Da Linux ein Unix Betriebssystem ist es auch wichtig das man einige Kommandos beherrscht. Denn die Grafische Oberfläche die Linux einen Heute bietet ist nur ein Aufsatz auf die Textbasierte Oberfläche.
Wieso eigentlich Befehle wissen?
Das ist eine Frage die sich vielleicht viele stellen, wenn Sie die schöne Grafische Oberfläche von Linux sehen. Da denkt man doch das dies eigentlich unnötig ist. Nur dies ist falsch, man braucht spätestens dann Befehle wenn mal die Grafische Oberfläche nicht starten sollte. Oder man Treiber bzw. Kernel Module installieren muss die man nur im reinen Textmodus installieren kann. Und absolut unerlässlich sind sie, wenn man entfernte Rechner administriert oder einfach nur nutzt.
Zudem ist das Hantieren mit Textbefehlen wesentlich schneller, als das Klicken mit der Maus, wie schon viele Untersuchungen gezeigt haben.
Was kann man mit den Befehlen alles machen?
Vom Prinzip her alles. Es gibt viele Linux Befehle die denen man viele Funktionen auslösen kann. Man kann sein System einstellen mit YaST, Dateien löschen oder verschieben, auch Dateien umbenennen. Es ist auch möglich die rechte von Dateien zu ändern. Dies waren nur ein paar Beispiele. Und auch wenn das völlig absurd erscheint: Man kann in einer Konsole (in Linux heißt das "DOS_Fenster" "Terminal" oder "Konsole") sogar sich Bilder oder Videos ansehen.
Übersicht über einige Befehle
Hier eine wenn auch nicht vollständige Befehls Liste für die Linux Konsole.
chmod -> Ändert die Zugriffsrechte auf Dateien und Verzeichnisse
chmod [-Rcfv] Modus Datei
-c (change) nur geänderte Dateien werden angezeigt
-v (verbose) alle Aktionen werden angezeigt
-R (recursive) die Rechte aller Dateien und Unterverzeichnisse werden auch geändert Beispiel: chmod 755 test.txt chmod –f a-w test.txt
chown -> Ändert den Besitzer und die Gruppe einer Datei
chown [-chfRv] Besitzer [:Gruppe] Datei | Verzeichnis -h -R ändert den Besitz nur für einen symbolischen Link (recursive) der Besitz aller Dateien und Unterverzeichnisse wird auch geändert Beispiel: chown erwin.erwin texte.txt chown –R erwin.erwin /home/erwin
cd -> Wechselt das aktuelle Verzeichnis
cd [-] [Pfad (relativ/absolut)] .. - wechselt ins übergeordnete Verzeichnis wechselt ins vorhergehende Verzeichnis wechselt ins Heimatverzeichnis (auch mit Tilde ~)
cp -> Kopiert Dateien
cp [-abdfilprsuvxPR] [-S [sufix]] [-V {numbered, existing, simple}] Quelle Ziel -f -i -r (force) Dateien im Zielverzeichnis werden ohne Nachfragen überschrieben (interactive) erwartet Bestätigung vor dem Überschreiben kopiert die Dateien der Unterverzeichnisse mit Beispiel: cp –b texte/* /home/erwin/daten.backup cp –r /www/texte/* /home/erwin/daten.backup/
df -> Zeigt den freien Festplattenplatz an
df [-aikPv] [-t fstype] [Pfad...] -a -k (all) zeigt alle Dateisysteme an (kilobytes) zeigt den freien Platz in Kilobyteblöcken
free -> Zeigt den freien Arbeitsspeicher und Swapbereich an
free [-msribpc] [-d Blockdevice] [-S Intervall] [Swapdevice] -m zeigt den freien Speicherplatz im Arbeitsspeicher in MB an
fsck -> Dateisysteme prüfen
fsck Partition z.B. fsck -V /dev/hda1
gunzip -> Dekomprimieren von Dateien
gunzip [-acfhlLnNrtvV19] [-S suffix] [Datei(en)] -c -f -v die Datei wird nach stdout dekomprimiert es wird vor überschreiben gewarnt zeigt eine ausführliche Ausgabe an
gzip -> Komprimieren von Dateien
gzip [-cdfhLrtvV19] [Datei(en)] -c -d -r schreibt die Datei auf die stdin, anstatt sie zu ersetzen entspricht gunzip (recursive) komprimiert alle Dateien in den angegebenen Unterverzeichnissen
ls -> Listst den Inhalt eines Verzeichnisses auf
ls [-abcdfiklmnpqrtuxABCFGLNQSX1] [-l Muster] [Verzeichnis] [Datei] -a -i -l -x -C -F -R (all) listet auch Dateien, die mit ».« beginnen zeigt die Inode-Nummer zu jeder Datei (long) zeigt den Inhalt mit mehr Informationen an
mkdir -> Erzeugt ein Verzeichnis
mkdir [-p] [-m Modus] Verzeichnis -p nicht existierende Eltern-Unterverzeichnisse werden angelegt Beispiel: mkdir –m 0750 chip mkdir –p /www/barbapappa/text
mkfs -> Erstellt ein neues Dateisystem
mkfs [-V] [-t Dateisystem] [-cv] Gerät -c -t -v es wird nach defekten Blöcken gesucht festlegen des Dateisystemtyps ausführliche Angabe von Informationen während des Vorgangs
mount -> Mounten (einhängen) von Dateisystemen
mount -a [-t Dateisystem] [-o Optionen] Device-Verzeichnis(Mountpoint) -a -o -t alle in /etc/fstab angegebenen Dateisysteme werden gemountet Optionen sind z.B.: ro (read only), rw (read/write) für dei Spezifizierung des Dateisystemtyps Beispiel: Mount –t msdos /dev/fd0 /mnt
mv -> Verschiebt oder benennt Dateien/Verzeichnisse um
mv [-bfiuv] [-S [suffix]] [-V { numbered, existing, simple}] Quelle Ziel
rm -> Löscht Dateien. Fehlt die Schreibberechtigung für eine Datei, wird nachgefragt
rm [-firvR] [--] Datei -f -i -r -- (force) keine Nachfrage, keine Fehlermeldungen (interaktiv) erwartet Bestätigung (recursive) Unterverzeichnisse und deren Dateien werden auch gelöscht die folgenden Argumente sind keine Optionen. So können Dateien, die mit »-« beginnen, gelöscht werden Beispiel: rm datei1.txt rm -- -texte.txt
rmdir -> Löscht leere Verzeichnisse
rmdir [-p] Verzeichnis -p löscht mehrer Verzeichnisse rekursiv, wenn alle leer sind Beispiel: rmdir chip
rpm -> Installieren und deinstallieren von Software. Red Hat-Package-Manager
rpm [-ivhqladefUV] [-force] [-nodeps] [-oldpackage] Paketliste -h -i -U -v --hash, zeigt den Installationsfortschritt an, in Verbindung mit -v installiert neue Pakete
tar -> Archiviert und dearchiviert Dateien und Verzeichnisse
tar [code=c][v][x][z][f Dateiname] Datei/Verzeichnis -c -v -x -z ein neues Archiv anlegen Dateinamen werden während des Archivierens angezeigt extrahieren von Dateien packen oder entpacken mit gzip bzw. gunzip
umount -> Unmountet ein Dateisystem aus den aktuellen System
umount -a [-nrv] [-t Dateisystemtyp] Mountpoint -a -t unmounten aller Dateisysteme (außer das proc-Dateisystems) in der /etc/fstab nennen eines bestimmten Dateisystemtyps, welcher ungemountet werdensoll
Weitere Befehle die hier nicht stehen bitte ergänzen!!