Beiträge von lush

    Das Blender-Projekt hat fast ein Dreivierteljahr nach der ersten Betaversion von Blender 2.5 die Version 2.57 als neue stabile Version freigegeben.



    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_blender-257.jpg]





    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> Blender
    Fast zwei Jahre liegt die letzte offizielle Version Blender 2.49 zurück, seit der ersten Version der 2.4-Serie sind sogar schon über fünf Jahre vergangen. Jetzt liegt die offizielle Nachfolgeversion 2.57 des 3D-Modelers und Renderers vor, die umfangeiche Verbesserungen in allen Komponenten bringt.Die für den Anwender sichtbarste Änderung von Blender 2.57 betrifft die grafische Oberfläche. So unterstützt Blender nun mehrere Hauptfenster. Editorbereiche können jetzt nach Belieben gesplittet, in der Größe verändert und wieder zusammengesetzt werden. Die Neuentwicklung erlaubt zudem, Editorbereiche in verschiedene Regionen zu unterteilen, so dass beispielsweise ein einfacher 4-Fenster-Split für verschiedene Ansichten leichter zu realisieren ist.
    Weitere Änderungen erfuhr der Optionsdialog, der nicht nur optisch verändert, sondern grundlegend aufgeräumt wurde. Mittels eines neuen Property-Editors ist es nun unter anderem möglich, Optionen, die nicht benötigt werden, abzuschalten. Darüber hinaus haben die Entwickler den integrierten Dateibrowser weiter ausgebaut und unter anderem um eine Listen-, Spalten- und Vorschauansicht ergänzt. Darüber hinaus lassen sich Dateien mittels einer Quick-Funktion schneller sortieren. Überarbeitet wurde ferner auch die Steuerung mit der Tastatur, so dass Blender nun besser eigene Tastenkürzel unterstützt. Kombiniert wird das System mit sogenannten Key-Maps, die eine Funktionalität ähnlich der Mausgesten ermöglicht.
    Um unter anderem externen Entwicklern einen besseren Zugriff auf die Szenedaten zu ermöglichen, führt Blender 2.5 ein Daten-API ein. Darüber hinaus wurde ein einheitliches System zur Benutzung der Anwendung erstellt. Das neue Tool-API, das eine enorme Überarbeitung von Blender erforderte, ermöglicht nun, dass Tools nicht mehr die Eingaben von anderen Quellen blockieren können. Ferner steht jetzt auch eine Plugin-Schnittstelle zur Verfügung, die sich von der bisherigen Lösung durch Verbesserungen in der Handhabung auszeichnet. Das Skript-API für Python wurde neu geschrieben.
    Künstler dürfen sich in der kommenden Version über ein optimiertes Skulpturwerkzeug freuen. Die Geschwindigkeit soll drastisch höher sein, die Speichernutzung dagegen geringer. Überarbeitet wurde auch das Pinsel-Werkzeug, das nun mehr Möglichkeiten bietet. Neu in der kommenden Generation von Blender ist auch die Möglichkeit, einfache Maschen mit dem »Härten«-Werkzeug zu bearbeiten. Bei dem als Solidify bezeichneten Werkzeug handelt es sich um eine in anderen Modellierern als »Shell« bekannte Erweiterung, die es ermöglicht, Flächen anhand eines Maschenmodells zu generieren.
    Eine weitere Neuerung von Blender 2.5 betrifft das Animationssystem, das »alles« animierbar machen soll. Informationen über Animationen werden in einer F-Kurve gespeichert, wobei diese wiederum in Aktionen eingeschlossen werden kann. Zudem wurde Blender 2.5 ein neuer Animationseditor spendiert, der weitere neue Funktionen enthält. Mit Spline IK lassen sich lange bewegliche Elemente wie Schwänze, Tentakel und Seile besser modellieren. Ferner verfügt das Paket über eine neue Rauch-Simulation und ein überarbeitetes Partikelsystem. Darüber hinaus wurde das Renderingsystem aufgewertet, Raytracing wurde optimiert, eine erste Version einer Farbverwaltung wurde eingebaut und andere Rendering-Funktionen wurden verbessert.
    Blender 2.57 kann in 32- und 64-Bit-Versionen für Linux, Mac OS X, Solaris und Windows heruntergeladen werden.


