Beiträge von Alero

    FSearch ist ein neues Suchwerkzeug für GNU/Linux Betriebssysteme, das in C geschrieben ist und auf GTK+3 basiert.
    VonFerdinand Thommes


    FSearch ist laut Entwickler Christian Boxdörfer von der Windows-Software Everything inspiriert. Da er unter Linux nichts Gleichwertiges fand, was seine Kriterien erfüllte, entwickelte er FSearch. Er wollte ein Werkzeug, das nicht Teil eines Dateinmanagers oder einer anderen Anwendung ist und bereits beim Eintippen des Suchbegriffs Ergebnisse zeigt. Das Tool sollte an keine Desktop-Umgebung gebunden sein, auf Qt5 oder GTK+3 basiert sein und wenig Speicher sowohl auf der Platte als auch beim RAM benötigen.Die Entscheidung für GTK+3 fiel letztendlich, weil Boxdörfer dort heimisch ist. Er ist aber grundsätzlich nicht abgeneigt, künftig eine Version auf der Basis von Qt als auch eine Kommandozeilen-Version zu erstellen oder zumindest anderen zu ermöglichen, das zu tun. Dazu muss die Such- und Datenbankfunktionalität in eine Kernbibliothek ausgelagert werden.
    Die jetzt vorliegende erste Betaversion von FSearch erfüllt die genannten Anforderungen und kann mit Regulären Ausdrücken umgehen. Die Suche kann auf Dateien oder Ordner beschränkt werden. Suchergebnisse können nach Dateinamen, Pfad, Größe oder Zeitstempel sortiert werden. Nach dem ersten Start müssen die zu durchsuchenden Pfade in den Einstellungen festgelegt werden. Danach ist FSearch einsatzbereit.
    Derzeit ist FSearch bei Gentoo und Arch Linux in den Archiven zu finden, bei Arch liegt es im User-Repository AUR. Für Ubuntu ist auf GitHub ein DEB-Paket verlinkt. Eine Bauanleitung für andere Distributionen liegt ebenfalls dort. Die Roadmap des Projekts zeigt die Planung der weiteren Betaversionen. Dort soll unter anderem die Syntax erweitert werden und per Inotify sollen Änderungen die Aktualisierung der Datenbank auslösen. Die nächste Betaversion soll erscheinen, sobald die Lokalisierung fertig ist. FSearch unterliegt der GPL.


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    Quelle

    heise online


    17.10.2016 12:02 Uhr Thorsten Leemhuis


    Der in sieben oder acht Wochen erwartete Linux-Kernel schützt sich besser vor Stack Overflows. Das XFS-Dateisystem erhält eine von Btrfs bekannte Funktion und zahlreiche neue und verbesserte Treiber steigern die Hardware-Unterstützung.
    Das in der ersten Dezemberhälfte erwartete Linux 4.9 wird den Zugriff auf vom Kernel selbst verwendete Speicherbereiche anders regeln und dadurch Stapelüberläufe (Stack Overflows) besser abfangen. Die "Virtually mapped kernel stack allocations" erschweren Angreifern und Schadsoftware so ein Einbrechen; nebenbei verbessert die Technik auch die Fehlerfindung und überholt einige alte, angestaubte Code-Bereiche.

    XFS wird aufgebohrt

    Die wahrscheinlich am 5. oder 12. Dezember erscheinende Kernel-Version bringt zudem eine Erweiterung am XFS-Dateisystem, durch die sich mehrere Dateien jetzt einen Datenbereich teilen können. Dadurch lassen sich selbst riesige Dateien sehr schnell kopieren, weil der Kernel nur neue Metadaten angelegen muss, aber keine Nutzdaten duplizieren braucht.
    Solche Kopien lassen sich über cp --reflink erzeugen und sind mit Btrfs schon länger möglich. Die neue XFS-Funktion setzt auf der Reverse-Mapping-Infrastuktur auf, die zu einer der größten Neuerungen von Linux 4.8 zählt, das vor zwei Wochen erscheinen ist. Wie diese Funktion ist aber auch die Reflink-Unterstützung mit "Shared Data Extents" vorerst experimentell und richtet sich an Interessierte, die die Funktion reif für den Alltagseinsatz machen wollen.

    Neue und überarbeitete Treiber

    Die Kernel-Entwickler haben zudem eine Reihe neue Treiber aufgenommen und andere überarbeitet, um die Hardware-Unterstützung zu verbessern. Die WLAN-Treiber beispielsweise unterstützen jetzt einen Schwung neuer WLAN-Chips von Intel. Ferner lässt sich der Amdgpu-Treiber jetzt auch für ältere Radeon-Grafikkarten nutzen. Neu dabei ist eine Infrastruktur, über die die Komponenten bei Googles modularem Smartphone ARA kommunizieren sollten. Diese Infrastruktur brachte so vielen Änderungen, dass sie Linux 4.9 zum neuen Rekordhalter in der Klasse "Zahl der für eine neue Kernel-Version vorgenommen Änderungen" macht.
    Details zu diesen und weitere Änderungen bei Treibern liefert ein Kernel-Log der c't, das in den kommenden Wochen mehrfach erweitert wird, um nach und nach alle wesentlichen Änderungen des Linux-Kernel 4.9 zu beschreiben:

    (thl@ct.de)
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    Quelle



    Siehe auch:

    Linux-Kernel 4.9 tritt in die Testphase ein