Video8-Filme grabben und auf DVD brennen

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Hinweis: In dem Thema Video8-Filme grabben und auf DVD brennen gibt es 21 Antworten auf 3 Seiten. Der letzte Beitrag () befindet sich auf der letzten Seite.
  • Video8-Filme grabben und auf DVD brennen

    Liebe Forengemeinde,

    ich möchte Video8-Filme „grabben“ und dann auf DVDs brennen.

    Ich besitze noch das Abspielgerät in das man die Video8-Kasetten rein stecken kann und das man normalerweise mit dem Fernseher verbindet um sich dann dort die Filme anzusehen.
    Stattdessen verbinde ich jetzt das Abspielgerät mit einem Video-Grabber. Nämlich mit diesem hier:
    EasyCAP USB 2.0 Audio-/Video Grabber mit Fushicai UTV007 Chipsatz.


    Ich kopiere von der Seite mal die wichtigsten Eigenschaften heraus:


    • Digitalisiert Audio- und Videosignale
    • Interface: USB 2.0 A Stecker
    • Anschluss A/V 1: RCA composite (S-VHS)
    • Anschluss A/V 2: S-Video
    • Eingang PAL: 720 x 576 @ 25fps
    • Eingang NTSC: 720 x 480 @ 30fps
    • Format: MPEG 2
    • Geeignet für Windows 2000/XP/Vista/7/8/10 / Linux (evtl. Treiberinstallation erforderlich!)


    Diesen Grabber habe ich dann in ein Thinkpad X201 mit 4GB RAM gesteckt.

    Mit mpv kann ich mir mit

    Quellcode

    1. mpv av://video4linux2:/dev/video1

    das Bild anschauen und mit

    Quellcode

    1. mpv av://alsa:hw:1

    den Ton anhören. Mit dem Schalter -o kann man dann auch gleich aufzeichnen. Aber ich will ja nicht Bild ODER Ton, sondern BEIDES...
    Aber anscheinend kann dieses AV-Protokoll (oder was auch immer das ist) nicht beides gleichzeitig.

    Dann gibt es da noch so ein TV-Protokoll, mit dem man wohl Bild und Ton gleichzeitig aufnehmen kann. Ich kann mit Mplayer das Video mit Ton am Computer schauen:

    Quellcode

    1. mplayer tv:// -tv alsa:adevice=plughw.1,0:forceaudio:immediatemode=0
    Mplayer kann aber nicht aufzeichnen. Dafür braucht man Mencoder. Mencoder war aber irgendwie mit der Syntax nicht einverstanden, TV und alsa, das wollte er irgendwie nicht.

    Bei Mpv kapiere ich generell die Syntax vom TV-Protokoll nicht, das hat nie funktioniert. Mplayer konnte das zwar abpsielen (siehe oben), aber mpv hat da irgendwie eine andere Syntax.

    Also habe ich es dann mit VLC versucht. Man kann im VLC ein „Capture-Device“ öffnen. Da stelle ich dann immer Video- und Audio-Quelle und PAL ein.
    Dann auf Play klicken und es wird abgespielt. Statt auf play kann man auch auf convert klicken dann wird aufgezeichnet.

    Als ich das dann alles mal gefunden und richtig eingestellt habe, habe ich mal aufgenommen und habe eine ganze 90-minütige Kasette digital auf meiner Festplatte speichern können - JUCHU!

    Aber leider war dieser Erfolg nicht von Dauer. Wenn ich weitere Kasetten aufnehmen wollte, war es oft so, dass auf der Aufnahme nach 50 MInuten oder (manchmal auch fast von Anfang an) einfach der Ton weg fällt.
    Am Video-Grabber liegt das nicht, das hab ich schon ausgetüftelt, das passiert wirklich beim Aufzeichnen/Konvertieren/Abspeichern auf dem Thinkpad.
    Dann hat man den Rest nur noch Bild und kein Ton mehr... Manchmal haben sich die Abspielprogramme ab einer bestimmten Stelle auch komplett aufgehangen, als ich den VLC mal in der Konsole geöffnet hatte stand
    glaube ich sowas wie „clock decoder error“ oder so da.

