Beiträge von Sauerkraut

    Hallo Leite,


    seit einer Neuinstallation (tumbleweed/KDE) stimmt irgendwas mit meinen Schriftarten nicht. Asiatische Schriften werden nicht dargestellt, bzw. nicht überall. In der vorherigen Installation war das kein Problem.


    Zum testen benutze ich die Zeichen aus dieser Tabelle: https://en.wikipedia.org/wiki/…d_Chinese.2C_and_Japanese


    - Browser: Chromium und Chromiumbasierte (vivaldi) zeigen die viereckigen Platzhalter, während Firefox die Zeichen darstellt.

    - Kopiere ich die Zeichen in eine Textdatei (mit kate) werden die Zeichen dargestellt, kopiere ich die Zeichen aber in meine IDE (phpstorm), werden die Zeichen nicht angezeigt.


    Bei Kate ist die Schriftart "HACK 9" für den Editor gewählt, wenn ich die gleiche Schriftart auch für PHPStorm wählen, ändert dies nichts an der Darstellung der asiatischen Zeichen.


    Verstehe ich das richtig, dass die asiatischen Zeichen substituiert werden mit einem speziellen Font, wenn diese nicht im gewählten Schriftsatz (hier "Hack 9") enthalten sind?


    Wenn aber kate oder Firefox die Zeichen darstellen können, heißt das jetzt, dass ich einen entsprechenden Schriftsatz im System habe, oder dass kate/Firefox ihre eigenen Schriftsätze mitbringen? Bei Firefox hielte ich das für möglich, bei Kate würde ich eher auf einen allgemein verfügbaren Schriftsatz im System tippen.


    Es gibt ja die `intlfonts`-Schriftpakete, von welchen nur das Paket `intlfonts-euro-bitmap-fonts` installiert ist. Testweise hatte ich das Paket `intlfonts-asian-bitmap-fonts` installiert, aber wieder entfernt, da es keine sichtbare Wirkung hatte und kate ja auch schon ohne diesem die Zeichen richtig dargestellt hat.



    Nun weiß ich grade nicht so recht weiter, da mir einfach etwas grundsätzliches Verständnis fehlt. Jetzt da planlos irgendwelche Sachen installieren/verkonfigurieren möchte ich auch nicht. Es wäre toll, wenn mir mal jemand kurz erläutern könnte, wie sich das mit den Schriften überhaupt verhält? Wie komme ich an die Basisinformationen, wie der der Status meines System diesbezüglich ist? Mercy!

    Hört sich kompliziert an :)


    Firefox und Thunderbird kannst Du auch viel einfacher dazu bringen den "kdialog" zu benutzen.


    Firefox > Adresszeile: about:config

    Code
    widget.use-xdg-desktop-portal > true

    thunderbird > Einstellungen > Allgemein > ganz unten "Konfiguration bearbeiten"

    Code
    widget.use-xdg-desktop-portal > true

    Diese Einstellung sorgt nun dafür, dass der Dateiwähler von Plasma benutzt wird. Analog zum Setzen der Umgebungsvariablen GTK_USE_PORTAL=1 wie auch von sterun vorgeschlagen, nur eben ohne Änderung der .desktop-Datei.


    Zum Hintergrund: Wenn ich das richtig erfasst habe, ist der Kern des Problems (Das Netz ist voll davon, Stichworte sind: "FileChooser", "File picker" oder "File Dialog" in Verbindung mit "KDE" oder "Plasma"), dass viele Apps, wie auch z.B. die ganzen Electron-Apps direkt im Code das API von gtk[1] benutzen um einen Dateiwähler zu öffnen und/oder das die Umgebungsvariable "GTK_USE_PORTAL" nicht berücksichtigt wird. Unter Plasma nun wirkt der GTK-Dateiwähler nicht nur etwas deplatziert, sondern hat auch die von Dir geschilderten funktionalen Defizite, deshalb wüschen sich die Leute aus genau den gleichen Gründen, wie von Dir und mir und zahlreichen anderen angeführt, das die Apps doch den Plasma-Dateiwähler ("kdialog") benutzen sollten wenn sie denn auf einen Plasma Desktop laufen.


    Der Plasma Dateiwähler ist hier "kdialog", ausprobieren mit:

    Code
    $ kdialog --getopenfilename
    $ kdialog --help

    Scheinbar ist das nicht ganz so trivial denn wenn die Apps nicht eine "externe" Lösung (des Desktops, wie beispielsweise eben "kdialog" unter Plasma) benutzen, dann steckt der Aufruf von "Gtk.FileChooser" eben im Quellcode, was halt nur der/die Entwickler ändern können wollen. Das Ziel wäre, dass alle Apps die "XDG Desktop Portal" Richtlinie unterstützen, denn z.B. GTK_USE_PORTAL=1 electronApp hat keine Auswirkung auf den Dateiwähler (Was aber wohl grade geändert wird und Apps die mit einer neuere Electron-Version erstellt sind, sollten das nun auch berücksichtigen).


