Beiträge von lush

    Die Linux-NTFS-Entwickler haben erstmals die älteren ntfsprogs und das Dateisystem NTFS-3G zusammengeführt und als Veröffentlichungskandidat zum Download bereitgestellt.


    NTFS-3G ist ein NTFS-Dateisystemtreiber für Linux und andere Unix-ähnliche Systeme. Es kann NTFS-Dateisysteme aller MS-Windows-Versionen von XP bis 7 nahezu ohne Einschränkungen lesen und schreiben. Das Dateisystem wurde von Szabolcs Szakacsits bereits 2006 begonnen. Es baut auf dem Linux-NTFS-Projekt auf und verwendet FUSE zur Implementation des Dateisystems außerhalb des Kernels.
    Vor dem Erscheinen von NTFS-3G war das Lesen von NTFS-Dateisystemen unter Linux mittels des NTFS-Treibers im Kernel möglich, das Schreiben jedoch nur eingeschränkt. NTFS-3G stellte somit einen großen Fortschritt dar. Die Implementierung als normaler Prozess unter FUSE schadete nach Angaben der Entwickler dabei der Leistung nicht wesentlich.
    Die im Rahmen des NTFS-Projektes entwickelten Tools wie mkntfs und ntfsresize wurden aber auch mit NTFS-3G weiter benötigt. Das war von Nachteil, da diese Tools veralteten Code enthielten und ein Teil des Codes dupliziert in beiden Projekten vorlag. Das war umso schwerwiegender, als die fragliche Codebasis sehr groß und komplex ist. Doch mit der neuesten Version von NTFS-3G ändert sich die Situation. Wie Tuxera, die Firma der Linux-NTFS-Entwickler, mitteilte, sind beide Teile nun vereint, was zu einfacherer Wartung führen wird. Die fortgesetzte Entwicklung kann sich damit auf mehr Funktionalität, Zuverlässigkeit und Interoperabilität konzentrieren. Indem beide Pakete zu einem vereinigt wurden, wird es zudem für die Anwender einfacher zu installieren. Das neue Paket ist sowohl zum bisherigen NTFS-3G als auch zu ntfsprogs kompatibel und kann somit als direkter Ersatz für beide eingesetzt werden.
    Der Download des Veröffentlichungskandidaten ist von der Download-Seite von Tuxera möglich.

    Aus: Pro-Linux

    Knapp vier Jahre nach dem Start soll das kommerzielle und im Moment noch nicht für Linux verfügbare MMORPG »Myst Online« im Quellcode freigegeben werden. Mit »Drakensang Online« startet eine erste geschlossene Beta-Version des proprietären Rollenspiels.



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    Szene aus MystOnline
    Bereits 2008, als Myst Online in starke Turbulenzen verfiel, kündigte der Hersteller des MMORPG eine künftige Freigabe des Windows-Titels unter den Bedingungen einer offenen Lizenz an. Es sollte allerdings noch weitere drei Jahre dauern, bis das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden konnte. Wie der Hersteller allerdings bekannt gab, sind die Vorbereitungen bereits weit gediehen und einer Freigabe stehe mittlerweile nichts mehr im Wege. Geöffnet werden sollen sowohl die Quellen des Servers, des Clients und auch die Werkzeuge für Myst Online. »Wir werden außerdem einen Datenserver mit den Daten für Myst Online bereitstellen«, schreibt der Hersteller. »Myst Online ist immer noch möglich, jedoch nur mit der Hilfe der Fans«.
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    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> mystonline.com
    Myst Online
    Als Grund für die Freigabe nennt Cyan Worlds den bereits investierten Zeitaufwand und der Wunsch, das Spiel »am Leben« zu erhalten. »Wir haben jedoch so viel in Uru Live hineingesteckt, und es hat so viele berührt, dass wir es nicht einfach verkümmern und sterben lassen können«, schreibt der Hersteller auf seiner Seite. »Wir hoffen außerdem, dass wir irgendwann in der Lage sein werden, neue Inhalte für Uru Live anbieten und/oder am nächsten Uru Live arbeiten zu können«.In den kommenden Wochen sollen sukzessive Teile des Spiels geöffnet und der Nutzerschaft auf der Seite openuru.org zugänglich gemacht werden. Als Lizenz wählte der Hersteller die GNU General Public License Version 3 (GNU GPLv3). Eine Linux-Version ist zwar noch nicht verfügbar, doch existieren bereits Interessenten, die an einem Port mitarbeiten würden.