    Aus: Pro-Linux

    Das zehnjährige Bestehen des »Hacking Contest« feiert der LinuxTag mit einer Jubiläumsseite und lädt Interessenten zur Überwindung zahlreicher Barrieren und der Beantwortung von Sicherheitsfragen ein.




    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_teilnehmer-des-hacking-contest-2010.jpg]
    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> Teilnehmer des Hacking Contest 2010
    Am 13. Mai auf dem Hacking Contest auf dem LinuxTag wird es zum zehnten Mal ernst - und lehrreich. Beim Hacking Contest treten vier dreiköpfige Teams gegeneinander an, um sich in System- und Netzwerksicherheit zu beweisen. Ihre Tastatureingaben sind füreinander unsichtbar, werden aber für das Publikum auf Leinwände projiziert. Zunächst gilt es, ein frisch aufgesetztes System unter Ausnutzung eventuell vorhandener Sicherheitslücken und Kniffen so stark wie möglich für spätere Cracks zu präparieren.Dann tauschen die Teams die Rechner, spüren die verbauten Fallen und Hintertüren der anderen auf und härten das ihnen überlassene System. Im dritten Schritt versuchen sie ihr altes, ursprünglich komprimittiertes und von den Gegnern gehärtete System über das lokale Netzwerk zu penetrieren. Nach Schritt 2 werden Punkte für geschlossene Sicherheitslücken vergeben, nach Schritt 3 für noch vorhandene.
    So exklusiv das Contest-T-Shirt ist, so wenig eignet es sich als offizieller Beleg der gezeigten Leistung. Das soll sich in diesem Jahr ändern: Das Unternehmen Astaro, das den Hacking Contest unterstützt und zusammen mit dem LinuxTag e.V. ausrichtet, wird den Teilnehmern des Hacking Contest erstmals ein persönliches Zertifikat ausstellen. Daraus geht die Platzierung sowie Einzelheiten des Contests hervor.
    Interessenten, die ihre Fähigkeiten in Puncto »Hacking« ausprobieren wollen, sind nun eingeladen, auf dem zum Jubiläum eingerichteten Webauftritt diverse Knobelfragen zur Systemsicherheit zu beantworten, die von Barrieren geschützt sind. Wer den Parcours der insgesamt sechs Aufgaben überwindet, qualifiziert sich für ein Dauerticket zum LinuxTag. Außerdem gewinnt er »Mojo«. Das erhöht seine Chance, am eigentlichen Hacking Contest teilzunehmen und vor Publikum seine Fähigkeiten zu beweisen. Websecurity-Skills werden allerdings auf dem Hacking Contest nicht zum Zuge kommen, was Nils Magnus, Referent für Veranstaltungskoordination im LinuxTag e.V., bedauert.
    Der LinuxTag gehört zu Europas führenden Fachmessen und Konferenz zu Themen rund um Open Source, Linux und freier Software. Die viertägige Veranstaltung findet seit 1996 statt, seit 2007 jährlich auf dem Berliner Messegelände, in diesem Jahr von 11. bis 14. Mai.

    Aus: Pro-Linux

    Texas Instruments (TI) hat freie Treiber für stromsparende WiFi-Produkte veröffentlicht und den Start der Webseite Openlink.org bekannt gegeben. Die Webseite ist Teil von TIs Openlink-Projekt, dass neben den WiFi-Treibern auch Linux-Treiber für Bluetooth und FM-Technologien umfasst.