    Jetzt nehme ich immer so 10 bis 20 Minuten Schnipsel auf. Das klappt ganz gut. Manchmal geht ein Schnipsel schief (siehe oben), dann spule ich halt noch mal zurück und mach den Schnipsel noch mal.
    VLC nimmt für mich immer im MP4-Format auf. Leider ist es das einzige Format das VLC zuverlässig aufnimmt. Viel besser wäre, wenn er gleich in MPEG2 aufnehmen würde. Den der Video-Grabber den ich verwende benutzt
    ja laut obiger Eigenschaften schon MPEG2. Durch das Konvertieren in MP4 entsteht hohe CPU-Last. Man kann VLC theoretisch so einstellen, dass er gleich in MPEG2 abspeichert, das habe ich versucht. Das Ergebnis war,
    dass die aufgezeichneten Videos dann wie im Zeitraffer laufen, so als würde man spulen (das Abspielgerät in dem die Kasetten laufen hat aber normal abgespielt und nicht gespult). Da wird irgendwas falsch abgespeichert,
    so dass die aufgezeichneten Videos dann zu schnell ablaufen. Irgendwas ist da kaputt. Ich habe auch andere Formate/Codecs ausprobiert, aber MP4 mit H.264 und MP3 ist das einzige, das zuverlässig funktioniert, leider.

    Wenn ich dann die ganzen Schnipsel aufgezeichnet habe, rechne ich sie wieder nach MPEG2 um (denn direkt in MPEG2 aufzeichnen kriege ich ja aktuell leider nicht hin):

    Quellcode

    1. ffmpeg -i schnipselx.mp4 -target pal-dvd -aspect 4:3 schnipselx.mpg
    Dann verwende ich dvdauthor:

    Quellcode

    1. dvdauthor -o dvd/ -t schnipselx.mpg
    und füge mit obigem Befehl der Reihe nach die ganzen Schnipsel zur DVD dazu. Dann mache ich:

    Quellcode

    1. export VIDEO_FORMAT=PAL
    2. dvdauthor -o dvd/ -T
    3. mkisofs -dvd-video -o dvd.iso dvd/
    Dann brenne ich diese dvd.iso auf eine DVD kann sie dann im DVD-Player abspielen. So weit habe ich mich jetzt also selber durchgekämpft, es gibt da aber noch Probleme:

    Der DVD-Player spielt dann immer nur die erste Datei ab, die dann so 20 Minuten oder so dauert. Er spielt dann nicht automatisch die nächste Datei ab. Man muss dann mit der Fernbedienung irgendwie weiter schalten.
    Ich will das aber so haben, dass der DVD-Player nach der ersten Datei automatisch die zweite abpspielt und danach die dritte und so weiter und so fort.
    Kann man das irgendwie einstellen? Man kann bei dvdauthor ja viele Dinge einstellen und auch Menüs etc erzeugen - vielleicht kann man da auch einstellen, dass nach der ersten automatisch die zweite Datei abgespielt wird?

    Der Ton ist mit dem Bild nicht richtig synchron und ein paar Sekunden verschoben. Ich glaube mkisofs zeigt auch sowas an wie „audio backwards by 2, please remultiplex input“. Kann man die Tonspur also noch mal ein paar Sekunden
    verschieben und wenn ja wie?

    Am besten wäre es ja, ich könnte direkt in einem DVD-tauglichen Format (MPEG2) aufzeichnen. Vielleicht hat da noch jemand einen Tip?

    Vielen Dank im Voraus!

    Für den Inhalt des Beitrages 118385 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Fab42

  • Probiere es mit mplayer. Der sollte zuverlässig tun und auch ein korrektes, beliebiges Ausgabeformat bringen.

    Für das Abbrechen würde ich mal gucken, ob nicht evtl. das /tmp volläuft.
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 118386 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Berichtigung schrieb:

    Probiere es mit mplayer. Der sollte zuverlässig tun und auch ein korrektes, beliebiges Ausgabeformat bringen.


