Beiträge von Spaceloop

    Hallo,


    wie stellt man das ein, dass externe Laufwerke wie USB-Sticks oder optische Datenträger nur nach Passworteingabe gemountet werden können? AFAIK war das früher unter Linux Standard...?


    Kann man evtl. differenzieren, dass man nach dem Start nur bestimmte SATA-Ports gemountet haben will (eSATA-Slotblech...)


    Brauche die Info für KDE und Leap 15.4...

    Vielen Dank.


    Ich verstehe das so: Transaktionale Updates lassen sich nachrüsten in Leap, wenn man auf snapper-zypp-plugin verzichtet.


    Eingestellt ist das automatische Ausführen von transaktionalen Updates zwischen 03:00 und 05:00 morgends mit anschließendem Neustart.


    Was ist, wenn in dieser Zeit das System ausgeschaltet ist? Sinnvoll wäre bei einem "transaktionalen Desktop" natürlich das Aktualisieren tagsüber im Hintergrund, und zwar ohne, dass das System plötzlich neu startet. Holt rebootmgr.service solche Jobs automatisch nach?


    Was das manuelle abschalten während eines Updates betrifft, scheint es nach meinem Verständnis erstmal keine bleibenden Schäden zu verursachen. Ist das so vorgesehen? sollte man gelegentlich "transactional-update cleanup" laufen lassen?

    Hallo

    ich brauche mal einige Infos zu transaktionalen Updates.


    Die Idee ist, statt Konsole auf und su, zypper up, die Updates unauffällig im Hintergrund laufen zu lassen. Ich habe mir dazu überlegt, das irgendwie mit einem Start-Job zu erledigen. Das bedeutet, nach jedem hochfahren wird ein transaktionales Update im Hintergrund angestoßen (somit hängt die Aktualität des Systems um einen Bootvorgang hinterher).


    Fragen:

    1) geht das nachträglich einzurichten bei einem bestehenden Leap? Wie ich die Doku verstehe, offenbar nicht?

    2) Gibt es Erfahrungen mit dem NVidia-Treiber und anderen externen Repos (Softmaker...)?

    3) Was passiert, wenn das System während eines im Hintergrund laufeden transaktionalen Updates heruntergefahren werden soll? Oder hart ausgeschaltet wird?


    Und wie stellt man es praktisch an?


    Nach meiner Recherche:


    in /etc/init.d/after.local einfach transactional-update up --quiet --non-interactive eintragen?

    Ich wüsste nicht, wie eine "klarere" Schrift als bei meinem Tumbleweed angeboten werden sollte. Dasselbe gilt für das Antialiasing.

    Hier gibt es einige Infos:

    r/geckolinux on Reddit: What exactly is Gecko Linux doing to have better fonts / font rendering?
    Posted by u/SeedOfTheDog - 8 votes and 3 comments
    www.reddit.com

    What magic has GeckoLinux made to font rendering to make it as good as in ubuntu? : r/linux

    Is font rendering in gecko still better than recent openSUSE releases? · Issue #131 · geckolinux/geckolinux-project
    I am pretty sure that current openSUSE releases have greatly improved their text rendering: subpixel antialiasing of text is now enabled by default. (I believe…
    github.com


    Zusammengefasst: Ubunutu (Monospace) -Schriftarten, wo möglich Rückgriff auf das Numix-Theme unter GTK, in den Plasma-Einstellungen "Hinting" voll, dazu einige Änderungen in /etc/fonts/conf.d/




    Wie sieht es denn da aus mit

    -Sprach und Tastatureinstellungen: Merken sich die Desktops unter SpiralLinux das oder muss man bei jedem Login wieder "deutsch" manuell auswählen?

    -Einbindung von NVidia-Treibern?

    Hallo,


    ich habe die Tage mal Zeit gefunden, Gecko Linux mit XFCE Rolling (also sozusagen Tumbleweed) zu testen.