    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_openlink-logo.jpg]
    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" />
    Der Openlink-Treiber von TI enthält verschiedene Funktionalitäten für den Kernel, mit deren Hilfe mobile Geräte weniger Strom benötigen. Dazu zählen unter anderem Suspend und Resume, Wake-On-Wireless sowie SDIO Runtime Power Management. Mit der Energieverwaltung zur Laufzeit verbrauchen entsprechende Geräte laut TI bis zu 30 Prozent weniger Energie.Auf OpenLink.org finden Entwickler und Interessierte neben Treibern auch Informationen über die Openlink-Gemeinschaft und unterstützte Plattformen, können Hardware wie das Beagle- oder Pandaboard käuflich erwerben oder Projekte kennenlernen, die sich mit entsprechender Hardware beschäftigen.
    Hersteller können über die Webseite Kontakt mit Entwicklern aufnehmen, um Unterstützung für eigene Plattformen zu beantragen, Mitglieder der Gemeinschaft können openlink.org nutzen, um Erfahrungen, Anregungen und Ideen auszutauschen. Openlink unterstützt momentan Linux-basierte Betriebssysteme inklusive Android und Meego. Die Technologien sind nicht auf TI-Plattformen beschränkt.

    Aus: Pro-Linux

    Parted Magic, eine Linux-Live-Distribution zur Disk-Partitionierung und Datenrettung, ist in Version 6.0 erschienen. Durch ein geändertes initiales RAM-Dateisystem sollen die Boot-Probleme früherer Versionen behoben werden.


    Das Linux-Live-System Parted Magic dient zum Partitionieren, Formatieren, Sichern und Prüfen von Festplatten aller Art. Zusätzlich können auch Benchmarks vorgenommen und Partitionen sicher gelöscht werden. Auch zur Systemrettung kann es benutzt werden, wenn das System nicht mehr bootet. Es beruht auf GParted und Parted und enthält weitere nützliche Programme wie Clonezilla, partclone, Partition Image, TestDisk, Truecrypt, fdisk, sfdisk, dd und ddrescue und Dokumentation sowie Tools für alle wichtigeren Dateisysteme. Es wird vollständig in den Hauptspeicher geladen und benötigt mindestens 256 MB RAM.
    Parted Magic 6.0 ändert den Bootvorgang gegenüber den früheren Versionen. Mit dieser Änderung wird auch die Erhöhung der Hauptversionsnummer begründet. Die Kernel-Module, udev und Firmware-Dateien wurden in das initiale RAM-Dateisystem (initramfs) gelegt. Das grafische Bootmenü, das eine der Hauptursachen für Boot-Probleme auf verschiedenen Systemen darstellte, wurde durch ein einfacheres textbasiertes Menü ersetzt.
    Daneben wurden viele Fehler behoben und die enthaltenen Programme aktualisiert. So ist der Linux-Kernel jetzt in Version 2.6.38.2 enthalten, ferner cryptsetup 1.2.0, lvm2 2.02.84, util-linux 2.19, udev 165, btrfs-progs 20110327, glibc 2.13, jfsutils 1.1.15, usbutils 002, xfsprogs 3.1.4, squashfs 4.2, busybox 1.18.4, memtest86 4.20 und die gerade erschienene ntfs-3g_ntfsprogs 2011.4.12. Zwei Pakete, nwipe 0.03 und simpleburn 1.6.0.2, wurden auf ältere Versionen zurückgesetzt.
    Der Download des Systems, das auf eine CD passt, ist als ISO-Image und Netzwerk-Bootimage für PXE-Bootloader möglich.

    Aus: Pro-Linux

    Die Entwickler von OpenOffice.org haben die Betaversion 3.4 Beta der freien Bürosoftware mit neuen Funktionen und Verbesserungen veröffentlicht.