    Du meinst Mencoder? MPlayer kann doch nur anzeigen, aber nicht aufzeichnen. Gut dann schaue ich noch mal genau was die Fehlermeldung bei Mencoder war und melde
    mich noch mal.


    Berichtigung schrieb:

    Für das Abbrechen würde ich mal gucken, ob nicht evtl. das /tmp volläuft.
    Es bricht gar nicht richtig ab, es speichert dann schon für alle 90 MInuten was ab, nur ist das dann irgendein Datenschrott, bei dem entweder der Ton fehlt oder gar nichts mehr geht.

    Für den Inhalt des Beitrages 118387 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Fab42

  • Den easycap abziehen, Konsole öffnen, mit su root werden, eingeben:

    Quellcode

    1. journalctl -f
    easycap an stöpseln und alle neu hinzugekommenen Meldungen der Konsole hier posten.
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    Für den Inhalt des Beitrages 118389 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Sauerland

  • journalctl -f und Grabber anstöpseln ergibt:

    Quellcode

    1. Feb 17 18:53:30 linux-8k9b kernel: usb 2-1: new high-speed USB device number 3 using ehci-pci
    2. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b kernel: usb 2-1: config 1 interface 0 altsetting 1 bulk endpoint 0x83 has invalid maxpacket 256
    3. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b kernel: usb 2-1: New USB device found, idVendor=1b71, idProduct=3002
    4. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b kernel: usb 2-1: New USB device strings: Mfr=3, Product=4, SerialNumber=2
    5. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b kernel: usb 2-1: Product: usbtv007
    6. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b kernel: usb 2-1: Manufacturer: fushicai
    7. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b kernel: usb 2-1: SerialNumber: 300000000002
    8. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b mtp-probe[6734]: checking bus 2, device 3: "/sys/devices/pci0000:00/0000:00:1d.7/usb2/2-1"
    9. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b mtp-probe[6734]: bus: 2, device: 3 was not an MTP device
    10. Feb 17 18:53:31 linux-8k9b kernel: e1000e: eth0 NIC Link is Down
    11. Feb 17 18:53:32 linux-8k9b kernel: Linux video capture interface: v2.00
    12. Feb 17 18:53:32 linux-8k9b kernel: usbtv 2-1:1.0: Fushicai USBTV007 Audio-Video Grabber
    13. Feb 17 18:53:32 linux-8k9b kernel: usbcore: registered new interface driver usbtv
    14. Feb 17 18:53:32 linux-8k9b pulseaudio[2395]: [pulseaudio] source.c: Default and alternate sample rates are the same.
    15. Feb 17 18:53:32 linux-8k9b rtkit-daemon[2396]: Supervising 3 threads of 1 processes of 1 users.
    16. Feb 17 18:53:32 linux-8k9b rtkit-daemon[2396]: Successfully made thread 6751 of process 2395 (/usr/bin/pulseaudio) owned by 'fabian' RT at priority 5.
    17. Feb 17 18:53:32 linux-8k9b rtkit-daemon[2396]: Supervising 4 threads of 1 processes of 1 users.
    Alles anzeigen

    Für den Inhalt des Beitrages 118390 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Fab42

  • mpv basiert auf mplayer, und mencoder ist Teil von mplayer.

    mplayer lässt sich sehr wohl für das Rippen verwenden. Es gibt die Optionen -dumpfile -dumpstream und -dumpaudio
    man mplayer hilft. (Debian hat sogar eine gut in's Deutsche übersetzte Manpage. Auch für mencoder.)
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 118391 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Mein Teil sieht genauso aus, ist aber ein anderer Chip eingebaut, dafür brauchte ich ein extra Treiber und Firmware.
    Deswegen die Frage.

    EasyCAP DC60 USB Audio und Videograbber › Wiki › ubuntuusers.de

    Für Soundeinstellungen beachte auch, das einen neue Soundkarte beim Einstecken erscheinen kann, benutze dafür pavucontrol.
    Links in dieser Signatur bitte zum Lesen anklicken!