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    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> bigpoint.net
    Drakensang Online
    Mit »Drakensang Online« nähert sich auch die Fertigstellung des auch für Linux geplanten MMORPG dem Ende. Seit Mitte der vergangenen Woche können Interessenten an einer so genannten »Closed-Beta« teilnehmen und das Spiel einem Test unterziehen. Wie in dem Genre üblich, handelt es sich bei der Beta um eine geschlossene Veranstaltung, die lediglich dem Finden und dem Beseitigen von Fehlern gewidmet ist. Dem entsprechend müssen Interessenten eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen und dürfen weder Informationen noch Bilder aus dem Spiel veröffentlichen.Bei »Drakensang Online« handelt es sich streng genommen um ein Browser-basiertes Spiel, das allerdings nicht auf Flash-, sondern auf der hauseigenen Nebula-3-Engine aufsetzt. Daher versprechen die Entwickler eine anspruchsvolle Grafik und eine flotte Ausführung. Spieler kämpfen in dem Spiel in klassischer Diablo-Manier, indem sie den Gegner per Maus anklicken und dabei Zauber oder Kampfkombi aktivieren.

    Aus: Pro-Linux

    Für die kommende Version 11.04 von Ubuntu ist geplant, die Standard-GNOME-Oberfläche durch die Eigenentwicklung Unity zu ersetzen. Die endgültige Entscheidung für Unity steht zwar noch aus, aber die Zweifel werden offenbar immer geringer.



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    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> webupd8.org
    Unity in Ubuntu 11.04 Alpha2
    Das Ziel, Unity zum Standard-Desktop von Ubuntu zu machen, hatte Mark Shuttleworth schon im Oktober 2010 verkündet. Ursprünglich war Unity nur für Netbooks gedacht. Es beruht auf GNOME und besitzt Anpassungen für die bessere Nutzung einer begrenzten Bildschirmfläche. So gibt es einen Launcher, der auf der linken Seite eine Leiste präsentiert, mit der sich die wichtigsten Programme schnell starten lassen sollen. Programme starten in der Regel mit maximiertem Fenster. Auch das Panel wurde an Netbook-Verhältnisse angepasst. Als Window-Manager kommt Mutter zum Einsatz, der auf Clutter und damit weitgehend auf OpenGL aufsetzt.Für Shuttleworth stand von Anfang an fest, das Unity die bisher größte Änderung für Ubuntu und ein riskanter Schritt sein würde. Trotz der Betonung, dass Ubuntu weiterhin zu GNOME stehe, sahen viele in der Gemeinschaft Unity mit skeptischem Blick, teilweise sogar als Fork von GNOME.
    Diese Skepsis führte auch innerhalb von Canonical zu Diskussionen, ob Unity schon bereit sei für Ubuntu 11.04. Die Oberfläche war bis vor kurzem noch sehr instabil und weist nach wie vor viele Fehler auf. Zudem fehlen noch Funktionen, die allerdings notfalls in der nächsten Version nachgereicht werden. Beispielhaft kann hier der aktuelle Bericht von Kees Cook genannt werden. Er berichtet unter anderem von Abstürzen in Compiz, die Unity auf seiner Hardware (mit Intel-Grafik) fast unbenutzbar machten.
    Auf der anderen Seite wurden viele Fehler mittlerweile behoben, insbesondere sollen Abstürze in den letzten Tagen seltener geworden sein. Das Design-Team von Ubuntu hat sehr viel Arbeit in die Optimierung der Benutzbarkeit und Effizienz investiert, und nicht wenige Entwickler und Gemeinschaftsmitglieder berichten, dass ihnen nach der Eingewöhnung die neue Oberfläche sehr viel mehr zusagt als das bisher eingesetzte GNOME 2.x.
    Angesichts dieser Entwicklung schreibt Rick Spencer von Canonical auf der Entwickler-Mailingliste, dass er optimistisch ist, dass es bei Unity als Standard-Oberfläche bleiben wird. Er gesteht ein, dass Unity noch einige problematische Punkte aufweist, aber insgesamt ist es seiner Meinung nach für die meisten Benutzer schon in Ubuntu 11.04 die bessere Lösung. Er fordert alle Entwickler auf, mögliche Probleme oder Bedenken zur Umstellung nochmals kundzutun. Bekannte Probleme mit Unity sind einige fehlende Funktionen, darunter fehlende Systemleisten-Unterstützung für viele wichtige Anwendungen, eine Handvoll Benutzbarkeitsprobleme wie schwer zu findende Einstellungen, leichte Inkonsistenzen in der Bedienung und unvollständige Suchergebnisse, und generelle Bedenken, dass noch zuviele Fehler auftreten werden.