    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_logo-von-openofficeorg-1.jpg]
    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> OpenOffice.org
    Version 3.4 von OpenOffice.org bringt gegenüber Version 3.3 zahlreiche neue Funktionen, Verbesserungen und Korrekturen. Zu den neuen Funktionen in Version 3.4 gehört eine verbesserte Unterstützung des Dateiformates ODF 1.2. So wurde die Verschlüsselung erweitert, die nun mindestens mit den Algorithmen AES256 und Blowfish erfolgen kann.Die Legende in Diagrammen lässt sich nun in der Größe anpassen. Für einige Diagrammtypen steht jetzt auch eine Datumsachse zur Verfügung. Beim CSV-Export von Tabellen kann man Textzellen auch ohne Anführungszeichen exportieren. Im Layout-Dialog von Pivot-Tabellen kann man nun mehr als acht Felder, im Prinzip beliebig viele, angeben.
    Die Unterstützung für Mozilla-Adressbücher wurde aufgegeben, stattdessen wird nun der Nachfolger Seamonkey unterstützt. Beim Drucken unter Linux kann jetzt auch PDF statt PostScript erzeugt werden, nachdem PDF längst das Standard-Druckformat für Linux ist. Eine Übersicht über alle Änderungen geben die Anmerkungen zur Veröffentlichung. Die Betatestphase soll am 2. Mai enden.
    Die Betaversion von OpenOffice.org 3.4 steht in 70 Sprachen in Form von Binärpaketen für Linux (64 und 32 Bit), Windows (32 Bit), Mac OS X (x86) und Solaris (x86 und SPARC) zum Download bereit. Pakete für FreeBSD (x86) und Mac OS X (PowerPC) werden voraussichtlich in Kürze von Mitgliedern der Gemeinschaft bereitgestellt. Die Paketformate für Linux sind RPM und DEB.

    Aus: Pro-Linux

    Das Desktop-Betriebssystem Qubes OS will durch die Isolation von Anwendungen in virtuellen Maschinen die Sicherheit des Systems erhöhen. Ein Jahr nach der ersten Publikation steht nun die erste Betaversion zur Verfügung.



    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_sicheres-copyamppaste-in-qubes-os.jpg]
    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> qubes-os.org
    Sicheres Copy&Paste in »Qubes OS«
    Das auf Linux beruhende Qubes OS ist ein Desktop-System mit KDE 4, das für mehr Sicherheit sorgen will. Dazu setzt das System darauf, die Anwendungen voneinander isoliert in virtuellen Maschinen laufen zu lassen. Da jede einzelne virtuelle Maschine (VM) mindestens 400 MB Speicher kostet, wird aber nicht für jede Anwendung einer eigenen VM gestartet. Vielmehr können die Benutzer die Anwendungen in VMs gruppieren, ähnlich wie in virtuellen Desktops. VMs können hinzugefügt und auch wieder entfernt werden.Auf der einheitlichen Oberfläche verhalten sich die Applikationen wie gewohnte Anwendungen. So lassen sich beispielsweise Informationen zwischen den VMs auch über die Zwischenablage kopieren. Dies ist, wie im Benutzerhandbuch beschrieben, ein wenig umständlicher als bei herkömmlichen Anwendungen, aber nicht so umständlich, dass man lieber darauf verzichtet. Auf ähnliche Weise lassen sich auch Dateien zwischen den VMs austauschen.
    Das freie Projekt nutzt die Virtualisierungslösung Xen, setzt aber eine 64-Bit-CPU mit Hardware-Virtualisierung voraus, was unter anderem durch die Mindestspeicheranforderung von 4 GB begründet ist. Die jetzt veröffentlichte Betaversion kann als DVD-ISO-Image von der Projektseite heruntergeladen werden. Sie soll am besten mit Intel-Grafik laufen, da mit Nvidia-Chips einige Probleme bekannt sind und ATI/AMD-Chips nicht getestet wurden.

    Aus: Pro-Linux

    Auf der QCon-Konferenz in Peking hat Gavin King von Red Hat einen Ausblick auf die neue Programmiersprache gegeben, an der er seit zwei Jahren arbeitet. Ceylon soll Java ablösen und dabei dessen Schwächen ausbügeln.