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    Für den Inhalt des Beitrages 118392 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Sauerland

  • Ich versuche gerade bei Mplayer/Mencoder durchzusteigen.

    Da fällt mir aber nebenbei ein, dass auch in der Manpage von ffmpeg steht, dass man damit grabben kann:


    ffmpeg is a very fast video and audio converter that can also grab from a live audio/video source.
    Gibts da irgendwelche Erfahrungswerte zum Grabben mit ffmpeg? Vielleicht ist es ja damit einfacher?

    Für den Inhalt des Beitrages 118395 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Fab42

  • Wenn man ein Tool richtig gelernt hat,
    lernt man das zweite viel leichter und schneller.
    Mäandert man zwischen einigen hin und her,
    lernt man keines richtig.

    Und ja, natürlich kann ffmpeg das auch.
    Es gibt -wie meistens in Linux- viele Tools, die das können.
    Wenn du lustig bist, kannst du das Zeuchs von deinem Grabber abgreifen,
    es direkt auf einen Server streamen, wobei es en passat transcodiert wird,
    und dann vom Server wieder zurückstreamen, wobei es nochmal transcodiert wird,
    um dann letztlich von einem weiteren Grabber, wieder on the fly transcodiert auf Platte zu speichern.
    Und kein Tool wird in dieser Kette zweimal verwendet.
    Natürlich baut man dann in die Kette noch ein paar Broadcastknoten ein,
    damit auch andere das live mitgrabben und wieder transcodiert nach /dev/null streamen können.
    Viel Spaß.

    Wäre eine gute Idee, die Scripts, wenn dann das läuft, hier gut dokumentiert zu posten.
    Sokrates sagte, dass er nichts wisse.
    Ich bin viel, viel klüger als Sokrates.
    Ich weiß ganz genau, dass ich gar nichts weiß.

    Für den Inhalt des Beitrages 118402 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Berichtigung

  • Mencoder mag im TV-Modus nicht mit alsa zusammenarbeiten. Es kommt dann immer sowas wie „tv: unknown suboption alsa“. Das scheint mir eher so ein Syntaxfehler zu sein, also er würde vermutlich
    mit alsa zusammenarbeiten, wenn ich nur mal die Syntax kapieren täte.

    Deswegen arbeite ich jetzt mit ffmpeg und das funktioniert ganz gut. Per Suchmaschine habe ich diesen Beitrag gefunden:
    medium.com/@bionazgul/the-adve…-a-christmas-f12364bfefe1

    Davon inspiriert habe ich jetzt folgenden Arbeitsablauf:

    Quellcode

    1. ffmpeg -f v4l2 -framerate 25 -thread_queue_size 512 -i /dev/video1 -f alsa -thread_queue_size 512 -i hw:1,0 -t 01:35:00 -c:v h264 -c:a libmp3lame aufnahme.mkv
    2. ffmpeg -i aufnahme.mkv -target pal-dvd -aspect 4:3 aufnahme.mpg
    3. dvdauthor -o dvd/ -t aufnahme.mpg
    4. export VIDEO_FORMAT=PAL
    5. dvdauthor -o dvd/ -T
    6. mkisofs -dvd-video -o dvd.iso dvd/
    Wenn der Video8-Film fertig abgespielt wurde, fängt das Abspielgerät automatisch mit dem Rückspulen an. Die Laufzeit ist immer so zwischen 93 und 94 Minuten. Wenn ich das Spulgeräusch höre, betätige ich schnell die Taste "q", dass dann die Aufnahme stoppt.
    Wenn ich gerade nicht am Rechner sein sollte wird automatisch nach 95 Minuten gestoppt. Ich versuche aber immer genau im richtigen Moment zu stoppen, weil das immer SEHR knapp auf die DVD passt.
    Wenn man da noch ein paar unnötige MInuten anhängt kann es sein, dass es nicht mehr auf die DVD passt und man erst wieder was wegschneiden muss.

    Das funktioniert so fürs erste ganz gut und ich kommt damit gut voran.

    Für den Inhalt des Beitrages 118661 haftet ausdrücklich der jeweilige Autor: Fab42