Beiträge von Scytale

    Ich würde empfehlen, dem einfach mal hinterher zu googlen.


    TLDR: AA und SELinux sind Sicherheitstools. AA war der Standard vor 16.0, SELinux ist der neue Standard. SELinux ist nicht neu, es ist schon lange bei Red Hat Linux und Derivaten im Einsatz.


    Weil das hier alles Linux ist und beide Tools aktiv weiter entwickelt werden, ist es egal, welches du benutzt. SELinux wird dann auf lange Sicht einfach nur besser supported und Bugs werden tendenziell schneller gepatched, weil sich da SUSE mehr drum kümmert. Upstream Tumbleweed läuft schon etwas länger im Standard mit SELinux.

    Moin!


    OpenMediaVault wird oft genannt, hab ich aber noch keine Erfahrungen gesammelt. Einmal grob über die Features geschaut deckt das eine Menge ab, Unterbau ist Debian, also ist das maximal anpassbar. Ich glaub, das schau ich mir auch mal an. Kost auch nichts im Gegensatz zu Unraid.


    War jetzt nicht direkt die Frage, aber du bräuchtest unter Umständen keine feste IP für viel Geld, sondern lediglich einen DynDNS Anbieter. Dann kämst du von außen bspw. mittels wireguard VPN rein. Du hast nicht zufällig eine Fritzbox? Weil die bieten mit "MyFritz-Konto" so was ähnliches wie DynDNS an. D.h. dein externer client fragt via MyFritz-Konto die aktuelle IPv6 Adresse deines Routers ab, damit der WireGuard Tunnel seinen Endpunkt sehen kann.

    Wegen der Hardware Problematik von Win11 preisen alle PC Zeitschriften den Umstieg auf Linux. Da wird aber nicht erklärt, dass man sich noch ein Handbuch zulegen sollte, falls das Internet nicht eingerichtet werden kann.

    Das ist weniger ein Linux oder Windows Problem, sondern dass hier Leute überhaupt erst mit Linux anfangen, ein OS selbst zu installieren und in dann die ganz normalen Treiberprobleme laufen, die es auch bei Windows gibt. Fair wäre, sich explizit Hardware zu kaufen, die vom Distributor auf Linux Kompatibilität getestet wurde und auch gleich das Linux OS vorinstalliert hat. Z.B. Tuxedo o.ä. Da ist es nämlich dann genau so wie bei gekauften Windows PCs, dass einfach alles von Stunde 1 an funktioniert. Was glaubst du, was los wäre, wenn bei Windows das Standard wäre, es selbst installieren zu müssen. Ich glaube, du machst dir da keine Vorstellung, wie sehr dir Windows in die Parade fahren kann. Rein anekdotisch hatte bisher nur bei WLAN unter Linux Probleme, unter Windows hatte ich schon öfters komplett fehlende Netzwerkkartentreiber, also selbst Ethernet ging nicht.

    Man kann sich an Yast aufhängen, wie man will, aber Yast an sich ist völlig redundant. Alles, was Yast kann, kann man auch (sehr oft auch viel simpler) über die ganz normalen Config Dateien anpassen. Und simpler als Wörter in eine Textdatei schreiben geht nicht. Und dazu kann man so auch sein Wissen auf andere Distros transferieren, die Yast nicht haben. Ich würde Yast auch im professionellen Umfeld nicht mehr benutzen, weil ich da einfach länger für alles brauchen würde. Privat hab ich Yast vielleicht 3 Mal benutzt.


    Das heißt, wenn ich wirklich wissen will, wie etwas richtig gemacht wird, schau ich ins Arch Linux Wiki


    €dit: Aber Ja, Leap 16 ist echt von der QA nicht auf dem gleich hohen Niveau wie der Vorgänger, zu viel grundsätzliche Änderungen von SLE herkommend. Das muss sich erstmal zurecht ruckeln, aber ich denke, zu 16.1 wirds dann wieder besser, wenn auch weiterhin ohne Yast.

    Nur als Randanmerkung, Seamonkey ist super krass unsicher und hängt tlw. Monate bzw. Jahre mit Sicherheitspatches hinterher, die schon ewig in Upstream Firefox/Thunderbird gefixt sind. Seamonkey ist schon lange bei den großen Distros eben deswegen aus den Repos raus geflogen. Ich würde da abraten, irgendwas wichtiges darüber zu machen.