    Gut finde ich: Das Theming, das Antialiasing und das Schriftbild. Hier ist der Gecko-Ersteller zu recht stolz drauf. Es wird wohl hauptsächlich auf Ubuntu-Fonts gesetzt und dazu werden in der xorg.conf kleinere Anpassungen vorgenommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch finde ich das hellgrüne Bild mit den Tropfen wesentlich freundlicher als die dunkelgrüne Fläche mit dem Bauplan, die derzeit bei openSUSE Standard ist.


    Ebenfalls beeindruckend ist, wie schnell der Installer die Distribution, in meinem Fall auf eine schnelle Speicherkarte, geschaufelt hat. Der Nachteil ist dagegen, dass man kaum etwas einstellen kann. Wer einen schnellen Simpel-Installer will, ist dort richtig aufgehoben. Wer die Möglichkeiten des Yast-Installers kennt und nutzen will, z.B. Upgrade vom Installationsmedium, wird dagegen einiges vermissen.


    Absolut gar nicht gefällt mir aktuell das Pakethandling, und das ist auch der Grund warum ich mit einer Empfehlung für Gecko derzeit noch vorsichtig wäre. Es wird auf Schemata verzichtet und Pakete lassen sich freier deinstallieren oder austauschen. Nach dem ersten Paketupdate hat es Yast irgendwie geschafft, Noveau zusätzlich zum NVidia-Treiber zu installieren. Anschließend wurde der große Monitor 1 (16:10) mit der Auflösung des kleinen Monitor 2 (5:4) angesteuert, was zu einem pixeligen und verzerrtem Bild führte. Monitor 2 selbst war inaktiv und wurde auch nicht mehr erkannt. Vor dem Paketupdate war noch alles OK gewesen... Erst ein manuelles Deinstallieren von Noveau und anschließender Neustart löste das Problem.


    Der Schöpfer von Gecko Linux räumt auch ein, dass seine Art des Paketmanagements zu Problemen mit der Sprachunterstützung führen kann. Man muss ein Konsolenscript ausführen, was erst alles updatet und danach zusätzliche Sprachpakete, in dem Fall u.a. für GTK2 und GTK3 runterlädt. Dann soll man in Yast Software die Sprache per Mausklick umstellen. Am Ende dann Neustarten und beim Einlogbildschirm nicht vergessen, oben rechts die Sprache umzustellen. Das Problem in meiner Testinstallation dabei ist aktuell, dass sich das System die Einlogsprache für einen Nutzer nicht merkt. D.h. ich muss immer daran denken, beim Einlogvorgang auch Deutsch anzuwählen. Sonst ist Englisch eingestellt und es erscheint der Assistent von XFCE zum Sprachwechsel mit Umbenennung der Desktopsymbole etc...


    Insgesamt kann ich dem Paketmanagement von Gecko nichts abgewinnen.


    Zusammenfassung: Gecko Linux wirbt mit folgenden Vorteilen:


    1) Installationsphase:

    1.1) Schneller und simpler Installer

    1.2) wichtige Codecs vorinstalliert


    2) Betrieb:

    2.1) Schöneres Theming, klarere Schrift, besseres Anti-Aliasing

    2.2) Eine abgewandelte Form des Paketmanagements, die der Gecko-Schöpfer präferiert, aber welche auch Nachteile hat und die Nutzererfahrung in meinem Fall richtig gestört hat.


    Mein Fazit:

    Ich benötige selbst nicht die einfachere Installation mit Einrichtung der Codecs, aber kann Punkt 2.1 durchaus was abgewinnen. Wäre dieses Paketgefrickel nicht, könnte das System eine super Empfehlung für unerfahrene Nutzer sein, welche eine openSUSE-Basis haben wollen. Allerdings: Wenn man aber ein nicht-englisches System haben will und zudem eine NVidia-Grafikkarte hat, läuft Gecko Linux offenbar in Gefahr, durch die Nachteile des Paketmanagementansatzes in den ersten 15 Nutzungsminuten bei der Zielgruppe wieder alles kaputt zu machen. Was nützt einem unerfahrenen Nutzer die bequeme Schnellinstallation inklusive Codecs, wenn er am Ende die Systemsprache nicht dauerhaft umgestellt bekommt? Oder wenn der NVidia-Treiber und Noveau sich kabbeln und das Bild vermatscht und verzerrt ist?