    Da eine offizielle Ankündigung seitens Red Hat noch nicht erfolgt ist, sind die Keynote und der separate Vortrag von King und die zugehörigen Unterlagen die bisher einzigen Informationen zu Ceylon. King, Mitarbeiter an den JBoss-Unterprojekten Hibernate und Seam, arbeitet nach eigenen Angaben schon zwei Jahre an Ceylon. Die Unterlagen der Keynote und des Vortrags über das Ceylon-Typsystem sind auf Google Docs zu finden, letztere sind auch als PDF-Datei verfügbar.
    Ceylon ist eine neue Sprache, die auf der Java Virtual Machine (JVM) aufsetzt, aber diverse Schwächen von Java vermeiden soll. King ist ein starker Befürworter von Java, aber als Schwächen sieht er unter anderem, dass es zu sehr mit XML verbunden ist, die Modularität nicht ausreichend ist und Projekte, die dem abhelfen sollen, wie Maven und OSGi, übermäßig komplex sind. Weitere Probleme sieht er mit der Metaprogrammierung, fehlenden Funktionen höherer Ordnung, diversen anderen Schwächen oder Fehler der Syntax, und insbesondere mit dem SDK, das seiner Ansicht nach vor 15 Jahren überhastet entworfen und nie modernisiert wurde und eine Menge unnötiger und bizarrer Dinge enthält.
    Ceylon soll wie Java für Unternehmenssoftware taugen, statisch typisiert sein und die erwähnten Schwächen beseitigen. Keine vorhandene Sprache konnte die Anforderungen erfüllen, so King. Das Typsystem von Ceylon soll keine speziellen Typen enthalten - alles ist ein Objekt. Das Vererbungsmodell ist an Java angelehnt und generische Typen sind eingebaut.
    Bis eine praxistaugliche Version von Ceylon fertig sein wird, dürfte noch einige Zeit vergehen. Bisher wurde noch keine Version des Compilers oder des SDK veröffentlicht.

    Aus: Pro-Linux

    Novell hat die Laufzeit des Long Term Service Pack Support (LTSS)-Programms für Suse Linux Enterprise Server erweitert. Kunden erhalten ab sofort für jede Service Pack-Version einen um drei Jahre verlängerten Linux-Support.


    Mit dem erneuerten Long Term Service Pack Support (LTSS) Programm von Novell erhalten Rechenzentrumskunden länger Support für ihre produktiven Systeme. Zusätzlich zu der regulären siebenjährigen Supportlaufzeit bietet Novell für jede größere Version von Suse Linux Enterprise Server drei weitere Jahre zusätzlichen Support. Unternehmen erhalten so für jede Plattformgeneration von Suse Linux Enterprise Server einen zehnjährigen Support-Zyklus. Kunden werden auch während der verlängerten Support-Zeit mit wichtigen Sicherheits-Updates und kritischen Korrekturen versorgt.
    Auch den Zeitraum, in dem das LTSS-Programm Support für die einzelnen Service Packs bietet, hat der Hersteller verlängert. Kunden erhalten zu den regulären zwei Jahren für jedes installierte Service Pack drei weitere Jahre zusätzlichen Support. Sie können sich so entweder beim Upgrade auf das nächste Service Pack Zeit lassen oder ein Service Pack komplett überspringen und auf die übernächste Version wechseln.
    Gleichzeitig mit der Ankündigung der neuen Support-Zeiträume kündigte der Hersteller auch eine Neue Version von Suse Linux Enterprise 10 an. Suse Linux Enterprise 10 SP 4 vereint alle bisher veröffentlichten Patches, Korrekturen und Updates für Suse Linux Enterprise Server 10 (inklusive Suse Linux Enterprise Server für System z), Suse Linux Enterprise Desktop 10 und Suse Linux Enterprise Software Development Kit 10.
    Das aktuelle Service Pack für die Suse Linux Enterprise 10 Plattform und die neuen Konditionen des Long Term Service Pack Supports von Novell sind ab sofort erhältlich.

    Aus: Pro-Linux

    Die Fedora-Entwickler haben sich in einer Abstimmung für den Namen Verne für die Fedora-Version 16 entschieden, die im November 2011 erscheinen soll.