    Sorry für meinen nicht helfenden Take:

    Als Anfänger würde ich dir einfach die Linux Distro mit der größten Community (und damit dem größten Fundus an Foren- und Wiki-Beiträgen) empfehlen. So gut ich openSUSE finde, es ist Nische und kommt ganz klar aus einer professionellen Richtung.


    Deswegen: Zum reinschnuppern ist nichts besser als eine Ubuntu basierte Distro, und da ist ganz klar Linux Mint die #1. Sehr verbreitet, viele Internet-Hilfen, die sich an Anfänger richten. Linux Mint ist sehr einsteigerfreundlich und sehr ähnlich zu Windows vom Aussehen her. Und trotz Einfachheit kannst du auch dort dich sehr tief technisch einarbeiten und ggf. Know-How anlernen, was auch bei anderen Linuxen dir hilft. openSUSE ist schon sehr abgefahren, und ich würde das nur eingeschränkt empfehlen, wenn es technisch etwas bietet, was du unbedingt brauchst.

    Das sind aber trotzdem unterschiedliche Angriffsvektoren.


    xz ist eine supply chain attack, wo eine essentielle Softwarekomponente mit bösartigem Code versehen wird und darauf gehofft wird, dass downstream Projekte ihre dutzenden/hunderten eingebundenen libs nicht prüfen und der Code schließlich in Produktivsystemen landet, wo er unter Umständen exploited werden kann.


    Bei einem theoretischen Angriff auf Packman müsste nicht mal upstream die sources infiziert werden, da muss man "nur" im Bauprozess eingreifen. Das ist wieder eine Sache von Wahrscheinlichkeiten, aber bei einem Supply Chain Angriff gibts auf Zeit ein viel größeres Risiko, aufzufliegen. Bei einem erfolgreichen Angriff auf Packman wäre das eine Sache von Stunden zwischen Code Injektion und Ankunft auf Clients.


    Flatpak ist auch gefährlich, weil da noch eine Komplexitätsschicht hinzugefügt wird, und die Maintainer z.T. überhaupt kein Vertrauensvorschuss verdienen, da irgendwelche Randoms (Deswegen sollte man da auch auf das Github Projekt des Flatpaks schauen, wer das macht. In Falle dieses Threads hab ich nur FFx und VLC empfohlen, bei denen der Flatpak Maintainer der originale Entwickler der App ist). Aber da hast du dann eine komprommitierte App, die in einer Sandbox mit eingeschränkten Rechten läuft, und darüber hast du noch Sicherheitssysteme wie Apparmor und SELinux. Da kann vorher schon Schaden angerichtet werden, aber da müssen noch mehr Hürden genommen werden, um aus dem Confinement auszubrechen und Root rechte zu bekommen, oder wie bei xz nach außen via SSH komplett offen zu sein. (Ich klammere die Möglichkeit eines DAU Users mal aus, der ein Flatpak trotz Warnung ohne Sandbox installiert).


    Bei Packman ist für mich (ich wiederhole mich) das grundsätzliche Problem, dass es nicht nur zusätzliche Pakete gibt, sondern Systempakete ersetzt, die das System destabilisieren können, und bei einer Infektion mit Schadcode direkt unter höheren Rechten laufen.


    Das ist für mich einfach ein wahrscheinlicher Angriffsvektor als die xz Lücke. Klar ist das eine schon passiert, und ne feindliche Übernahme von Packman nur Theorie, aber hey, es ist zu 100% Sicher dass es 20 Jahre alte RCE Lücken im Linux Kernel gibt, die noch nie jemand gesehen hat. Das ist schon passiert und wird auch wieder passieren, und das ändert auch nix an meiner Argumentation oben.


    Bei Packman vertraue ich der Community. Funktioniert seit ca. 1995 bei mir. Da werde ich also nichts umstellen - hat sich ja ausgezahlt.



    Das heißt in Fachkreisen: Du hast solange gute IT Security, bis etwas passiert ist. Aber dass so lange nichts passiert ist, macht den Incident ja nicht weg.