    Wer hat noch Erfahrungen mit Gecko Linux?

    Wer die "Empfohlenen Pakete" bezieht, hat nun das Paket patterns-glibc-hwcaps-x86_64_v3 installiert bekommen. Moderne Prozessoren, welche die Befehlssätze AVX2, BMI1, BMI2, F16C, FMA, LZCNT, MOVBE und XSAVE unterstützen bekommen damit manche Pakete in einer angepassten Version, die bzw. deren Inhalt diese Befehle nutzt. Moderne Hardware wird damit effizienter ausgenutzt. Tumbleweed zieht damit mit Arch gleich, was sowas ebenfalls anstrebt. Zunächst wird nur eine geringe Anzahl an Paketen für v3 gebaut werden. Wer die optimierten Versionen nicht will, kann patterns-glibc-hwcaps-x86_64_v3 entfernen.


    Quelle:

    https://www.phoronix.com/news/openSUSE-TW-x86-64-v3-RPM

    https://news.opensuse.org/2023/03/02/tw-gains-optional-optimizations/


    =======

    Ich muss sagen, der Ansatz gefällt mir gut. Im Gegensatz zu Distributionen wie Fedora, die zum Teil recht radikal damit sind, systemweit alte Zöpfe abzuschneiden, egal wer dabei auf der Strecke bleibt, kommen die Optimierungen bei Tumbleweed optional und für diejenigen, die was damit anfangen können. Anstelle alles, inkl. z.B. XFCE für V3 zu compilieren, weil irgendeine KI-Anwendung nutzen daraus zieht und damit Nutzer unterhalb v3 von Tumbleweed komplett auszusperren, kann man sich jetzt nur die jeweilige Anwendung, für die v1 und v2 ein Flaschenhals darstellt als x64-v3 holen - neues System vorausgesetzt.

    rpm lassen sich durch einen speziellen Befehl zwar installieren, aber das installierte Programm ist nach der installation unauffindbar und lässt sich auch nicht starten.

    Sollte das so bleiben wird openSUSE sicher viele Desktop-Nutzer verlieren. Aber noch ist der Umstieg in weiter Ferne.

    Wobei ich immer noch davon ausgehen würde, dass Tumbleweed weiterläuft und man einfach dorthin migrieren könnte. Oder gibt es hierzu mittlerweile andere Infos?

    Hier noch zwei Links zu, wie ich finde, relativ fundamentalen Posts auf lists.opensuse.org von Mitgliedern des aktuellen openSUSE-Teams:


    1) Ein Beitrag von Simon Lees zum Versuch, mit vier anderem Maintainern ein Desktop-Prototyp mit XFCE zusammenzubauen:

    Proposal: Creating a Leap replacement based on ALP. - openSUSE Factory
    This hackweek a group of us have been looking at using the ALP binaries provided by SUSE to create a functional successor to openSUSE Leap. **Goals:**…
    lists.opensuse.org


    XFCE wurde gewählt, weil der Umfang überschaubar ist. KDE wird noch einmal herausfordernder. Es geht wohl überraschend gut, Probleme lauern bei Dingen wie der fehlenden Apparmor-Integration der neuen Binaries von SUSE, da dieses Thema bei ALP nun anders gelöst wird - in Kombination mit dem, was ein Desktop-System für Endbenutzer benötigt. Ein Micro-Leap wird sich wahrscheinlich einige Pakete mehr direkt von Tumbleweed besorgen müssen.