    [Blockierte Grafik: http://www.pro-linux.de/images/NB3/imgdb/n_fedora-logo-1.jpg]
    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> fedoraproject.org
    Fedora-Logo
    Alle sechs Monate sind die Entwickler von Fedora aufgerufen, einen neuen fantasievollen Namen für die kommende Version zu finden. Dabei gelten die Regeln, dass der neue Name zu dem vorangegangenen in einer (frei wählbaren) Beziehung stehen muss und diese Beziehung in früheren Versionen noch nicht verwendet wurde. So trug Fedora 14 den Codenamen Laughlin, das nächsten Monat erscheinende Fedora 15 erhielt den Namen Lovelock. Beides sind Namen von Städten in Nevada.Ein Name für Fedora 16 konnte von jedem Mitglied der Gemeinschaft vorgeschlagen werden, woraus der Vorstand des Projektes nach der Prüfung der Gültigkeit und markenrechtlichen Unbedenklichkeit eine Vorauswahl zur Wahl stellte. Von den wahlberechtigten Fedora-Mitgliedern beteiligten sich 421 an der Abstimmung, aus der Verne mit klarem Abstand als Sieger hervorging, wie Projektleiter Jared Smith mitteilte. Die Verbindung zwischen Lovelock und Verne ist, dass beide Futurologen waren. Auf dem zweiten Platz landete »Beefy Miracle«.
    Fedora 16 soll im November 2011 erscheinen, wobei noch keine Einzelheiten bekannt sind. Zunächst muss das Projekt noch Fedora 15 fertigstellen, was für den 24. Mai geplant ist. Die neue Version der Linux-Distribution wird GNOME 3, die neuesten Versionen von KDE und Xfce, systemd, LibreOffice und zahlreiche andere Neuerungen bringen.

    Aus: Pro-Linux

    Der Webserver Nginx ist in der Version 1.0 erschienen.


    Nginx wurde 2002 vom Russen Igor Sysoev entwickelt, um die Seiten des stark besuchten russischen Portals rambler.ru auszuliefern. Nginx ist schnell, geht schonend mit Systemressourcen um und ist leicht zu konfigurieren. Nginx lässt sich nicht nur als Webserver einsetzen, sondern kann auch als Mail-Proxy oder Reverse-Proxy für Apache betrieben werden. Letzteres ist dann von Vorteil, wenn eine bestehende lauffähige Apache-Konfiguration nicht geändert werden soll.
    Nginx 1.0 behebt viele Fehler der letzten stabilen 0.8.x-Versionen. Zudem wurden mehrere neue Funktionalitäten in Nginx 1.0 implementiert. Dazu zählt, dass Keep-Alive-Verbindungen verfrüht geschlossen werden können, wenn keine freien Worker-Prozesse verfügbar sind. Nginx wird als Master-Prozess gestartet, der mehrere Worker-Prozesse aufruft, im idealen Fall einen pro CPU-Kern. Einzelne Worker-Prozesse können mehrere Verbindungen parallel verwalten.
    Die Map-Directive, eine Funktionalität, um URLs umzuschreiben, ohne sich groß um Redirects kümmern zu müssen, unterstützt reguläre Ausdrücke in den ersten Parametern sowie Variablen. Nginx 1.0 reagiert auf zu lange Header-Anfragen mit einem Fehler 494. In der neuen Version existiert eine Manpage, so dass Administratoren auf viele Fragen schnell eine Antwort finden können.
    Nginx hat im Webserverbereich einen ungefähren Marktanteil von sieben Prozent, in Russland sind es gar 20 Prozent, und wird für eine Vielzahl stark frequentierter Webseiten eingesetzt, beispielsweise wordpress.com, sourceforge.net oder youporn.com. Anders als bei Apache oder Lighttpd müssen gewünschte Module bereits beim Kompilieren berücksichtigt werden.
    Nginx ist in den Repositories vieler Distributionen enthalten. Wer die aktuelle Version nutzen möchte, kann sie in Form von Quelltexten von der Projektseite herunterladen.

    Aus: Pro-Linux