung>/queue/scheduler - wenn da noch was anderes als deadline drinsteht, setzen neu machen *gg*), Blockdev, die ganzen sysctl Einträge, ulimit für die DB etc. p.p.


    Merke: Eine Datenbank will ALLES wenn sie es bekommen kann. Es ist am Admin hier 1. Beschränkungen zu legen und 2. die Kiste auf Datenbankservice zu optimieren. Von alleine geht das nicht. Linux ist in der Standard Installation balanced (was in den meisten Fällen auch gut so ist). Datenbank ist aber definitiv kein Fall für balanced. Je nach Auslastung dieser hat man dann meistens sehr schnell keinen Spass mehr, weder im System noch in der Datenbank.
    Auch die Datenbank Config File(s) muss auch noch angepasst werden um performant zu laufen ... insbesondere HugePages auch zu nutzen. Bei mariaDB/mysql: /etc/my.cnf


    Vom Sambarotz red ich mal gar nicht (ja ich mag Samba kein bisschen, überhaupt gar nicht.)

    Moin zusammen,


    sudo ist ein sehr mächtiges Werkzeug - es sollte aber nur dann eingesetzt werden wenn der Admin genau weiß was er da tut und wem/was er welche Rechte zuerteilt. Zudem empfielt sich ein Art Userhistory Logger Konzept oder gleich rootsh einzusetzen.
    Ein so mächtiges Werkzeug in Bausch und Bogen zu verpönen ist Unsinn, sorry.


    Balli Dein Problem ist, dass die Gruppe nicht über entsprechende Rechte verfügt. Schau Dir mal mit

    Code
    ls -lagh

    die Rechte an (das erste Feld ganz links) was angezeigt wird sind die Rechte. Immer Dreiergruppen, die erste dreiergruppe = User, die 2. = Gruppe, die 3.=Alle Anderen.


    Unter Linux hat im Allgemeinen wenn überhaupt nur der Besitzer des Verzeichnisses _alle_ Rechte. Das ist Teil des Sicherheitskonzepts.


    Gerade in Webverzeichnissen kann es auch gut sein, dass nicht einmal der Besitzer alle Rechte hat - ebenfalls aus Sicherheitsgründen.


    Soderle .... Andere Frage, was spricht dagegen, im Webverzeichnis ein Verzeichnis Test mit Owner balli und Gruppe www einzurichten? Der Webserver kommt damit klar - es muss die www Gruppe da sein.
    Wenn Du komplizierte Dinge wie schreiben auf die Platte machen willst, muss entweder die Gruppe ebenfalls Schreibrechte haben oder der Benutzer des Verzeichnisses muss der www Nutzer sein. Sowas brauchen aber im Allgemeinen nur Proggi wie z.B. Webshops, die cache, tmp und Logverzeichnisse beschreiben müssen. Da genügt es dann meistens, genau diesen Verzeicnissen die Rechte zu geben bzw. die dem User/Owner des Webservers zu geben.


    Das Rechtekonzept in Linux ist recht ausgeklügelt und es gibt 1001 Stellschrauben an denen man drehen kann und bei jeder Drehung auch nur einer Schraube drehen sich 200 andere Schrauben mit.
    Das ist leider nichts was man mal eben so im Forum zwischen Tür und Angel erklären kann.


    Ich würde Dir daher empfehlen, Dir entsprechende Literatur zu besorgen (die Vorbereitungsbücher auf die LPI C1 und C2 Prüfungen wären da eine gute Lektüre), die entsprechenden Kapitel durchzuarbeiten (oder noch besser die beiden Bücher komplett durcharbeiten) und dann hier gezielte Verständnisfragen stellen falls noch was unklar geblieben ist.

    Mo8in zusammen,


    ähm, die Himbeere rennt unter Debian, nicht unter SuSE!
    Ergo brauchts .deb Pakete und die bekommt man bekanntlich bei debian.org.


    Bis Stretch hat man Glück und man findet Pakete 7.0, 7.1, 7.2 Ab Buster gibbet nur noch 7.3 und sonst nüscht.

    Moin zusammen,


    Haintz was sagt dmesg bezüglich der Platte/Partition?


    BTW. der emergency mode kommt immer dann, wenn eine Partition nicht mountbar ist.
    Wenn die Partition nicht lebenskritisch für das OS ist, könntest Du versuchen, sie in der fstab auszukommentieren (so dass sie nicht gemounted wird) und dann das System neu starten.


    Dann aus dem gestarteten System per Hand den Mount probieren (mount /dev/sdXXX /mnt z.B.) und die Fehlermeldung direkt abgreifen, die da kommt - wenn eine kommt. Die ist meist aussagekräftiger.


    Wenn das Ding doch fehlerfrei nach /mnt mounten sollte, bitte in der fstab einmal schauen, wie die Partition gemounted wird und wenn nicht dort einmal die entsprechende Geräte ID verwenden anstatt /dev/sdXXX.
    Ausserdem schauen ob da als Option sowas wie

    Code
    ext4 defaults 1 2

    oder

    Code
    ext4       acl,user_xattr        1 2

    e.g. steht.




    Oftmals sind auch fehlerhaft eingetragene Mountoptionen Schuld an der Misere.


    Danach nochmal rebooten mit einkommentierter Partition in der fstab und schauen ob das OS dann kommt.



    Der 'magische' Fehler ist leider echt einer, da er 1001 Ursachen haben kann.

    Moin zusammen,


    Petition hab ich schon längst gezeichnet ..... leider helfen die nicht wirklich so effektiv wie Gerichtsverfahren bei denen auch noch die Presse ordentlich Wind macht.


    Wenn ich mir alleine ansehe wie viele Leute in dE leben und dass der Großteil von denen internet hat und wie wenig von denen auf dieser Petition stehen, wird mir anders.
    Ein Rückständigeres Desintressierteres Volk wie in DE hab ich noch selten gesehen wenn es ums Thema Internet bzw. allgemein Neue Medien geht. Und ja darunter sind erschreckend viele junge Menschen!