    2) Nochmal Simon Lees, hier geht er auch noch einmal auf Architekturthemen, Build-Pfade etc. ein

    Re: The more I hear about ALP, the less I like the idea, openSUSE should keep leap - openSUSE Users
    On 2/18/23 04:09, Lukáš Krejza wrote: > Thank you Gerard and Robert for appearing and explaining some confusion. > > > If I may have some additional…
    lists.opensuse.org


    (obere Zitatbox am besten einklappen)

    Nach meinem Verständnis ist es so, dass Tumbleweed immer das erste Ergebnis einer Distribution ist, welche aus den Teilen zusammengesetzt wird, welche bei SUSE /openSUSE in der Werkstatt entstehen. Der Tumbleweed-Bauprozess läuft immer irgendwo mit. Bisher wurde dann Leap aus Tumbleweed gebaut, künftig ist Tumbleweed das Bausystem für ALP/MicroOS.

    Weil MicroOS die Vorteile von x64-v2 nutzen können soll (Effizienz- und Energiespargründe), muss im Vorfeld Tumbleweed ebenfalls auf dieses Level gehoben werden.


    Demnach: Tumbleweed sollte uns weiter erhalten bleiben und stellt damit eine Möglichkeit dar, Leap-Systeme ab x64-v2 umzustellen und in Zukunft ein ähnliches Feeling zu bekommen.

    Ein Micro-Leap bleibt aber dennoch nicht unrealistisch. Könnte aber evtl. etwas dauern und es ist z.B. auch die Frage, wann und ob alle bisherigen Desktops dort laufen.

    Yast scheint es in Micro OS bisher nicht zu geben. Wird es noch nachgezogen oder nicht, bleibt es in Tumbleweed auf Dauer erhalten? Dies ist für mich noch unklar.


    Auch ist damit zu rechnen, dass sich die Anzahl der von SUSE bereit gestellten Pakete auf das fürs Kernsystem erforderliche Minimum beschränken wird. Anwendungen sollen ja in Containern genutzt werden.


    Letztenendes ist es halt so, dass das Leap zugrunde liegende Produkt, SLE von SUSE eingestellt wird, weil sie mit den Micro-Varianten auf Servern einen Großteil des Geschäfts machen. Jetzt kann man sich halt überlegen, in wieweit man Community-Ressourcen investiert, dieses Micro OS zu einem guten Desktop-System aufzubohren, oder ob man sich auf Tumbleweed fokussiert. SUSE braucht einen Desktop-Aufsatz von Micro OS wahrscheinlich nicht so wahnsinnig dringend. Allerdings würde sie sich vermutlich freuen, wenn die Community den Desktop zum Fliegen gebracht hat und könnte dann wieder Teile dieser Arbeit ver-enterprisen...

    Hallo,


    mich würde mal interessieren, wie ihr das seht:


    Die Verdienste von Stallman für freie Software dürften unbestritten sein.


    Er hat folgende Freiheiten für Software definiert:


    • Die Software beliebig auszuführen
    • Die Software und ihren Quellcode zu untersuchen
    • Kopien der Software an Andere weiterzugeben
    • Die Software zu modifizieren und Modifikationen weiterzugeben


    Die von ihm proklamierte Freie-Software-Bewegung wurde laut Wikipedia vor ziemlich genau 40 Jahren gegründet.


    1985 wurde daraus die Free Software Foundation gegründet, welche man durch die von ihr verfassten Lizenzen wie GPL kennt. 1991 kam dann Linus Torvalds mit dem ersten Linuxkernel-Release, 1993 wurde Suse gegründet - und heute stehen wir hier.


    Was mir in den letzten Jahren zunehmend aufstößt, ist das Kapern von offenen Standards und APIs durch Projekte, oft auch Konzerne.