    Aus: Pro-Linux

    Groklaw, eine Publikation, die den Fall SCO und andere gerichtliche Streitigkeiten im Open-Source-Umfeld aus juristischer Sicht beleuchtete, will an ihrem achten Geburtstag die Arbeit einstellen.


    Groklaw entstand 2003, nachdem SCO zunächst IBM und dann weitere Firmen wegen ihrer Linux-Nutzung verklagte. In der Folge sammelten Pamela Jones und ihre Mitstreiter zahlreiche Dokumente zu den Verfahren, analysierten sie, besuchten Verhandlungen und stellten ihre Ergebnisse der Allgemeinheit verständlich vor.
    Inzwischen ist SCO mit seinen grotesken Forderungen auf ganzer Linie gescheitert und bankrott. Die von SCO ausgelöste Krise ist laut Pamela Jones vorüber. Der Krieg, den gewisse Kreise gegen Linux führen, wird zwar, so die Betreiberin, an anderer Stelle weitergeführt. Sie sehe aber keine Notwendigkeit für Groklaw, weiter tätig zu sein.
    Als Pamela Jones Groklaw gründete, konnte sie nicht ahnen, wie groß das Projekt bald werden würde. Sie war nie darauf aus, mit Groklaw Geld zu verdienen, aber die Webseite war einzigartig und änderte sprichwörtlich den Lauf der Geschichte. Wegen dieser Einzigartigkeit hielt Jones die Seite auch so lange am Leben, obwohl sie schon seit über zwei Jahren versucht, ihre Aktivitäten zu reduzieren. Doch erschien bis zuletzt noch fast jeden Tag ein neuer Artikel.
    Doch jetzt soll Groklaw endgültig stoppen. Jones will sich wieder anderen Dingen widmen. Nach dem 16. Mai soll es keine neuen Artikel mehr geben, und die Kommentarfunktion wird geschlossen. Einzelne Updates sind noch möglich.

    Aus: Pro-Linux

    Das auf Red Hat Enterprise Linux basierende CentOS ist in der Version 5.6 erschienen. CentOS (Community ENTerprise Operating System) ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel, ein zu Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatibles System bereit zu stellen, für dessen Inbetriebnahme keine Support-Verträge abgeschlossen werden müssen. Die jeweiligen Versionen der Distribution werden sieben Jahre lang mit Sicherheitsupdates unterstützt.



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    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> CentOS 5.6
    CentOS 5.6 basiert auf RHEL 5.6. Wie dieses enthält CentOS einen erweiterten Kernel 2.6.18 und unterstützt das Ext4-Dateisystem nun regulär. Mit bind97, hplip3 und php5.3 wurden drei neue Pakete in CentOS 5.6 aufgenommen, einige andere Pakete wurden aktualisiert. Mit der Veröffentlichung der neuen Version haben die Entwickler auch das neue Repositorium CentOS-Debuginfo.repo in Betrieb genommen, das Debug-Informationen enthält. Die CentOS-Entwickler haben einen Teil der in RHEL enthaltenen Pakete angepasst, wobei es meist nur um optische Änderungen ging. CentOS 5.6 wird standardmäßig mit der Desktop-Umgebung Gnome 2.16 ausgeliefert. Weiterhin sind das Büropaket OpenOffice.org 3.1.1, der Browser Firefox 3.6.13 und der E-Mail-Client Mozilla Thunderbird 2.0.0.24 enthalten.Die erste CentOS-Version war 2.1, sie erschien im Jahr 2002. Die CentOS-Versionen erscheinen immer erst wenige Wochen nachdem Red Hat eine neue RHEL-Version veröffentlicht hat. Grund dafür ist, dass die Entwickler alle Red Hat-spezifischen Elemente aus den Quelltexten entfernen müssen, beispielsweise Handelsmarken und Artwork. Momentan ist das Entwicklerteam zu klein, um die selbst gesetzte Frist von zwei Wochen nach Erscheinen einer neuen RHEL-Version einhalten zu können, denn kurz vor der Version 5.6 veröffentlichte Red Hat auch RHEL 6. Neben der Arbeit an ihrem RHEL-Clone müssen sich die Entwickler auch noch um Sicherheitsupdates kümmern.
    CentOS 5.6 kann in Form einer LiveCD, acht CD-Abbilder oder DVD-Abbild für 32- und 64-Bit-Architekturen von mehreren Spiegelservern oder mittels BitTorrent heruntergeladen werden. Anwender, die bereits CentOS 5.5 einsetzen, können ihr System mittels Yum aktualisieren.
    Aus: Pro-Linux