    Firefox und Thunderbird, und jetzt schließt sich der Kreis, unterstützen diese Richtlinie und berücksichtigen diese Einstellung. Deshalb ändert ein Aufruf wie GTK_USE_PORTAL=1 firefox oder GTK_USE_PORTAL=1 thunderbird bei diesen Programmen den Dateiwähler, und darüber hinaus bieten beide diese Einstellung direkt in ihren jeweiligen Einstellungen ("widget.use-xdg-desktop-portal") an. Mozilla macht hier also etwas richtig.


    [1] `Gtk.FileChooser`: https://docs.gtk.org/gtk4/iface.FileChooser.html

    … Mahlzeit!


    Dennoch, die Frage interessiert mich auch. Kate "speichern unter" öffnet den dolphin, zumindest den Teil davon, der für das Wählen eines Speicherplatzes notwendig ist. Inklusive der linken Spalte mit den angelegten Schnellzugriffen, andere KDE Anwendungen machen es genauso.


    Der Dialog, der von Firefox und anderen geöffent wird, sieht zumindest optisch so aus, wie eine GTK Anwendung mit Breeze-Thema.


    Was genau ist das für ein Dialog der da aufgerufen wird? Wieso öffnet sich bei Kate ein anderer wie beim Firefox und könnte man da evlt. einen Link setzen?


    ln -s /usr/bin/dialog-wie-in-firefox-aufruft /usr/bin/dialog-dolphin?

    Zitat

    dass ich dem Raspberry in der eigenen /etc/hosts mehrere Hostnamen geben muss.

    Genau! Den original Hostname des Raspi könntest Du auch aus der /ect/hosts auslassen, da dieser ja schon von der fritz.box aufgelöst wird (für alle im Heimnetz).


    Du musst in der /etc/hosts und später im DNS alle Name und deren Ziel-IP eintragen, die Du auf das Zielsystem leiten lassen möchtest und die sich dann mit dem vhost-Container "abfangen" lassen.

    Code
    http://rapsi > /etc/hosts/ (nicht vorhanden) > fritz.box (vorhanden) > Hallo raspi hier kommt eine Anfrage an Port 80 mit Namen "raspi" > Apache > "ServerName raspi" > DokumentRoot /srv/www/htdocs
    
    http://homepage > /etc/hosts/ > Hallo raspi hier kommt eine Anfrage an Port 80 mit Namen "homepage" > Apache > "ServerName homepage" > DokumentRoot /srv/www/homepagbe
    
    http://nextcloud > /etc/hosts/ > Hallo raspi hier kommt eine Anfrage an Port 80 mit Namen "nextcloud" > Apache > "ServerName nextcloud" > DokumentRoot /srv/www/nextcloud


    Viel Spaß und schönen Tag noch.

    ciao, Stefan

    Virtueller Host 1 "ServerName": nextcloud.raspberry (wenn es nötig ist, gerne auch nextcloud.raspi)

    *Virtueller Host 2 "ServerName": homepage.raspberry (genauso wie bei Host 1, gerne auch homepage.raspi)

    Noch ergänzend.


    Um ohne DNS mehrere vhosts zu betreiben, könnte man auch über den Port die vhosts unterscheiden.

    Also nur einen (bereits funktionierenden) Name "raspi", dafür mit unterschiedlichen ports


    - http://raspi:80 > nextcloud

    - http://raspi:8080 > homepage


    Ports sind fast frei wählbar. der Port 80 ist Standard für http, kann daher aus der URL ausgelassen werden, also so:


    - http://raspi > nextcloud (port 80 ist hier implizit)

    - http://raspi:8080 > homepage

    - http://raspi:8000 > 2. homepage

    - http://raspi:8001 > 3. homepage

    Deine vhost-Konfiguration funktioniert (noch) nicht (kann nicht funktionieren), das ist aber sowieo erst der zweite Schritt.


    Der erste Schritt ist immer noch: Wie kommt die Anfrage an "http://nextcloud.raspberry" auf den Raspi. Wenn die fritz.box keine (DNS) Einstellugen diesbezüglich bietet, und danach sieht es aus, bleibt Dir nichts anderes übrig als einen DNS selbst einzurichten. So ganz tirvial ist das aber glaube ich nicht. Hast du ein NAS? Da gibt es meinst schon DNS mit passendem Frontend.


    Alternativ bliebe aber immer noch die funktionierende Möglichkeit, dass Du einfach den Namen "raspi" verwendest. Der wird Dir ja freundlicherweise von er fritz.box aufgelöst.


    Um den zweiten Schritt, die Apache-Konfiguration richtig anzulegen, vor dem ersten zu erledigen, müsstet Du über die /etc/hosts Deines Rechners gehen, um für die Auflösung des Namens "nextcloud.raspberry" in die IP des raspi selbst zu sorgen.

    Arrrgh … gefühlt tausend Stunden hat das konvertieren von zig vmware Images gedauert … und jetzt lese ich hier, dass … grade probiert, die Images starten … einfach so, die Gast-Treiber fehlen, aber … Danke!!!! :)