    Einen ersten, sehr plumpen Versuch hatte MS ja mit dem Umbasteln an JavaScript bei gleichzeitiger Integration des IE in Windows Ende der 1990er unternommen. Dies stiess aber auf große Kritik.



    Heutzutage ist Google wahrscheinlich führend bei solchen Methoden. Dabei gehen sie gerade bei HTML den legalen Weg und haben ihre Leute in den einschlägigen Konsortien platziert. Ständig werden von Google neue Vorschläge zu HTML5 somit offiziell Teil der Norm, während andere z.T. wieder aus der Norm genommen werden. Durch ihre Manpower geschieht das in einer Schlagzahl, mit der andere Projekte und Alternativen zu Chrome nicht mithalten können (Opera Presto) oder sich sehr schwer tun (Firefox). Auch in Android gibt es immer neue APIS und einen wachsenden Friedhof an Depracted-Aufrufen...


    Das Ziel ist für mich offensichtlich: zu Closed-Source-Zeiten in den 1980ern konnte man sich die Konkurrenz damit vom Hals halten, einfach den Quellcode nicht zu veröffentlichen. Heute wird an vielen zentralen Stellen zurecht Quelloffenheit verlangt. Wenn man jetzt X-Milliarden auf der Hohen Kante hat, sabotiert man Stallmans Freiheiten 1 und 3 ("Die Software und ihren Quellcode zu untersuchen", "Die Software zu modifizieren und Modifikationen weiterzugeben"). Das geschieht dadurch, indem man Standards und das Wissen darüber einfach so schnell veralten lässt, dass man nur als Spezialist für einzelne Teilbereiche hier noch auf dem Laufenden bleiben kann. Ein kleineres Browserprojekt wie Opera kam mit dem Implementieren und austesten bestimmter Sprachstandards in HTML5 am Ende nicht mehr hinterher.


    D.h. am Ende sabotiert Google somit die Intention von Stallman:


    Zitat

    Software, welche diese Freiheiten (über ihre Lizenz) rechtlich gewährleistet, wird von ihm Freie Software (Free Software) genannt. Stallman positioniert sich explizit gegen jegliche proprietäre Software und deren Verwendung. Dazu zählt er alle Software, die dem Nutzer eine oder mehrere der Freiheiten verwehrt, z. B. durch restriktive Endbenutzer-Lizenzverträge, Geheimhaltungsverträge, Produktaktivierungen, Dongles, Kopiersperren, proprietäre Formate oder den Vertrieb von binären ausführbaren Programmen ohne Source code.

    Stallman sieht ein soziales und ethisches Grundprinzip hinter diesen Freiheiten: Freie Software – und damit auch ihre Entwickler – würde die Freiheit und Gemeinschaft der Endnutzer schätzen und respektieren und ein Umfeld schaffen, das Unabhängigkeit, Gemeinschaft, Zusammenarbeit, Solidarität und Austausch ermögliche.

    (Wikipedia)

    Chromium ist zwar formal frei, aber ein Austausch findet kaum statt. Google Chrome ist Marktführer, und es gibt AFAIK nur einen größeren Fork, der sich damit befasst, Google-Thematiken aus dem Quelltext herauszuoperieren...


    Aber sogar einige Open Source-Projekte haben eine Keep-Devs-Out, Keep-forks-away-Schlagzahl.


    GTK: Wurde quasi von Gnome gekapert und ist inzwischen zu schnell für XFCE und sogar für GIMP (von woher es eigentlich kommt!)

    zum Teil Python: openSUSE hängt bei Leap in einem Dilemma zwischen Abwärtskompatibilität und neuen Features, weswegen es manche Pakete von Dritten nur für Tumbleweed gibt - lässt sich einfacher bauen



    Meiner Meinung nach ist ein zu hohes Tempo im Bereich der API-Spezifizierung kontraproduktiv. Oft dient es offensichtlich dazu, Drittentwickler oder Forks zu sabotieren.