    Hallo Community,
    ich habe mir openSUSE 11.4 64-Bit mit KDE installiert, und will Gnome nachinstallieren.
    Bei Ubuntu, habe ich die schon einmal gemacht.


    Allerdings weiß ich unter YaST nicht, welche Pakete ich nachinstallieren muss, kann mir jemand helfen ?


    Gruß Tim

    In einer Stellungnahme an das US-Kartellamt versucht das Konsortium aus Apple, EMC, Microsoft und Oracle, das von Novell zahlreiche Patente aufkaufen will, die Bedenken der Behörde zu zerstreuen, und kündigt eine Änderung der Strategie an.



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    <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_nwindow.gif" alt="" align="right" /> <img src="http://www.pro-linux.de/images/NB3/base/global/image_zoom.gif" alt="" align="right" /> Thomas Schönhoff
    Stand von Novell auf einer Messe
    Wie die Open Source Initiative (OSI) in einer Mitteilung bekannt gab, soll das Konsortium, bestehend aus Apple, EMC, Microsoft und Oracle, seine Strategie im Bezug auf die Übernahme der 882 Novell-Patente überdacht haben. Laut der Organisation soll das neu gegründete Konstrukt CPTN, das die Patente für die Unternehmen aufkaufen wird, nach dem Abschluss der Transaktion nur noch maximal drei Monate existieren. In dem Zeitraum sollen alle Patente an die Mitglieder des Konsortiums aufgeteilt werden, wobei allerdings alle beteiligten Unternehmen Lizenzen für sämtliche Patente erhalten.Auch im Einzelnen sollen die Patente nach bestimmten Regeln verteilt werden. Maßgeblich ist hier offenbar vor allem die Marktmacht in bestimmten Bereichen. So soll sich laut OSI Microsoft dazu verpflichtet haben, seinen Anteil an Patenten umgehend nach der Übernahme an den neuen Eigentümer von Novell, Attachmate, zu verkaufen und nur eine Lizenz zu behalten. Der Mutterkonzern des Virtualisierungsspezialisten VMware soll sich darüber hinaus bereits erklärt haben, keines der insgesamt 31 Patente für sich zu beanspruchen, die in Bezug zu Virtualisierungstechniken stehen.
    Die Übernahme von Novell durch Attachmate ist eigentlich eine beschlossene Sache. Bereits Ende November des vergangenen Jahres hatten beide Unternehmen sich über eine Kaufsumme geeinigt. Zusätzlich sollte ein von Microsoft geführtes Konsortium eine ganze Sammlung von Patenten von Novell übernehmen. Auch hier seien alle Vereinbarungen bereits unterzeichnet worden, hieß es im November. Die dafür nötige Zustimmung des Justizministeriums und des US-Kartellamts steht allerdings noch aus.
    Kritiker befürchten, dass die beteiligten Unternehmen mit dem Patentportfolio eine Drohkulisse gegen Open Source aufbauen könnten. So hatte die OSI sich bereits im Januar an das Kartellamt gewandt und ihre Besorgnis über den Kauf des Patentportfolios ausgedrückt. Laut OSI stehen alle dem Konsortium angehörende Firmen im direkten Wettbewerb mit freien und quelloffenen Systemen. Darüber hinaus haben alle Unternehmen in der Vergangenheit eine feindliche Haltung gegenüber von Open Source gezeigt, was zu Befürchtungen führe, dass sie durchaus imstande wären, die neu erworbenen Patente gegen freie Software einzusetzen.


    Aus: Pro-Linux