Eines irritiert mich aber noch stärker: Im Home-Ordner habe ich jetzt
einen Ordner .opensuse und einen Ordner .ooo3 mit wohl nur altem Kram -
oder könnte ich mich da irren? - und wohinein die Installation erfolgt
ist, kann ich nicht identifizieren.
Diese Ordner speichern Deine persönlichen Einstellungen und zusätzlich sowas wie Backups von Dokumenten, die Du mal bearbeitet hast. Gerade letzteres kann diese Ordner gewaltig aufblähen. Mich beispielsweise haben die Vorgaben der Entwickler wie hässliche Serifenschriften, die irgendwie vorgestrig aussehen, nicht aktive Silbentrennung, Unterschneiden und nicht vorhandene Formatierung von rechten und linken Seiten gestört. Beheben lässt sich das mit einer eigenen Vorlage als ott, die man als Standard setzt. Bei einer neuen Hauptversion von OOo bzw LOo und seit Opensuse 12.3 auch bei einer neuen Betriebssystemversion sind alle diese Einstellungen scheinbar verloren. Das Problem ist nur, dass eine neue Hauptversion ein Verzeichnis mit eigenem Namen voraussetzt und, falls es nicht im vorgegebenen Pfad liegt, dieses neu und natürlich ziemlich leer anlegt. Schon seit OOo 2 sind diese Verzeichnisse aber austauschbar. Wenn das /home-Verzeichnis nicht formatiert wird, sind alle vorherigen Ordner noch vorhanden.
Bis 12.2 lagen die Ordner .openoffice bzw .libreofice direkt unter /home. Mit Betriebssystemen mitgelieferte Officeversionen weichen davon meist ab, daher stammt Dein .ooo3. Bei Opensuse 12.3 ist der Pfad wie einige andere auch verändert worden, auf /home/[Benutzer]/.config/libreoffice. Egal, wie der Pfad auch heißt, darin befindet sich ein Ordner 2, 3 oder 4 (je nach Hauptversionsnummer). und darin wiederum das Verzeichnis /user. Diesen Ordner kannst Du in jeder LOo- bzw OOo-Version zumindest unter Linux und Windows benutzen und hast dann jedesmal dieselbe Ansicht. Deshalb empfiehlt es sich, in zusätzlich Systemfern zu sichern. Natürlich vorausgesetzt, dass in jedem benutzten System dieselben Schriftarten vorhanden sind. Einfaches Reinkopieren reicht und wer sehr vorsichtig ist, benennt den schon vorhandenen Ordner vorher in user.bak um. Bei einem leeren Verzeichnis, das beim ersten Start des Officepaketes unter dem betroffenen Nutzer angelegt wird, ist das nicht notwendig.
Lösche also nicht mit dem Holzhammer die besagten Verzeichnisse, sondern gucke erstmal rein. Gerade der Ordner backup sorgt gerne für Aha-Erlebnisse.
Ich persönlich nutze die mit den Betriebssystemen mitgelieferten und deshalb meist stark modifizierten LOo-Varianten schon länger nicht mehr. Das Original von de.libreoffice.org verhält sich in der Regel berechenbarer. Wenn ich aber schreibe, dass ich dafür lokale Verzeichnisse als Pepositorys einbinde, wird das vermutlich einigen wieder nicht gefallen.
Falk