    D.h. stabile APIs, welche gut dokumentiert sind, sind am Ende eigentlich Voraussetzung, dass die Stallmanschen Freiheiten umgesetzt werden können.


    Ich frage mich, ob man bzw. die FSF an dieser Stelle noch mal nachschärfen müsste. Die FLOSS Manual Foundation ist aktuell nur eine Untergruppe der FSF...

    Als ich mich zuletzt damit beschäftigt habe, fand ich einen Aspekt an der ganzen Sache irgendwie unheimlich: Die Identität im Fediverse ist offenbar plattformübergreifend.


    Das ermöglicht natürlich einerseits schöne Spielereien. Man postet etwas in einem Diskussionsboard, und von irgendwoher kann dann jemand aus einer anderen Instanz darauf zugreifen und den gleichen Beitrag in eine twitterartige Timeline spielen, wo er dann bei den Followern auftaucht.


    D.h. so einfach im opensuse-Forum als Spaceloop auftauchen und bei den Kaninchenzüchtern als xy - ja geht, aber es könnte sehr unübersichtlich werden, diese Identitäten zu managen, sodass viele aus Bequemlichkeit die meisten Aktivitäten im Fediverse über eine Identität abwickeln werden. Damit besteht nach meinem Eindruck eine gewisse Gefahr, dass Profile gebildet werden. Ist eine Identität kompromittiert, betrifft sie das offenbar im kompletten Fediverse...? Und dann werden Fake-Beiträge mit strafrechtlich relevantem Inhalt gepostet und im Nu ist das komplette Fediverse voll damit. Viel Spaß beim Zurückholen...


    Man muss sich einfach fragen, welche Methode was aggegiert und ob das sinnvoll ist. Twitter krallt sich Identitäten und Inhalte als Komplettpaket. Das Fediverse verteilt das automatisiert auf den Instanzen, sodass nicht irgendein einzelner CEO einer AG am Abschaltknopf sitzt. Es zielt offenbar auf diese klassische Journalisten/Politiker/Aktivistenbubble, aktuell hauptsächlich Twitter nutzt um Reichweite zu generieren. Wenn alles Funktioniert und die Accounts verifiziert sind, dann ist das so für einen in jeder Hinsicht offenen Diskurs in einer Demokratie sicher die angemessenere Systemarchitektur.


    Für den Privatmensch, der einfach ein paar Tipps zu openSUSE sucht, finde ich die in Deutschland glücklicherweise immer noch stark verbreiteten Foren wie dieses die Datenschutz- und privatshäretechnisch bessere Lösung. Egal wie ich mich im "Silo" des openSUSE-Forums nenne und bewege, es hat keine Auswirkungen auf irgendwelche anderen Plattformen. Auch wenn es hier - Gott bewahre - ein Datenleck gäbe, wären andere Accounts in anderen Foren nicht betroffen. Und solange nicht sämtliche Forenbetreiber ihre Datenbanken zusammenlegen (E-Mail-Adresse!), lässt sich auch ein Profil über mehrere Plattformen nicht so einfach anlegen.


    Die E-Mail Adresse ist ein gutes Stichwort. Faktisch werden aktuell alle Identitäten über eine E-Mail-Adresse verifiziert, sodass die E-Mail den Kern einer Netz-Identität darstellt.

    Online-Foren und Plattformen anonymisieren dies über ihre Mitgliederdatenbank. Eine wichtige Dienstleistung der Foren ist die Möglichkeit, öffentlich dumme Fragen ohne Klarnamensangabe stellen zu können...


    Das Fediverse wird ein anderes Profil haben, d.h. nicht mehr ganz anonym sein und eine höhere Reichweite als ein Post in einzelnen Foren aufweisen. Man muss also in Zukunft noch besser schauen, welche Methode man für was wählt. Was will ich mir dem Internet erreichen? Fragen stellen? Leute informieren? Je nach Zweck kann sich das ein oder andere besser eignen.